
Stimmt das mit dem Beißen? Hunde, die bellen, beißen nicht? - Doch, auch bellende Hunde beißen, allerdings nicht gleichzeitig, also nicht während des Bellens. Wenn der Hund beißt, hat er ja das Maul voll, er knurrt dann also nur. Unsere Dicke zwickt nur manchmal (um sich zu wehren) meine beiden kleinen Brüder, wenn die den Hund zu sehr ärgern. Das ist nur eine Warnung (Lass mich in Ruhe! Ärger mich nicht!) und ist eine Gegenwehr, mehr nicht; obwohl diese Rasse gute Zähne und einen heftigen Kieferdruck hat. Der Zwergschnauzer war ja früher ein gefürchteter Rattenjäger (zu diesem Zweck wurde er gezüchtet), aber er differenziert genau, was oder wen er beißt und was nicht.
Das Wesen des Zwergschnauzers ist sehr friedlich, er ist ist überhaupt nicht bissig. Er verträgt sich gut mit Kindern und Artgenossen und fügt sich sehr bereitwillig sein Rudel, also in die Menschenfamilie ein, in den USA z.B. wird er besonders gern als Stadthund gehalten. Schnauzer werden übrigens zu unrecht als Kläffer betrachtet, wenn sie gut erzogen sind, kann man das leicht unterbinden. Man sollte auch dran denken, dass sie ja ihren kleinen Wuchs kompensieren müssen. Ein großer Hund kann immer leicht gelassen sein, er kann mit seinen 40 oder 50 kg ja einen Erwachsenen einfach umrennen.
Quelle und noch einige weitere Weisheiten, die bestimmten Personen zugeschrieben werden
Der Zwergschnauzer gibt einen guten Wachhund ab; unser Hund schlägt bereits an, wenn jemand sich der Tür nähert. Er kann auch sehr gut Bekannte und Unbekannte unterscheiden; den Postboten mag er, weil wir ihn so konditioniert haben (in Paketen und großen Briefsendungen "finden" wir immer ein kleines Leckerchen, das wir beim Öffnen hineinschmuggeln).
Das Beißen hat bei einem Zwergschnauzer, der als Rattenbeißer gezüchtet wurde, natürlich eine besondere Bedeutung; nachdem unsere Dicke als kleiner Welpe von einer Katze eins übergezogen bekam, mag sie Katzen nicht besonders. Wenn man zu ihr sagt "Zuzia, wo ist die Katze?!", knurrt sie böse und springt in die angegebene Richtung; die Katze ist natürlich immer schneller und über den Zaun oder auf einem Baum. Bei den eigentlichen Jagdobjekten eines Schnauzers, also bei Ratten oder Mäusen, geht eine solche unfreundliche Begegnung anders aus. Zuzia hat auf Feldern und Wiesen schon oft ganze Mäusenester ausgeräumt, da schaut vom Hund nur noch der Hintern und die Hinterbeine aus der Erde. Das Beste war aber, wie sie einmal an einem kleinen Bachlauf eine Ratte gestellt hat. Es war erstaunlich zu sehen, wie flink und wie furchtlos ein Hund auf eine Ratte losgeht. Es dauert nicht lange, da hat er sie am Genick und schüttelt sie heftig, wie man es im Video unten beim Spielzeug sieht. Die Ratte hat dann sofort einen Genickbruch, es ist also keine Tierquälerei. Wenn das Tier sich nicht mehr bewegt und keine Geräusche macht, lässt der Hund sofort von ihm ab und rührt es nicht mehr an.
Bei Tieren gibt es das oft, die eine Art mag die andere nicht besonders. Warum sollte das also bei Menschen anders sein? Es muss ja nicht gleich so enden wie bei Hund und Ratte oder Katze und Maus.
(Fortsetzung folgt)
Bilder: eigene, September 2009, Katzenbuckel