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Politik: Politische Meinung

Versöhnung?

Wenn eine Idee auf Sand gebaut wird

Erika Steinbach, Stein des Anstoßes
Erika Steinbach, Stein des Anstoßes
Wird ein Projekt in den Sand gesetzt, liegt es gelegentlich daran, daß die Idee auf Sand gebaut war, daß die Grundlagen einfach nicht stimmten. Falsche Voraussetzungen, falsche Ziele, falsche Erwartungen. Gelegentlich auch falsche Symbolfiguren mit den falschen Sprüchen, zur falschen Zeit am falschen Ort.

Anders als die deutsch-amerikanische Freundschaft und die deutsch-französische Freundschaft - beide von beiden Staaten schon früh gewollt, daher gut organisiert mit Austausch- und Begegnungsprogrammen sowie auch von der Mehrheit aller betroffenen Bürger getragen - hatte es die deutsch-polnische etwas schwerer. Zu schwer wog die Last der Schuld, die Deutschland gegenüber Polen zu verantworten hat, zu spät begann der Dialog, der eine Aussöhnung perspektivisch erst möglich hätte machen können; nur zum Teil war dies eine Auswirkung des Kalten Krieges. Ein wesentlicher Aspekt dagegen, den man in Deutschland bis heute noch kaum wahrhaben will, ist die aufgeblasene Story und das übermäßige politische Gewicht der sogenannten Vertriebenen.

Steinbach stimmte 1991 im Bundestag gegen die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze. Sie war eine der dreiundzwanzig Abgeordneten der CDU/CSU-Fraktion, die bei der Abstimmung über den Deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrag sowie über den Deutsch-polnischen Grenzvertrag eine Erklärung abgaben, warum sie nicht zustimmen könnten. Es seien insbesondere Eigentums- und Vermögensfragen offen geblieben. Sie begründete ihr damaliges Votum auch mit der Aussage: "Man kann nicht für einen Vertrag stimmen, der einen Teil unserer Heimat abtrennt."

(...) 1998 forderte Steinbach bei dem Pommerntreffen in Greifswald, eine EU-Osterweiterung dürfe es "ohne Heilung des Vertriebenenunrechts" nicht geben. Am 3. Juli 2003 wurden die Vorbehalte Steinbachs gegen die Osterweiterung der EU in einer Protokollerklärung im Bundestag festgehalten. Darin stellte sie fest, dass in vier der osteuropäischen Beitrittsländer Gesetze in Kraft seien, die mit den Menschenrechten und dem Völkerrecht nicht in Einklang stünden. Trotzdem stimmte sie für die Aufnahme Polens in die EU.

Quelle: Wikipedia

Gelegentlich hilft es, die Perspektive zu wechseln, verlassen wir also Erika Steinbachs revisionistisches Denken und kommen wir zu der Stiftung "Flucht, Vertreibung, Versöhnung", ein Projekt, das von polnischerseite zunächst sehr begrüßt worden war. Doch die Anstrengungen des Bundes der vertriebenen, Frau Steinbach hier zu plazieren, stieß in Polen verständlicherweise auf wenig Gegenliebe... - kein Wunder, ist Erika Steinbach nach Wladimir Putin die meistgefürchtete, um nicht zu sagen bestgehaßte Person des aktuellen politischen Sprektrums. Ihre markigen Sprüche vom angeblichen "Völkermord an den Deutschen" kommen bei den wahren Opfern des Faschismus und des Nationalsozialismus nicht so gut an.

Muß eine solche Frau im Beirat einer Stiftung sein, die für Versöhnung steht? Nein, natürlich muß sie das nicht. Man könnte auch sagen, sie sollte nicht dort mitarbeiten; ich bin sogar der Überzeugung, sie darf dort nicht auftauchen. Denn einen größeren Schaden als eine solche Person in einer solchen Institution kann man sich kaum denken. Die falsche Person mit den falschen Ideen und den falschen Zielen zur falschen Zeit am falschen Ort.

Offenbar sah das auch Tomasz Szarota, der einzige polnische Vertreter im wissenschaftlichen Beirat der Stiftung, so und warf das Handtuch.

