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Quiz: "Finden Sie Ihre Religion"

Demnächst auch im Teleshopping und per Ratenkauf!

...närrisch...
...närrisch...
Die närrische Zeit, die fünfte Jahreszeit, ist ja in voller Blüte, derzeit. Am Aschermittwoch ist dann alles vorbei, und die Leber darf sich wieder ausruhen. Doch manches, was man gelegentlich im worldwideweb findet, ist mit dem Wort närrisch schon kaum noch zu fassen, und es ist zu befürchten, daß derlei Unsinn weder durch Fastnachts-Narretei noch durch übermäßigen Drogenkonsum zustande kam, sondern - im besten Fall - der um sich greifenden Idiotie und Bildungsferne zu verdanken ist. Also jener mentalen und psychischen Disposition, mit der Verschwörungstheoretiker gern als messianische Welterretter auftreten...

Manches ist doch wirklich gar zu abgedreht... - vor allem ein Quiz, das bei der Sinnsuche wertvolle Lebenshilfe leisten will. Man findet es unter www.testedich.de, und ich werde mir auch die anderen Tests mal ansehen, vielleicht bin ich ja schwul, ohne es zu wissen, oder ich kann irgendwas anderes Sinniges testen zwischen fan und fun... - Aber jetzt erstmal zur Religion. Für mich als vergleichenden Religionswissenschaftler hat das Thema ja einen gewissen Aufmerksamkeitswert. Also, lesen kann man das ja mal.

Doch zuvor muß ich zweierlei sagen: Erstens ist der Ansatz natürlich problematisch, eine Religion durch ein Quiz auswählen zu wollen, nach Art eines Persönlichkeitstests. Wenn jemand eine Religion hat - in der Regel wird man hineingeboren oder wechselt sie aus Überzeugung - dann wird er eigentlich seine Position definiert haben. Insofern kann ein solcher Test als Lebenshilfe eigentlich nur denjenigen ansprechen, der aus irgendeinem Grund unzufrieden ist und diese Unzufriedenheit seiner Religion anlastet, alle anderen sind ja in der Situation desjenigen, der wunderbar gespeist und wohlzufrieden ein Restaurant verläßt. Hält man ihm eine Speisekarte zur Auswahl vor, wird er auch lässig abwinken: danke, mir geht's gut, kein Interesse. - Zweitens, ein solches Quiz scheint mir Unfug zu sein, denn man wechselt doch seine Religion nicht wie sein Hemd. Innerhalb derselben Religion mag das kommod sein, wenn ein Protestant und eine Katholikin sich allein wegen der Kindererziehung irgendwie einigen müssen, aber sonst? Ehrlich, ich mag keine Konvertiten, schon gar nicht die, die bei Herrn Moham Mad landen. Aber auch die anderen sind mir nicht immer so ganz geheuer.

Konvertiten haben gelegentlich etwas Bemühtes (wobei ich auch ganz vernünftige und nette kenne), und sind auch nicht überall gern gesehen. Aber das ist deren Problem und nicht meins. Mein Problem ist eher, daß ich kaum noch kann vor Lachen über diesen Test:

Denn dieser Test (der leider Agnostiker ebenso außer acht läßt wie Zeugen Jehovas oder Pan-en-theisten - er kennt nur Pantheisten), macht mir Vorschläge, die vielleicht den einen oder anderen Leser auch zum Schmunzeln bringen, mir jedoch insgesamt recht fern sind.

Die "Analyse" ergab also, vermutlich sind die Wahrscheinlichkeiten gemeint:

  • Zu 38,89 % sind Sie: ISLAM
  • Zu 38,89 % sind Sie: Pantheismus
  • Zu 16,67 % sind Sie: Buddhismus
  • Zu 5,56 % sind Sie: Christentum
  • Zu 16,67 % sind Sie: Atheismus

Aj waj, waj geschrien! Judentum kommt in diesem "Quiz" gar nicht vor! - Warum wohl? Na, das liegt an dem exklusiven Vertriebsweg, würde ich mal sagen.

