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Wissenschaft: Sonstiges

Das Rätsel der vorsintflutlichen Pyramiden

Sphinx vor Pyramide
Sphinx vor Pyramide
Pyramiden bieten überall wo man sie antrifft viele Möglichkeiten zu Spekulationen! Schon von jeher haben die Menschen, die vor den berühmten Pyramiden von Giza gestanden haben, voller Ehrfurcht sich gefragt wer diese erbaute, wann sie erbaut wurden und wie es überhaupt möglich gewesen war, solch eine außergewöhnliche Leistung zu vollbringen.

Diese ehrwürdigen Giganten lassen ihre Besucher nicht nur in Ägypten oder Mexiko erstaunen; Pyramiden in den verschiedensten Erscheinungsformen gibt es in Europa ebenso wie in Süd- und Nordamerika oder im fernen China zu bewundern.

Mittlerweile sind wir es gewohnt, pyramidale Bauwerke an den verschiedensten Orten aufzuspüren, ob auf der kanarischen Ferieninsel Teneriffa oder beim spazieren gehen im Park von Schloss Branitz bei Cottbus in Brandenburg (siehe hierzu den Beitrag von Katja und Sven Näther in „Sokar“ 1/2000). (1) Allerdings gibt es auch Pyramiden, die eigentlich gar nicht dort sein dürften, wo man sie antrifft.

Nordamerika, Wisconsin, 21 Meilen östlich von Madison:

Der Rock Lake!

Ein relativ kleines Binnengewässer, ca. 3 Meilen lang, ca. 10 000 Jahre alt, birgt ein weitaus größeres Geheimnis in seinen schlammigen Tiefen. (2) Schon seit Generationen ist den Ortsansässigen bekannt, dass dieser See ein Geheimnis birgt, welches Archäologen in Erstaunen und Zweifel versetzen:

Pyramiden!

Das Interesse der Archäologen weckt nicht die kleine Pyramide am Ufer des Sees, welche von Nathaniel Heyer im Jahre 1836 entdeckt wurde und auf ein Alter von ca. 1000 Jahren geschätzt wird, sondern eine noch unbekannte Anzahl von Steinpyramiden, die auf dem Grund des Sees existieren! (3)

Um die Jahrhundertwende herrschte im Gebiet des Rock Lake eine große Trockenheit. Die Brüder Claude und Lee Wilson, letzterer Bürgermeister von Lake Mills, erspähten beim Fischen steinerne Strukturen auf dem Grund des Rock Lake. Seit diesem Zeitpunkt haben mehrere Expeditionen versucht, das Geheimnis des Rock Lake zu lösen und die Pyramiden aus den Überlieferungen zu finden.

1936 berichtete Victor S. Taylor „Vier Pyramiden auf dem Grund des Rock Lake entdeckt, womöglich indianischen Ursprungs, vielleicht von Azteken erbaut.“ (4) Nachdem sich öffentliche Stellen nicht für die Entdeckungen interessierten, war es an der Zeit, dass sich private Expeditionen an die Arbeit machten und dem Geheimnis des Sees „auf den Grund“ gingen.

1937 begann der Rekordtaucher und Tieftauchspezialist Max Gene Nohl mit einer Suchvorrichtung, den See abzusuchen und fand auch was er suchte. Nahe des Zentrums des Rock Lake fand er schließlich bei seinen Tauchgängen eine Unterwasserpyramide. Max Gene Nohl beschrieb seine Entdeckung so:

„Die Pyramide hat die Gestalt eines gekippten Kegels. Oben befindet sich eine kleine, quadratische Plattform, Kantenlänge 1,4 m. Kantenlänge am Boden 5,43 m. Höhe 8,83 m. Offenbar besteht die Konstruktion aus glatten, in Mörtel gesetzten Steinen. Sie ist weitgehend von einem grünlichen Schaum überzogen, der sich aber leicht wegkratzen lässt, zum Teil treten die Steine offen zutage, sind dem Wasser direkt ausgesetzt.“

Danach wurden noch andere Taucher mit ihren Teams fündig, sie fanden nicht nur eine, sondern insgesamt zehn pyramidale Strukturen auf dem Grund des Rock Lake.

John Kennedy aus Lombard, USA, entdeckte nach hartnäckigen Tauchgängen eine künstliche Struktur mit den Abmessungen 6 x 12 m, 1,5 m aus dem Boden herausragend.

