Politik: Recht & Co.

Gerechtes Urteil gegen einen Mörder

12.11.2009 10:22:27 eingesandt von Tepes für OnlineZeitung 24.de

Am gestrigen Mittwoch wurde der kaltblütige Mörder der Ägypterin Marwa El-Sherbini zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Der Russlanddeutsche Alex W. wurde des Mordes, des versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung für schuldig befunden. Gleichzeitig wurde die besondere Schwere der Schuld des Angeklagten festgestellt. Damit ist eine vorzeitige Haftentlassung ausgeschlossen. Den Mörder traf somit die volle Härte des Gesetzes.

Härter hätte die Strafe für dieses abscheuliche Verbrechen nicht ausfallen können, da die deutschen Gesetze höhere Bestrafungen nicht vorsehen. Die Angehörigen der ermordeten Marwa El-Sherbini, die im Prozess als Nebenkläger aufgetreten waren kritisierten, dass der Täter nach der Verbüßung seiner Strafe wieder auf freien Fuß kommt.

In der Urteilsbegründung führt die Richterin aus, dass der Angeklagte die Wehrlosigkeit des Opfers bewusst ausgenutzt habe. Sie hat keinen Zweifel, dass Alex W. die Tat geplant und mit Vorsatz ausgeführt hat. Die Mordmerkmale „Heimtücke“ und „niedere Beweggründe“ sehe sie ebenfalls als erfüllt an. Die Richterin wirft dem Angeklagten ebenfalls vor, dass er nicht wirklich auch nur eine Spur von Reue gezeigt hat.

Entgegen dem Vortragen der Verteidigung des Angeklagten konnte die Richterin auch keine Anhaltspunkte für eine verminderte Schuldfähigkeit erkennen. Es lagen keine Anzeichen vor, dass der Täter "im Affekt im Sinne einer tief greifenden Bewusstseinsstörung" gehandelt habe.

Rechtsanwalt Michael Sturm, einer der Verteidiger des Angeklagten erklärte nach dem Urteil, er werde nun die Möglichkeit einer Revision prüfen.

In meinen Augen ein gerechtes Urteil. Es wurde der volle Maßnahmenkatalog ausgeschöpft, mehr ging leider nicht.