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Sonstiges: Gesundheit

Foodwatch sucht den Zuckerstar

Die Initiative foodwatch hat schon so manches vermeintlich gesunde Lebensmittel als bloße Süßigkeit entlarvt. Nun hat foodwatch die Aktion gestartet: "DSDZ - Deutschland sucht die größte Zuckerbombe - Wir suchen das süßeste Milchprodukt aus dem Kühlregal".

foodwatch erläutert dazu: "Das Milchregal beherbergt jede Menge Zuckerbomben, die sich als besonders wertvoll ausgeben. Süßigkeiten ab und zu sind schließlich kein Problem – aber sie müssen auch sofort als solche zu erkennen sein. Wir suchen darum die Produkte, über die Sie sich am meisten geärgert haben! Schreiben Sie uns bis zum 25.11.2009, welche Kindermilchprodukte Ihnen als Etikettenschwindel aufgefallen sind, weil die Hersteller suggerieren, es handele sich um besonders ausgewogene oder gesunde Produkte, obwohl in Wahrheit jede Menge Zucker drin steckt." Von kirchlicher Seite kann diese Aktion durchaus begrüßt werden, u.z. nicht nur wegen der uneingeschränkten Verurteilung von Lügen inkl. Werbelügen, sondern auch wegen der moralischen Verpflichtung zur gesunden Lebensweise inkl. Ernährung. Wenn ernährungswissenschaftliche Ergebnisse - wie im Falle von Zucker - klar in eine Richtung weisen, dann wäre es fahrlässig, diese Ergebnisse einfach zu ignorieren.

Nun gibt es allerdings heute noch immer einige Jünger der bereits an sich völlig abwegigen und obendrein durch zahlreiche Studien schon längst erledigten "Low-Carb"-Ideologie: Diese besteht in einem Quasi-Verbot von gesunder und sättigender Nahrung wie z.B. Obst, Gemüse, Brot etc., weil angeblich alle Kohlenhydrate ("carbohydrates") grundsätzlich ungesund seien. Die Kohlenhydrate werden von den Low-Carb-Anhängern nicht genauer unterschieden, ob nun Einfachzucker (Monosaccharide, z.B. Traubenzucker (Glucose), Fruchtzucker (Fructose)), Zweifachzucker (Disaccharide, z.B. Haushaltszucker (Saccharose), Milchzucker (Lactose)) oder Mehrfachzucker (Polysaccharide, z.B. Stärke). Die letzteren, sog. komplexen Kohlenhydrate dienen als Energiespeicher und verhindern Blutzuckerspitzen. Laut den gängigen Empfehlungen von Experten wie z.B. der "Deutschen Gesellschaft für Ernährung" sollen zwar mindestens fünfzig Prozent der täglich benötigten Kalorien aus Kohlenhydraten entnommen werden, aber höchstens zehn Prozent aus Zucker i.S.v. Mono- und Disacchariden.

Deshalb ist bei Nährwerttabellen eine bloße Angabe der Kohlenhydratmenge ohne den genauen Zuckeranteil eigentlich unvollständig, wenn nicht gar irreführend, denn beim Fehlen dieser Information könnten ungesunde Zuckerbomben als gesunde Kohlenhydratlieferanten erscheinen. Bzgl. der Aufklärungsarbeit bleibt also noch allerhand zu tun. Ggf. kann es schwerfallen, sich an der foodwatch-Suche nach der Milchprodukt-Zuckerbombe zu beteiligen, eben weil in den Nährwertangaben mancher Lebensmittel nur allgemein die Kohlenhydratmenge, nicht aber der Zuckeranteil aufgeführt ist. Gerade deshalb kann diese foodwatch-Aktion ein guter Anlass sein, mehr Transparenz bei den Lebensmittelinformationen zu fordern; ggf. kann man sich dafür direkt an den Hersteller wenden, der den Zuckergehalt seines Produktes verschweigt.