Atheist wird man ganz umsonst, Mohammedaner wird man, indem man vor zwei Zeugen "allah" als Gott anruft, Christ werden geht ebenfalls recht schnell und unkompliziert, völlig ohne Aufwand oder Leistung, missionarische Religionen sind ja auch auf Zuwachs aus... - nur Jude werden geht nicht, jedenfalls nicht so einfach. Man ist es per Geburt, wenn die Mutter Jüdin ist. Ein Übertritt vor einem Rabbinatsgericht ist in Deutschland so gut wie gar nicht möglich, würde ziemlich viele Jahre dauern und brächte ja nun auch wirklich keine Vorteile. Warum also sollte man sich so etwas antun?

Viel spannender aber ist der Ausstieg aus einer Religion: das geht in allen Religionen, außer beim Ölgötzen-Kult. Dort bezahlt man mit dem Leben, wenn man sich verabschieden möchte. - Auch närrisch, irgendwie.

YouTube Video

Ab hier folgt nur noch Zitat:

Zu 38,89 % sind Sie: ISLAM

Herzlichen Glückwunsch!

Theoretisch könnten Sie Moslem werden. Sie haben gezeigt, dass Sie sich Ihrer Religion, obwohl Sie noch nicht genau wussten, welche gemeint ist, voll hingeben möchten. Sie sind bereit, Einschränkungen hinzunehmen, wie das beim Islam der Fall ist. Ihre Antworten waren sehr überlegt und vernünftig. Ob Sie diesen Weg wirklich gehen wollen, ist jetzt allein Ihre Entscheidung. Fest steht, dass Sie sich sicher sein müssen und dazu müssen Sie den Islam erst einmal genau kennen. Hier einmal ein paar Informationen vorab, unabhängig davon, welche Entscheidung Sie treffen werden.

Nur Mut und viel Glück!

Monotheismus

(griechisch) der Glaube an die Existenz eines einzigen Weltgotts, im Unterschied zum Henotheismus und im Gegensatz zum Polytheismus. - Monotheistisch sind Parsismus, Judentum, Christentum und der Islam (der die christliche Trinitätslehre für Polytheismus hält)

Das Bild Gottes

Der Islam verkündet die reinste Form des Monotheismus. Gott ist der eine Gott; Er ist unteilbar und hat niemanden neben sich. Er ist unvergleichlich und nichts ist ihm auch nur ähnlich. Nichts geschieht ohne seinen Willen.

Einheit der Religionen

Der Islam betont den einheitlichen Ursprung aller monotheistischen Religionen. Nach seiner Lehre sind dem menschlichen Geist, trotz seiner großen Möglichkeiten, bestimmte Grenzen gesetzt, die er weder mit den exakten, noch mit empirischen Wissenschaften überschreiten kann. So liegt für den Menschen das sichere Wissen um die letzten Wahrheiten jenseits dieser Grenzen, und die einzige Quelle, die dem Menschen für die Erreichung dieses Wissens offen steht, ist die göttliche Offenbarung, die ihm von Anbeginn der Zeit zur Verfügung stand.

Einheit der Botschaft

Der Islam lehrt die Einheit der gesamten Menschheit. Er betont, dass Unterscheidungen nach Rassen, Hautfarben, Sprachen usw., niemals den Grund für zusätzliche Ansprüche einer Gruppe gegenüber einer anderen bilden können. Die einzige, wirkliche Unterscheidung zwischen den Menschen ergibt sich auf geistig sittlicher Ebene, nämlich die Unterscheidung nach Rechtschaffenheit und Gottesehrfurcht.

