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Politik: Welt6. Februar 2010 - der Tag der UNICEF gegen FGM (female genital mutilation)

UNICEF-Plakat gegen Verstümmelung
Eigentlich sollte man also erwarten, daß es - wie beim Krieg gegen den Terror oder bei der Befreiung des Irak von Saddam Hussein und auch wie bei der Befreiung Europas vom Hitlerfaschismus - eine Allianz all derer gibt, die hier nicht mehr tatenlos zuschauen und die sich nicht länger mitschuldig machen wollen. Übrigens machen sich auch diejenigen schuldig, die bei diesem Thema "sexuelle Verstümmelung von Frauen" immer gern auf den Zug aufspringen und gegen die Beschneidung (Circumcision) bei männlichen Kindern hetzen, wie sie im Judentum seit Jahrtausenden vorgeschrieben ist und praktiziert wird, diese brith mila bedeutet jedoch lediglich das Entfernen der Vorhaut. Wer dies gleichsetzt mit der Verstümmelung von Frauen, der hat im Biologieunterricht oder bei seiner Aufklärung geschlafen. Denn den weiblichen Opfern wird bei jener unsäglichen Folter die Klitoris entfernt. Bei der Beschneidung von Knaben wird jedoch nur die Vorhaut entfernt, nicht die Eichel. Die Vorhaut zu entfernen ist wie Fingernägel oder Haare schneiden, mehr nicht. Wer hier nicht differenziert, der macht sich doppelt schuldig: er verweigert den betroffenen Frauen seine Hilfe und Solidarität, und er kocht sein eigenes - meist antisemitisches - Süppchen, er lenkt also vom grausamen Thema ab.
- Die WELT über Rüdiger Nehberg: Verstümmelte Mädchen - Wie ein Abenteurer brutale Beschneidung bekämpft
- news.de-Interview (2009) mit Almaz Böhm: «Beschneidung war eine traditionelle Pflicht»
- Radio Vatican (2005): Internationaler Tag gegen Genitalverstümmelung
- UNICEF: Genitalverstümmelung abschaffen, nicht modernisieren
Wie lange will man noch reden statt handeln? Worauf denn noch möchte man eigentlich warten?
- Daß ein Wunder geschieht?
- Daß steinzeitliche Gesellschaften von alleine zur Vernunft kommen?
- Daß einmal im Jahr ein Protesttag reicht?
- Daß die Opfer selber ihre Peiniger erschlagen?
- Daß sich alles irgendwie schon mit gutem Zureden selber lösen wird?
- Daß Gutmenschen wie Rüdiger Nehberg weiterhin vor Versammlungen alter Machos reden dürfen und sich dann dort dafür auch noch artig bedanken, wenn man sie abbürstet und sich jegliche Einmischung in "innere Angelegenheiten" oder "religiöse Traditionen" (wie die unheilige Sunna) verbittet?
Täglich werden mehr als 8.000 Mädchen beschnitten
UNICEF: Genitalverstümmelung abschaffen, nicht modernisieren
Anlässlich des Internationalen Tages gegen Mädchenbeschneidung am 6. Februar weist UNICEF darauf hin, dass jedes Jahr schätzungsweise drei Millionen Mädchen an ihren Genitalien beschnitten werden - das sind mehr als 8.000 Eingriffe pro Tag. Obwohl die Praxis fast überall verboten wurde, ist sie in mindestens 26 Ländern Afrikas und im Jemen nach wie vor verbreitet. Mindestens 70 Millionen Mädchen und Frauen sind allein dort beschnitten. Auch in Industrienationen werden in Einwandererfamilien zunehmend Fälle von Mädchenbeschneidung bekannt. In Ländern wie Ägypten werden Beschneidungen immer häufiger in Krankenhäusern oder Arztpraxen durchgeführt. Medizinisches Fachpersonal tritt an die Stelle traditioneller Beschneiderinnen, obwohl dies der ärztlichen Ethik widerspricht. Traditionell wird die grausame Prozedur oft unter unhygienischen Bedingungen ohne jede Betäubung vorgenommen.
"Mädchenbeschneidung ist eine Menschenrechtsverletzung - auch wenn immer häufiger ein steriles Skalpell an die Stelle von schmutzigen Glasscherben oder Rasierklingen tritt", sagte die stellvertretende Vorsitzende von UNICEF Deutschland, Maria von Welser. "Frauen brauchen Unterstützung und Aufklärung, damit die Verbote greifen. Der schreckliche Brauch sollte nicht modernisiert, sondern endlich abgeschafft werden."
Quelle für Text und Bild: Pressemitteilung UNICEF Deutschland

