Rund um OZ24

Suchen

Unterstütze OZ24

Politik: Deutschland

Kapitalismus - Sozialismus

oder: der dritte Weg

Im Artikel „die Freiheit der Auswahl“, eine Betrachtung von Bernd-Thomas Ramb für die „junge Freiheit“, beschreibt Herr Ramb in ausführlicher Weise die Marktwirtschaft, so wie wir sie heute kennen resp. verstehen.

Freie Marktwirtschaft in der reinen Lehre und im reinen Sinne der Entscheidungsfreiheit „ich will“ und „ja oder nein“, wie in Ansätzen in dem Artikel dargestellt, ist schlicht eine Fiktion. Denn diese Möglichkeit setzt materielle, geistige, meist beide Unabhängigkeiten, voraus. Diese Entscheidungsfreiheit gibt es im Umfeld sozialer Gemeinschaften, nicht.

Die Abhängigkeiten zwischen Menschen sind in dem Augenblick eine reale Größe, wo diese sich z.B. auf einer einsamen, kleinen Insel, sich nicht einer ausweichenden Möglichkeit bietend, befinden und es um die Frage der Organisation des Lebens geht.

Speziell in größeren Gemeinschaften geht es nicht mehr ohne Gestaltungsrahmen. Diese Tatsache voraus gesetzt, ist freie Marktwirtschaft ohne Rahmenbedingungen, nicht möglich.

Nun beschreibt Bern-Thomas Ramb den Vorteil freier Marktwirtschaft, analytisch begründet, als einzige mögliche Größe, wenn zwar nicht als perfekt gegeben, jedoch ohne Alternative.

Denn diesem Modell stünde nur der bekannte sozialistische Weg gegenüber, der letztendlich die Verarmung und eine neue Reichenschicht, begründet.

Beide Wege dürfen jedoch als gescheitert angesehen werden.

Mit Prof. Mario Albertini, Uni Pavia und Vorkämpfer der europäischen Bewegung und Entwicklung, aufbauend auf Alterio Spinelli, hat er das „föderalistische Manifest“ als dritten Weg, entwickelt.

Dieser „dritte Weg“ ist dem Grunde nach das Lösungsmodell der Moderne. Was sich insbesondere in diesen Tagen beweist, wo die ausgeuferte freie Marktwirtschaft, hier am Beispiel unkontrollierten Kapitals, das sich im Bonussystem regelt, das wiederum auf der Gier des Menschen nach „mehr“ aufbaut, die neue Weltkrise erst auslöste.

Dem Grunde nach ist das „föderalistische Manifest“ die Ausformulierung eines neuen Denkmodells, vergleichbar der herkömmlichen Ideologien, ohne jedoch direkt diesen Anspruch zu haben, aber halt ähnlich prägnant, eine Synthese zwischen herkömmlichen Kapitalismus ungezügelter freier Marktwirtschaft die es der reinen Theorie nach gar nicht geben kann, wie eben auch der Lehre des reinen Sozialismusses, was es der reinen Lehre nach eben auch gar nicht geben kann, als neuen Weg und Brücke für die Gesellschaft und sozialen Gemeinschaften anzubieten und so neue Lebensgrundlagen zur Sicherung von Freiheit, Markt und sozialem Ausgleich, als ewigen Prozeß, zu ermöglichen.

Dieser Gedanke findet sich z.B. auch in der europäischen Bewegung wieder, die sehr wohl diesem Gedankenmodell eine politische Dimension der Überwindung klassischer Nationalstaatlichkeit aufgrund der historischen Erfahrung der Bruderkriege Europas, anbieten wollte. Lieder haben sich die Nationalstaaten unter nationalstaatlicher Prämisse dieses Modells bemächtigt und verfälscht, was sich jetzt in der Bürokratiekrage der EU niederschlägt und ins Gegenteil dessen verkehrt, was einmal angestrebt war.

