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Politik: Welt

Alles eine Frage der Sichtweise, des Wollens und der Toleranz

Obelisken, Kirchtürme, Minaretten – alles ein Symbol für Raketen und bewaffneten Konflikt?

Foto: © Dieter Schütz, Pixelio.de.
Foto: © Dieter Schütz, Pixelio.de.
Die Schweiz hat vergangenen Sonntag entschieden: Keine Minaretten mehr! Unerwartet hoch fiel der Volksentscheid aus. Ganze 57,5 % der Eidgenossen haben sich gegen den Bau neuer Minarette entschieden und alle Erwartungen einer deutlichen Absage des Verbots in erschreckender Weise zurückgewiesen. Nun ist die Kontroverse über diesen Volksentscheid entbrannt und könnte ganz leicht zum offenen Konflikt werden.

Initiiert wurde das ganze Theater von den national-konservativen und/oder rechten Lagern, die mit dieser Aktion die Angst gegen den Islam schürten. Die Regierung, die Kirchen und die Menschenrechtsorganisationen hatten alles versucht, das Ergebnis der Volksabstimmung zum „Guten“ zu beeinflussen. Doch sie alle haben ganz offensichtlich kläglich versagt. Und die Rechtsparteien anderer europäischer Staaten, allen voran Österreich und Italien, fordern nun ähnliche Verbote in ihren Ländern. Die offene Konfrontation der westlichen Welt (vielfach gleichgesetzt mit Christentum – obwohl das so nicht ganz korrekt ist) mit der islamischen Welt scheint nur noch eine Frage der Zeit. Den Terror der radikal-islamischen Fanatiker, den man doch angeblich mit dem Minarettverbot verhindern (hieße wohl besser: unterdrücken) wollte, scheint jetzt geradezu herausgefordert zu sein.

Die Minarette seien Symbole für einen religiös-politischen Machtanspruch hieß es von Seiten der Schweizerischen Volkspartei (SVP) und der Eidgenössischen Demokratischen Union (EDU). Wie dies gemeint ist verdeutlicht ein entsprechendes politisches Symbol. Es zeigt ein als Rakete aus dem Boden der Schweiz aufsteigendes Minarett.

Foto: © Huber, Pixelio.de.
Foto: © Huber, Pixelio.de.
Im Islam gehört das Minarett zur Moschee wie im Christentum der Kirchturm zur Kirche. Die Konsequenz müsste dann heißen: Kirchturmverbot in vom Islam geprägten Ländern. Dies sind nicht nur die Länder der so genannten Arabischen Welt, sondern auch Staaten wie Malaysia in Südostasien. Ein Kirchturmverbot? Für viele vielleicht bisher undenkbar ist mit dem Schweizer Minarettverbot der Eidgenossen ein solches in greifbare Nähe gerückt. Denn auch die Kirchtürme könnte man als Raketen deuten.

Absurd? Vielleicht nicht, aber doch in einem anderen Sinne als im Politischen. Bereits vor ca. 30 Jahren hat der PA-Forscher Rudolf Kutzer die Hypothese aufgestellt, die Kirchtürme wären ein Symbol für eine Erinnerung des Menschen an Raketen, die es in vorgeschichtlicher Zeit schon einmal gegeben hätte. Gedacht war diese Hypothese als Indizbaustein für die Möglichkeit außerirdischer Besucher – oder einer untergegangenen Hochkultur und technischen Zivilisation in längst vergangenen Zeiten auf unserem Planeten.

Verfolgt man diese Thematik (Minarett – Kirchturm – Rakete) weiter, so stößt man konsequenterweise auf die ägyptischen Obelisken. Sind diese die Vorbilder für Minarette und Kirchtürme? Dabei haben wir es mit einem Jahrtausende alten Symbol zu tun, welches lange vor den Kirchtürmen und Minaretten und somit auch lange vor Christus und Mohamed existiert hat. Wenn dies so ist, dann haben die Eidgenossen in der Schweiz am vergangenen Sonntag auch gegen den Bau neuer Kirchtürme gestimmt.

Foto: © Dieter Schütz, Pixelio.de.
Foto: © Dieter Schütz, Pixelio.de.
Obelisken findet man heute als „geklaute“ Originale oder manchmal auch als Nachbildungen der ägyptischen Originale in vielen Städten der Länder der Welt: Z.B. in Rom, wo es gleich dreizehn von ihnen gibt (z.B. hier) oder das gewaltige Monument in Washington. Sehr bekannt ist auch der Obelisk von Luxor mit seinen 23 Metern Höhe und einem Gewicht von rund 250 Tonnen, der in Ägypten „geklaut“ im Jahre 1836 auf der Place de la Concorde in Paris aufgestellt wurde. Und selbst Deutschland hat „seine“ Obelisken (z.B. in München). Die Liste ließe sich noch weiterführen, doch sollen diese Beispiele hier genügen.

Alle diese Objekte, Obelisken, Kirchtürme, Minarette, haben eines gemeinsam. Es sind schlanke, in den Himmel hochragende Türme – genau wie Raketen auf der Startrampe. Wenn man unterstellt, dass eine dieser Turmkategorie (oder auch alle drei) die symbolhafte Darstellung für eine Rakete ist, dann muss eingewendet werden, dass es Raketen noch lange gar nicht gab, als Minarette und Kirchtürme – oder gar Obelisken – gebaut wurden. Somit könnte man einen Zusammenhang nur sehen, indem man der Hypothese von Rudolf Kutzer folgt und damit einräumt diese habe es in längst vergangenen Zeiten bereits gegeben. Dabei spielt keine Rolle ob diese dann irdischen oder außerirdischen Ursprungs waren…

Sollte sich nicht viel lieber die ganze Menschheit einmal darauf besinnen, dass sie alle einen gemeinsamen Ursprung haben und zu diesen gemeinsamen Wurzeln zurückfinden? – „Nur wer die Vergangenheit kennt, wird die Zukunft kennen lernen!“

Foto: © dumman, Pixelio.de.
Foto: © dumman, Pixelio.de.
Abbildungslegenden und Abbildungsnachweise:

Minarette in der Abendsonne. (© Dieter Schütz, Pixelio.de.)

