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Politik: Welt

Intoleranz hat viele Namen: der Minarettstreit

Was man fürchtet, bekämpft man

Averil Elaziz "arabische Nacht"
Averil Elaziz "arabische Nacht"
Ganz egal, wie man zum Islam steht, und egal, welcher Religion man angehört,

so gibt es doch ein paar Grundwerte, auf die wir in Europa immer besonders stolz waren und sein durften. Einer dieser Grundwerte war die freie Religionsausübung.

Damit ist nun Schluss, denn trauriger Tiefpunkt ist das Abstimmungsergebnis über das Verbot für den Bau von Minaretten in der Schweiz.

Die Schweizer machen es vor, diese Separationspolitik weiter voranzutreiben, schon bei der Währungsunion haben sie es ja vorgezogen, sich von einem vereinigten Europa abzuspalten, und sie machen das mit Genuss weiter.

Wer das "Privileg" geniessen darf, als Deutscher in der Schweiz wohnen dürfen zu müssen, wird gar nicht vermeiden können, dass er irgendwann begründen muss, warum er, als Hitlers Nachkomme sozusagen, sein Existenzrecht beziehe.

Siehe Wikipedia:

Seit dem enormen Wirtschafts- und Wohlstandswachstum, das in den 1950er Jahren begann und die Schweiz bis heute zu einem wohlhabenden Land machte, drehte sich die Wanderungsbilanz um. Gastarbeiter wurden gezielt angeworben, später erreichten die Schweiz immer wieder Flüchtlingsströme, etwa aus dem ehemaligen Jugoslawien während der Jugoslawienkriege.
Merke: zum Arbeiten bist du den Schweizern willkommen, um dort die unbeliebten Jobs zu machen, Müllabfuhr und Kanalreinigung muss ja auch einer machen. Aber dort in einer Moschee beten, nein das ist ein Sakrileg!

Ein paar Zahlen:

Von den Schweizer Bürgern sind 41 Prozent römisch-katholisch, 40 Prozent evangelisch-reformiert, 2,5 Prozent in Freikirchen, 5,5 Prozent gehören zu anderen Religionsgemeinschaften und 11 Prozent sind ohne Religionszugehörigkeit. Von den Ausländern in der Schweiz sind 44 Prozent römisch-katholisch, 5 Prozent evangelisch-reformiert, 17 Prozent orthodox, 18 Prozent islamisch,(der ausländischen Bevölkerung) und 2 Prozent ohne Bekenntnis.

Die Religionsfreiheit in der Schweiz ist als verfassungsmässiges Grundrecht verankert. Es ist den Kantonen überlassen, ob sie ausgewählten Religionsgemeinschaften einen besonderen Status als Landeskirche verleihen wollen. In den meisten Kantonen haben die Römisch-katholische Kirche und die Evangelisch-Reformierte Kirche, in einigen Kantonen zusätzlich die Christkatholische Kirche und die jüdischen Gemeinden diesen Status inne.

Unter diesem Aspekt ist es schon mehr als bedenklich, wenn die Schweizer mit ihrem ostentativ intoleranten Verhalten weiter ausgrenzen und dies nun als Minarettstreit deklariert wird, denn sieht man tiefer, erkennt man die wahre Absicht und muss, ganz egal ob man den Islam nun respektiert oder ablehnt, merken, dass die Schweiz erneut und diesmal eben die Moslems, Ausländer ausgrenzt.

Dass der Minarettstreit nur vorgeschoben ist, sieht man ebenso an folgenden Fakten:

Mit 0,33 Prozent ist der Buddhismus in der Schweiz stärker vertreten als in anderen Ländern Europas. Synagogen, Moscheen und buddhistische Tempel existieren in mehreren Orten in der Schweiz.

Es sind also einige wenige, nicht aber ein wucherndes Problem.

