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Sonstiges: Reise

Dämonen sind schlecht fürs Geschäft und müssen verbannt werden

Die Yaksa-Statuen müssen aus der Ankunftshalle des neuen Bangkoker Flughafens weichen

Foto: © Rainer Sturm, Pixelio.de
Foto: © Rainer Sturm, Pixelio.de
Sie sind sechs Meter hoch, wiegen eine Tonne und sind jede 50.000 Euro wert – die zwölf Yaksa-Statuen in der Ankunftshalle des neuen Bangkoker Flughafens Suwannaphum (teilweise auch Suvarnabhumi geschrieben) und gelten als einzigartige Kunstwerke. Es handelt sich dabei um Nachbildungen der Statuen aus dem Bangkoker Königspalast. Die Yaksa sind dämonenhafte Gestalten aus der Thai-Mythologie. Und diese werden nun nach und nach aus der Ankunftshalle verbannt. „Aus ästhetischen Gründen“, sagen die Flughafenbetreiber – „Weil sie Pech bringen“, die Angestellten…

Rund drei Jahre ist er jetzt alt, der neue Bangkoker Flughafen. Und immer wieder geriet er in schärfste Kritik. Mal demonstrieren die Anwohner wegen des Lärms, mal schimpfen die Touristen über die harten Stühle und fehlende Toiletten, mal ist der nackte Beton der Aufhänger zur Kritik. Zudem wurde der Bau von zahlreichen Korruptionsskandalen überschattet und das Flugfeld wies schon nach kurzer Zeit Risse im Bodenbelag auf. Nicht zuletzt geriet der Flughafen in die Negativ-Schlagzeilen, als die Thaksin-Anhänger die neue Regierung stürzen wollten und zu Tausenden den Flughafen besetzten und damit den Betrieb lahm legten.

Nun ist er wieder im Gerede, der Flughafen. Die Yaksa-Statuen sind dafür verantwortlich, wenn es nach der Meinung der Angestellten geht. Denn diese machen die Wächter-Dämonen für eine ganze Reihe von „Pleiten Pech und Pannen“ verantwortlich. Und das von Anfang an, seit der Flughafen vor drei Jahren eröffnet wurde. So berichtete darüber auch die große englischsprachige thailändische Tageszeitung Bangkok Post am 10. November.

Serirat Prasutanond, der Präsident der Flughafenbehörde Airports of Thailand, weiß angeblich nichts von solchem Aberglauben und bezeichnet solche Äußerungen schlichtweg als „Hokuspokus“. Die Statuen würden nun mit und mit in den Abflugbereich, in die Nähe der Check-In-Schalter, verlegt. Der Grund dafür sei einzig und allein die Tatsache, dass dann die Touristen sie „länger sehen und genießen“ könnten. „Das hat nichts mit Politik oder Magie zu tun, sondern ist eine Frage der Ästhetik“, sagte Prasutanond der Bangkok Post.

Inzwischen wurde auch schon die erste Statue versetzt. Eine entsprechende religiös-buddhistische Zeremonie durfte dabei nicht fehlen. Ob dies jedoch hilft, am neuen Standort das Pech fern zu halten, bleibt abzuwarten. Die Versetzungen werden in den frühen Morgenstunden vorgenommen um den Flughafenbetrieb so wenig wie möglich zu stören und zu behindern. Die Kosten für die Umsetzung aller zwölf Statuen wurden mit rund einer Millionen THB veranschlagt. Eine enorme Summe zur Befriedigung des thailändischen Aberglaubens…

Fotolegende: Yaksa-Statue im Königspalast von Bangkok. Foto: © Rainer Sturm, Pixelio.de.

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Schlüsselwörter: Yaksa | Flughafen Bangkok | Dämonen | Aberglaube
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