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Wirtschaft & Finanzen: Welt

Weltfinanzkrise, Wirtschaftskrise – ein Ausblick für 2010 und Folgejahre

oder: in Zeiten des Umbruches

Weltfinanzkrise, Wirtschaftskrise – ein Ausblick für 2010 und Folgejahre

Am 19.12.2009 wurde dieses Thema unter Anderem im Presseclup der ARD gesendet mit den Gästen Herrn Görgens vom Stern, Frau Ulrike Herrmann von der Zeit und Herr Günter Jauch, diskutiert. Hierbei kam relativ einhellig heraus, die Bankenkrise ist vertagt, da die Stützungsmaßnahmen die Geschäftsfähigkeit des laufenden Systems wieder hergestellt hat und die Banken und Ihre Manager, wieder wie gehabt, weitermachen und verdienen können.

Die vielbesungene soziale Verantwortung der Banken für die Volkswirtschaft, die Wirtschaft zu finanzieren, blieb jedoch aus. So die Feststellungen. Und eine Systemänderung auf nationaler Ebene, auf europäischer Ebene, noch auf Weltpolitischer Ebene, fand nicht statt.

Was jedoch festgestellt werden konnte, und da waren sich die Gäste dieser Sendung ziemlich einig, die aufgebaute Schuldenlast ist von der BRD nicht mehr zu schultern. Weiteres Einsparpotential auf staatlicher Ebene sei nicht mehr vorhanden. Steuersenkungen, um die innerstaatliche Wirtschaft anzukurbeln seien richtig und die Vorstellungen der Schwarz-Gelben-Koalition seien speziell durch die FDP, die eben vier Jahre zu spät kämen, nicht mehr aktuell. Schon mal die CDU in der Person Frau Merkel eher eine Sozialliberale Koalition darstellt denn eine konservativ-marktwirtschaftliche Komponente hergibt, wie man es aus der Vergangenheit her kennt. Die CDU ist eine Frau Merkel-Partei und überholt wohl in Teilen die SPD aus der großen Koalition, die unter den jetzt zu erkennenden Wahrheiten, wohl doch die bessere Lösung gewesen wäre.

Und die Banken verdienen wieder, bei z.B. wo bei der HSH Niemand verantwortlich ist und die Verantwortlichen erhalten einen Bonus von 2,9 Millionen Euro, was man als Raub bezeichnen darf. Die Banken verdienen allgemein wieder und verzichten auf Bankenstütze resp. zahlen diese vorzeitig zurück und stellen Ihre eigenen Managereinkommen und Bonisysteme wieder her. Das geht jedoch nur, weil man so weitermachen kann wie bisher und die Blase nun erneut künstlich aufgebläht durch staatliche Subventionen, weiter aufgebläht wird. Die nächste Krise um die Weltfinanzen ist unbestritten nur verschoben, so die einhellige Meinung der Fachleute.

Und die Banken wissen es. Und bereiten sich darauf vor indem sie heute mitnehmen, was zu greifen ist. D.h., um diese Ziele zu erreichen und ihre privaten Einkommen zu sichern, wird der Wirtschaft die notwendige Finanzierung verweigert und jede wackelnde Immobilie, egal welches Unglück meist überflüssiger Weise für die Betroffenen damit verbunden sind, auch wenn durch Verhandlung und mögliche Anpassungen an die Lebenssituation für alle Beteiligten Schaden vermieden werden könnte, versteigert. Denn jede Zwangsmaßnahme bringt der Bank mehr durch Abschreibung, Wertberichtigung und somit Kapitalerhöhung auch im Hinblick auf die gesetzlichen Vorschriften.