Das Gebiet der heutigen Schweiz ist seit der Altsteinzeit besiedelt.
Und seither hat sich offenbar auch nicht viel getan in Sachen Entwicklung...
Angesichts der Wirren und Verwüstungen des Dreissigjährigen Krieges beschloss die Eidgenossenschaft 1647 im Defensionale von Wil, die «immerwährende bewaffnetete Neutralität» und verhielt sich in den Kriegen des 17. und 18. Jahrhunderts weitgehend neutral.

Am 24. Oktober 1648 erreichten die Schweizer Kantone im Westfälischen Frieden die Anerkennung ihrer Ausgliederung aus dem Heiligen Römischen Reich. Die Formulierung des betreffenden Art. VI IPO bzw. § 61 IPM war umstritten, wurde dann jedoch überwiegend als Anerkennung der völkerrechtlichen Souveränität interpretiert. Im Inneren verhinderte die religiöse Spaltung eine Reform des anachronistischen eidgenössischen Bündnisgeflechts. Besonders die städtischen Kantone konsolidierten im 17. und 18. Jahrhunderts ihre Herrschaft im Inneren im absolutistischem Sinn und entwickelten sich wirtschaftlich teilweise so stark, dass von einer Proto-Industrialisierung gesprochen werden kann.

Trotzdem blieb die Eidgenossenschaft als ganzes hinter den Entwicklungen zurück und wurde in der zeitgenössischen Literatur als rückständig, ungeordnet und überkommen wahrgenommen. Damit kontrastiere die in der Aufklärung in Literatur und Malerei vorherrschende Darstellung der Schweiz als Alpenidyll, Arkadien oder als Ort urtümlicher Demokratie (Rousseau).

Nach der Niederlage gegen Frankreich in der Schlacht bei Marignano 1515 endete die militärische Dominanz über Oberitalien. Der politische Mythos der Unbesiegbarkeit der Schweizer war widerlegt und es offenbarte sich die politische Zerstrittenheit der Orte untereinander. Dadurch wurde ab 1515 eine wirksame Aussenpolitik verhindert und es begann die Phase des «Stillsitzens», was man später Neutralitätspolitik nannte.

Angesichts der unrühmlichen Vergangenheit der Schweiz verwundert umso mehr, dass die Schweizer nun erneut als Rassisten auftreten:

Die Schweiz nahm im Zweiten Weltkrieg einerseits Flüchtlinge auf, wies aber zeitweise gezielt Juden und andere nicht als «politisch Verfolgte» eingestufte Flüchtende zurück, obschon die These vom «vollen Boot» schon damals politisch stark umstritten war.

Die Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg wurde in den 1990er Jahren im Bergier-Bericht kritisch aufgearbeitet.

In der Nachkriegszeit wurden weitere problematische Themen der Vergangenheit aufgegriffen wie die Verfolgung der Jenischen durch das Programm «Kinder der Landstrasse»,

die Verdingkinder-Problematik,

die wirtschaftlichen Beziehungen mit dem Apartheid-Staat Südafrika

oder die Rolle der schweizerischen Banken im Zusammenhang mit Fluchtgeldern von Diktatoren der Dritten Welt.

Aber wundert einen noch irgendetwas, wenn man folgendes weiss:

Die Volksrechte wurden seit 1848 immer stärker ausgebaut. 1919 wurde das Proporzwahlverfahren für den Nationalrat eingeführt. 1971 wurde in einer Volksabstimmung das Frauenstimmrecht nach jahrzehntelangem Kampf angenommen. Der von der Regierung angestrebte Beitritt zum EWR scheiterte 1992. Die Schweiz trat nach einer positiv ausgegangenen Volksabstimmung am 10. September 2002 den Vereinten Nationen (UNO) bei.

Die Schweizerinnen im Kanton Appenzell Innerrhoden warteten noch etwas länger;dieser Kanton führte das Recht erst 1990 ein (!)

In der Türkei haben die Frauen seit 1930 das aktive Wahlrecht und seit 1934 das passive. Im Libanon durften Frauen wählen seit 1946, seit 1963 auch in Marokko und im Iran.

Die Schweiz zeichnet sich also seit jeher durch Schmerzfreiheit im Umgang mit Gleichberechtigung und Sensibilität für gesellschaftliche Normen aus.