Vertriebenen-Stiftung

Streit über Steinbach eskaliert

Die Gründung der Stiftung "Flucht, Vertreibung, Versöhnung" und des geplanten Vertriebenen-Museums "Sichtbares Zeichen" in Berlin wird immer umstrittener. Jetzt ist auch Tomasz Szarota, der einzige polnische Vertreter im wissenschaftlichen Beraterkreis, zurückgetreten - entnervt wegen des Streits über die Besetzung der Leitungsgremien.

Quelle: Handelsblatt vom 17.12.2009

Tomasz Szarota by Mariusz Kubik
Tomasz Szarota by Mariusz Kubik
Vizekanzler Westerwelle hat sich gegen Steinbach ausgesprochen, die SPD ist ohnehin gegen sie. Ohne einen polnischen Vertreter ist die Stiftung eine Totgeburt. Zum Glück hat der "Bund der Vertriebenen" nur ein Vorschlagsrecht, jedoch kein Besetzungsrecht im Beirat - das hat laut Gesetz das Bundeskabinett. Auch hier ist also endlich eine klare Weisung der Kanzlerin gefordert, damit diese närrischen Possen der Berufsvertriebenen ein für alle Mal ein Ende haben.

Der Schaden ist jetzt bereits kaum noch wieder gut zu machen: "Historiker sieht Polen als Tätervolk verunglimpft". Aus jüdischer Sicht ist es nicht neu und war schon immer recht peinlich, daß sich die Deutschen als Hitlers Opfer aufgespielt haben, obwohl sie ihn doch gewollt und bejubelt haben. Ein Volk, das dies zu verantworten hat, sollte gegenüber den Opfern etwas leiser auftreten. So jedenfalls sieht man das auch in Polen, ganz zu Recht, wie ich meine. Es führte eben ein direkter Weg über die völkische Begeisterung für Hitler, über die "Reichskristallnacht" und über Auschwitz... - hin zur Bombardierung von Dresden und zur Umsiedlung der Volksdeutschen aus Polen. Eine logische Folge, eine natürliche Konsequenz, eine berechtigte Quittung.

Wer hoch spielt, der kann eben auch hoch verlieren. Das expansionistische Spiel Nazi-Deutschlands ist vorbei, und rückwärtsgewandte Politiker wie Erika Steinbach sind ein Hindernis für ein friedliches Miteinander in Europa. Denn Frieden gibt es nur mit der Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze auch in den Köpfen. Vielleicht wäre es einmal an der Zeit, Frau Steinbach aus der CDU auszuschließen und den "Bund der Vertriebenen" als verfassungsfeindlich einzustufen. Damit da endlich mal Ruhe ist.

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Schlüsselwörter: Polen | Bund der Vertriebenen | Nationalsozialismus | Erika Steinbach | Stiftung
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Kommentare

Hartmut Holz
am 18.12.2009 16:32:47 (217.80.224.xxx) Link Kommentar melden
Warum sollten sie? Frau Steinbach mag zwar ein Ärgernis sein.

Aber ein Zentrum, in dem die Vertreibung der deutschen
Bevölkerung aus unseren ehemaligen Ostgebieten darge-
stellt, benötigen wir nun einmal.

Auch sollte da die unsinnige Vertreibung der polnischen Bevölkerung, aus ihren ehemaligen Gebieten, ebenfalls
ein Teil dieser Geschichte sein.

Jedenfalls war diese unnötige Aussiedlung der deutschen
Bevölkerung aus Schlesien, Ostpreußen und auch aus Hinterpommern ein Kriegsverbrechen. So auch die Ver-
treibung der polnischen Bevölkerung durch Stalin.Sad
288
am 18.12.2009 18:41:20 (95.169.236.xxx) Link Kommentar melden
Aus jüdischer Sicht ist es nicht neu und war schon immer recht peinlich, daß sich die Deutschen als Hitlers Opfer aufgespielt haben, obwohl sie ihn doch gewollt und bejubelt haben. Ein Volk, das dies zu verantworten hat, sollte gegenüber den Opfern etwas leiser auftreten. So jedenfalls sieht man das auch in Polen, ganz zu Recht, wie ich meine.

undifferenzierte, polemische Hetzerei.
Meine Mutter war als Hitler 1940 an die Macht kam, ein kleines Mädchen.
Hitler war ein DIKTATOR, und was das heisst, NICHT für ihn zu sein, sieht man am besten am Beispiel von WEISSE ROSE,


Die Weiße Rose war der Name einer Widerstandsgruppe in München während der Zeit des Nationalsozialismus. Im Juni 1942 wurde die Gruppe gegründet und bestand bis zum Februar 1943. Die Mitglieder der Weißen Rose verfassten, druckten und verteilten unter Lebensgefahr insgesamt sechs Flugblätter, in denen zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus aufgerufen wurde.


