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Thai-Food (1): Die thailändische Küche zählt zu den besten der Welt

Grundsätzliches zur thailändischen Küche – Der Reis als Grundnahrungsmittel

Foto: © Manfred Schütze, Pixelio.de.
Foto: © Manfred Schütze, Pixelio.de.
Zu Recht zählt die thailändische Küche, die Thai Cuisine, zu den besten der Welt. Sie ist vor allem auch gesund, da fettarm und vitaminreich. Das frische Gemüse wird nur angegart und bleibt deshalb besonders knackig, vitaminreich und lecker. Europäer sollten allerdings besondere Vorsicht walten lassen, wenn es um scharfe Gerichte geht. Besonders Chili zählt zu den in der Thai-Küche mit am häufigsten verwendeten Gewürzen. „Mai päd, mai aroi!“ belieben die Thais gerne zu sagen, was auf Deutsch soviel wie „Nicht scharf, nicht lecker“ bedeutet.

Am besten schmeckt es natürlich immer noch in Thailand selbst. Doch auch wer nicht nach Thailand reisen will oder kann, hat bei uns die Möglichkeit die thailändische Küche kennen zu lernen. Thai-Restaurants gibt es eine ganze Menge, auch in Deutschland. Probieren Sie es doch einfach einmal aus. Und sollte es Ihnen dann einmal wirklich nicht zusagen, probieren Sie beim nächsten Mal ein anderes Restaurant aus – es kann nur besser sein. Ein gutes Thai-Restaurant hat seine Speisekarte sowohl in Thai als auch in Deutsch.

Allerdings ist nicht jedes Thai-Restaurant oder jeder Thai-Imbiss auch das, was er vorzugeben scheint. So werden Thai-Imbisse oft von Chinesen betrieben. Der Gipfel, den ich selbst erlebte, war einmal ein türkischer Besitzer und türkisches Personal bei einem Thai-Imbiss. Und auch bei einem Thai-Restaurant in Witten sind wir schon einmal auf den thailändischen Namen und das thailändische Ambiente hereingefallen. Als wir dort einmal sonntags zum Mittagessen waren, mussten wir feststellen, dass die Speisekarte ausschließlich in Deutsch war. Dies war für unsere thailändische Begleitung, die kein Deutsch lesen konnte, ein Problem. Kam mir der rettende Einfall und ich sagte, sprecht doch eure Wünsche mit dem Personal ab. Gesagt getan, das Personal wurde also auf thailändisch angesprochen und die Wünsche geäußert…

Verständnislos blickte man uns mit offenem Mund und weit aufgerissenen Augen an. „Wie bitte, was? Können Sie das bitte noch mal in Deutsch wiederholen?“

Erstauntes Schweigen bei unserer Thaibegleitung. Schließlich übernahm ich das Wort und fragte „Dies ist doch ein Thai-Restaurant und Sie sind doch Thais – oder nicht?“

„Ja, ja“, versicherte man mir hoch und heilig.

„Und warum verstehen Sie dann kein Thai?“

Die junge Dame und der junge Mann von der Restaurantbedienung bekamen einen hochroten Kopf. „Ja, eh, hm – Moment bitte…“ Beide verschwanden fluchtartig Richtung Küche und unterhielten sich dort relativ laut mit dem Koch. Das die dabei kein Thai sprachen war auch mir sofort klar. Meine Frau identifizierte die Sprache schließlich als vietnamesisch…

Dann kam der Koch zu uns an den Tisch und entschuldigte sich – auf Deutsch mit den Worten: „Tut mir leid, aber wir sind schon so lange in Deutschland und aus Thailand weg, wir können kein Thai mehr…“

Ja, da legst dir doch glatt nieder. Die Muttersprache vergessen? Das war der größte Schwachsinn, den ich jemals zu hören bekam. Da betrieben also Vietnamesen ein asiatisches Restaurant unter dem Deckmantel eines Thai-Restaurants, wohl weil man der Ansicht war so mehr Leute zu locken als mit der vietnamesischen Küche, die hier auch offensichtlich angeboten wurde. Zwar will ich jetzt nicht sagen, es hätte überhaupt nicht geschmeckt, aber man konnte doch den Unterschied zu einem echten Thai-Restaurant ganz deutlich schmecken. – Es ist eben nicht immer alles Gold, was glänzt…