Allumfassender Lebensweg

Der Islam ist ein allumfassender Lebensweg, der sich auf alle Bereiche des menschlichen Daseins erstreckt und der in grundsätzlicher Übereinstimmung mit der Natur, ihren Gesetzen und ihren Anforderungen steht. Islam ist das in die Praxis umgesetzte Wissen um die Existenz Gottes, die Wahrhaftigkeit seiner Propheten, seiner Bücher, seiner Engel und des Lebens nach dem Tode. Ein Muslim ist derjenige, der die Gesetze Gottes in allen Lebenssituationen befolgt, und die islamische Gesellschaft ist die nach Wissen um den Willen Gottes strebende Gemeinschaft, der jeder Einzelne direkt und ohne Vermittlung eines Priesters mit Gott in Verbindung steht. Und schließlich ist die islamische Gesellschaft die jedem Nichtmuslim größte Toleranz entgegenbringende Gemeinschaft der Gottgläubigen, denn das Wort Islam hat sowohl die Bedeutung Unterwerfung unter den Willen Gottes, als auch die Bedeutung Frieden .

Dieses Profil hatten 21.6390 % der 14423 Quizteilnehmer!

Sie hätten noch das folgende werden können: Zu 38,89 % sind Sie: Pantheismus

Herzlichen Glückwunsch!

Sie haben den obengenannten Begriff noch nie gehört? Kein Problem, denn schon bald werden Sie sich gezwungenermaßen genauer damit befassen. Der Pantheismus ist zwar keine Religion in dem Sinne, er ist aber eine Philosophie, mit der Sie sich in diesem Test identifizieren konnten. Unten können Sie ein paar Informationen darüber erhalten. Der Pantheismus ist eine interessante Philosophie, die besagt, Gott und Natur seien eins. Sie sollten dieses Ergebnis allerdings nicht einfach so hinnehmen, es ist nämlich sehr interessant zu wissen, dass Sie nicht etwa zu einer der Standardreligionen gehören, sondern durch Ihre Antworten, den Wunsch nach Freiheit, Weltoffenheit, Freundlichkeit geäußert haben. Das ist sicherlich auch der Schwerpunkt des Pantheismus.

Pantheismus

Allgottlehre

nach J. Tolands "Pantheistikon" 1705 geprägter Begriff; eine Auffassung, die nicht die Existenz, aber die Personhaftigkeit und die Transzendenz Gottes bestreitet. Gott und Natur fallen zusammen, sind identisch. Dass Gott und Welt eins seien, kann entweder bedeuten, dass Gott "in" allem ist (Panentheismus) oder dass Gott "alles" ist (Theopanismus). Der Pantheismusbegriff der idealistischen Philosophie fasst das Göttliche in der Welt als Geist (als "Weltgeist" bei G. W. F. Hegel). Die Formel B. Spinozas "Deus sive natura" (Gleichsetzung von Gott und Natur) nähert sich stark dem Pantheismus an, wobei die Grundzüge pantheistischen Denkens die gesamte Geschichte der abendländischen Philosophie durchziehen und bis auf Xenophanes und Parmenides zurückreichen.

Oder aber auch: Zu 16,67 % sind Sie: Buddhismus

Herzlichen Glückwunsch!

Sie werden es kaum glauben, aber Ihre eigentlichen Qualitäten liegen ganz woanders als bisher gedacht. Ihre Antworten ergeben eindeutig, dass Sie innerlich zum Buddhisten tendieren. Ihre Antworten haben Sie sorgfältig ausgewählt und in einer interessanten Weise kombiniert. Einen Buddhisten zeichnen innere Ruhe, Gelassenheit, Ausgeglichenheit aus. Natürlich kann man mit 18 Fragen kein 100% iges Ergebnis liefern, aber man kann grundlegende Lebenseinstellungen herausfinden und Ihre sind ganz besonders ausgeprägt. Ob Sie dieses Ergebnis jetzt mit der nötigen Ernsthaftigkeit betrachten oder nicht, das liegt ganz bei Ihnen. Fest steht, dass der Buddhismus am besten zu Ihnen passt. Mit diesen Worten möchte ich mich bei Ihnen verabschieden, vielen Dank, dass Sie an diesem Test teilgenommen haben. Hier nun einige Informationen zum Buddhismus.

