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Politik: Deutschland

Die Islamisierung in Deutschland

Polizeigewerkschaft warnt vor Integrationsdefiziten

IGMG-Moschee, Bremen
IGMG-Moschee, Bremen
Fragetechnik ist das A und O der Rhetorik: wer fragt, der führt. Eine sinnvolle Frage zu formulieren fällt aber manchem Journalisten schwer, wie man leider immer wieder in Interviews bemerken muß. Die häufigsten Sünden sind die geschlossene Frage (Ja-Nein-Frage) statt der offenen (W-Frage) - und umgekehrt. Auch Kettenfragen zeigen die mangelnde Intelligenz des Fragers: drei oder mehr Fragen werden in einen Satz gepackt, der Antwortende entscheidet dann locker, welche Frage er gar nicht beantworten will oder - noch schlitzohriger - er beantwortet eine Frage, die gar nicht gestellt wurde... - denn der Frager hat ohnehin den Überblick völlig verloren. Der große Meister dieses Spiels war Herbert Wehner, ein unglaublich gewiefter Rhetoriker, mit dem sich im Raum der deutschen Nachkriegspolitik nur Helmut Schmidt und Franz-Josef Strauß vergleichen lassen.

Solche Meister sucht man heute vergebens, erst recht in der Journalistik. - Ganz übel ist dort zum Beispiel auch die Alternativ-Frage, die einem die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten aufzwingt, obwohl es drei, vier oder 100 Möglichkeiten einer sinnvollen Antwort gäbe, oder obwohl die beiden angebotenen Möglichkeiten gar nicht im Widerspruch stehen, oder obwohl sie gar nicht zu vergleichen sind. So wie bei dieser Umfrage in der WELT online

Umfrage:

Muss in Deutschland noch mehr für Integration getan werden?

  1. Ja, das Thema darf nicht vernachlässigt werden
  2. Nein, Völkerverständigung braucht keine Regulation

Na ja, die Fragestellung ist in der Tat etwas flach, unklar, mißverständlich; man möchte beides ankreuzen, weil beides irgendwie stimmt, die Aussagen liegen nämlich auf unterschiedlichen Ebenen, ein bißchen klingt das, als ob man einem dreijährigen Kind die Alternativfrage stellt:

  1. Möchtest Du heute Deine grünen Werder-Bremen-Socken anziehen?
  2. Oder möchtest Du Honig aufs Butterbrot?

Ähnlich verhält es sich bei oben genannter Frage zu Integration und Völkerverständigung: man möchte weder grüne Socken noch Honig, oder man möchte vielleicht beides. Denkbar wäre auch, daß die Fragestellung deswegen absurd ist, weil gerade das Haus brennt und die Frage entschieden werden müßte: springe ich aus dem Fenster oder schaffe ich es noch über die Treppe?

Zuwanderung

Polizeigewerkschaft warnt vor Integrationsdefiziten

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg, sieht Handlungsbedarf in der Integrationspolitik. Die "Islamisierung" in Deutschland nehme deutlich zu, sagte Freiberg. "Ob das in eine Radikalisierung umschlägt, hängt davon ab, ob sich die Integrationsdefizite noch vergrößern."

Quelle: WELT online vom 3. Januar 2010

Aha, man merkt also, daß da schon etwas brennt im Haus, wird ja auch allmählich Zeit. Nun könnte man doch immerhin zur Kenntnis nehmen, daß die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland eine recht klare Meinung dazu hat:

Das ist ja nun nicht vom Himmel gefallen, die ersten Mohammedaner, die damals noch aus Jugoslawien nach Deutschland kamen, bereiteten den meisten Deutschen kein Kopfzerbrechen, erst mit Türken, Arabern und Pallis ging das Problem los; ein Problem, das auch - aber nicht nur - ein Problem der Menge und der Dominanz ist. Doch zurück zu der Frage, zu den beiden Fragen, die beide viele gute Antworten verdienen, die man folglich beide bejahend auswählen kann und sollte (oder beide verneinen):

Umfrage:

Muss in Deutschland noch mehr für Integration getan werden?

  1. Ja, das Thema darf nicht vernachlässigt werden
  2. Nein, Völkerverständigung braucht keine Regulation

Zu (A) Muß in Deutschland noch mehr für Integration getan werden?