Reis – Das Grundnahrungsmittel

Foto: © Jean-Pierre Brandenburger, Pixelio.de.
Foto: © Jean-Pierre Brandenburger, Pixelio.de.
Das Grundnahrungsmittel in Thailand ist der Reis. Entsprechend groß ist der Reisanbau im Land, zumal Thailand auch einer der größten Reisexporteure weltweit ist. Unterschieden wird in zwei Hauptkategorien, den Duftreis und den Klebereis. Der Klebereis wird nicht gekocht, sondern in einem geflochtenen Korb aus Bambus über einem Topf mit kochendem Wasser gegart bzw. gedämpft. Das bewirkt, dass die Reiskörner zusammenkleben. Daher auch die Bezeichnung Klebereis. Beim Duftreis unterscheidet man noch zwischen langkörnigem Reis aus ganzen Reiskörnern und dem preiswerteren Bruchreis (halbe Körner). Beim langkörnigen Reis gehört der Jasminreis zu beliebtesten, aber auch zu den teuersten Sorten.

Reis gehört in Thailand praktisch zu jeder Mahlzeit dazu. Das fängt bereits beim Frühstück an. Daraus dürfte sich auch der Begriff „Kin-Khao“ für „essen“ entwickelt haben. Khao ist das thailändische Wort für Reis. Wörtlich übersetzt heißt „Kin-Khao“ soviel wie „essen Reis“. Der Ausdruck wird übrigens immer fürs Essen benutzt, auch dann, wenn es einmal keinen Reis zum Essen gibt.

Seit etwa 2008 sind die Reispreise weltweit gestiegen. Schuld daran ist der Wahn nach sogenannten Biokraftstoffen, dem (auch in Thailand) weite Anbauflächen für Nahrungsmittel zum Opfer fallen. So stiegen in Thailand die Preise für Reis im Jahr 2008 allein von Januar bis April um 30 %.

Wenn man den Duftreis oder Bruchreis kocht, so sollte man dies in einem speziellen Reiskocher machen. Damit erzielt man einen erheblich besseren Geschmack. Überhaupt ist der thailändische Reis geschmacklich im Vergleich mit Reis aus anderen Teilen der Welt um ein Vielfaches besser. Seitdem ich das erste Mal thailändischen Reis gegessen habe kommt mir kein anderer mehr auf den Tisch.

Zwar werden heute schon in vielen Supermärkten thailändische Produkte (auch Reis) angeboten, es empfiehlt sich aber diese in einem Asia-Markt oder Asien-Shop zu kaufen. Solche gibt es heute fast schon in jeder größeren Stadt und einige Firmen bieten auch den Verkauf übers Internet an. In einem Asien-Shop haben Sie zudem den Vorteil hier praktisch alle Originalzutaten zu bekommen, wenn Sie einmal selber thailändisch kochen wollen. Allerdings muss ich darauf hinweisen, dass vor allem bei kleinen Asien-Läden unbedingt auf das MDH (Mindesthaltbarkeitsdatum) geachtet werden sollte. Verwechseln Sie es aber nicht mit dem Herstellungsdatum, da vielfach beide Angaben enthalten sind.

  1. Fotolegende: Reisernte in Thailand. Foto: © Manfred Schütze, Pixelio.de.
  2. Fotolegende: Reisfelder in Nord-Thailand. Foto: © Jean-Pierre Brandenburger, Pixelio.de.

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Schlüsselwörter: Thailändische Küche | Thailändisches Essen | Thai-Essen | Thai-Food | Reis | Grundnahrungsmittel
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Kommentare

300
am 09.01.2010 17:52:20 (84.59.248.xxx) Link Kommentar melden
Genau das richtige für mich! Grin
Nicht scharf, nicht lecker
Mir lief schon beim Lesen das Wasser im Mund zusammen.

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