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Wirtschaft & Finanzen: Börse

Erfahrungen aus der Börsenwelt

Hat auch der Laie Chancen an der Börse Geld zu verdienen?

Ernüchternder Start

Wer sich erinnert, im Jahre 1996 bereitete die Deutsche Telecom mit einem riesigen Medienrummel ihren Börsengang vor. Zu dieser Zeit las ich Bücher über die Börse, studierte die Börsenteile großer Tageszeitungen und führte „Trockenübungen“ durch.

Im Januar 1997 kaufte ich 10 Aktien der Firma Bayer und wenig später 10 Aktien der Dresdner Bank. Mehr Geld hatte ich nicht. Nach einem halben Jahr konnte ich für beide Aktienpakete ca. achtzig Euro Gewinn einstreichen. Ich war etwas irritiert, mit dem Tempo wäre ich erst in hundert Jahren reich. Nachdem ich in den nächsten Monaten mit Aktien der Commerzbank, der BASF und weiterer Dax-Werte keinen größeren Gewinn erzielen konnte, war ich schon nah am Aufgeben. In dieser Zeit erschloss sich mir der Wahrheitsgehalt des Sprichwortes „Der Teufel sch…ßt immer auf den größten Haufen“ überdeutlich.

Ich wendete ich mich den sogenannten Penny Stocks zu, Aktien, die entweder nur wenige Euro oder sogar nur wenige Cent kosten und deren Kursaussichten von Analysten überproportional eingeschätzt wurden.

Die beste aller Welten…

Erstaunlicherweise ging es ab dieser Zeit mit den Gewinnen stetig bergauf. Der Fairness halber muss ich dazufügen, dass ich mächtig Glück hatte. Ich war in einer Zeit eingestiegen in dem die Börsen nur den Weg nach oben kannte. Eine sogenannte Hausse. Man konnte einfach jede x-beliebige Aktie kaufen, die Aktie stieg und stieg. Es schien, dass es nur darauf ankam, die Aktie mit den größten Gewinnsprüngen zu erwischen.

Damals wusste ich nicht, dass es sich um ein ernstes Zeichen für einen bevorstehenden Crash handelte. Doch dazu später mehr.

Ich kaufte Aktien der Spütz AG (die gab es wirklich) für zweitausend Euro und verkaufte später für erstaunliche dreiundzwanzigtausend Euro. Ihr könnt euch vorstellen, dass mich ein Glücksgefühl ergriff und ich mich immer, wie ein Profi fühlte. Ich kaufte und verkaufte, tauschte Tipps mit interessierten Kollegen aus und mein Konto wuchs und wuchs. Ich träumte schon von einer Karriere als Börsenmakler. Ich handelte mit Wal Mart, General Electric, chinesischen Aktien, van Moolen (die kennen heute bestimmt nur Eingeweihte) und Aktien von Firmen, die es heute schon lange nicht mehr gibt.

Dann hatte ich wieder Glück. Meine Familie entschloss sich ein Haus zu bauen. Also verkaufte ich, bis auf einen kleinen Rest, alle Aktien. Mit den verbliebenen Aktien würde ich schon wieder neue Gewinne machen.

Dunkle Wolken am Aktienhimmel

In der Glückseligkeit wollte niemand die Zeichen sehen. Die Profis und erst recht Privatanleger und Anfänger schlossen die Augen und dachten es geht immer so weiter.

Erst stockte der Markt, dann begann der Absturz in Raten. Von ca. 8200 bis ca. 2000 Punkten in mehreren Stufen ging der Dax in die Knie. Ein Kollege hatte nach der ersten Stufe nachgekauft, in der Hoffnung das es wieder bergauf geht und viel, viel Geld verloren.

Als der Dax am Boden lag, wollte niemand mehr etwas von Aktien wissen, dabei wäre zu diesem Zeitpunkt der ideale Zeitpunkt zum Einstieg in den Aktienmarkt gewesen. Aber, hinterher ist man immer schlauer. Meine Verluste hielten sich aufgrund des doch geringen Restbestandes noch in Grenzen.