  • Ja, das Thema darf nicht vernachlässigt werden, denn der Unwillen, sich zu integrieren, ist die Haupttendenz der in Deutschland lebenden Mohammedaner...
  • Ja, man muß mehr für die Integration tun, wer sich nicht integriert und deutsch lernt, darf wieder gehen...
  • Nein, rausgeworfenes Geld, wer sich integrieren will, der tut es aus eigenem Antrieb, ohne dazu erst gedrängt zu werden - andere Ausländer, die nicht Mohammedaner sind, können es doch auch...
  • Nein, warum? Türken werden in der Türkei nicht verfolgt, außerdem gehört die Türkei nicht zur und nicht in die EU...

Zu (B) Muß in Deutschland noch mehr für Integration getan werden?

  • Nein, Völkerverständigung braucht keine Regulation...
  • Nein, jedenfalls nicht von den Deutschen und auch nicht vom Staat...
  • Ja, natürlich, von denen, die sich hier zu integrieren haben...
  • Ja, denn Völkerverständigung braucht Grenzen und Regulierung der Einwanderung

Das Ergebnis ist interessant (Stand 25.01.2010 08:00, abgegebene Stimmen 946, JA 58%, NEIN 42%), vermutlich hat jeder, der die Frage beantwortet hat, eine jeweils ganz eigene Interpretation dieser doofen Alternativfrage im Kopf gehabt. Interessant also ist, daß eine dümmliche Frage zu keiner Aussage führt, die irgendeine Relevanz für irgendetwas hätte... Doch es ist natürlich schön, daß man auch darüber wieder einmal gesprochen hat. Überhaupt wird recht viel über dieses Nichtthema "Integration" gesprochen, nicht jedoch über das Problem der Islamisierung, denn dort "sieht" man nur etwas oder "befürchtet" es:

"Politiker, Polizeigewerkschafter und die Türkische Gemeinde sehen deutlichen Handlungsbedarf in der deutschen Integrationspolitik", meint die WELT, das Wort "Handlungsbedarf" hört sich ja schon mal nicht schlecht an, doch betrachten wir das einmal genauer.

  1. Die Politiker hatten 50 Jahre Zeit, sich darüber Gedanken zu machen und(!) diese Gedanken politisch umzusetzen, in Gesetzen und Verordnungen. Doch was geschah? Die rötgrünen Dummbatzen und die christdemokratischen Gutmenschen haben die deutsche Staatsangehörigkeit verramscht, ohne Integration als Gegenleistung einzufordern. Multi-Kulti, jenes alberne Quatschwort, galt als schick und wurde zum Maß aller Dinge.
  2. Die Türkische Gemeinde sollte sich um die Äußerungen des türkischen Ministerpräsidenten Sorgen machen, der die Forderung nach Integration für einen Verstoß gegen die Menschenrechte hält. Ja, diese Äußerung sollte man sich ruhig auf der Zunge zergehen lassen... - Quellen: SPIEGEL, WELT
  3. Die Polizei hat den Schwarzen Peter, sie muß jetzt nämlich damit leben, daß es no-go-areas für Polizisten gibt, in denen arabische, türkische oder afrikanische Banden herrschen.

Wie man sieht, ist der Satz "Politiker, Polizeigewerkschafter und die Türkische Gemeinde sehen deutlichen Handlungsbedarf in der deutschen Integrationspolitik" ein Satz, der die Probleme verschleiert statt klar benennt, ein Satz, der an der Oberfläche bleibt. Und damit man sich mit dem Artikel nicht dem Vorwurf aussetzt, allein das Reden über Integration sei bereits fremdenfeindlich, baut die WELT hier noch schnell ein Schmankerl ein, nämlich den Einbürgerungstest, der überflüssig wäre wie ein Kropf, würde man einfach nur einen Sprach- und Kulturtest machen:

Logo der islamistischen IGMG
Logo der islamistischen IGMG
Hier geht es zum Einbürgerungstest

Das Bundesinnenministerium hat den neuen Einbürgerungstest mit insgesamt 300 Fragen vorgelegt. Ausländer, die die deutsche Staatsbürgerschaft anstreben, müssen mindestens 17 von 33 ausgewählten Fragen richtig beantworten. Testen Sie bei WELT ONLINE, wie Sie selbst abschneiden würden.