Das „föderalistische Modell“ beschreibt Föderalismus als Mittler. Als Ausgleichsfaktor zwischen den Interessen als ständiger Motor, der die sich immer wieder im Widerstreit befindlichen Interessen zwischen freiem Markt, Kapital, sozialer Gemeinschaft, Produktionsbedingungen und menschlicher Schwäche, befindet. Also Ausgleich der Interessen bildet, die sich unterschiedlich und ständig wandelnd, in ständiger Bewegung befinden und so ständig auch neuen Ausgleich und Anpassungsmodelle erfordern.

Dieser Grundgedanke in organisatorische Form eines Gesellschaftsmodells zu gießen ist und war Aufgabe des föderalistischen Modells als „föderalistisches Manifest“, das aus der Erfahrung der verkorksten Geschichte Europas bereits während des zweiten Weltkrieges, entwickelt wurde.

In der Arbeit von Prof. Mario Albertini und seiner Jünger in Fortführung wie Prof. Sergio Pistone, Uni Turin, Dr. Francesco Rossolillo, Präsident der UEF/AEF, Prof. Claus Schöndube, freier Journalist, Max Wratschgo, EFB/JEF Österreich, Europaburg Neumarkt at, wie auch Rainer Karow, Redaktion „les Art“, und v. A., schlägt sich dieser Gedanke nieder.

So ist auch der Verfassungsentwurf einer Kernsanierung Deutschlands, vorgestellt in www.internet-magazin-les-art.eu unter der entsprechenden Rubrik, aus diesem Gedanken entwickelt und als Angebot aufgebaut, Deutschland in einem zukünftigen Europa, für das 21. Jahrhundert zukunftsfähig zu machen, sozialen Frieden zu erhalten und neu zu begründen, die Freiheit zu sichern, Demokratie zu ermöglichen, Stillstand zu verhindern, Deutschland europafähig zu halten und Verkrustungen in der Zukunft durch den Zwang zur ständigen Überprüfung, zu verhindern. Denn die Leere der Geschichte, auch der großen Experimente Kapitalismus und Sozialismus, die als Irrlehre angesehen werden müssen, belegt, nur ein prosperierendes Modell, das den sich ständig in Bewegung befindlichen Prozeß der Bedingungen zwischen menschlicher Schwäche, seinem Bedürfnissen, den Bedingungen einer relativen Marktfreiheit, wie dem Bedürfnis nach Sicherheit, sozialer Gerechtigkeit wie wirtschaftlicher Sicherheit ergebenden Grundlagen gerecht wird, hat Zukunftsaussicht und bringt relative Stabilität für die Nationen, Völker und ihre Gesellschaften.

Aus diesem Blickwinkel ist derzeit nur das „föderalistische Modell“ und seines Denkansatzes, zukunftsträchtig, die Probleme der heutigen Zeit einer möglichen Lösung, näher zu bringen. Die alten Modelle, wie von Herrn Bernd-Thomas Ramb fleißig herausgearbeitet, werden keine Modell mehr sein und sind zum scheitern verurteilt.

uploaded

Der Inhalt des vorstehenden Artikels gibt nicht die Meinung der Redaktion von Onlinezeitung24 wieder. Für den Inhalt ist allein der Autor des Beitrages verantwortlich!
Drucken Empfehlen
Schlüsselwörter: Kapitalismus | Sozialismus | Föderalismus
Sie wollen selber einen Artikel schreiben. Kein Problem, einfach registrieren!

Kommentare

266
am 02.11.2009 19:27:13 (88.68.101.xxx) Link Kommentar melden
@ Karow
...die Leere der Geschichte, auch der großen Experimente Kapitalismus und Sozialismus, ...

Sind Sie da sicher? Kapitalismus als Irrweg? Immerhin funktioniert er, der Sozialismus hat nirgends funktioniert.