Verbreitung der Verstümmelung
Denn daß die betreffenden Staaten der UN-Menschenrechtskonvention auf der Nase herumtanzen und daß sie die Kritiker dieser Folter an Frauen auslachen, zeigt sich daran, daß angeblich in Ägypten diese Praxis zwar gesetzlich verboten ist, gleichwohl aber dort besonders intensiv betrieben wird... - in Krankenhäusern! Dies zeigt, daß die betreffenden Länder weder willens noch in der Lage sind, sich von solchem unmenschlichen Treiben zu emanzipieren. Also muß man ihnen helfen oder auch auf die Sprünge helfen.
Erste, ganz einfach durchzuführende Maßnahmen könnten sein:
- die von der UNO festgestellten 26 afrikanischen Staaten und der Jemen haben in der UN-Vollversammlung kein Stimmrecht mehr
- die westlichen und alle anderen zivilisierten Staaten bestellen die Botschafter der betreffenden Länder ein und bringen ihren Protest zum Ausdruck
- jegliche Entwicklungshilfe für die betreffenden 26 afrikanischen Staaten und für den Jemen wird eingestellt
- die westlichen und alle anderen zivilisierten Staaten brechen den diplomatischen Kontakt zu den betreffenden Staaten ab
- Verstärkung und Förderung von Adoptionen aus zivilisierten Ländern für Mädchen unter drei Jahren aus jenen Barbaren-Staaten
- weitere Optionen sind denkbar, wie z.B. durch die UNO organisierte Hilfsprogramme, mit denen Mädchen aus den betreffenden 26 afrikanischen Staaten und aus dem Jemen ausgeflogen werden (analog zur "Operation Moses" bzw. "Operation Salomon"), in Verbindung mit militärischen Interventionen
Allein dies einmal in Ruhe zu durchdenken, würde mehr Druck auf diese Steinzeit-Gesellschaften ausüben, als jährlich einmal Krokodilstränen zu vergießen. Man muß darüber reden, das alles öffentlich machen, die Mauer des Schweigens niederreißen. Kriminelle und insbesondere dieses dümmlich-sexistische Gesocks von greisen Vergewaltigern fühlen sich besonders unwohl, wenn man sie ins Licht stellt. Diese Praxis der gesellschaftlich erlaubten psychischen und physischen Folter an Frauen wäre innerhalb kürzester Zeit beendet.
Jedes Jahr 3.000.000 (in Worten: drei Millionen!) Frauen und Mädchen, jeden Tag über 8.000 Opfer. Wer das verdrängt, macht sich mitschuldig. Wer dazu schweigt, macht sich mitschuldig. Wer das verharmlost, macht sich mitschuldig.
- Ausschnitt eines Aufklärungsposters gegen Beschneidung aus Äthiopien. UNICEF Pressemappe
- The approximate prevalence of Female Genital Mutilation in Africa. Quelle: http://www.afrol.com/Categories/Women/FGM/netscapeindex.htm via Wikipedia. Urheber: afrol News. Always cite afrol News as the source when the map is reproduced
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Kommentare
Vielleicht sollte man aber genau das diesen Kinder- und Frauenschändern androhen, wenn sie diese Verbrechen nicht sein lassen? Könnte man in die to-do-list aufnehmen, nicht immer nur diplomatisch sein!
FGM - female genital multilation/weibliche Sexualverstümmelung
YouTube Video
"Die Vorhaut zu entfernen ist wie Fingernägel oder Haare schneiden, mehr nicht. Wer hier nicht differenziert, der macht sich doppelt schuldig: er verweigert den betroffenen Frauen seine Hilfe und Solidarität, und er kocht sein eigenes - meist antisemitisches - Süppchen, er lenkt also vom grausamen Thema ab."
Die Männliche Vorhaut zu Beschneiden ist wie Haare oder Fingernägel schneiden. Hallo???
Das ist echt ein guter Witz

Denn den weiblichen Opfern wird bei jener unsäglichen Folter die Klitoris entfernt. Bei der Beschneidung von Knaben wird jedoch nur die Vorhaut entfernt, nicht die Eichel.
Vielleicht sollte man aber genau das diesen Kinder- und Frauenschändern androhen, wenn sie diese Verbrechen nicht sein lassen?Rein spieltheoretisch gesehen wäre das eine hilfreiche Gewinn-Strategie.
Es können sich unter der Vorhaut durch evtl.Schmutzpartikel,die sich ohne Bescneidung dort festsetzen und vermehren,keine mehr entstehen.
Somit haben Bakterien,(normale Hygiene vorausgesetzt),auch keine Chance mehr sich zu vermehren
Und rein optisch sieht es allemal besser aus,wie so eine "Zipfelmütze."

Eine Vorhaut ist ein Menschenrecht...
Aus hygienischer Sicht ist es natürlich ebenso von Vorteil.

Der Grund war mir aber bekannt.
Die Eltern haben ja auch die Verantwortung für ihr Kind zu tragen,auch in religiösen Angelegenheiten.
Es ist nun mal Tradition und somit ein untrennbarer Bestandteil der jüdischen Religion.
Eigentlich empfinde ich es als sehr traurig,dass Menschen diese Tradition in Frage stellen.
Nicht nur in Frage,sie sprechen sich ja regelrecht gegen sie aus.
Wann lernen solche Menschen endlich,dass es auch anderen Glauben gibt und somit auch,wie in diesem Fall ,andere Rituale.
Ich wollte mit meinem Kommentar,wie gesagt,diese Tradition nicht abwerten,ich habe es nur aus einer anderen Sicht beschrieben,kann aber doch die religiöse Tradition ebenso tolerieren.
Das nur noch einmal zur Information,denn es liegt mir fern Menschen wegen ihres Glaubens abzuwerten.
Für mich zählt einzig und allein der Mensch.
Und da gibt es in allen Ländern und den damit verbundenen Religionen Menschen mit denen ich gerne kommuniziere,andere wiederum,von denen distanziere ich mich.
Ich mag viele Menschen,dennoch nicht alle.
Und wen ich nicht akzeptiere,der spürt es auch...ganz deutlich.




Das ist wirklich eine Mordsschweinerei. Über Tibet und Gaza kann man verlogen jammern, dieses Thema hier verdrängt man wie auch Darfur oder ähnliches.