Wow, die Hälfte aller Fragen darf falsch sein, das macht den Türken zum Deutschen, na super! Und in der Zwischenzeit lebt der Türke, der "Deutscher" wurde, in seinen infantilen Omnipotenzphantasien von einer GRÜNEN Welt unter dem Wort des falschen Propheten und im Zeichen des faschistoiden Halbmonds, siehe Bild. Wenn ich die Hälfte meiner Fahrten mit Unfällen abschließe, habe ich keine Fahrerlaubnis mehr. Wenn ein Arbeitnehmer nur die Hälfte seiner bezahlten Arbeitszeit produktiv ist, hat er eine fristlose Kündigung. Wenn bei der Hälfte aller Geburten das Kind oder die Mutter sterben... - na ja. Das ist schon fast Rassismus, daß man an eine Einbürgerung begehrende Nichtdeutsche solche niedrigen Maßstäbe anlegt. Mich würde so etwas beleidigen, hätte man ein solches Bild von mir: daß ich ohnehin nur die Hälfte der zu erwartenden Leistung bringe.

Weitere Stimmen aus dem WELT-Artikel:

  • "Respekt gegenüber unserer christlich-abendländischen Werteordnung" - "Bei manchen Muslimen gibt es hier zum Teil deutliche Defizite." So der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU)... Das ist nett gesagt, deutliche Defizite, aber leider nicht deutlich genug gesagt. Man spricht ja auch nicht von den Defiziten einer Kuh, wenn man feststellt, daß sie nicht fliegen kann. Außerdem haben die Deutschen natürlich ein Problem, nämlich die nachvollziehbare Definition (und Einhaltung) einer christlich-abendländischen Werteordnung. Wer keine Werte hat, kann sie auch schlecht verteidigen.
  • "Viele Kulturen, die nebeneinander existieren, aber sich auch gegenseitig ignorieren, können keine Gesellschaft bilden. Aber eine gemeinsame neue Kultur, in der viele Ethnien atmen können, wäre eine Chance." Dies alles müsse "natürlich unter dem Dach unserer Verfassung, unserer Rechtsordnung geschehen". - So der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg... - guter Mann, wo denn sonst sollte das stattfinden? Selbstverständlich auf dem, was man früher mal als den "Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung" bezeichnete, mit dessen Hilfe die SPD eine ganze Generation von DKP-nahen Lehrern und Lokführern von der freien Berufswahl abgehalten hat. Jetzt wäre es sinnvoll, über 4 Millionen Mohammedaner daran zu erinnern, daß ein Staat sich auch vorher wehren kann, nicht erst dann, wenn es zu spät ist... - Und die Metapher von der frei atmenden Ethnie ist natürlich Quark, alle möglichen Ethnien können hier nicht nur frei atmen, sondern bekommen auch noch Steuergelder zum Leben dazu, vor allem als Hartz-IV.
  • Kommen wir aber zu Kenan Kolat, der ist Vorsitzender der Türkischen Gemeinde in Deutschland und warnt vor einem weiteren "Anwachsen der Islamophobie" in der Bundesrepublik. Kolat räumt immerhin ein, man müsse "natürlich die Ängste der Mehrheitsbevölkerung ernst nehmen" und fordert: "Wir brauchen eine Anerkennungs- und Empathiekultur", die natürlich wieder eine Mogelpackung ist - denn die Deutschen hätten gefälligst "die Ängste und Verunsicherungen bei den Minderheiten" ernstzunehmen... - alles heiße Luft, alles Geschwätz, das von der Verantwortung eines Fremden ablenkt, sich in der Fremde so zu verhalten, daß er dort eine neue Heimat gewinnt. Wer dies nicht will oder kann, bleibt immer fremd.

Weiterführende Links

Quelle: WELT online vom 3. Januar 2010

Alles in allem: es wird mal wieder viel phantasiert und formuliert, aber nichts konkretes getan; das ist das Grundproblem. Es reicht nicht, Wörter auszutauschen, aus dem "Ausländer" erst den "Migranten" und nun die "Ethnie" zu machen. Es reicht auch nicht, eine "Empathiekultur" zu fordern statt die Integrationsbemühung des Fremden. Ich bin nicht "empathisch" bezüglichen eines schiitischen Irakers oder eines sunnitischen Palli, ich will und werde es auch nicht sein. Auch der anatolische Kleinbauer, der hier mit drei Ehefrauen ankommt, wird von mir genausoviel "Empathie" bekommen wie ich von ihm: keine.