Wenn nun immer wieder Stimmen laut werden, die besagen, "in islamischen Ländern dürften doch auch keine Kirchen gebaut werden", so ist das eine in dieser Form nicht haltbare Aussage:

http://de.answers...150AAUIg3O

Im Dialog mit Christen wird den Muslimen regelmäßig mangelnde Toleranz gegenüber anderen Religionsgemeinschaften vorgeworfen, verbunden mit dem Hinweis, dass die im Westen lebenden Muslime für sich eine freie Religionsausübung einschliesslich dem Bau von Moscheen in Anspruch nehmen, während sie in den islamischen Stammländern den Christen nicht die gleichen Rechte einräumen. Abgesehen von Saudi-Arabien, das insofern eine Sonderstellung einnimmt als sich dort die zwei wichtigsten heiligen Stätten des Islam befinden und es keinen einzigen Staatsbürger Saudi-Arabiens gibt, der einer anderen Religion als dem Islam angehört (das eine schliesst das andere aus), gibt es in allen islamischen Stammländern christliche Kirchen (oft mit angeschlossenen Schulen und medizinischen Einrichtungen) sowie Einrichtungen anderer Religionsgemeinschaften. (Zu Afghanistan lässt sich gegenwärtig noch keine Aussage machen, aber es gibt eine christlich-pastorale Betreuung durch Militärseelsorger). In Ländern wie Irak, Syrien, Libanon und Ägypten gab und gibt es starke christliche Minderheiten lange bevor das Christentum in Deutschland heimisch wurde. Das trifft auch auf die Türkei und den Iran zu. Diese Länder sind daher nicht Gegenstand dieser Betrachtung.

Wir wenden uns daher den konservativen Golfstaaten zu und legen zunächst eine Dokumentation über die Existenz von christlichen kirchlichen Einrichtungen im Königreich Bahrain vor. Als Quelle benutzen wir das Telefonbuch von Bahrain. Zusammengestellt wurde die Dokumentation von Abdullah Leonhard Borek, einem deutschstämmigen Muslim, der über 30 Jahre in Bahrain gelebt hat und dort auch zeitweise deutscher Honorarkonsul war.

Auf der letzten Seite werden die Eintragungen im Telefonbuch von Bahrain wiedergegeben einschliesslich der Postanschriften; ausserdem wurde die Anschrift, Telefonnummer und Email-Adresse der zuständigen deutschen Botschaft angegeben, damit im Zweifelsfall die gemachten Angaben neutral überprüft werden können. Nicht fehlen sollte der Hinweis darauf, dass es in Bahrain auch einen Hindu-Tempel gibt. Bezüglich der kleinen Gruppe von Juden, die in Bahrain leben verweisen wir auf die Homepage Jews of Bahrain: http://www.haruth.com/JewsBahrain.html

Nicht fehlen sollte der Hinweis, dass das American Mission Hospital (ein evangelikales Missionskrankenhaus) bereits am 26. Januar 1903 eingeweiht wurde und sich der Unterstützung durch das Herrscherhaus erfreut. Einzelheiten unter http://www.amh.org.bh/

CHRISTLICHE KIRCHEN IM KÖNIGREICH BAHRAIN St. Christopher’s Cathedral (anglikanisch) Man beachte das Kreuzwappen des Königreichs Jerusalem der Kreuzritter (der zuständige Bischofssitz ist Jerusalem)

CHRISTLICHE KIRCHEN IM KÖNIGREICH BAHRAIN American Mission Hospital (evangelikal – gegründet 1912).

CHRISTLICHE KIRCHEN IM KÖNIGREICH BAHRAIN National Evangelical Church (evangelikal) – USA. Dem American Mission Hospital (siehe oben) angeschlossen. Sacred Heart Church (röm. – katholisch) mit angeschlossener Schule. Unterrichtssprache: englisch – Lehrerinnen z.T. Nonnen. St. Mary’s Orthodox Syrian Church

CHRISTLICHE KIRCHEN IM KÖNIGREICH BAHRAIN (Die Gemeindemitglieder kommen vorwiegend aus Südindien) Auszug aus dem Telefonbuch des Königreichs Bahrain Rubrik “Churches” (Gelbe Seiten):Name der Kirche Postanschrift Telefon Fax Bahrain Malayalee C.S.I.