M. R. Kutska, Taucher und Chef der Truppe „Narcosis Knights“ entdeckte mehrere Pyramiden, eine davon 20 m lang und 10 m breit.

Nach der sonartechnischen Untersuchung des Sees durch Craig Scott, Präsident der Tauchergruppe „Sea Search“ aus Muskegon, Michigan, fanden ihre Taucher eine Pyramide mit den Abmessungen 30 x 4 m (wobei es sich hierbei auch um die von Kutska entdeckte große Pyramide handeln kann) und neun weitere, kleinere pyramidale Strukturen, von denen neben der großen Pyramide mindestens eine der kleineren nachweislich nach Nord-Süd-Richtung ausgerichtet ist.

Dr. James Scherz, Ingenieur der Universität von Madison, Wisconsin, siedelte daraufhin die Ursprungsbestimmung der Pyramiden als Observatorien zur Beobachtung von Sonne, Mond, Planeten und Sternen an. (5)

Angaben über die Größe der Pyramiden können leider nur auf ihre aus dem Schlamm herausragenden Flächen beschränkt werden, da diese durch eine undefinierbar tiefe Schlammschicht begraben sind.

Besonders bemerkenswert an den Unterwasserpyramiden im Rock Lake ist die Tatsache, dass die Bauwerke mit einer glatten Schicht, gleich unserem Zement, bedeckt sind. Wenn wir bedenken, dass der Rock Lake vor mindestens 10 000 Jahren, nach dem Ende der nordamerikanischen Sintflut, entstanden ist, die Bauwerke auf dem Grund des Sees also mindestens genau so alt sein müssen; ist die Erbauung solcher Bauwerke mit exakter Nord-Süd-Ausrichtung schon mehr als bemerkenswert, die Tatsache, dass diese Bauten mittels einer zementartigen Schicht überzogen wurden, wirklich phantastisch. Auch die Einschätzung von Dr. James Scherz bezüglich der ursprünglichen Verwendung der Pyramiden als Observatorien zieht die Decke des Rätselhaften nur weiter über die Tiefen des Rock Lake.

Die Taucherzeitschrift „Skin Diver“ berichtete in ihrer Januarausgabe von 1970 folgendes: „Die Pyramiden sind unglaublich. Es sollte sie nicht geben. Sie wären zu alt und an einer Stelle, wo niemand sie hätte bauen können. Logischerweise dürften sie gar nicht existieren!“

Momentan ist nicht festzustellen wer diese Bauwerke erbaute und wann diese erbaut wurden. Einen Hinweis auf die Erbauer geben die Nachfahren der Winnebago Indianer, die sich zwar selbst nicht mit den Bauwerken in Verbindung bringen, jedoch zu berichten wissen, dass auf dem Grund des Sees die Reste einer uralten Stadt begraben liegen und in den mittlerweile gefundenen Pyramiden Menschen von höchsten Rängen begraben wurden. (4)

Haben wir es also mit antediluvialen, also vorsintflutlichen Bauwerken zu tun? Nach Lehrmeinung der Archäologen dürfte in dieser Zeit, in Nordamerika vor 10 000 bis 12 000 Jahren, kein Mensch in der Lage gewesen sein, derartige Bauwerke mit den zur damaligen Zeit zur Verfügung stehenden Mitteln zu errichten, geschweige denn Observatorien zu bauen oder die Bauwerke mit „Zement“ zu überziehen. Müssen wir doch bedenken, dass zu dieser Zeit Neandertaler und Chro-Magnon-Menschen die Erde bevölkerten!

Ist das Geheimnis des Rock Lake aber der einzige Hinweis auf pyramidale Bauwerke vor der großen, weltumspannenden Sintflut? Keinesfalls!

Nicht nur in populärwissenschaftlichen Publikationen, sondern auch in der Tagespresse gingen Meldungen aus dem fernen Japan vor zwei Jahren um die Welt. Vor der Küste von Okinawa wurden schon 1986 Ruinen unter Wasser entdeckt, die in ihren Strukturen mit glatten Plattformen und Stufen mit exakten 90 Grad Winkeln und glattpolierten Seiten, stark an riesige Stufenpyramiden erinnern.

Neueres Bildmaterial und die fortlaufenden Untersuchungen von Prof. Masaaki Kimura von der Universität Ryukyus erhärten die These, dass diese Bauwerke von Menschenhand, künstlich erschaffen wurden mehr denn je.

