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Pattaya Gay TV ging online: Die Atmosphäre des Gay-Lebens in Pattaya

Erster Schwulen-TV-Sender Pattayas – Nur via Internet zu sehen – Zukünftig auch in Deutsch

Foto: © master-of-disaster, Pixelio.de.
Foto: © master-of-disaster, Pixelio.de.
Der Begriff „gay“ stammt aus dem Englischen. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bekam er die Nebenbedeutung „schwul“ und wird heute international als indirekte Bezeichnung für die männliche Homosexualität verwendet. Eine solche homosexuelle oder schwule Beziehung, war noch bis ins Ende des 20. Jahrhunderts nicht nur verpönt, sondern sogar unter Strafe gestellt.

Dies regelte der § 175 des deutschen Strafgesetzbuches seit Inkrafttreten des Reichsgesetzbuches am 1. Januar 1872. Erst zum 11. Juni 1994 wurde dieser Paragraph endgültig abgeschafft. Das öffnete sowohl homosexuellen Männern als auch lesbischen Frauen völlig neue und bis zum Jahrtausendwechsel ebenso völlig undenkbare neue Türen.

Grafik: © Axel Ertelt
Grafik: © Axel Ertelt
Zum 1. August 2001 trat schließlich das Gesetz über die Eingetragene Lebenspartnerschaft, kurz Lebenspartnerschaftsgesetz (LPartG) genannt, in Kraft. Eine solche Lebenspartnerschaft, umgangssprachlich auch als „Homo-Ehe“ bezeichnet, ermöglicht heute Menschen gleichen Geschlechts in Deutschland die Begründung einer eheähnlichen Lebenspartnerschaft.

Trotz aller Liberalisierung gleichgeschlechtlicher Beziehungen sind Schwule und Lesben in weiten Teilen der Bevölkerung auch heute noch verpönt und werden nicht selten herablassend oder gar als minderwertig angesehen. Daran hat auch die Tatsache nichts geändert, dass sich bekannte Politiker als schwul geoutet haben.

In einer Pressemitteilung von Bündnis 90/Die Grünen vom 11.06.2009 erklärte Volker Beck (MdB und Erster Parlamentarischer Geschäftsführer):

„15 Jahre nach der endgültigen Aufhebung des § 175 müssen endlich die Opfer der antihomosexuellen Strafgesetzgebung in Deutschland rehabilitiert und entschädigt werden. Es ist auch dringend an der Zeit, dass unsere Verfassung endlich klar und unmissverständlich zum Ausdruck bringt, dass Schwule und Lesben gegenüber Heterosexuellen gleich an Würde und Rechten sind:

Niemand darf auf Grund seiner sexuellen Identität benachteiligt oder bevorzugt werden. Artikel 3 Absatz 3 Grundgesetz muss entsprechend erweitert werden. …

… Die Erweiterung des Artikel 3 Absatz 3 Grundgesetz ist mehr als überfällig. 15 Jahre nach der Abschaffung des Paragraphen 175 bleibt noch viel zu tun.“

Im thailändischen Küstenort Pattaya machten die dort lebenden Gays diesen Monat neue Schlagzeilen. Pattaya Gay TV, der erste Schwulensender, ging online. Er ist jedoch weder über Satellit noch über Kabel zu empfangen sondern ausschließlich im Internet. In einer Pressemitteilung von Pattaya Gay TV heißt es: „Der neue Gay-TV-Sender versucht die Atmosphäre des Gay-Lebens und der Gay Veranstaltungen in Pattaya wiederzugeben und sie dann mit Übertragung im Internet mit der ganzen Welt zu teilen.“

Zurzeit werden die Videos, die dort gezeigt werden, nur in englischer Sprache produziert. Das soll sich künftig ändern. Eine deutsche Fassung ist in Planung. Zudem rufen die Betreiber dazu auf, selbst Videos einzusenden, die dann ins Programm mit aufgenommen werden sollen.

  1. Fotolegende: Die Wiener Regenbogenparade ist nicht nur eine politische Demonstration sondern auch ein farbenprächtiger Umzug, der alljährlich auf der Wiener Ringstraße durchgeführt wird und sich für Lesben und Schwule einsetzt. Foto: © master-of-disaster, Pixelio.de.
  2. Fotolegende: Wegfall des § 175 aus dem deutschen Strafgesetzbuch. Grafik: © Axel Ertelt

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Schlüsselwörter: Schwule | Schwulen-TV | Internet-TV | Schwulensender | online
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