Möglicherweise aber liegt es einfach mal wieder daran, daß der Dipl. Ing Kenan Kolat gar nicht weiß, was "Empathie" eigentlich ist:

Empathie

Empathie mit einem anderen Menschen bedeutet, sich in dessen Lage zu versetzen und mit ihm mitzufühlen, sich darüber klar zu werden, was der andere fühlen muss, sowie die eigenen Gefühle zu erkennen und angemessen zu reagieren. Ein Lebewesen ist mit einem anderen empathisch, wenn es sich in dieses einfühlt, sich also vorstellt, es wäre das andere, beziehungsweise so fühlt, wahrnimmt und denkt, als wäre es das andere.

Quelle: Wikipedia

Eben: angemessen und reagieren, damit ist doch alles gesagt.

Reicht das immer noch nicht?
Reicht das immer noch nicht?
Man kann diese ganzen politischen Sonntagsreden auf eine viel einfachere Formel bringen:
  1. Wer fremd ist und es nicht bleiben will, der integriert sich; es ist sein Job.
  2. Wer in ein anderes Land geht, lernt die dortige Landessprache. Punkt, aus, fertig.

Seit Jahrtausenden machen das Aus- und Einwanderer so, auf allen Kontinenten, in allen Kulturen, bei allen Völkern... - Deutsche in den USA, Polen in den USA oder in Deutschland, Juden überall auf der Welt.

Komisch also: nur Türken, Arabern und Mohammedanern muß man das heute erklären? Seltsamer Zufall.

"Ein Lebewesen ist mit einem anderen empathisch, wenn es sich in dieses einfühlt, sich also vorstellt, es wäre das andere, beziehungsweise so fühlt, wahrnimmt und denkt, als wäre es das andere."

YouTube Video

  • Bildnachweis:
  • Fatih Mosque, Stapelfeldtstr., Gröpelingen, Bremen, Germany, Urheber Tarawneh, via Wikipedia, CCL "Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported"
  • Logo der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs e.V., Urheber bzw. Nutzungsrechtinhaber Islamische Gemeinschaft Milli Görüs e.V., Genehmigung: Erreicht nicht die nötige Schöpfungshöhe, um Urheberrechtsschutz zu genießen, jedoch markenrechtlich geschützt. Via Wikipedia.
  • Karte via Wikipedia, public domain.

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Schlüsselwörter: Islamisierung | Defizit | Integration | Polizeigewerkschaft | antidemokratisch | Umfrage | Warnung | Angst | Kenan Kolat
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Kommentare

Hartmut Holz
am 26.01.2010 18:53:25 (217.80.219.xxx) Link Kommentar melden
Dieser Test ist gar nicht so schwer. Ich habe ihn schon einmal absolviert und bestanden.

Auch für die ehemalige DDR gibt es so einen Test. Auch diesen habe ich ebenfalls erfolgreich durchgeführt.

Jeder Ausländer und Ausländerin, die hier in Deutschland dauerhaft leben möchte, sollte so einen Test absolvieren.

Klar, das die deutsche Generation Doof oder Super Doof solche Tests erst gar nicht besteht.

Eigentlich ist das schlimmer. Aber leider bittere Realität.
288
am 11.03.2010 02:31:30 (95.169.224.xxx) Link Kommentar melden
Hier mal ein gelungenes Beispiel türkischer Integration:
YouTube Video

es gibt zwischen schwarz und weiss nämlich auch noch viele andere Farben, auch wenn du die Leute glauben machen willst, dass dem nicht so wäre...
288
am 11.03.2010 11:01:24 (217.168.11.xxx) Link Kommentar melden
...setzt immer voraus, daß man die Sprache erlernt und sich auch integrieren will. Nichts anderes hat Sarrazin gesagt.

falsch. er ist ein Rechtspopulist, der viel mehr sagt als das. Und dass was er sagt ist einfach billige ausländerfeindliche Rhetorik, für die er jetzt zurecht abgewatscht wird.
Hartmut Holz
am 12.03.2010 13:24:06 (217.80.197.xxx) Link Kommentar melden
Wenn man in unserem Land wohnt und Deutscher oder Deutsche werden möchte, dann sollte man auch der deutschen Sprache mächtig sein.