Der Buddhismus gleicht aus westlicher Sicht inhaltlich oft weniger einer traditionellen Religion, vor allem in Bezug auf die Monotheistischen Religionen, sondern in vielem einer Philosophie oder Weisheitslehre, welche auf den Überlieferungen von Siddhartha Gautama beruht. Siddhartha Gautama war ursprünglich der Sohn eines Regionalfürsten, ehe er sich einem spirituellen Leben zuwandte. Er lebte etwa von 563 v. Chr. bis 483 v. Chr. Später wurde er von seinen Anhängern und Schülern Buddha (Erleuchteter, Erwachter) genannt.

Die von ihm dargelegte Lehre fasste er wie ein Arzt, als der er sich auch bezeichnete, in den "vier edlen Wahrheiten" zusammen:

  • Der Erkenntnis des Leidens: Alter, Krankheit und Tod bzw. der Vergänglichkeit.
  • Der Erkenntnis der Leidensursache: Gier, Hass und Verblendung.
  • Der Erkenntnis der Leidensauflösung: "eben dieses Durstes vollkommen restlose Auflösung, ihn abstoßen, austreiben, fällen, vertilgen."
  • Der Erkenntnis des Weges, welcher zur Leidensauflösung führt: "dieser heilige achtfältige Weg ist es, nämlich: rechte Erkenntnis, rechte Gesinnung, rechte Rede, rechte Tat, rechter Lebenserwerb, rechte Anstrengung, rechte Achtsamkeit, rechte Sammlung."

Buddha war weder ein Gott noch der Überbringer einer göttlichen Wahrheit, sondern stellte klar, dass er die Lehre, d. h. den Dhamma (auch: Dharma = Sanskrit) nicht aufgrund göttlicher Offenbarung erhielt, sondern dass er vielmehr ein Verständnis der Natur des eigenen Geistes erlangte, welches durch jedermann für sich selbst wieder entdeckt werden könnte, wenn er den dem von ihm gelehrten achtfachen Pfad folge. Auch warnte er vor blinder Autoritätsgläubigkeit und hob dadurch die Selbstverantwortung (Autonomie) des Menschen hervor.

Zu den buddhistischen Überzeugungen gehört u. a. die Reinkarnation und das Gesetz des Karma. Buddha selbst hat jedoch keine metaphysischen Aussagen, z. B. über das, was nach dem Tode passiert, gemacht.

Laut den Statistiken von adherents.com leben weltweit gegen 500 Millionen Buddhisten. Die Länder mit der stärksten Verbreitung des Buddhismus sind China, Japan, Thailand, Myanmar, Vietnam, während er in seinem Ursprungsland Indien praktisch verschwunden ist.

Oder aber auch: Zu 5,56 % sind Sie: Christentum

Herzlichen Glückwunsch!

Nach diesem Test sind Sie ein bodenständiger Christ. Ihre Antworten waren durchgehend gleichbleibend und recht präzise.

Wenn Sie es wollten, wären Sie in einer freundlichen Gemeinde sicherlich gut untergebracht. Regelmäßig am Gottesdienst teilnehmen, Gleichgesinnte treffen, singen, das scheint Ihnen alles Spaß zu machen. Jetzt ist es an Ihnen, den nächsten Schritt zu wagen. Oder vielleicht haben Sie ihn schon getan? Wie auch immer Sie sich entscheiden, denken Sie immer daran, dass es kein "richtig" und "falsch" gibt. Es lohnt sich bestimmt auch für Sie, sich mit Leuten auszutauschen, die anderer Meinung sind, ohne dass das Ergebnis bewertet wird. Ich wünsche Ihnen viel Glück bei allem was kommt; hier noch einige Informationen über "Ihren".

Grundlage des Christentums

Dreifaltigkeit Trinität

das christliche Grundgeheimnis von der einen Natur und den drei Personen (Vater, Sohn und Heiliger Geist) in Gott.