Ein Kirchturm - wie an jeder christlichen Kirche üblich. (© Huber, Pixelio.de.)

Obelisk in Karnak/Ägypten. Vorbild für Minarette und Kirchtürme? (© Dieter Schütz, Pixelio.de.)

V4-Rakete in Peenemünde. Ist dies die Negativ-Einstellung zu den Minaretten? (© dumman, Pixelio.de.)

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Schlüsselwörter: Minarette | Kirchtürme | Obelisken | Raketen | Islam | Religionsfreiheit | Minarett-Verbot | Schweiz
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Kommentare

288
am 03.12.2009 13:08:31 (217.168.15.xxx) Link Kommentar melden
Aber, um es mal knallhart zu formulieren: der Dritte Weltkrieg ist doch schon in vollem Gange!

hmm...nun stell dir vor, es ist Krieg- und keiner macht mit...? Was dann?
286
am 03.12.2009 20:48:02 (212.227.103.xxx) Link Kommentar melden
... - auch andere Daten wären denkbar.
Die Türken vor Wien? Inzwischen Berlin.
312
am 04.12.2009 16:24:56 (212.17.71.xxx) Link Kommentar melden
Der Westen will es nur nicht wahrhaben, Du meinst die Politiker und die Gutmenschen, 3 % des Bevölkerungsanteils Deutschlands bestimmt die Politik,
Da sieht man genau was diese Demokratie für die bedeutet, Null, Da grassiert wirklich nur Dummheit, Realitätsverweigerung und der blanke Zynismus, Eine Grüne sagt: Über Religionsfreiheit kann man nicht abstimmen, Fragt sich nur, wo über Religionsfreiheit abgestimmt wurde. Oder wer dies tun will, Ich hoffe diese dämlichen Grünen verschwinden endlich dahin wohin sie wirklich gehören, In der Versenkung
312
am 04.12.2009 17:07:53 (86.33.77.xxx) Link Kommentar melden
Schreib doch gleich Islam
312
am 04.12.2009 17:08:36 (86.33.77.xxx) Link Kommentar melden
Ich glaube nicht dass die Juden so wichtig sind wie du das jetzt wieder darstellst,
317
am 05.12.2009 12:22:15 (85.25.152.xxx) Link Kommentar melden
Das ist doch eine innere Angelegenheit der Schweiz, da muss man sich doch gar nicht einmischen. Bei uns würde eine solche Abstimmung aber sicher ähnlich ausfallen.
Alex Mais
am 05.12.2009 14:11:20 (195.93.60.xxx) Link Kommentar melden
Annett am 05.12.2009, 12:22:15 Uhr:
Das ist doch eine innere Angelegenheit der Schweiz, da muss man sich doch gar nicht einmischen...


Das sehe ich anders. Was die reine Sache betrifft vielleicht ja, aber spätestens mit den weltweiten, internationalen Protesten und Diskussionen und insbesondere auch mit den Forderungen rechter Parteien in anderen Ländern wurde es zu einem welt-politischen Faktum. Und, es wird den radikal-islamischen Terrorismus weiter beflügeln...

Annett am 05.12.2009, 12:22:15 Uhr:
...Bei uns würde eine solche Abstimmung aber sicher ähnlich ausfallen.


Das steht zwar noch nicht fest, könnte aber sein, da es die Schweizer vorgemacht haben und aus anderen Ländern (allen voran Österreich) jetzt (nach der Schweizer Abstimmung) ähnliche Forderungen kommen.

Das ist nur Wasser auf die Mühlen der Rassisten, Neonazis und rechten Parteien wie bei uns z.B. die NPD...
312
am 05.12.2009 16:34:12 (212.17.71.xxx) Link Kommentar melden
Nicht jeder der sich mit der Ausländerfrage beschäftigt ist ein Nazi, Und was ist das für eine Demokratie, wenn das Volk nie abstimmen darf, Sondern nur ein 3% Schicht denkt, sie wisse schon was für das Volk und die Welt gut ist, Dass das aber nicht so ist sieht man an den: 1 Milliarde hungernder Menschen, der Finanzkrise,
weltweiten Kriegen, Da würd ich mal denken, dass das Volk mindestens nicht blöder ist,
300
am 05.12.2009 18:17:45 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
Die internationalen Proteste sind aber doch auch fragwürdig. Wenn in Malaysia Christen verfolgt werden gibt es keine Proteste, und da geht es nicht um Kirchtüme, sondern ums nackte Leben. Wenn man ein Instrument wie Volksabstimmung hat muss man es auch ernstnehmen, sonst ist das nicht demokratisch. Dann ist es auch kein Argument, wer das als Wasser auf die Mühle versteht.

Der Terrorismus braucht keine Gründe, die macht er sich immer selber. Daher denke ich wie Annett, jedenfalls habe ich kein Recht, die Schweizer Bürger wegen ihrer Entscheidung zu verurteilen. Eigentlich könnte uns das hier völlig gleichgültig sein.

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