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Medien: Fernsehen

GEZ abschaffen (III)

Wie man die Geld-Eintreiber der GEZ so richtig ärgert

Das Auge
Das Auge
Die GEZ macht manchem Zeitgenossen mit ihrer sturen Hartnäckigkeit Probleme; doch wenn man ein paar Ratschläge und Grundprinzipien berücksichtigt, kann man die Situation wieder richtigstellen und die GEZ mit den Problemen konfrontieren, die sie selbst hat und auch gern behalten darf.

Gemäß dem alten Samurai-Sprichwort "Wenn Du sie nicht überzeugen kannst, dann verwirr sie!" kommt es also darauf an, die Geldeintreiber und Wegelagerer von der GEZ zu verwirren und den überflüssigen Koloß - den Verwaltungsapparat GEZ - mit seinen eigenen Waffen zu schlagen. Dieser Riese Goliath ist nämlich krank und steht auf tönernen Füßen, da kann ein kleiner David mit einer Steinschleuder und wenig Aufwand große Erfolge für sich verbuchen - um es mal metaphorisch zu sagen. Um nochmals auf die beiden wichtigsten Punkte hinzuweisen, die die GEZ rein juristisch hat:

  1. Die GEZ ist keine rechtsfähige Organisation, hat also selbst keinerlei Befugnisse und ist auch nicht Vertragspartner. - Das ist sehr wichtig zu wissen: die GEZ operiert in einem rechtsfreien Raum! Die GEZ kann niemanden verklagen und kann keinen Gerichtsbeschluß erwirken.
  2. Die Rechtsgrundlage für die GEZ selbst und die Rundfunkgebührenerhebung an sich ist verfassungsrechtlich nicht unumstritten; insbesondere ist das rein technische "Bereithalten eines Rundfunkempfangsgerätes" - also auch ohne Nutzung (oder bei alleiniger Nutzung ausländischer Sender) als Grundlage einer Gebührenforderung angreifbar.

Kommen wir jetzt aber zum zentralen Punkt: wie hält man sich die GEZ vom Leib und deren zum Teil recht aggressive Fahnder auf Distanz? - Wir gehen einmal davon aus, daß man sich entschieden hat, die GEZ aus seinem Leben endgültig zu verbannen; weiterhin gehen wir davon aus, daß man zu seiner Entscheidung steht, daß also hier keine moralischen Selbstzweifel vorhanden sind. Wir gehen zum dritten davon aus, daß man sich entweder noch nie angemeldet hatte oder einmal angemeldet war, nun aber der GEZ freundlich mitgeteilt hat, daß das TV-Gerät defekt sei (alles geht einmal kaputt), ein Radio nie vorhanden gewesen sei und sich auch kein PC im Haushalt befände... - wer will einem denn das Gegenteil beweisen? Nach der Abmeldung kommt etwa einen Monat später ein Schreiben von der GEZ, in dem wieder - in einer unfreundlichen Sprache - mit Bußgeld gewunken wird, wenn man ohne Gebühren zu zahlen erneut ein solches Gerät nutze, die GEZ möchte eine Bestätigung der Entscheidung, kein TV oder Radio mehr nutzen zu wollen... - das kann sie natürlich haben. Man opfert also nochmals 55 Cent und weist die GEZ auf ihrem Formblatt freundlichst darauf hin, daß man künftig schriftliche Anfragen ausschließlich nur dann beantworten werde, wenn die GEZ einen frankierten Rückumschlag beilege, und bedankt sich für das Verständnis.

Die Macht des Fernsehens
Die Macht des Fernsehens
Grundregel 1: Ihre Entscheidung ist Ihre Entscheidung! In diesem Fall ist sie ein Gesetz, ja sogar ein Naturgesetz! Lassen Sie sich von niemandem ein schlechtes Gewissen einreden. - Wenn Sie die GEZ-Gebühr unbedingt zahlen wollen, dann machen Sie es halt; wenn nicht, lassen sie es sein. Solange nicht wenigstens eine Million Rundfunknutzer die GEZ-Gebühr verweigern, hat die GEZ nicht einmal genügend Leidensdruck, um ihren beamtenfaulen Hintern hochzubekommen...