Parish P.O. Box 20272, Manama 17234095

National Evangelical Church P.O. Box 1, Manama 17254508 172755190

Sacred Heart (Catholic) Church P.O. Box 117, Manama 17253598 17261933

St. Christopher Cathedral (Anglican) P.O. Box 36, Manama 17253866 17246436

St. Mary’s Orthodox Church P.O. Box 834, Manama 17252980

St. Peter’s Jacobite Syrian Orthodox Church P.O. Box 20417, Manama 17245432 17251476

The Church of Jesus of Latter Days Saints (Mormon) P.O. Box 31228, Manama 17612382 17612458

The Mar Thoma Church P.O. Box 1037, Manama 17255759

Ausserdem: Awali Interdenominational Church, Tel. 17254508

Seventh Day Adventists, Tel. 39457440; 17827054; 39892290; 17692676; 39878286.

Zur Überprüfung obiger Angaben wenden Sie sich an: Botschaft der Bundesrepublik Deutschland P.O. Box 10306, Manama / Kingdom of Bahrain Tel. (00973) 17530210 Fax (00973) 17536925 • Email: germemb@batelco.com.bh Quelle(n): Yahoo

* vor 3 Jahren

http://fareus.wor...n-agypten/

oder http://en.wikiped...nt_de_Paul http://www.umdiew...el-18.html

Dies sind, wohlgemerkt, nur ein paar von den schönsten Bauwerken christlicher Kirchen, derer es eine Vielzahl mehr gibt.

Wenn nun die Schweiz von ein paar Islamkritikern hochgelobt wird, und deren Beispiel nun für Deutschland angeführt wird, um den Moslems die Ausbreitung im schönen Deutschland/bzw. der Schweiz zu vergällen, dann tun wir Deutschen genau das, was wir den Moslems -zu Unrecht, wie ich meine- vorwerfen: wir wären intolerant und fremdenfeindlich, wir wären genauso wie die Schweizer mit ihren abstrusen Vorstellungen von "Neutralität" und "Gastfreundschaft", wir wären wie Integrationsschwellenheber, Hetzer und Dummideologen.

Niemand wird Moslem, weil ihm die Moschee so gefällt. Konvertiten nehmen die neue Glaubensrichtung an, vor allem anderen, weil sie den Koran akzeptieren und weil sie sich dieser Glaubensrichtung zugehörig fühlen. Aber bestimmt nicht, weil die Moschee einen höheren Turm hat als die Kirche nebenan.

Wer einmal das monumentale Bauwerk http://de.wikiped...8Passau%29 gesehen hat, das auch noch die grösste Kirchenorgel der Welt beherbergt, der wird sich über ein Minarett nicht mehr aufregen. Sieht man sich die Realität mal an, wie hoch die höchsten Bauwerke der Kirchen ausgefallen sind, dann erkennt man, dass die ueber 140m hohen Konstruktionen weit höher ausfallen als das höchste Minarett Deutschlands mit derzeit ca. 50 m. http://de.wikiped...er_Schweiz

Warum das alles aufschreiben und akribisch zerpflücken? Weil es darum geht, die Wahrheit hinter der Minarettlüge zu finden, denn es geht nicht um die Frage, ob man mehr Moscheen duldet in seinem Heimatland.

In Wahrheit geht es um nichts weniger als die Frage, ob man MOSLEMS(oder Juden, oder Buddhisten, oder Zeugen Jehovas....) duldet in seinem Heimatland.

Ja, und es geht um Rassismus, wenn er auch gewandet ist in die Frage, ob man den Baustil anderer Religionen gutheisst oder nicht. Denkt denn irgendjemand, dass man in der Schweiz Moscheen akzeptieren würde, wenn sie mit Holzgiebeln und Fensterläden verbrämt wären?

