Politik: Deutschland

Super! Weiter so, Herr Sarrazin!

Deutsche Sprache statt Kopftuch... - so wird es was mit dem Schulabschluß!
13.12.2009 14:57:12 eingesandt von Chaim für OnlineZeitung 24.de

Sonst sieht es bald so aus...
Sonst sieht es bald so aus...
Ich weiß schon, warum ich den Sarrazin mag: Wie Henryk Broder nimmt auch er kein Blatt vor den Mund. Oder sorgt sich darum, daß er unbeliebt sein könnte. Er sagt, was er zu sagen hat. Er sagt, was zu sagen ist.

Thilo Sarrazin forderte bei einer Podiumsdiskussion in Berlin ein Kopftuch-Verbot an Schulen. Das ist doch mal klar auf den Punkt gebracht. Denn es ist nicht einzusehen, warum Mäntel, Mützen, Kappen, Schals, Handschuhe usw. im Unterricht abgelegt werden, aber ausgerechnet ein islamistisches Kleidungsstück nicht. Die Argumente sind ausgetauscht, es gibt auch keinen Diskussionsbedarf mehr dazu. Ausgerechnet Türken schleppen das Kopftuch nach Deutschland... - und in der Türkei ist es an Schulen und Universitäten verboten. Verkehrte Welt.

Sarrazin wörtlich: "Ich würde Kopftücher im Unterricht untersagen. Sie sind kein religiöses Symbol, sondern ein politisches. Ein Symbol des Machtanspruches des Mannes über die Frau." Na eben. Man muß nun den Schwung nutzen, den die Schweizer ins Spiel gebracht haben.

Nach der derzeitigen rechtlichen Situation in Deutschland kann das Tragen von Kopftüchern weder per Schulordnung oder durch Elternbeiräte verboten werden; das läßt sich natürlich ändern. Denn jeder Arbeitgeber kann das Tragen von Kleidungsstücken schließlich regeln, also auch einschränken, per einfachem Weisungsrecht - nur in der Schule soll es das nicht geben? In Berlin wurde bereits 2005 ein Neutralitätsgesetz verabschiedet, wonach weder Lehrer noch Richter oder Polizisten im Dienst Kopftuch, Kreuz oder die jüdische Kippa tragen dürfen. Damals wurde in der Jüdischen Allgemeinen darüber berichtet, daß sogar ein im Archivdienst des Grundbuchamtes beschäftigter orthodoxer Jude, der bisher immer mit Kippa gearbeitet hatte, dies nicht mehr durfte. Eine Baseballkappe wurde ihm vom Berliner Senat erlaubt, weil es kein religiöses Kleidungsstück sei. Bei diesem gentlemen's agreement beließ man es. Aus jüdischer Sicht war damit die Pflicht, den Kopf zu bedecken, erfüllt; also offensichtlich doch ein religiöses Kleidungsstück. In der jüdischen Welt Deutschlands gab es damals übrigens weder Geheule noch Streiterei... - man respektiert die Gesetze des Landes, in dem man lebt.

Ex-Senator Sarrazin hat noch mehr auf der Pfanne: "In Europa haben wir steigende Zahlen von Muslimen, was in allen Ländern Probleme macht." Er hält seinen Verbots-Vorschlag für einen wichtigen Schritt der Integration. Doch Sarrazin fordert noch ganz andere Maßnahmen: "Erstens den Zuzug begrenzen. Zweitens diejenigen, die da sind, unter Integrationsdruck setzen. Politik und Gesellschaft müssen eine Erwartungshaltung herstellen." - Außer dem Kopftuch-Verbot macht Sarrazin auch diesen konkreten vorwärtsweisenden Vorschlag: "Ich würde in Schulen darauf bestehen, dass man Deutsch redet."

Der Bürgermeister von Berlins Problembezirk Neukölln, Heinz Buschkowsky (61, SPD), unterstützt Sarrazin: "Ich bin ein großer Fan von Schuluniformen - dann ist das Kopftuch-Thema sofort vom Tisch."

Es geht schon, man muß es nur endlich mal wollen!

Toyra_Veil_black02.jpg, Toyra verschleiert mit Niqab und Chador, Quelle: "selbst fotografiert", Fotograf/Zeichner: T. Corsetant (Benutzer: Toyra, eigenes Foto), Wikipedia, Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen Deutschland