Und diese als „sittenwidrig“ zu benennende Möglichkeit, wo in Teilen gleichzeitig agiert wird, von der Zwangsversteigerungsmaßnahmen bis in die Konten- und Gehaltspfändungen, was völlig überflüssig eben auch jede Existenz zu zerstören geneigt erscheint, wird von den Gerichten gedeckt. D.h., die im Grundgesetz vorgesehen Sozialverpflichtung der Wirtschaft und der Banken im Besonderen, ist lange ausgehebelt. Und die als permanent anzusehenden Beraterfehler der Banken im Hinblick der Aufklärung der Unterschiede von Hypothekenschuld zur Grundschuld, wird von den Gerichten zugedeckelt und nicht verfolgt. Meist mit obskuren Begründungen vermeintlicher Vollgeschäftsfähigkeit der Hypothekennehmer. Ein aufgrund der Komplexität der Bankverträge am wirklichen Leben völlig vorbeigehendes Argument, daß immer eine Einschaltung von Spezialanwälten für den Kunden voraussetzt, um von der Bank nicht über den Tisch gezogen zu werden. Würde das Schule machen, wäre jedwedes normale Geschäft mit Banken, vom Tisch, da man dann immer den Banken Betrugsverdacht bescheinigen würde. Das würde die Verrohung der gesellschaftlichen Regeln weiter befördern helfen.

All diese Fakten sind offen zu beobachten. Ein weiteres Problem liegt in der Tatsache, daß die Banken um diese Problematiken lange Wissen und deshalb eben so reagieren, wie sie reagieren. Denn die Menschen und der Markt sind Ihnen eigentlich wurscht. Hier geht es um Markt- und Machtanteile für die Zukunft. Und diese liegt schon lange in Dingen, die vom Staat nicht mehr beherrschbar erscheinen. Und die Strukturen über das gebildete bürokratische Gebilde Europa, das mit den Bestrebungen der Europabewegung, die Ihre Intention aus den Weltkriegen und der Friedensnotwendigkeit des Ausgleiches zwischen den europäischen Ländern bezog um eben auch eine Art sozialen Ausgleiches und Wirtschaftssicherheit herzustellen, die eben auch Ursache für die Kriege war, hat es heute nur noch sehr wenig gemeinsam.

D.h., und es gibt ausreichend Kommentare von Wirtschafts- und Bankenführer hierzu, der Staat und hier speziell die BRD, sind schon lange nicht mehr Gegenstand der Betrachtung für die international aufgestellten Industrien- und Bankhäuser. Einzig in der Betrachtung, zu Hause dafür zu sorgen, die Politik so aufzustellen, daß Sie den Wirtschafts- und Finanzstrategien nicht im Wege steht. Und das erscheint hinreichend gelungen.

Was nun die Bereinigung der Finanzkrise angeht, so wächst sich diese zur Währungskrise aus. Besagte Teilnehmer im Presseclub, hier sei Frau Ulrike Herrmann zitiert, können sich nicht vorstellen, das es eine Währungsreform geben könnte, da die Vorraussetzungen dafür fehlten. Gestützt war diese Ansicht auf die alten Erfahrungen mit Währungsreformen der Nationalstaaten und deren Mechanismen wie z.B. einer Deflationskette etc.

Das ist jedoch ein Denkfehler, da diese Ketten hierfür nicht mehr relevant sind und der Nationalstaat derzeit schon gar nicht. Betrachten wir einmal den Euro und die damit verbunden Fragen in Kurzform. Der Euro hängt am Dollar und der Dollar finanziert sich seit guten 60 Jahren durch die Fremdwährungen der Einflusszonen der USA. Hier ist der Vergleich mit dem römischen Imperium sehr wohl angebracht, wenn auch aufgrund der heutigen Zeit, die nun einmal schneller verläuft als noch die Zeit im römischen Imperium, was wiederum an den technischen Abläufen von Informationstransport begründet lag, wesentlich schneller abläuft.