Niemand, absolut niemand, auch nicht der grösste Moslemhasser, sollte froh sein über diese Entwicklung, denn eines sei gewiss: heute sind es die Moslems, morgen vielleicht die Buddhisten, und dann waren da noch die Juden, die evt. nicht angepasst genug sind... Mal sehen, wann die ersten Moscheen brennen, wenn wir dieser Entwicklung nicht Einhalt gebieten können. Oder wieder die Synagogen, alles schon mal da gewesen. Arme Schweiz, armes Deutschland.

5:48 ... Hätte Gott gewollt, hätte Er euch zu einer einzigen Gemeinschaft gemacht. Aber Er wünschte, euch mit dem zu prüfen, was Er euch gegeben hat. Wetteifert miteinander, gute Werke zu vollbringen! Ihr werdet alle zu Gott zurückkehren, und Er wird euch darüber in Kenntnis setzen, worin ihr euch unterschieden habt.

Bildquelle: mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin Averil Elaziz "arabische Nacht"

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Schlüsselwörter: Schweiz | Minarett;Verbot | Diskriminierung | versteckter Rassismus | Islamophobie | Averil Elaziz | Wahlrecht | Neutralität
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Kommentare

Argusauge
am 03.12.2009 18:29:55 (84.183.173.xxx) Link Kommentar melden
Entschuldigung für die späte Veröffentlichung, hab den Artikel übersehen!
288
am 03.12.2009 18:54:58 (217.168.15.xxx) Link Kommentar melden
ein Minarett ist weder ein Sakralbau, noch ist es für die Religionsausübung notwendig.

nun, aber ein Kirchturm ist zur Religionsausübung "notwendig"?
286
am 03.12.2009 20:27:35 (212.227.103.xxx) Link Kommentar melden
Ganz egal, wie man zum Islam steht, und egal, welcher Religion man angehört, so gibt es doch ein paar Grundwerte, auf die wir in Europa immer besonders stolz waren und sein durften.
Es ist nicht egal, wie man zum Islam steht, gerade weil wir unsere europäischen Grundrechte auch behalten wollen. Afghanistan und Iran schon vergessen?
288
am 03.12.2009 21:13:54 (217.168.15.xxx) Link Kommentar melden
Es ist nicht egal, wie man zum Islam steht, gerade weil wir unsere europäischen Grundrechte auch behalten wollen. Afghanistan und Iran schon vergessen?

Normalerweise unterhalte ich mich ungern mit Frauen. Nicht, weil ich sie nicht leiden kann, sondern weil sie meist so sinnlose Jungtims bilden wie du das gerade vormachst.
Ich weiss nicht, inwieweit ein Sprachproblem (deutsch/polnisch, was ist deine Muttersprache?) der Grund sein kann, will mir auch nicht anmassen, das zu beurteilen. Nur dass du den Eingangssatz meines Artikels ganz offensichtlich nicht verstanden hast, das wird klar, wenn man deinen Kommentar liest.
Was bitte haben Afghanistan und der Iran mit der Frage zu tun, ob in Hundswil ein Minarett errichtet wird oder nicht?
Keine billige Polemik auf Blondchenniveau, du erzählst ja oft, gern und viel wie erfolgreich du beruflich bist, also stell dieses Licht bitte nicht unter den Scheffel mit derartigen naiven Aussagen.
288
am 03.12.2009 21:15:28 (217.168.15.xxx) Link Kommentar melden
"Jungtims"- streiche g ersetze k: Junktim-sorry, vertippt!!
300
am 03.12.2009 21:36:47 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
Weil es darum geht, die Wahrheit hinter der Minarettlüge zu finden, denn es geht nicht um die Frage, ob man mehr Moscheen duldet in seinem Heimatland.