Außerdem sollte man sich den deutschen Gewohnheiten anpassen.
288
am 12.03.2010 13:58:37 (217.168.6.xxx) Link Kommentar melden
@Hartmut Holz
Sprache lernen=notwendig und richtig.


Außerdem sollte man sich den deutschen Gewohnheiten anpassen.

sehe ich anders.
warum sollte ein Moslem oder ein Jude besipielsweise Schweinefleisch essen, nur weil die meisten Deutschen das aus Gewohnheit tun?
warum sollten chinesische Mitbürger Weihnachten feiern, wenn ihnen der Bezug dazu fehlt?
wieso sollte ein Moslem in ein Brauhaus gehen statt in eine Teestube, weil das alle Deutsche normal finden?
Ich finde, man soll einen Einwanderer nicht versuchen zu ändern, wenn er sich unauffällig benimmt und sein Verhalten niemand schadet kann er meinetwegen privat auschliesslich Hindi sprechen, warum sollte er gezwungen sein, überwiegend deutsche Freunde zu haben?
Ich bin ein Einwanderer, wurde eingebürgert aber eben nicht in Deutschland sondern als Deutsche in Spanien.
Als ich hierherzog, konnte ich kein Wort spanisch.
Die Menschen halfen mir, es zu erlernen, indem sie mir immer freundlich und aufgeschlossen gegenübertraten.
Anders erlebte ich Deutschland: jemand, der nur unzureichend deutsch kann, gilt als Mensch 2. Klasse.
Ermunterung, eine helfende Hand, Freundlichkeit und Offenheit sind auch seitens des Einwanderungslandes notwendig, um sich zu integrieren.
Bis heute wird bei uns deutsch gesprochen, allerdings nur zuhause. In der Öffentlichkeit sprechen wir spanisch.
Das hat aber andere Gründe als Integration:
wenn wir draussen Deutsche treffen, gehen wir sprachlich "in Deckung" weil seltsamerweise die Deutschen im Ausland oftmals sehr aufdringlich sind, wenn sie einen Landsmann vor sich haben. Und da ich keine Lust auf derlei Gespräche habe, gebe ich mich da schlichtweg nicht zu erkennen.
Aber vorschreiben tut mir hierzulande niemand, ob ich mir privat deutsche Filme ansehe, ob ich deutsche Volksmusik hören will oder ob ich im Dirndl einkaufen gehe.
Im Übrigen sind die hier gestellten Anforderungen auch auf Deutsche im Ausland anzuwenden, die meisten Deutschen, die ich kenne, suchen den Kontakt zu mir weil sie auch nach 10 Jahren noch nicht fähig sind, spanisch zu sprechen geschweige denn zu schreiben.
Es gibt hier z.B. deutsche Clubs wie den CCC Carnevalsclub Calp, es gibt deutsche Metzger und deutsche Supermärkte, es gibt deutsche Boutiquen und deutsche Handwerker. All das ist TEIL der spanischen Kultur, und auch die Spanier tanzen gern auf den Karnevalsfeiern und kaufen ihr Sonntagsbrötchen vom deutschen Bäcker.
So wie ich mein Fleisch beim marokkanischen Metzger kaufe, weil es einfach besser schmeckt und billiger ist.
Warum aber geht dieses akzeptieren des Anderen in Deutschland nicht und mündet in Vorschriften, Zwängen und Forderungen, die keiner von denen, die das einfordern, selber leisten würde?
Die meisten die ich kenne, die sich über Ausländer aufregen, deren Defizite bemängeln, sind selbst kaum in der Lage, einen einigermassen fehlerfreien und lesenswerten Text in ihrer Muttersprache zu verfassen, geschweige denn in einer Fremdsprache.
Ich hatte das Glück, in einer multikulturellen Familie grosszuwerden, mit mehreren Sprachen zu leben (darunter auch versch. indogermanische Sprachen wie finnisch), daher rührt wohl die Fähigkeit zum schnellen Spracherwerb. Aber dsa ist ein Talent, und kein Verdienst. Und manch einer tut sich neben seiner Arbeit und anderen alltäglichen Anforderungen eben schwerer. Ist das ein Grund jemand auszugrenzen?
Hartmut Holz
am 12.03.2010 14:03:40 (217.80.197.xxx) Link Kommentar melden
Es geht nich um das Essen von Schweinefleisch oder kulturelle Dinge. Es geht um das Erlernen der Sprache des Landes in dem gelebt wird.