Grundregel 2: Entscheiden Sie sich für eine Strategie und verfolgen Sie diese konsequent; lassen Sie sich also nicht von den rhetorischen Tricks der Eintreiber-Mafia irritieren oder von der Papierflut der GEZ ärgern! - Strategien können hart oder weich sein, Täuschung, Sich-Totstellen oder Unerreichbarkeit. Ein Wechsel der Strategie kann selbst natürlich auch wiederum strategisch sein, sollte jedoch der eigenen Entscheidung entspringen und nicht vom Gegner erzwungen sein. - Die Strategie ist für Sie umso energiesparender, je besser sie zu Ihrem Charakter und Ihren Vorlieben paßt: sind Sie eher harmonisch? Dann nehmen Sie eine weiche Strategie! - Sind Sie eher der cholerische Typ? Dann lassen Sie es krachen!

Grundregel 3: Lernen Sie das Recht und vor allem Ihre Rechte kennen!

  1. Niemand von der GEZ oder einer Rundfunkanstalt der ARD und auch niemand vom ZDF darf Ihre Wohnung oder Ihr Grundstück betreten!
  2. Niemand kann Sie ohne Ihr Einverständnis zwangsweise anmelden! Ohne Ihre Unterschrift ist jede Anmeldung eines GEZ-Fahnders juristisch gegenstandslos!
  3. Die GEZ ist kein Gericht und kein Gerichtsvollzieher - Ihre Angaben gegenüber der GEZ müssen also nicht zutreffend und nicht wahr sein!
  4. Das Raubkopieren von software ist ein Straftatbestand... - dafür kann es hohe Geldstrafen oder sogar Freiheitsstrafe geben; der Betrieb eines TV-Geräts ohne GEZ-Anmeldung dagegen ist nur eine Ordnungswidrigkeit, so wie Falschparken oder Mißachtung eines Stopp-Zeichens.
  5. Eine Satellitenschüssel auf dem Dach Ihres Einfamilienhauses oder an Ihrem Balkon ist kein Beweis für irgendetwas! Entweder gehört sie dem Nachbarn oder dem Vormieter (und ist ohne Funktion) oder es ist die Installation eines Kunstwerks...
  6. Findige Fahnder versuchen es auch mal per Telefon... - und geben sich als Umfrage-Institut aus, das wissen will, wie man die letzte Sportschau oder Olympia-Übertragung fand... - nicht ins Bockshorn jagen lassen! Selbst wenn man sich überrumpeln läßt und einem Fremden am Telefon begeistert erzählt, wie toll die ARD-Reportage aus Vancouver war... - die hat man natürlich bei Kumpel Fritz Müller oder bei Tante Erna gesehen, ist doch logisch! Weisen Sie den GEZ-Fahnder gegebenenfalls ruhig darauf hin, daß er Sie ohne Kennung angerufen hat, was er gar nicht darf. Drohen Sie ihm deswegen strafrechtliche Konsequenzen an! (Kleiner Tipp: das macht man natürlich auch dann, wenn er mit Kennung anruft, im Krieg sind solche Manöver erlaubt, und ein bißchen Spaß soll ja auch sein!)

Grundregel 4: Briefe der GEZ ungelesen entsorgen, also grundsätzlich in den shredder, den Ofen oder in den Postkasten werfen (im letzten Fall mit der Aufschrift: "Zurück an Absender!"). Verweigern Sie einfach jede Kommunikation! Es wäre nämlich schade um die Zeit!

Grundregel 5: Für den Fall der Fälle halten Sie ein Anmeldeformular der GEZ bereit, komplett - außer dem Datum natürlich - ausgefüllt. Warum? - Es könnte ja sein, daß auf Ihrer Gartenparty mit Bundesliga-Übertragung "zufällig" ein GEZ-Fahnder auftaucht, weil er gerade über'n Gartenzaun alles verfolgt hat... Mehr dazu später!

Wie leicht zu sehen ist, strickt man so für die GEZ ein einfaches Netz, ohne großen Aufwand; das einzige, was die GEZ sich besorgen kann, sind die Adreßdaten, die bekommt sie vom Einwohnermeldeamt oder von Ihrem Klingelschild. Aus dem letztgenannten Anlaß schreiben Sie also auch noch drei Phantasienamen für Hund, Katze und Goldfisch an Ihre Wohnungstür. Wetten, daß die GEZ drauf anspringt? Bald darauf wird an Ihre Adresse von der GEZ auch Post kommen für "Fritzi Hundi", "Gata M. Ushi" und "G.O.L.D. Fish"... - und Sie haben was zu lachen! Immerhin hat die GEZ - ungelogen - auch schon den toten Rechenkünstler und Mathematiker Adam Ries angemahnt, solche Dummbatzen muß man einfach weiter anfüttern und als Tanzbären vorführen.