Eine Sichtweise des 'Dritten Reiches', die isolierend dessen extremste Ausformung, nämlich den organisierten Mord an als 'lebensunwert' definierten Bevölkerungsgruppen in Deutschland und in den besetzten Ländern in den Blick nimmt und diesen dann als kriminelle 'Abnormität' deutet, lenkt von der Einsicht in die Realität der deutschen Gesellschaft 1933 bis 1945 ab; zu fragen ist doch nach den damals 'gesellschaftsfähigen' politischen Strukturen und Verhaltensdispositionen, die ein System fundierten, dem Massenmord als legitimes Mittel der Politik galt - ohne daß die deutsche Gesellschaft im 'Dritten Reich' nun in ihrem Durchschnitt aus Mördern bestanden hätte. Insofern sind gerade auch die Vorgänge zu bedenken, die vor dem 'Holocaust' lagen, die Studen der Ausgrenzung von Bevölkerungsgruppen, die den 'sozialen Tod' schon vor dem Mord bedeuteten. Max Picard hat schon früh, in seinem immer noch bemerkenswerten Buch 'Hitler in uns selbst', auf die spezifischen Bedingungen der Politik der Menschenzerstörung im 'Dritten Reich' hingewiesen, auf die 'wissenschaftliche Grausamkeit' und die kalkuliert-industrielle, 'fabrikförmige' Produktion von Vernichtung, die hier entwickelt wurden. An der Vorbereitung und Ausführung der Staatsverbrechen des 'Dritten Reiches' waren zu ihrem jeweiligen Teil zahllose Menschen beteiligt, und sei es 'nur' im Sinne bürokratischer Handhabung ausgegrenzter, verfolgerischer und menschenzerstörender Politik. Der Massenmord erhielt so eine breite Basis individuell nicht mehr zurechenbarer 'verantwortungsloser Mitverantwortung'. Selbst hier ist die gewissermaßen idealistische Seite der Politik des 'Dritten Reiches' mitzubedenken; die Funktion von Verfolgung und Vernichtung lag nicht nur in der Machtdurchsetzung und in der 'Ausschaltung' tatsächlicher oder vermeintlicher politischer Gegenkräfte; der Massenmord an 'Gemeinschaftsfremden' galt auch als Mittel, 'volksgemeinschaftliche' oder 'rassische'Identität herbeizuführen, dem 'höherwertigen Leben' zu seiner ungestörten Entfaltung zu verhelfen.
Generell ist diese 'idealistische'Komponente in der Massenbasis der nationalsozialistischen Bewegung und des 'Dritten Reiches' nicht außer acht zu lassen; die Herausbildung menschenfeidlichere Ideologien vollzog sich eben auch als Umpolung zunächst durchaus verständlicher Bedürfnisse und Wünsche von Menschen, als Verkehrung sozialer Utopien. An dieser Stelle ein kritischer Hinweis auf Rezeptionswirkungen 'marxistischer' Faschismustheorien: Völlig zu recht haben Deutungen des 'Dritten Reiches', die sich als historisch-materialistisch begreifen, die Bedingungszusammenhänge von kapitalistischen Interessen und nationalsozialistischer Herrschaft herausgestellt und bewußt gemacht, daß die Unterdrückung des (im Sprachgebrauch des 'Dritten ReichesSmile 'Marxismus', d.h. der Organisationen und der Überlieferung der Arbeiterbewegung, eine substantielle Zielsetzung nationalsozialistischer Politik war. Die 'Normalität' des 'Dritten Reiches' wäre aber verkannt, wenn aus diesen Einsichten sich ein Bild ergäbe, in dem es so erscheint, als sei das nationalsozialistische System nur durch den Terror einer Macht- und Interessengruppe von Parteiführern, Staatsmänner und Wirtschaftsgewaltigen gegen den Willen der großen Mehrheit der arbeitenden deutschen Bevölkerung aufrechterhalten worden. Manche 'marxistischen' Interpretation der Geschichte des 'Dritten Reiches' vernachlässigen die Voraussetzungen, die dieses System in der gesellschaftspolitischen Mentalität und Ideologie weiter Teile der deutschen Bevölkerung längst vor den dreißiger Jahren hatte; sie unterschätzen den Einfluß, den das vorherrschende 'nationalidentische'Denken auch in der Arbeiterbevölkerung hatte, sowie die ideologischen Erfolge des 'Dritten Reiches' auch bei einem Teil der ehemaligen Anhängerschaft der Arbeiterbewegung.
Arno Klönne Die Deutschen Hitlers Opfer in: Die neue deutsche Ideologie hrg. von W.Eschenhagen

ach ja, um die Geschichte der deutschen Widerstandskämpfer zu vervollstädigen:

