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Hunde, die bellen, beißen nicht?

Warum Zwergschnauzer auch „Rattenbeißer“ genannt werden
14.03.2010 15:24:27 eingesandt von master of desaster für OnlineZeitung 24.de

Unsere Dicke © m.o.d.
Unsere Dicke © m.o.d.
Über Hunde gibt es viele Sprichwörter, das hat ja seinen guten Grund. Seit mindestens 30.000 Jahren ist der Hund ein treuer Begleiter des Menschen, der Beginn der Domestizierung soll sogar vor 100.000 Jahren begonnen haben. Der Hund nimmt also einen wichtigen Platz ein, daher viele Weisheiten und Sprichwörter über ihn.

Stimmt das mit dem Beißen? Hunde, die bellen, beißen nicht? - Doch, auch bellende Hunde beißen, allerdings nicht gleichzeitig, also nicht während des Bellens. Wenn der Hund beißt, hat er ja das Maul voll, er knurrt dann also nur. Unsere Dicke zwickt nur manchmal (um sich zu wehren) meine beiden kleinen Brüder, wenn die den Hund zu sehr ärgern. Das ist nur eine Warnung (Lass mich in Ruhe! Ärger mich nicht!) und ist eine Gegenwehr, mehr nicht; obwohl diese Rasse gute Zähne und einen heftigen Kieferdruck hat. Der Zwergschnauzer war ja früher ein gefürchteter Rattenjäger (zu diesem Zweck wurde er gezüchtet), aber er differenziert genau, was oder wen er beißt und was nicht.

Schnauzer sind kompakte, kräftige, quadratische Hunde (Höhe=Rumpflänge), die gute Gebrauchshundeigenschaften besitzen. Sie gelten als gute Wach- und Schutzhunde, die witterungsunempfindlich, gesund und langlebig sind. Als ehemalige Fuhrwerksbegleiter und -verteidiger kann man sie auch heute noch gut mit Pferden vergesellschaften, denen sie dann sehr zugetan sind. Mit Ratten und Mäusen im Stall räumen sie gründlich auf - eine Fähigkeit, die sie mit allen Terriern gemeinsam haben. Dafür gezüchtet, Kutschen auf langen Strecken in Trab und Galopp zu begleiten, sollte man ihnen auch heute weite Fahrradtouren oder Ausritte gönnen oder sie zumindest im Park zu kräftigem Laufen animieren, damit sie athletisch, fit und gesund bleiben. Schnauzer handeln oft vorsichtig, aber mutig und entschlossen. Sie sind gutartig, verspielt und anhänglich. Falls sich beim Welpen zeigt, daß er zur Aggressivität neigt, muß man ihm diese Ansätze energisch austreiben, da sonst ein Raufer aus ihm wird. Schnauzer sind Hunde für Menschen, die sich gut durchsetzen können. Von klein auf muß man ihn daran gewöhnen, daß man wert darauf legt, Befehle exakt und spontan befolgt zu bekommen. Die Schulterhöhe beträgt 45-50 cm beim Mittelschnauzer, von dem der Zwergschnauzer (30-35 cm) und der Riesenschnauzer (60-70 cm) abstammen. Das Fell ist drahtig und am Fang und an den Augenbrauen besonders lang und buschig. Die Farbe ist rein schwarz oder "pfeffersalz", wobei Töne von silber- bis eisengrau mit schwarzer Maske gewünscht sind. Nur der Zwergschnauzer kommt auch in weiß vor. Die Ohren dürfen stehen, wenn sie klein genug sind, oder V-förmig nach vorne kippen.

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Das Wesen des Zwergschnauzers ist sehr friedlich, er ist ist überhaupt nicht bissig. Er verträgt sich gut mit Kindern und Artgenossen und fügt sich sehr bereitwillig sein Rudel, also in die Menschenfamilie ein, in den USA z.B. wird er besonders gern als Stadthund gehalten. Schnauzer werden übrigens zu unrecht als Kläffer betrachtet, wenn sie gut erzogen sind, kann man das leicht unterbinden. Man sollte auch dran denken, dass sie ja ihren kleinen Wuchs kompensieren müssen. Ein großer Hund kann immer leicht gelassen sein, er kann mit seinen 40 oder 50 kg ja einen Erwachsenen einfach umrennen.

Besonders schöne Sprichwörter über den Hund aus aller Welt
  • Faule Schäfer haben gute Hunde. - Deutsches Sprichwort
  • Ein Hund, der mit dem Schwanz wedelt, bezieht keine Prügel. Der hungrige Hund fürchtet den Stock nicht. - Japanisches Sprichwort
  • Wenn sich im Paradies eine Menschenseele und eine Hundeseele begegnen, muss sich die Menschenseele vor der Hundeseele verneigen. - Sibirisches Sprichwort
  • Ein Hund zur Hand ist besser als ein Bruder weit weg. - Persisches Sprichwort
  • Wenn du jedesmal stehen bleibst, wenn ein Hund bellt, wirst du deine Reise nie beenden. - Arabisches Sprichwort

Quelle und noch einige weitere Weisheiten, die bestimmten Personen zugeschrieben werden

Der Zwergschnauzer gibt einen guten Wachhund ab; unser Hund schlägt bereits an, wenn jemand sich der Tür nähert. Er kann auch sehr gut Bekannte und Unbekannte unterscheiden; den Postboten mag er, weil wir ihn so konditioniert haben (in Paketen und großen Briefsendungen "finden" wir immer ein kleines Leckerchen, das wir beim Öffnen hineinschmuggeln).

Das Beißen hat bei einem Zwergschnauzer, der als Rattenbeißer gezüchtet wurde, natürlich eine besondere Bedeutung; nachdem unsere Dicke als kleiner Welpe von einer Katze eins übergezogen bekam, mag sie Katzen nicht besonders. Wenn man zu ihr sagt "Zuzia, wo ist die Katze?!", knurrt sie böse und springt in die angegebene Richtung; die Katze ist natürlich immer schneller und über den Zaun oder auf einem Baum. Bei den eigentlichen Jagdobjekten eines Schnauzers, also bei Ratten oder Mäusen, geht eine solche unfreundliche Begegnung anders aus. Zuzia hat auf Feldern und Wiesen schon oft ganze Mäusenester ausgeräumt, da schaut vom Hund nur noch der Hintern und die Hinterbeine aus der Erde. Das Beste war aber, wie sie einmal an einem kleinen Bachlauf eine Ratte gestellt hat. Es war erstaunlich zu sehen, wie flink und wie furchtlos ein Hund auf eine Ratte losgeht. Es dauert nicht lange, da hat er sie am Genick und schüttelt sie heftig, wie man es im Video unten beim Spielzeug sieht. Die Ratte hat dann sofort einen Genickbruch, es ist also keine Tierquälerei. Wenn das Tier sich nicht mehr bewegt und keine Geräusche macht, lässt der Hund sofort von ihm ab und rührt es nicht mehr an.

Bei Tieren gibt es das oft, die eine Art mag die andere nicht besonders. Warum sollte das also bei Menschen anders sein? Es muss ja nicht gleich so enden wie bei Hund und Ratte oder Katze und Maus.

(Fortsetzung folgt)

Spielzeug gehört dazu, es fördert den Jagdinstinkt!

YouTube Video

Bilder: eigene, September 2009, Katzenbuckel