In Wahrheit geht es um nichts weniger als die Frage, ob man MOSLEMS(oder Juden, oder Buddhisten, oder Zeugen Jehovas....) duldet in seinem Heimatland.
Wie kommst Du auf Minarettlüge? Es gab eine Volksbefragung, die hatte das bekannte Ergebnis. Keine Lüge, sondern eine Tatsache. Um die anderen Religionen geht es nicht, sonst hätte die Umfrage doch gelautet: "Soll die Schweiz es wie Saudiarabien machen?" (Jeder Saudi MUSS Moslem sein) Jeder Schweizerische Bürger Christ?

Um Gastfreundschaft geht es gar nicht, finde ich. Ein rein innenpolitisches Problem der Schweiz, das Gericht in Straßburg wird vielleicht anders entscheiden, einfach abwarten. Ein Türmchen und Menschenrecht zu verbinden ist schon ein kleiner Witz.
Kabutoo
am 03.12.2009 22:00:41 (77.58.70.xxx) Link Kommentar melden
Waaah, wahhh !

Eigentlich wollte ich zu den Artikeln die ich gestern gelesen habe, heute was schreiben. Als Schweizer, der sehr enttäuscht war von den Abstimmungsresultat, der sich grämt unter Rassisten zu leben, der sich schämt für die Intoleranz, der Angst hat vor der nächsten Abstimmung in der Art, der befürchtet sich in einem frühen 3. Reichfilm zu finden, ... Ich habe nein gestimmt.

Aber diese Schweiz bashing find ich nun unter aller Sau! Die Fakten zur Gegenwart reichen vollkommen um das Verbot und deren Begründung in der Luft zu zerreisen. Das Resultat machte mich Sprachlos, traurig, unbegreifbar, Ihr wisst schon. Aber, wie kann man nur sich so weit in der Vergangenheit verirren? Ich glaube niehmand wird sich da mit Ruhm schmücken können, oder? Und dann noch die ausgelassene EU Ablehnung; da bin ich mal Stolz auf die Schweiz Smile Sorry, aber da rebelliert der Schweizer in mir, finde das war im Artikel einfach zu viel und unnötig.

Apropo Frauenstimmrecht (das es zum Glück entlich gibt!), sehr viele Feministen haben leider gerade für ein solches Verbot gestimmt, mit der Begründung, dass der Islam die Frauen nicht respektiert. Darum verbietet man das Minarett, Schizophren. Was kann man da sagen? Nur noch heulen! Und solche Bespiele gibt es zu hauf.

Wie schon hier in den Kommentaren erwähnt: Das Minarett braucht man nicht zwingend zur Religionsausübung, aber genau das selbe gilt für die Kirchtürme! Wenn man gesagt hätte man verbietet alle religiöse Türme. wäre es was anderes gewesen. Aber das ist nicht das selbe. Ehrlich: Wer geht von uns noch regelmässig in die Kirche, nicht nur an Weihnachten, Hochzeit oder Beerdigung, also wöchentlich? Wenige, in meiner Bekanntschaft kriege ich keine Handvoll zusammen. Die Kirchen beklagen sich ja auch, ab den sehr wenigen Leuten, die noch regelmäßig kommen. Wobei, so gesehen müsste es ja durchkommen, alle religiösen Türme zu verbieten? Nein, den es geht gegen den Islam und nicht gegen das Minarett.

Andererseits muss man der Politik, der Öffentlichkeit und nicht zuletzt dem Islam vorwerfen, die Problematik verschlafen zu haben. Es gibt diffuse, irrationale Ängste die man klären hätte sollen, die Integration funktioniert nicht so gut wie gedacht... aber das gilt für ganz Europa.

Was aber machen wir Schweizer nun? Ich hoffe das richtige. Und zum Schluss möchte ich die SciFI Serie Battlestar Galactica zitieren: "Dies ist alles schon einmal passiert, es wird wieder passieren" Traurig, und ich hoffe wir machens besser...
288
am 03.12.2009 22:46:44 (217.168.15.xxx) Link Kommentar melden
@Chaim:
kleiner Lehrgang "Zitieren leichtgemacht"
Man nehme einen Satz, der den Inhalt wiedergibt, so z.B.
Normalerweise unterhalte ich mich ungern mit Frauen. Nicht, weil ich sie nicht leiden kann, sondern weil sie meist so sinnlose Junktims bilden wie du das gerade vormachst.

