Sonstiges: Kultur & Religion

Christliches Abendland - Kulturhoheit - Religion

Oder: wenn die Justiz die Bodenhaftung verliert.
04.01.2010 10:39:46 eingesandt von Karow für OnlineZeitung 24.de

In der Ausgabe 01/2010 in Konkret finden wir eine Breite Betrachtung zur Glaubensfreiheit aufgrund der viel diskutierten Urteile aus z.B. Berlin, wo nun ein muslimisches Kind ein vermeintliches Recht erstritten hat, in einer öffentlich-rechtlichen Schuleinrichtung, eine separate Platzgelegenheit zum stündlichen Gebet zu erhalten. Autor ist Herr Magnus Klaue.

Herr Klaue betrachtet begründet und realistisch die Freiheit des Glaubens und stellt die westlich-christliche Freiwilligentradition z.B. des Gebetes, dem Gebetszwang in Ausführung, Ritual und Inhalt gegenüber. Zitat: „dieses Gebet muß von jedem Muslim, von Frauen und Männern ab der Pubertät jeden Tag zu genau festgelegten Tageszeiten auf arabisch in Richtung Mekka gesprochen werde. Durch jegliche Abweichung vom vorgeschriebenen Handlungsablauf werde es bis zur korrekten Wiederholung nichtig.“

Weiterhin führt Herr Klaue aus, daß das Nichteinhalten des Gebetrituals wie des Wortes, eben Unglauben begründet. D.h., der Glaube ist vom Ritual und der Festschreibung abhängig. Nicht vom Glauben an sich und der Freiheit des Glaubens. Nehmen wir weiter an, das der Glaube des Islam eben auch keinen anderen Glauben zulässt, wie hinreichend bekannt und belegt, so ist zu hinterfragen, wo fängt Glaubensfreiheit und Religionsfreiheit an und wo hört sie auf.

Allein an diesen Überlegungen festgemacht, muß schlicht hinterfragt werde, ist der Richter in Berlin noch „ganz bei Trost?“

Weiterhin ist zu hinterfragen, ist nicht der Anspruch der Kulturhoheit und der Glaubensfreiheit des christlichen Abendlandes und Deutschlands hier nicht gefragt, die Freiheit dahingehend zu gewähren, daß nicht ein atheistischer Grundglaube, was ja auch wiederum Glaube begründet, jedoch sich nicht um andere Glaubensarten schert, geschweige denn Ihre Wurzeln, Ursprünge und Bedeutung für ein soziales gesellschaftliches leben berücksichtigt, nicht letztendlich gegen das Recht gerichtet?

Was besagt unsere Glaubensfreiheit denn. Wenn ein EU-Gerichtshof die christlichen Grundwerte den allgemeinbildenden Schulen in Ihren Grundaussagen der Kulturhoheit und Ihrer gewachsenen Wurzeln entziehen will aus einer vermeintlichen Neutralität heraus, so ist in einer Wertedemokratie, die eben genau auf gewachsene Wurzeln und Traditionen aufbaut und für sich Kulturhoheit reklamiert, dem EU-Gerichtshof zu widersprechen. Und den nationalen Gerichten allemal. Denn hier wird eine Grundebene des Rechts verlassen, sie sich in neutralem Intellekt ohne Bezug zum Menschen verliert und den Menschen an Regeln binden will, der ihnen die eigenen Beine, auf denen sie steht, wegzuziehen bereit ist.

Und am Beispiel Berlin sogar die Umkehrsituation zuläßt, den Gebetszwang als Mußangebot der ansonsten in Glaubensfragen neutral zu haltenden Schulen, auferlegt. Hier wird billigend der „innere Friede“ sozialer Gemeinschaft in Kauf genommen, gegen jegliches nationale Interesse verstoßen, Integration erfährt erhabene juristische Verhinderung, und der soziale Friede wird nachhaltig gestört. Außerdem wird gegen das Kindeswohl in einer Schule verstoßen, kommt es zu solchen Sondermöglichkeiten, da das Kind sich zwangsläufig im Auftrage von vermeintlicher Religionsfreiheit des Zwanges, zum Sonderling erhebt, seine Andersartigkeit zur Provokation wird und das Kind die Funktion der Minarette gleich, übernimmt.

Das ist niemals von einem Recht des traditionellen Abendlandes oder gar irgendeinem deutschen Recht, abgesegnet.

Nun muß man sehen, wo dieses Recht herkommt. Es kommt aus einem BRD-Recht, speist sich aus dem Ansatz eines Grundgesetzes, das eben keine Verfassung der Deutschen begründet und letztendlich sich einer Gutmensch-linksintellektuellen Sichtweise bedient, die lange ideologisch alle Werte, Traditionen und gewachsener Grundlagen entzieht, diese beginnt zu leugnen und die eigene Gesellschaft und Rechtsfähigkeit in Frage stellt.

Hier wird mit Hilfe eines „pervertierten Rechtsverständnis“ vermeintlicher intellektueller Freiheit, die sich jeglicher Wertebeziehung entzieht, aus vermeintlich neutral-logischem Denken heraus, das Recht ad absurdum geführt.

Diesem Neutralitätsdiktat irregeleiteter Richter und Juristen, wird sich das Deutsche Volk und das christliche Abendland, nicht beugen, geschweige denn im Sinne: „stellen Sie sich vor es ist Krieg, und keiner geht hin“ fügen.

Die Religionsfreiheit auch für muslimische Gäste im christlichen Abendland gebietet, sich demütig der Gesellschaft gegenüber zu zeigen, ihre Rechtshoheit der gewachsenen Tradition, die nun einmal das Christentum in den Vordergrund ihres Lebens gestellt hat, zu achten, zu tolerieren und nicht dagegen zu opponieren. Denn die Rechtsgleichheit kann nicht durch Umkehrschluß des erlaubten vor die christlichen Traditionen gestellt werden, sondern erfährt ihre Achtung und Freiheit nur durch Rücksichtnahme des Bestehenden und der ungetrübten Ausübung im engen, familiären Kreise und seiner eigenen Einrichtungen. Jedoch nicht in der Dominierung des bestehenden Rahmens.

Wenn hier nun ein Richter oder die Justiz schlecht hin beginnt, hier das Recht zu kontakarriert, so sind die Richter auszutauschen, das Recht zu reformieren und die Positionen zu Recht zu rücken.

Aber auch an dieser Stelle zeigt sich erneut die Unmöglichkeit der BRD, die eben weder eine rechtliche Grundlage einer Verfassung ausweist, noch Hüter des Rechts mehr sein kann, wie wenig die Struktur BRD und sein Grundgesetz, für die Wiedervereinigung und der Stellung Deutschlands, im Konzert der christlichen Welt in Europa, taugt.