Dem Vater wird die Schöpfung, dem Sohn die Erlösung, dem Heiligen Geist die Heiligung zugesprochen. Die Lehre von der Dreieinigkeit unterscheidet das Christentum am tiefsten vom Judentum und Islam. Sie wurde auf den ökumenischen Konzilen von Nicäa (325) und Konstantinopel (381) als Dogma beschlossen. Nach evangelischer Auffassung wird die Dreieinigkeit im Glauben als Selbsterschließung Gottes erfahren.

In frühchristlicher Zeit wird die Dreieinigkeit nur in Sinnbildern (Hand Gottes, Lamm = Christus, Taube = Hl. Geist) und durch die Dreigestalt in Tier- und Pflanzensymbolik dargestellt; später kommen hinzu das dreifache Kreissymbol (Dreipass) und seit dem Mittelalter das Dreieck. Die figürliche Darstellung der Dreieinigkeit kennt mehrere Typen: 1. die auf Genesis 18,2 beruhende Darstellung von drei einander ähnlichen Männern, 2. Gottvater und Sohn nebeneinander thronend, zwischen ihnen die Taube, 3. der Gnadenstuhl: Gottvater hält das Kreuz mit dem Sohn; die Taube erscheint darüber oder daneben.

Katholizismus

Das Wort Katholizismus bezeichnet die Gesamtheit katholischer Glaubens- und Lebensanschauungen, Organisationsformen und Bräuche. Gemeint ist dabei weniger die offizielle Lehre, Liturgie und Hierarchie als vielmehr das tatsächliche Denken, Empfinden und Handeln katholischer Bevölkerungsteile besonders dort, wo sie die Mehrheit bilden und milieuprägend wirken.

Es handelt sich um ein Wort der Außenbeobachtung (Konfessionskunde, Phänomenologie, Soziologie), nicht des Selbstverständnisses. Entsprechendes gilt für das Komplementärwort Protestantismus.

Der Katholizismus gilt als sinnenfreudig, aber sexualrestriktiv, als politisch konservativ und aristokratisch, aber auch volkstümlich. Gemeinschaftsbewusstsein steht höher als Individualität, Kontinuität höher als Originalität. Der Durchschnittskatholik empfindet großen Abstand und Respekt vor dem Heiligen und den Heiligen, fühlt sich ihnen aber im Haus der Kirche zugleich familiär verbunden.

Im alltäglichen Leben zeichnet sich der Katholizismus durch Lebensfreude und Freude am Schönen aus. Der konkrete Mensch, welcher den "Katholizismus" lebt, weiß sich als freier und erlöster Mensch, welcher alles was ihm geboten wird mit Dankbarkeit gegenüber dem Schöpfer genießen darf. Man kann den gelebten Katholizismus also als ein Leben aus der Fülle betrachten. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Karneval (Fasching), welcher sich lediglich in katholischen Gebieten erhalten hat.

Vor dem Hintergrund globaler gesellschaftlicher Veränderungen - Atomisierung, Funktionalisierung, Medialisierung - befindet sich der Katholizismus wie alle traditionellen Kulturen in einem grundlegenden Umgestaltungsprozess.

Protestantismus

Mit dem (ursprünglich politischen) Begriff Protestanten werden die Angehörigen der christlichen Konfessionen bezeichnet, die in Deutschland durch die Reformation entstanden sind.

Der Begriff Protestanten geht zurück auf die Speyerer Protestation der evangelischen Stände auf dem dortigen Reichstag zu Speyer 1529: Sie protestierten gegen die Aufhebung des Abschieds von Speyer 1526, mit dem den Ländern, die Reformationen durchgeführt hatten, Rechtssicherheit zugesagt worden war, und beriefen sich dabei auf die Glaubensfreiheit des Einzelnen.

Im engeren Sinn sind also nur die lutherischen und einige süddeutsche Kirchen in der reformierten Tradition von Ulrich Zwingli protestantisch, nicht jedoch reformierte Kirchen der calvinistischen Tradition, Anglikaner, Methodisten oder neuere Freikirchen.