Ungern bedeutet eine subjektive Empfindung. In der Entsprechung etwa auf der Höhe von "mit verhaltener Begeisterung" oder "ohne besondere Freude".
Nicht aber bedeutet es "niemals",
und wenn du so zitierst, wie du es gemacht hast, mein Gutster, dann ist das wieder mal eine bewusste Stilblüte, Hauptsache wichtig machen, jaja GrinAngry
@ Kabutoo:
Aber diese Schweiz bashing find ich nun unter aller Sau!

Tja, mag sein dass das für die Gesamtheit der Schweizer schwer zu ertragen ist, denn es haben ja "nur" 57% unter Beweis gestellt, dass sie etwas mürbe in der Birne sind.
Aber die Pressefreiheit ist nunmal so gelagert, dass offensichtliche Faux-Pas eben offenbart werden, auch dann, wenn die Rechtsfehlerhaftigkeit jedem Laien ins Gesicht springen muss.
Gerade deshalb schreiben wir alle ja hier, damit den Schweizern, die den Abstimmungshintergrund evt. gar nicht erkannt haben, klar wird, wo sie sich hinbewegen.

Im weiteren Kontext aber schreibst du ja selbst
Apropo Frauenstimmrecht (das es zum Glück entlich gibt!), sehr viele Feministen haben leider gerade für ein solches Verbot gestimmt, mit der Begründung, dass der Islam die Frauen nicht respektiert. Darum verbietet man das Minarett, Schizophren. Was kann man da sagen? Nur noch heulen! Und solche Bespiele gibt es zu hauf.

dass dir das Abstimmungsergebnis auch nicht gefällt.
Gut, dass sich hier mal ein Schweizer zu Wort meldet, ich finde das ist für den direkten Austausch sehr wichtig.
Aufgrund deiner Wortwahl noch eine kurze Frage: wie alt bist du, unter 25 oder drüber? (keine Kritik, nur Neugier, da Kabuto ja eine Fantasyfigur aus einer Animeserie ist...)
288
am 03.12.2009 22:51:19 (217.168.15.xxx) Link Kommentar melden
@Chaim:

sehr viele Feministen haben leider gerade für ein solches Verbot gestimmt, mit der Begründung, dass der Islam die Frauen nicht respektiert. Darum verbietet man das Minarett, Schizophren.
Thema Frauen: wieder ein gelungenes Beispiel eines misslungenen Junktims ...GrinPfft
Kabutoo
am 03.12.2009 23:22:51 (77.58.70.xxx) Link Kommentar melden
Aufgrund deiner Wortwahl noch eine kurze Frage: wie alt bist du, unter 25 oder drüber? (keine Kritik, nur Neugier, da Kabuto ja eine Fantasyfigur aus einer Animeserie ist...)

Kabutoo ist 29 (seit dem Wochenende gefühlte 34) und er entstand aus anderen Umständen, die Serie wird oft zu meinem Verhängnis Frown Wink

OK, ich war von Anfang an dagegen: Also nein zum Verbot, nur zur Klarstellung.
Das Problem beim Blinden bashing ist nur das man irgendwann dann zur Trotzreaktion greift, sprich: "Wenn Ihr uns vorschreiben wollt, wie wir leben sollen, machen wir es eh nicht." Und das kenne ich von uns zu genüge. Kritik bis zu einem Punkt ist mehr als angebracht, aber alle Schweizer Fehler seit dem Jahre 0 (gefühlt) ist unproduktiv und bewirkt das Gegenteil. Diese Argumente bewirken nicht 0,01% Einsicht bei den Befürworter. Wie und ob man sie erreicht ist mir leider ein Rätsel.

Am Ende muss man sich fragen wieso sagten so viele ja? Und wenn es das Volk in Europa sagen könnte, würden alle nein sagen? Wir haben (für diesen Fall leider, sonst bin ich froh darum und möchte es nicht missen) nun mal die Direkte Demokratie in der Schweiz.
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