Das römische Reich schöpfte seinen Reichtum aus der Kriegsführung, der Besetzung von fremden Ländern und dem Plündern derer Schätze etc. Die USA haben das britische Empire ersetzt und die Aufteilung mit ihm abgesprochen. Ohne einen Schuß abzugeben, haben die USA die Führung übernommen und Großbritannien hat sich dieser Führung untergeordnet, um eben das Commonwealth irgendwie zu erhalten. Das wiederum ist u. A. auch ein wesentlicher Grund dafür, warum Großbritannien nie ganz in Europa angekommen ist.

Die USA haben nun ohne einen Schuß abzugeben, die daniederliegende Welt finanziert und somit die brachliegenden Weltruinen, wieder unter Ihrer Führung auf Vordermann gebracht. Der Preis war eben die Unterwerfung unter die Führung des Dollars und der FED. Das hat bis heute sehr gut funktioniert und die Militärmacht der USA und ihr politischer Einfluß weltweit, basieren auf diesen Umständen. Aber auch das „über die Verhältnisse“ leben, wie eben einst Rom. Und die jetzige Krise ist ein erstes Indiz, die Rom vergeht. Hier die USA. Nur ist es eben eine Anfangskrise und die USA sind noch stark genug, dieser Krise her zu werden und die Vormachtstellung zu erhalten.

Der Preis ist eigentlich bekannt. Zum einen durch die weitere Beherrschung der „naiven Deutschen“ die mit sich selbst und Ihrer Bedenkenträgerschaft und der Pfleger der Zivilisationsschuld des Nazi-Reiches als Inkarnation des Bösen nun bis in das siebente Glied beherrscht werden müssen und sich diesem freiwillig, sogar als bekennender Schuldiger darstellen und wehe, es kritisiert irgend Jemand dieses eigene Verständnis, denn dann wird der Oberlehrer herausgekehrt und der Kritisierer hat halt keine Ahnung oder will beschwichtigen etc.. Und über diese so erfolgreiche Entnazifizierung, die weit mehr als „Das“ war, es war auch eine Entdeutschung und Verentpreußung wie generell Verentradtionierung aller deutschen Erfahrungen und die Vergangenheiten galten nun nichts mehr, konnte nun Europa und hier speziell die EU, gleich mitbeherrscht werden. Was nun sehr eindeutig in der NATO-Erweiterung und der Willfährigkeit der Nato-Anwendung durch die USA via Europa, zu erkennen ist.

Wir sehen also, die EU unter dem Provisorium der BRD, die entgegen aller Rechtsgrundlagen nach Beendigung der Besatzungszeit nun als BRD unter der Regie der Haager Landkriegsordnung einer Selbstverwaltung, illegal und ohne „staatliche Legitimation“ Weiterführung erfährt, kann die USA ihre eignen Umtriebe und Fehler der Korrektur stellen und auf Kosten eben dieser Gegebenheiten, ihre Macht erhalten und anpassen.

Hierbei sei darauf verwiesen, daß über die Weltwährungen mit China und Russland schon seit ca. fünf Jahren gesprochen wird. Und China, würde China es darauf ankommen lassen, könnte den Westen ohne einen Schuß abzugeben, in den Boden stampfen. Da China sich jedoch nicht selbst schädigen will, spricht man also miteinander und tritt so auf, wie man eben auftritt hat man begriffen, daß man eine Großmacht ist. Und China ist unumstritten aus dem Dornröschenschlaf erwacht und nimmt eine aktive Weltgestaltungsrolle im Wettbewerb mit den USA ein. Und nur mit den USA. Bestenfalls noch Indien, da Indien mehr Konkurrent, Gegner, Gefahrengut wie Partner sein kann, als es Russland und Europa jemals sein werden. Und wenn China will, und hier ist China den westlichen Demokratien im Vorteil, da es Marktwirtschaft unter einem Nationalsozialismus betreibt, kann noch den ganzen indonesischen und arabischen Raum für sich aktivieren, je nachdem, wie die Großwetterlage gerade ist. Denn China verkörpert nicht die alten Kolonialmächte, die eben „weißen Ursprungs“ waren.