Das sechste Flugblatt wurde der Gruppe zum Verhängnis. Es war von Kurt Huber verfasst worden und wandte sich gegen die Kriegspolitik des „Dritten Reiches“. Nachdem nicht alle Exemplare verschickt werden konnten, wurde beschlossen, die übrig gebliebenen Flugblätter an der Universität München zu verteilen. [1] Am 18. Februar 1943 versuchten die Geschwister Scholl, die Blätter an der Universität auszulegen, wurden dabei vom Hausmeister Jakob Schmid entdeckt und von diesem an die Gestapo ausgeliefert.
Grab von Sophie und Hans Scholl, sowie von Christoph Probst

Sie wurden von Roland Freisler am Volksgerichtshof zum Tode durch das Fallbeil verurteilt. Das Urteil wurde am 22. Februar an den Geschwistern Scholl und Christoph Probst vollstreckt. Kurt Huber, Willi Graf und Alexander Schmorell wurden in einem zweiten Prozess vor dem Volksgerichtshof ebenfalls zum Tode verurteilt. Kurt Huber und Alexander Schmorell wurden am 13. Juli 1943 im Gefängnis München-Stadelheim enthauptet, die Hinrichtung Willi Grafs erfolgte am 12. Oktober 1943 ebenfalls durch das Fallbeil, nachdem die Gestapo über Monate hinweg versucht hatte, aus Willi Graf Namen aus dem Umfeld der Weißen Rose herauszupressen. Falk Harnack wurde zunächst aus "Mangel an Beweisen" freigesprochen. Als er im Dezember 1943 erneut verhaftet und in ein Konzentrationslager verbracht werden sollte, gelang ihm die Flucht.
Quelle: Wikipedia.
Ich bin einfach dagegen, das GESAMTE Deutschland zu nazifizieren, Schuld als Kollektivschuld zu verurteilen, und diejenigen, die sich nicht wehren konnten (könnt IHR Deutschen in Deutschland denn derzeit IRGENDWAS ändern????) alle wie Massenmörder auch in 3 und 4 Generation zu beschuldigen.
Das ist in höchstem Masse unprofessionell. Und es trifft nicht die, die es treffen sollte.
321
am 18.12.2009 18:48:50 (88.68.96.xxx) Link Kommentar melden
Meine Mutter war als Hitler 1940 an die Macht kam, ein kleines Mädchen.
Geschichtsunterricht verpasst? Das war nicht erst 1940 Frown
321
am 18.12.2009 18:51:18 (88.68.96.xxx) Link Kommentar melden
Vielleicht wäre es einmal an der Zeit, Frau Steinbach aus der CDU auszuschließen und den "Bund der Vertriebenen" als verfassungsfeindlich einzustufen. Damit da endlich mal Ruhe ist.
In der CDU ist Platz für viele, auch Braune und Grüne. Der BdV ist imho verfasssungsfeundlich oder sogar verfassungswidrig. Aber er stirbt doch aus. Wink
288
am 18.12.2009 19:51:25 (95.169.236.xxx) Link Kommentar melden
1940 habe ich herausgegriffen, weil im Jahr 1939 der Befehl für die systematische Ermordung von Kranken und Behinderten erfolgte, der dann ab 1940 umgesetzt worden ist, habe aber im Artikel vergessen, dies explizit zu erwähnen. Hitler hat ja nicht von Anfang an, sondern Schritt für Schritt seine Gräueltaten vollzogen. Zu Hitlers Machtergreifung lebte meine Mutter noch gar nicht. Daher habe ich mich auf die Zeiträume bezogen, als das systematische Ermorden "salonfähig" wurde.
321
am 18.12.2009 20:54:15 (88.68.96.xxx) Link Kommentar melden
laber rhabarber, Du hast geschrieben
als Hitler 1940 an die Macht kam
und das ist eben falsch. Kannst Du denn keine Fehler zugeben?
300
am 18.12.2009 21:34:31 (94.230.214.xxx) Link Kommentar melden
war schon immer recht peinlich, daß sich die Deutschen als Hitlers Opfer aufgespielt haben, obwohl sie ihn doch gewollt und bejubelt haben.