Und da kann es einfach nicht sein, dass türkische Mitbürger schon zwanzig Jahre in Deutschland wohnen und immer noch nicht der deutschen Sprache mächtig sind. Dieses ist einfach ein Unding und diese Herrschaften sollten sich auch einmal fragen lassen ob sie überhaupt Interesse an Deutschland haben.

Und dieses ist auch keine Ausgrenzung. Denn jeder, der in einem fremden Land wie Polen oder auch Deutschland, als ausländischer Mitbürger wohnt, der hat auch die Pflicht die Sprache des Landes zu erlernen.
288
am 12.03.2010 14:15:25 (217.168.6.xxx) Link Kommentar melden
Deutsche in Spanien
Freizeit, Buntes, Vermischtes
Pressemitteilung von: Rosa Maria Jiménez Laux
Torrox Costa bei Málaga ist ein besonderer Ort. In den 1970er Jahren von einem Bremer Bauherrn erbaut, gilt Torrox Costa heute als der Ort, an dem auf dem spanischen Festland die meisten Deutschen leben. Hier leben überwiegend ältere Deutsche, die an der Costa del Sol überwintern oder ganz dort leben.
In dem Buch „Torrox Costa – Ein deutscher Zauberstrand“ von Rosa Maria Jiménez Laux erzählen Deutsche in Interviews offen über ihre Wünsche, Sehnsüchte und Erfahrungen in Andalusien. Sie sprechen auch über die Gesundheitsversorgung in Spanien, die Angst vor dem Alleinsein und das Sterben in der Fremde. Das warme Klima und die Meeresluft in Südspanien lassen viele kranke Deutsche wieder gesund werden. Und die deutsche Gemeinschaft in Torrox Costa macht das Ausland für Deutsche zu einem vertrauten Ort. Das deutsche Vereinswesen konnte sich hier ausgeprägt entwickeln und wird von den alten Menschen aktiv gelebt.

http://www.openpr...anien.html
288
am 12.03.2010 15:21:27 (217.168.6.xxx) Link Kommentar melden
Schweinefleisch essen ist eine deutsche Gepflogenheit? Oder Gewohnheit? - Also bitte!


Na, dann guck mal den internationalen Vergleich an:
http://www.ima-ag...kseite.pdf
genauso ist es eine marokkanische Gepflogenheit, Halalfleisch zu essen. Obwohl es auch Marokkaner gibt, die anderes Fleisch essen, ist es trotzdem eher die Ausnahme als die Regel.
Niemand wird daher ernsthaft bestreiten können, dass die Deutschen an ihrer Bratwurst und ihrem Schnitzel hängen.

Polen (PL) Dänemark (DK) Deutschland (DE)
18,7 Mio. 12,6 Mio. 27,0 Mio
1.991 Mio. 1.912 Mio. 4.208 Mio.
39,0 57,3 54,5

Frankreich(FR) Spanien (ES)

15,1 Mio. 24,9 Mio. Schweine/Stück
2.312 Mio. 3.280 Mio. Verbrauch/Erzeugt pro Jahr
35,3 61,0 Verbrauch(Kopf/Jahrr
288
am 12.03.2010 19:23:02 (217.168.14.xxx) Link Kommentar melden
Na, dann schau mal wieviele Tonnen Sojaschnitzel in deutsche Mägen wandern und vergleich das mit Schweinefleisch.
288
am 13.03.2010 13:24:22 (217.168.12.xxx) Link Kommentar melden
die meisten Deutschen sehen das so wie er.

die meisten? Wovon redest du? die meisten der Rechtsradikalen?
die meisten der sattgefressenen Politikpopulisten?
die meisten Idioten?
sicherlich aber nicht die meisten der intelligenten,
die meisten seiner Politikkollegen,
die meisten der Parteikollegen,
die meisten der Anständigen.
Die würden sich mit solchen widerlichen Attitüden niemals identifizieren und das sgar noch offen sagen, sondern sich schämen, wenn sie mit so einer dreckigen Gemeinheit in Verbindung gebracht würden.
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