Die Zukunft der kommenden Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte, wird also im pazifischen Raume liegen, wie von den Strategen in den USA lange erkannt und vorbereitet. So ist die Absprache mit Russland z.B. lange dahingehend geeinigt, alles dafür zu tun, Europa so zu neutralisieren, daß daraus kein neuer politsicher Sprengstoff für die Welt entsteht. Und Australien ist westlich eingebunden und Großbritannien redet bereits wieder einer „Realpolitik“ das Wort, das eben genau diese Dinge berücksichtigt. Denn die Insellage, ähnlich wie Japan, wird wieder ein Flugzeugträger eigener Interessen im Weltgeschehen werden und eine neue eigene Rolle finden.

Und zwischen diesen Mühlsteinen ist Europa im Klammergriff einer ungelösten deutschen Frage. Will Deutschland jedoch weiter bestehen und nicht Zahlmeister für die Welt bleiben, so muß es sich auf sich selbst und seine Tugenden und Traditionen besinnen. Und das fängt z.B. damit an, endlich zu begreifen, Europa ja, aber Deutschland auch. Also muß die BRD abgeschafft werden, die alleine formaljuristisch nicht mehr existiert und wer noch hingeht, verstößt bei genauer Betrachtung gegen das nationale Interesse. Denn die Gesetze der BRD sind außer Kraft und die Behröden der BRD und die Weisungen des Politetablissements, sind nicht mehr zu beachten.

Wird dieses endlich konsequent betrieben, kann in Deutschland sehr schnell die Rechtsordnung, das gültige Staatsrecht und die Demokratie, wieder hergestellt werden. Und nur so kann Europa seine Freiheit des Handelns zurück gewinnen, den Euro auf unabhängige Füße stellen oder man kehrt zur Nationalwährung zurück und die Rohstoffe in Zusammenarbeit mit Russland als neue Führungsmacht für Europa, kann endlich hergestellt werden. Denn die Achse Paris-Berlin-Moskau sichert Zukunft, oder Europa zerfällt. Denn die USA sind im pazifischen Raume zukünftig derart involviert, das für Europa kein Platz mehr ist und Europa auch seine Bedeutung für die Welt verliert.

Und genau mit diesen Erkenntnissen und Hintergründen wird es in den kommenden Jahren, und die Fachwelt kalkuliert da mit einem Zeitraum von ca. drei Jahren, eine notwendige Weltwährungsreform abgestufter Art kommen, da weder die USA noch sonstige Staaten, die Geldaufblähung und Verschuldung von Staaten, in den Griff bekommen wird. Und in diesem Zusammenhang, wird die Welt neu geordnet und den wirklichen Verhältnissen angepasst.

Es bleibt also eine Führung für die Welt übrig und Einflußsphären, die sich auf die USA, China und Russland einzurichten haben, wobei noch offen ist, inwieweit hier Indien und Brasilien mitreden werden. Diese beiden Staaten werden in jedem Falle in der Folgezeit, Ihre Rolle ausspielen. Und genau mit diesem Hintergrund und geänderter Bedingungen, wird es eine Weltwährungsreform geben, da die vergangenen Kriterien in Fragen von Währungsreformen, nicht mehr gültig sind.

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Schlüsselwörter: Weltwirtschaft | Finanzwirtschaft | Weltwährungen
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Kommentare

312
am 22.12.2009 14:06:03 (212.17.71.xxx) Link Kommentar melden
Pervers ist ja, dass man diesen Gaunern erst Steuergelder reingepumpt hat, weil es angeblich ohne diese Banken nicht geht, Und schon gleich danach werden wieder satte Bonis bezahlt, Die uns natürlich nichts angehen, Wir haben ja angeblich freie Marktwirtschaft, Alles regelt sich angeblich von selber , Die Kartelle und der Lobbyismus,

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