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Technik: Sonstiges

Heute vor 100 Jahren (5): Erste Tests der US-Armee zur Luftschiffabwehr

Heute undenkbar, damals Realität: Trefferquote auf unbewegtes Ziel = 0 Prozent

Foto: © Andreas Dengs, Pixelio.de
Foto: © Andreas Dengs, Pixelio.de
Am 29. November 1909 beginnt die US-Armee mit den ersten Tests eines neu entwickelten Geschützes, das eigens zur Abwehr von Luftschiffen entwickelt wurde. Dazu wurde ein Fesselballon als Ziel verwendet, den man in einer Höhe von 160 Metern stehend, also unbeweglich, platzierte. Ganze 100 Schuss Munition wurden bei diesem ersten Test abgefeuert. Das Ergebnis war ernüchternd: Kein einziger Schuss traf.

Vorausgegangen war die Entwicklung der Luftschiffe (Zeppeline), vor allem in Deutschland. Ferdinand Graf von Zeppelin, war hier die maßgeblich treibende Kraft als Entwickler, Konstrukteur und Erbauer. Seit den 1880er Jahren hatte er sich bereits mit dem Problem des „lenkbaren Ballons“ beschäftigt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, am 13. August 1898, erhielt er vom Kaiserlichen Patentamt das Patent Nr. 98580 für einen „Lenkbaren Luftfahrzug mit mehreren hintereinander angeordneten Tragkörpern. Ein Jahr später begann Ferdinand Graf von Zeppelin mit dem Bau seines ersten Starrluftschiffs. 1908 wurde schließlich die Zeppelin-Stiftung eingerichtet und von ihm die Luftschiffbau Zeppelin GmbH gegründet.

Der maßgebliche und ausschlaggebende Faktor für die Entwicklung eines Luftschiff-Abwehrgeschützes in den USA dürfte mit die Tatsache gewesen sein, dass bereits 1908 die deutsche Militärverwaltung das voll funktionsfähige Luftschiff LZ 3 kaufte und Als Z I in Dienst stellte. Erst im Folgejahr, also 1909, wurden die Zeppeline auch im zivilen Luftverkehr eingesetzt. Damit setzte man in Deutschland auf das Prinzip „Leichter als Luft“ – im Gegensatz zu unseren europäischen Nachbarn England und Frankreich, die sich wie die USA mehr auf die Entwicklung von Flugzeugen spezialisierten.

Seit 1909 interessierte sich die deutsche Armeeführung immer mehr für eine mögliche militärische Verwendbarkeit von Luftschiffen. Im Herbst, bei dem Kaisermanöver, kam das erste Reichsflugschiff zu einem eindruckvollen Einsatz. In der Folge wurde eine Abwehrwaffe gegen diese neue Art der Bedrohung immer dringlicher. Das sah man auch in den USA so…

Fotolegende: Luftschiff im Fluge. Foto: © Andreas Dengs, Pixelio.de.

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Schlüsselwörter: Luftschiff | Zeppelin | Luftschiffabwehr | Luftschiffentwicklung | US-Armee
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Kommentare

Alex Mais
am 30.11.2009 10:13:47 (195.93.60.xxx) Link Kommentar melden
Chaim am 30.11.2009, 09:34:40 Uhr:
Hast Du zufällig recherchiert, welche Waffe und welche Munition (Kaliber, Treibladung) verwendet wurde?

Habe versucht etwas dazu herauszubekommen. Leider nichts näheres finden können. Sonst hätte ich es erwähnt. - Hatte gehofft da vielleicht sogar ein Foto zu finden, auf das ich dann verlinkt hätte...
286
am 30.11.2009 16:17:52 (212.227.103.xxx) Link Kommentar melden
Was, damit sollen die auf unter 200 m nicht getroffen haben? Das gibts ja gar nicht. Ich kann ganz gut schießen, in Polen gehörte das zum Schulunterricht. Wink

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