Auch hier, im fernen Japan, geht die These umher, dass die riesigen Strukturen vor ca. 10 000 Jahren, nach der letzten Eiszeit, versunken sind. (7)

Zurück in Nordamerika wartet östlich der Küste Floridas und etwa 40 km nördlich von Kuba, bei Cay Sal eine weitere pyramidenähnliche Formation auf ihre nähere Untersuchung! Leider lässt die Lage der Struktur in ca. 330 m tiefe eine genaue Erkundung durch Taucher nicht zu. Die Pyramide ist so regelmäßig geformt, dass eine künstliche Erstellung nahe liegt. Radarmessungen zufolge ist sie etwa 130 m hoch und ähnelt in ihrer regelmäßigen Form den aztekischen Stufenpyramiden mit ihren abgeflachten Spitzen.

Die Formation wurde in den siebziger Jahren von einem gewissen John Henry entdeckt, der mit seinem Sonargerät auf der Suche nach Fischschwärmen war. Nach ihrer Entdeckung wurde die Pyramide schon von mehreren Expeditionen mittels absenkbarer Kameras untersucht und fotografiert. Aufnahmen der Forscher Jacques Mayol und Ari Marshall lassen geheimnisvolle, blinkende Lichtkugeln an der Pyramidenbasis entdecken und sprechen für eine künstliche Erstellung der Formation. Leider war es mir bisher nicht möglich, die Teilnehmer dieser Expeditionen oder die erwähnten Fotografien aufzuspüren. Eine aufwendige und kostspielige Expedition mit speziellen Mini-U-Booten wäre wohl am angebrachtesten, um sich dem Geheimnis dieser versunkenen Pyramide zu nähern.

Bemerkenswert ist aber auch bei der Pyramide vor Florida, dass laut Untersuchungen das Plateau auf dem diese liegt vor ca. 10 000 Jahren, also nach der vierten Eiszeit, als die Ozeane sich absenkten und die Landmassen sich gleichzeitig erhoben, über Wasser lag und die vermeintlichen Erbauer somit vor der letzten Eiszeit diese unter großen Anstrengungen errichteten. (8)

Auch hier bleiben die gleichen Fragen wie zuvor!

Wer hat vor mindestens 10 000 Jahren diese pyramidalen Bauwerke erstellt?

Wie und mit welchen Werkzeugen wurden diese errichtet?

Welche Kultur lag diesen Bauwerken zugrunde und standen vielleicht die verschiedenen Kulturen rund um den Erdball miteinander in Verbindung?

Gab es vielleicht sogar eine frühe technische Hochkultur, die vor über 10 000 Jahren mit ihren Bauwerken Zeichen setzten; Zeichen, die heutzutage auf verschiedenen Erdteilen auf ihre Enträtselung warten?

Vielleicht werden bald weitere Forschungen am Rock Lake, vor Florida und Okinawa Licht ins Dunkel der vielen Fragen bringen!

Wir dürfen auf jeden Fall gespannt sein!

Literaturnachweis:

(1) Näther Katja und Näther Sven: „Pyramiden i Brandenburg“ in „Sokar“ Nr. 1/2000, Berlin 2000 (2) Diskussionen im Online-Diskussionsforum der A.A.S. (Forschungsgesellschaft für Archäologie, Astronautik und SETI) vom 05.03.2000 (3) Langbein, Walter-Jörg: „Das Pyramiden Paradox 1. Teil“ entnommen aus der Homepage der UFO-Interessengruppe Frankfurt/Oder (4) Langbein, Walter-Jörg: „Bevor die Sintflut kam“, Berlin 1998 (5) Langbein, Walter-Jörg: „Das Rätsel von Rock Lake“ in Däniken, Erich von (Hrsg.) „Neue kosmische Spuren“, München 1992 (6) Joseph, Frank: The lost Pyramids of Rock Lake“, St. Paul, Minnesota, 1992 (7) Kimura, Masaaki, Prof. Dr. : “Die Entdeckung unterseeischer Ruinen vor Okinawa” in “Sagenhafte Zeiten” Nr. 6/1999, Beatenberg (CH) 1999 (8) Berlitz, Charles: „Die Welt des Unbegreiflichen“, München 1990

Bildnachweis: flickr Fotograf vincen-t CC-Lizenz

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Schlüsselwörter: Alexander Knörr | Rock Lake | Pyramiden | Tauchen | Rätsel | versunken | Kulturen | mysteriös
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