Heute werden die Begriffe protestantisch und evangelisch in der deutschen Umgangsgsprache (fälschlicherweise) fast austauschbar verwendet, da die deutschen Protestanten der evangelischen Kirche angehören, aber evangelisch ist, genau genommen, der umfassendere Begriff für alle Kirchen, die in der Tradition der Reformation die Bibel und nicht kirchliche Tradition als Grundlage haben (was einen gewissen Selbstwiderspruch darstellt...)

Der Protestantismus als Lebenseinstellung ist, im Gegensatz zum Katholizismus, als eher leib- und sinnenfeindlich einzustufen. Verzicht auf Unwesentliches sowie hohe moralische Ansprüche ("sich der Erlösung würdig erweisen") sind für ihn prägend.

Oder aber auch: Zu 16,67 % sind Sie: Atheismus

Herzlichen Glückwunsch!

Vielen Dank, dass Sie an diesem Test, zur Findung der eigenen Religion, teilgenommen haben.

Das Ergebnis war Ihnen wahrscheinlich schon vorher bekannt. Sie sind Atheist, jedenfalls im Moment. Das ist überhaupt nicht schlimm, denn Sie haben bestimmt Ihre Gründe für diese Entscheidung. Nichts zu glauben, ist allemal besser, als nur so zu tun, um nicht aus der Reihe zu tanzen. Trotzdem heißt das nicht, das Sie sich mit den verschiedenen Religionen nicht auseinander setzen zu brauchen, denn das ist interessanter als Sie jetzt vielleicht denken. Und wer weiß, manchmal wird man ganz plötzlich doch von etwas überzeugt.

Athe'is|mus, A|the'is|mus <m.; -; unz.> Ablehnung, Verneinung der Existenz Gottes; Weltanschauung ohne Gott

Athe'ist, A|the'ist <m. 16> Vertreter, Anhänger des Atheismus <grch. atheos "gottlos, die Götter verwerfend" <a "nicht" + theos "Gott"

  • Bildnachweis:
Ausschnitt von "This fool did not follow the rules and was punished by being crushed under a heavy wooden door." Via Wikipedia, GFDL/CC-by-sa.

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Schlüsselwörter: Quiz | närrisch | Konvertiten | Eklektizismus | Monotheismus
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Kommentare

288
am 28.01.2010 14:45:22 (95.169.235.xxx) Link Kommentar melden
Moslem wird man nicht, indem man "Allah" als Gott anruft,
sondern indem man bekennt:
„Ich bezeuge, dass es keine Gottheit außer Gott gibt und dass Mohammed der Gesandte Gottes ist.“

Dies nur, damit die arabische Bezeichnung "Allah" nicht zu Missverständnissen führt.
Schön, dass du zu 38% gute ethische Werte in dir trägst! Du solltest sie öfter mal zeigen...Wink
266
am 28.01.2010 16:58:49 (95.222.194.xxx) Link Kommentar melden
Verehrteste Gata Linda, mögen Sie mir bitte einmal den Unterschied erklären zwischen
  • Ich bezeuge, dass es keine Gottheit außer allah gibt und dass Mohammed der Gesandte allahs ist, und der Formulierung im Artikel
  • Mohammedaner wird man, indem man vor zwei Zeugen "allah" als Gott anruft

Für mein Verständnis wird hier in zwei verschiedenen Formulierung dasselbe ausgesagt.
288
am 28.01.2010 17:28:44 (95.169.237.xxx) Link Kommentar melden
ja. das kann ich durchaus.
es geht um die Betonung. man ruft nicht nur "Allah" als "neue Gottheit" an, sondern man bezeugt, dass es nur EINEN (einzigen) Gott gibt. DAS ist der inhaltliche Unterschied. In der Chaim-Version wird "Allah" als neuer Gott (möglicherweise einer von mehreren) angerufen. In der richtigen, moslemischen Shahada geht es darum, anderen Göttern abzuschwören und sich auf EINEN EINZIGEN ALLMÄCHTIGEN Gott festzulegen. Und Gott heisst in diesem Fall auf arabisch eben Allah.
Bismillah..
288
am 28.01.2010 17:33:46 (95.169.237.xxx) Link Kommentar melden
Sorry, vergessen (hoffentlich gilt das nicht als Mehrfachposting nach den neuen Regeln...)