Zeit des Lernens

Ich hatte Glück gehabt. Viele andere haben schnell aufgebaute Vermögen wieder verloren.

Nach einigen Monaten des Abstandes begann ich erneut mich mit dem Aktienmarkt zu beschäftigen. Aber meist blieben nur Verluste. Ich versuchte, neue Strategien zu entwickeln. Ich ließ die Hände von Penny Stocks und blieb bei Dax-Werten. Langsam, sehr langsam kehrten Gewinne zurück. Sie waren nicht mehr so hoch wie zuvor, aber solide. Ich achtete mehr auf den Gesamtmarkt und verließ mich auf meinen gesunden Menschenverstand. Wenn Analysten dir eine Aktie besonders empfehlen, dann lass die Finger davon. Ich rate jedem das Buch von Dirk Müller (Mr. Dax) „C(r)ashkurs“ zu lesen. Es enthält wirklich wichtige Hinweise und Informationen. Auch für die, die nicht an der Börse spekulieren wollen.

Und auf keinem Fall sollte man als Laie in Währungen, Rohstoffe und Terminmärkten spekulieren. Dort kann man nur verlieren, auch wenn die Betreiber solcher Plattformen das Gegenteil versprechen. Wer aber unbedingt auf Wetten am Aktienmarkt steht, findet eine gute Möglichkeit bei www.clickoptions.de. Geringe Einsätze sind möglich und der Betreiber, eine große französische Bank, ist seriös. Ich habe es eine Weile sehr intensiv genutzt und bin im Endeffekt bei Plusminus null gelandet. Wichtig ist, zuerst genau alles ansehen, ausprobieren im „Trockentraining“ und langsam starten. Gier ist der größte Feind. Das Nutzen teurer Zusatztools ist unnötig, die Seite bietet ausreichende Informationen. Du kannst auf Aktien, auf DAX, CAC oder Dow Jones setzen, auf fallende, steigende oder gleichbleibende Kurse setzen.

Ich bevorzuge Aktien aus dem Dax. Seit einem Jahr habe ich keine Verluste mehr gemacht.

Ich warte, bis der Dax abrutscht, auch wenn es Monate dauert, und steige dann ein. Ist ein akzeptabler Gewinn erreicht, verkaufe ich. Mit dieser Vorgehensweise bin ich oft besser als etliche Profis. Okay, das dauert aber es bringt Erfolg.

Fazit

Ja, man kann als Laie an der Börse Geld verdienen. Aber halte dich an Regeln:

  • informiere dich,
  • sei vorsichtig, wenn man dir etwas empfiehlt,
  • nutze deinen gesunden Menschenverstand,
  • sei nicht gierig, vermeide schnelle Deals,
  • kaufe das, was du nachvollziehen kannst,
  • vermeide den optimalen Ein- oder Ausstieg erwischen zu wollen,
  • halte dich an Dax-Werte.

Um sich zu informieren, kann man nachfolgende Seiten nutzen:

  • www.cashkurs.com (Seite von Dirk Müller) -meine persönliche Empfehlung-
  • www.clickoptions.de
  • www.ariva.de
  • www.stock-world.de
  • www.wallstreet-online.de

Also, wer es versucht, dem wünsche ich viel Spaß und natürlich Erfolg.

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Schlüsselwörter: Börse Aktien Spekulieren
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Kommentare

300
am 16.12.2009 16:42:16 (80.237.191.xxx) Link Kommentar melden
Mein Großvater hat auch eine gute Weisheit dazu:

Jeder Euro, den einer gewinnt,
muss ein anderer verloren haben.
Alex Ost
am 16.12.2009 16:43:39 (217.88.142.xxx) Link Kommentar melden
genau, so funktioniert das "Spiel"

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