Ihr Artikel, gerade das Ende, ist mir zu apodiktisch.
173
am 04.11.2009 08:32:15 (188.193.134.xxx) Link Kommentar melden
Lieber Chaim.
Das ist entlarvend. Man gewinnt wieder einmal den Eindruck, es geht Dir nur um Zoff, jedoch nicht um Auseindersetzung. Hauptsache dagegen, weil die Fingerkupppen jucken, und die kleinen Gehirngismos tanzen. "wer hat Angst vor Virgina Wulff, wer hat Angst vor Virgina Wulff....."
Deine Beschreibungen gehen am Thema vorbei und dokumentieren an dieser Stelle zumindest, Du hast keine Ahnung, wo von Du redest. (siehe auch "junge Freiheit" zum Thema, letzte Ausgabe wie auch sonstige Schriften und Untersuchungen von Soziologen, Gesellschaftswissenschaftlern u. A. Und vor allen Dingen, besorge Dir erst einmal das "europäische Manifest" bevor Du mitredest, da Du die Zusammenfassung und Beschreibung im Artikel schlicht nicht begreifst und in Schubladen sortierst, die hier nicht greifen. Lese die Schriften von Spinelli, Prof. Albertini, Prof. Pistone und besuche bei diesem einen Kurs in der Uni Turin (Europa Coll.) oder lese bei Prof. Claus Schöndube oder in efb.at nach etc., etc., etc. Die "soziale Marktwirtschaft" ist nicht der dritte Weg, sondern eine Spielart des Kapitalistischen Systems zur Härteregulierung
286
am 04.11.2009 16:52:47 (84.59.131.xxx) Link Kommentar melden
Ich finde die Diskussion über ersten, zweiten, dritten Weg ziemlich absurd. Unsere Welt ist so wie sie ist, und eigentlich funktioniert sie ganz gut. Jedenfalls kann ich hier in Ruhe und Frieden leben, im Mittelalter hätte man mich auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Angry Sozialismus ist Sch...e, ich habe es selbst erlebt, ich bin aus Polen geflohen während des Kriegsrechts. Auch DDR, Cuba, Nordkorea, das ist doch alles Banane.
Hartmut Holz
am 04.11.2009 18:46:30 (217.80.219.xxx) Link Kommentar melden
Unsere Welt funktioniert, so wie sie jetzt nur zum Teil gut.
Da muss der Dorota wiShockShockdersprochen werden

Denn die Probleme sind doch sehr gravierend. Ich denke
da an den Hunger in der Welt, den ausufernden Kapitalismus und an Manager ohne Gewissen und ohne jegliche soziale Moral.

Nein, da muß noch sehr viel verbessert werden. Dieses sehen wir auch in Deutschland. Bestes Beispiel ist jetzt
die Insolvenz von Quelle. Sie hätte vermieden werden können, wenn gierige Manager diesen Betrieb nicht finanziell ausgesaugt hätten.

Ein weiteres Beispiel ist die HSH Norbank. Herr Nonnen-
macher begeht ein Fehler nachdem anderen und wird dafür noch von dem kriminellen Vorstand dieser Bank be-
lobigt.

Und weiter: Die Niedrigstlöhne die manche deutsche Unternehmer den Werktätigen zahlen sind verfassungs-
konform. Hier sollten die Gewerkschaften dagegen front
machen. Dann Hartz IV. Auch eine menschenverachtende
Reform, die nicht verfassungsgemäß ist und die Menschen
in die Armut führt.

Auch sollte man an die Kinder- und Altersarmut in diesem
Land denken.

Nein, manche Zeitgenossen machen es sich viel zu einfach und reden der Lobbyistenvereinigung Neue Deutsche Soziale Marktwirtschaft und eingen deutschen Pseudowirt-
schaftsexperten zum Munde, die diese Zustände, in Deutschland, gut finden.

Um eine gerechte und funktionierende Welt zu schaffen,
muss noch sehr viel getan werden. Auch in Deutschland.

Es kann sogar so sein, dass der Sozialismus in Deutschland wiederkommt.