Mohammedaner wird man, indem man vor zwei Zeugen "allah" als Gott anruft

ein Beispiel: ein Christ wird nicht deshalb Moslem, weil er eine Moschee besucht und vielleicht dort ein Gebet spricht, selbst dann nicht, wenn das zwei oder mehr Muslime mithören. Er müsste vom Christentum seine Auffassung lösen, dass er in Jesus den "Sohn Gottes" und damit eine "Nebengottheit" sieht.
Er muss also Jesus quasi zum Propheten "degradieren", ihm die zugesprochene Göttlichkeit aberkennen und künftig nur noch zu GOTT und nicht zu irgendwelchen Hilfsgöttern, Engeln, Muttergottes, Heiligen oder ähnlichen Himmelsboten beten.
Das ist der exakte Unterschied zwischen dem Ausgesagten und meiner Anmerkung.
288
am 28.01.2010 17:58:58 (95.169.237.xxx) Link Kommentar melden
Viel spannender aber ist der Ausstieg aus einer Religion: das geht in allen Religionen, außer beim Ölgötzen-Kult. Dort bezahlt man mit dem Leben, wenn man sich verabschieden möchte. - Auch närrisch, irgendwie.

Ich bestreite nicht, dass es noch immer islamisch geführte Länder gibt, die Aussteiger verfolgen.
Jedoch gibt es z.B. in Europa genügend "Muslime", die den Glauben gewechselt haben, und niemand krümmt ihnen ein Haar. Daher rate ich, dein Wissen mal ein wenig aufzufrischen.
http://www.politi...hp?t=39267
http://www.welt.d...ieren.html
286
am 28.01.2010 22:00:16 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
Was billig ist, ist eben wenig wert.
Das macht mir das Judentum echt sympathisch.

Viel spannender aber ist der Ausstieg aus einer Religion: das geht in allen Religionen, außer beim Ölgötzen-Kult. Dort bezahlt man mit dem Leben, wenn man sich verabschieden möchte.
Genau deswegen lass ich mich gern islamophob schimpfen Grin
300
am 29.01.2010 00:00:55 (69.162.66.xxx) Link Kommentar melden
Gata Linda, warum zitierst Du nicht auch den wichtigen zweiten Satz im Deinem link?

Etwa 15.000 der in Frankreich lebenden Muslime konvertieren pro Jahr zum Christentum. Vor ihren Familienangehörigen müssen sie diese Gewissensentscheidung geheim halten.

Das sagt doch alles. Das machen die doch nicht, weil sie den interreligiösen Dialog vermeiden wollen?
288
am 29.01.2010 00:22:29 (217.168.14.xxx) Link Kommentar melden
Vielleicht ist das garnicht so wichtig?
Ich weiss z.B. nicht, welche Religion meine Geschwister haben.
Weil wir das als unsere Privatangelegenheit sehen, nichts, was man "beichten" müsste.
Sicher ist nur, dass wir alle unterschiedlichen Religionen angehören.
Wer erwachsen ist, geht vielleicht auch mit diesen Dingen anders um als ein Jugendlicher.
300
am 29.01.2010 00:29:51 (69.162.66.xxx) Link Kommentar melden
Ich finde es ist sehr wichtig (aussagekräftig), wenn man etwas verheimlichen muß. Mit Beichten hat das innerhalb einer Familie nichts zu tun. Ich weiß, welche Religion meine Eltern und meine Geschwister haben.
288
am 29.01.2010 08:30:43 (217.168.10.xxx) Link
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  • Gelöscht von OZ24 am 29.01.2010 08:33:25.
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