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Schlüsselwörter: Ernährung | Zucker | foodwatch
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Kommentare

Hartmut Holz
am 19.11.2009 16:38:06 (217.80.208.xxx) Link Kommentar melden
Also, darf man denn gar nichts mehr essen? Das scheint mir alles reichlich übertrieben zu sein.
Alex Mais
am 20.11.2009 14:28:03 (195.93.60.xxx) Link Kommentar melden
Mal etwas amüsantes zum Thema Süßigkeiten:

Colgate wirbt in Süßigkeiten

Besondere Art der Colgate-Zahncreme-Werbung in Thailand: Dort verschenkte Colgate jüngst Lutscher und Eis am Stil.

Der Gag: Die Stile waren Zahnbürsten nachempfunden und enthielten neben dem Colgate-Logo den Hinweis „Don´t forget“.

Fotos davon sind auf der Website von druckbesser.de zu sehen…
Hartmut Holz
am 20.11.2009 15:29:48 (217.80.213.xxx) Link Kommentar melden
Und gerade die Menschen, die das ALG II beziehen, können sind keine gesunden Lebensmittel leisten.

Ob sie sich dann überflüssigen Zuckerquatsch, wie Du es nennst, kaufen, dass sei dahin gestellt.

Aber in Cola und Limonade, ist ja auch sehr viel Zucker ent
halten. Und diese Getränke werden ja verstärkt, von diesen Leuten gekauft; schon weil diese Getränke sehr preiswert sind.
Pater Lingen
am 20.11.2009 15:54:04 (77.178.202.xxx) Link Kommentar melden
Wenn bei Lebensmitteln etwas billig ist, dann sind es die gesunden!
1kg Möhren - weniger als ein Euro.
2 kg Äpfel - weniger als zwei Euro.
500 g Tomaten - weniger als zwei Euro.
1 kg Banane - weniger als zwei Euro.
500 g Brot - weniger als zwei Euro.
1 Liter Soja-Getränk - weniger als ein Euro.
Usw. usf.

Ich selbst ernähre mich fast ausschließlich von Obst, Gemüse und Vollkornbrot. Das ist sehr abwechslungsreich, schmackhaft, gesund - und eben sehr *billig*.

Ungesundes Zeug (Süßwaren, Alkohol, Zigaretten usw.) hingegen kostet ungleich viel mehr.
Wenn ein ALG-2-Empfänger dafür Geld ausgibt, hat er wahrscheinlich nicht verdient - aber er hat definitiv kein Recht, über "zu wenig" Geld zu jammern.
Pater Lingen
am 20.11.2009 15:56:33 (77.178.202.xxx) Link Kommentar melden
Noch etwas: Man informiere sich mal über den Zusammenhang von Übergewicht und Armut!
Hartmut Holz
am 20.11.2009 16:10:43 (217.80.213.xxx) Link Kommentar melden
Ja, das ist richtig. Denn Hartz IV und Übergewicht haben einen Zusammenhang. Das hängt mit der schlechten Ernährung, diese Personenkreises, zusammen.

Und ob, als Getränk, Wasser aus der Leitung reicht, das bleibt dahingestellt.Smile
286
am 20.11.2009 17:57:26 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
Ihr habt Sorgen! Ich steh auf Cola light, eine der besten Erfindungen! Nach polnischem Bier (mein Favorit: zubr) und französischem Wein, natürlich Wink
250
am 20.11.2009 18:05:15 (93.215.136.xxx) Link Kommentar melden
Cola Light - viel Spaß mit Aspartam http://www.wahrhe...artam.html!
286
am 20.11.2009 18:22:23 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
Kenne ich alles schon, forget it Grin
250
am 20.11.2009 18:28:01 (93.215.136.xxx) Link Kommentar melden
Prima, Auswirkungen von Aspartam sind ja offenbar nicht nur mir bereits aufgefallen...!
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