Und wer das alles nicht begreift oder begreifen möchte,
demm helfen kleine Schläge auf den Hinterkopf. Denn die
erhöhen das Denkvermögen, um es mit Karl Eduard von
Schnitzler zu sagen.
286
am 04.11.2009 20:54:41 (84.59.232.xxx) Link Kommentar melden
Am Hunger in der Welt ist doch nicht der Kapitalismus schuld, sondern die Militärdiktatoren der Dritten Welt. Für jeden wäre genug zu essen da.

Sozialismus ist out. In Deutschland gibt es den schon gar nicht.
303
am 05.11.2009 11:51:58 (86.32.198.xxx) Link Kommentar melden
So ein Quark, Es gibt keinen wirklichen Markt in diesem Land, Oder dieser lachhaften EU, Es regieren Kartelle und Preisdiktate, Es gibt nichts, was nicht
kartellmässig organisiert wird, Die EU ist ein Joke, ein Witz, Die Leute sind geblendet von billiger Propaganda,
303
am 05.11.2009 12:56:01 (86.32.198.xxx) Link Kommentar melden
Aha, Hamas, die kriminellen Banden....., Und überall wird Geld reingepumpt, Wie siehts mit den Privatkonten von Nethanjahu oder Olmert aus? Wink
303
am 05.11.2009 12:58:00 (86.32.198.xxx) Link Kommentar melden
Da sollen ja einige vor Gericht gestanden sein, wegen Korruption, Oder Sharons Söhne. Kriminalität kann man nicht an einer ethnischen Gruppe festmachen, Es gibt sie überall, Wie siehts denn hierzulande aus mit den Wirtschaftskriminellen?
Wo sind die Milliarden denn geblieben, bei der LZ Bayern, bei der Nordbank, bei der HRV? Usw,
303
am 05.11.2009 17:15:08 (86.32.198.xxx) Link Kommentar melden
Bananenkartelle, Aufzugskartelle, Zuckerpreis Diktat, Kiwi Verordnungen, (teilweise Strafzölle, um die EU Bauern zu schützen), Zementkartelle, (illegal),
usw, Ja sogar ein iPhone kann man nur in Verbindung mit Vertrag erwerben,
Warum müssen Produkte, die in Europa nicht produziert werden, mit Strafzöllen belegt werden? Das ist quasi eine verkappte Steuer. Sowas will sich freier Markt nennen,

Ja sogar beim Bäcker sind alle Preise gleich, Das sind alles illegale Absprachen. Bei Honoraren hat man sich auch an gesetzliche Vorgaben zu halten, (Makler, Gebührenordnung für Anwälte usw). Beim Monopoly kann man nicht den Aufbau eines Hotels üben. Nur erwürfeln,
300
am 05.11.2009 17:44:37 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
@Karow, prima beschrieben!
nur ein prosperierendes Modell, das den sich ständig in Bewegung befindlichen Prozeß der Bedingungen zwischen menschlicher Schwäche, seinem Bedürfnissen, den Bedingungen einer relativen Marktfreiheit, wie dem Bedürfnis nach Sicherheit, sozialer Gerechtigkeit wie wirtschaftlicher Sicherheit ergebenden Grundlagen gerecht wird, hat Zukunftsaussicht
Genau das ist soziale Marktwirtschaft. Eine ausbalancierte Situation unterschiedlicher Kräfte, ein Fließgleichgewicht. Sag mir einen Staat, in dem ein anderes Wirtschafts/Gesellschaftsmodell bessere Ergebnisse bringt.
Seite 1 von 4: 1 2 ... 4

Einen Kommentar schreiben







Kommentare von Nichtmitgliedern der Seite Onlinezeitung24.de müssen durch einen Bestätigungslink per E-Mail freigeschaltet werden, für Mitglieder entfällt diese Bestätigung. Diese Maßnahme dient der Diskussionskultur und soll die Kommentarfunktion vor Spam schützen. Wir bitten um Ihr Verständis für diese Maßnahme.

Seitenaufbau: 0.06 Sekunden
38,903,414 eindeutige Besuche