Eine billige Form, sich aus dem Schneider zu ziehen. Am 8. Mai 1945 entdeckten plötzlich alle, dass sie eigentlich im Widerstand waren. Geschichtsfälschung nennt sich das.
266
am 19.12.2009 14:52:10 (88.68.111.xxx) Link Kommentar melden
Selbstverständlich hat Erika Steinbach in einem solchen Zentrum nichts zu suchen.

@Hartmut Holz
Aber ein Zentrum, in dem die Vertreibung der deutschen
Bevölkerung aus unseren ehemaligen Ostgebieten darge-
stellt, benötigen wir nun einmal.
Nein, eigentlich nicht. Jeder, der die Infos sucht, findet sie. Das wird doch nur eine Wallfahrtsstätte für Revisionisten, wenn solche Vertreter wie E. Steinbach den Ton angeben dürfen.
173
am 19.12.2009 15:32:21 (188.193.222.xxx) Link Kommentar melden
Hier wird wieder Geschichtsfälschung betrieben. Denn es geht nicht darum, ob Steinbach die Oder-Neiße-Grenze anerkennt oder nicht und das 1991, denn Niemand kann seit 1990 irgend etwas anerkennen. Und Teilverwaltungsgebilde unter allierter Aufsicht in beschränkter Selbstverwaltung, ohnehin nicht. Also, staatsrechtlich alles Quatsch. Und deshalb ist Steinbach halt ein wenig klüger als die Mehrheit und handelt folgerichtiger. Und was nun Polen angeht, so kann man die Umstände der schlimmen Auftritte, speziell der im Rücken der Wehrmacht opperierenden SS-Einheiten, nicht rechtfertigen. Die Wehrmacht hat sich in Teilen leider mit hinreißen lassen, schlimme Dinge abzudecken. So ging aufgrund der Polenmachart der Riß auch durch unsere Familie und man trennte sich ganz schnell von der Nazi-Riege, der man vorher sehr wohl in Teilen Nahe stand. Nur man soll heute nicht so tun, als hätten wir die armen Polen überfallen und Polen hat sich nicht aufgrund von Versaille an deutschen Terretorien bemächtigt und nicht die Preußen- und Korridorkrise ausgelöst etc. Und sich nicht hinter Großbritannien versteckt und den Krieg provoziert. Da soll doch bitte die Kirche im Dorfe bleiben. Deshalb sollte man einmal die 14 Friedensthesen des Deutschen Soldatenverbandes sich zu Gemüte führen, da ist viel darin enthalten, daß diese Dinge als europäisches Problem darstellt und einer entsprechenden Lösung zuführen kann. Nur diese falsche Lust an der Alleinschuld und "ich laß mir meine Schuld nicht nehmen" etc., ist schlichter Unsinn und wird irgendwann nach hinten los gehen. So läßt sich Geschichte, die Lehre daraus und Europa, nicht sichern.
Und nun auf Steinbach deshalb rumzuhacken, nur weil Sie Rückrad zeigt, ist nur dumm. Und die "Dummschwätzer" und "Geschichtsfälscher", mögen doch bitte endlich schweigen.
288
am 19.12.2009 20:57:38 (217.168.4.xxx) Link Kommentar melden
laber rhabarber, Du hast geschrieben
als Hitler 1940 an die Macht kam
und das ist eben falsch. Kannst Du denn keine Fehler zugeben?

doch, kann ich. ich wollte eigentlich den Satz schreiben:
meine Mutter... war 1940,(gedanklicher Bezug zu den ersten systematischen "Euthanasien"Wink... -seit Hitler an die Macht kam-, ein kleines Mädchen. Dieser Satz war deswegen unvollständig, weil ich mehrere Aspekte miteinander verbinden wollte, aber nicht verband, weil ich eben einen Teil davon zwar gedacht aber nicht geschrieben hab.
Fühlst du dich jetzt besser? wenn nicht: mea culpa, mea maxima culpaWink...
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