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Wissenschaft: Forschung

Das CERN und der LHC, am Freitag startet das Urknall-Experiment

Der Urknall (Illustration)
Der Urknall (Illustration)
Am 20. November 2009 wird es ernst. Dann wird der große Teilchenbeschleuniger LHC am CERN erneut seinen Betrieb aufnehmen. Und zwar exakt um 9.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Zurzeit werden so genannte Injektionstest durchgeführt.

Während sich die CERN-Forscher von dem 3 Mrd. Euro teuren Experiment grundlegende Erkenntnisse über den Aufbau der Materie erhoffen, stößt die für den LHC verantwortliche Abteilung am CERN seit Herbst letzten Jahres zunehmend in die öffentliche Debatte. Den Kritikern zufolge zeigte eine ununterbrochene Serie unterschiedlichster Störfälle in aller Deutlichkeit, dass die Betreiber ihre Technologie nur unvollkommen beherrschen.

Den Vogel schoss erst vor wenigen Tagen ein Stück Baguette ab, das bei den offensichtlich ungeschützten Stromschienen der Außenanlage einen Kurzschluss mit nachfolgender Temperaturerhöhung verursachte. Angaben aus Genf zufolge wurde der LHC durch einen Vogel, der das Brotstück fallen ließ, vorübergehend außer Gefecht gesetzt. Es ist schwer nachvollziehbar, wenn die Stromschienen bei diesem sündhaft teuren Experiment nicht gegen Verunreinigungen hinreichend geschützt sind. Auch Vogelkot oder andere Verunreinigungen hätten vermutlich einen ähnlichen Effekt gehabt. An dieser Stelle stellt sich ernsthaft die Frage, wie es um die Sicherheit des LHC bestellt ist, wenn erst einmal nach dem Hochfahren der Urknall-Maschine die beschleunigten Teilchen aufeinanderprallen. Experten wie der Tübinger Chaosforscher Prof. Dr. Otto Rösler befürchten unter anderem, dass bei den Versuchen ein die Erde bedrohendes Schwarzes Loch entstehen könnte.

Sekunde Null - das Buch zum Thema

In dem vor kurzem erschienen Buch „Sekunde Null. Das Urknall-Experiment“ wird auf der Basis eines Tatsachenromans ein bis in das Jahr 2016 reichendes Szenario geschildert, das die Schwachstellen und Risiken des LHC in allen Details aufzeigt. Neben der Technik wird in dem Buch auch der „Risikofaktor Mensch“ beleuchtet, ein Thema das sich Anfang Oktober leider bereits bewahrheitet hat, als ein vermutlich zum Al-Qaida Netzwerk gehörender CERN-Physiker, der auch zum LHC Zugang hatte, in Frankreich verhaftet wurde.

Link zum Buch

Foto via flickr Fotograf onkel_wart CC-Lizenz

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Schlüsselwörter: CERN | LHC | Urknall

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Kommentare

288
am 18.11.2009 16:40:12 (217.168.1.xxx) Link Kommentar melden
wenn er Recht hätte, wird er den Triumpf und die Anerkennung seiner These nicht mehr mitkriegen - insofern geht er kein Risiko ein, solang es eine Annahme und Spekulation bleibt, die er in die Welt hinausschreibt...Grin
266
am 20.11.2009 12:27:54 (88.68.103.xxx) Link Kommentar melden
In meinem Leben habe ich schon einiges an Weltuntergangsphantasien erlebt, den Kalten Krieg, Amalgam in Zähnen, Elektrosmog und tödlichen Spinat, wenn er aufgewärmt wurde.

Schwarze Löcher machen mir keine Angst. Aber ich bin gespannt, was als nächstes Thema dran ist.

Die Argumentation von Prof. Rössler überzeugt mich nicht, sie läuft auf eine Beweislastumkehr hinaus, das ist etwas argumentativ dünn.

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