Bernd, das Brot
Bernd, das Brot
Wer "dumm wie Brot" ist, den darf man auch so behandeln; haben Sie also keinesfalls Mitleid mit einem GEZ-Büttel an Ihrer Tür! Wenn er der harte Typ ist, lassen Sie ihn auflaufen; machen Sie ihn lächerlich, oder erzählen Sie ihm, daß Sie gleich den Kampfhund von der Leine lassen. Ist er der wehleidige Typ, der Ihnen was vorheult, daß er seinen Arbeitsplatz verliert, wenn er nicht Ihre Anmeldung bringt... - denken Sie daran, die Leute sind selbständig und arbeiten auf Basis einer Kopfprämie! Erzählen Sie ihm, daß Sie etwa dreißig Vaterschaftsprozesse verloren haben und jetzt überall die Alimente für die letzten zehn Jahre nachzahlen müssen. Bleiben Sie locker und machen Sie sich einen Joke daraus. Wenn es ihm nicht paßt, dem GEZ-Fahnder, dann soll er sich endlich eine ehrliche Arbeit suchen.

Er darf nicht über die Türschwelle, bestellen Sie ihn einfach für den nächsten Tag um dieselbe Zeit, aber nur um ihm dann zu erzählen, daß Sie gerade Aktaufnahmen mit Ihrer Frau machen. Oder Sie wissen von nichts und behaupten, der Typ gestern an der Tür sei wohl Ihr Zwillingsbruder gewesen, der zu Besuch war, und Sie müßten jetzt dringend zum Steuerberater... - Nun aber abschließend noch zu dem GEZ-Formular, das Sie vorbereitet in Ihrem Aktenschrank bereithalten, wie gesagt: ausgefüllt bis aufs Datum. Wenn alle Stricke reißen und Sie keine Lust mehr auf das ganze Spiel haben oder in flagranti ertappt worden sind, dann holen Sie den Wisch, erklären dem GEZ-Fuzzi, das TV-Gerät sei gestern geliefert worden und Sie hätten gerade eben die Anmeldung zur Post bringen wollen, hätten nur eben noch nach einer Briefmarke gesucht. Er wird sich freuen - Jäger sind so, wenn sie denken, sie hätten das Wild zur Strecke gebracht - und Sie schreiben zwei Tage später eine Abmeldung an die GEZ, weil Sie von Ihrer Frau verlassen worden seien und die das TV-Gerät mitgenommen hätte... - das Spiel geht dann wieder von vorne los.

Immer dran denken: nicht Sie müssen irgendetwas beweisen oder sich rechtfertigen... - die örtliche Rundfunkanstalt trägt die Beweislast! Diese muß beweisen, daß Sie ein Rundfunk- bzw. TV-Gerät "zum Empfang bereithalten", genau das kann sie aber nicht. Und das ist auch gut so. Man kann also zusammenfassend nur noch sagen: wer die GEZ-Gebühr zahlt, ist selber schuld. Und es ist natürlich seine eigene, freie Entscheidung. Meine Entscheidung lautet eben anders.

Weiterführende Informationen und Berichte:

Rechtlicher Hinweis:

  • Dieser Text stellt keine Rechtsberatung dar!
  • Der Autor des Textes ruft keinesfalls zur Begehung von Ordnungswidrigkeiten oder gar Straftatbeständen auf!
  • Dieser Text gibt lediglich die grundgesetzlich geschützte Meinung des Verfassers wieder!
  • Der Autor sieht sich nicht in der Pflicht, andere davon abzuhalten, seinem Beispiel zu folgen...

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Schlüsselwörter: GEZ | Rundfunkstaatsvertrag | Gebühren | Eintreibung | neue Masche | Handy | Mobiltelefon | PC | TV-Karte | öffentlich-rechtlich | private Sender
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Kommentare

286
am 20.02.2010 08:05:57 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
In Polen war es früher so: http://merlin.obs...22.de.html aber das hat weniger als die Hälfte der Leute bezahlt. Und im TV liefen keine Werbespots mit Drohungen, sondern es wurden Preisausschreiben unter den Gebührenzahlern gemacht, think positive!

Nun ist alles abgeschafft: http://www.newsle...hafft.html und aus dem Staatshaushalt bezahlt, das wäre auch in Deutschland sinnvoll.

Hier die letzten drei Absätze: http://www.welt.d...ahlen.html

Englisch/polnisch: http://www.krrit....pl/bip/eng

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