
Die oben genannten vier Affären, die Leyendecker aufgedeckt hat, betreffen alle das politische Umfeld von CDU, CSU und der FDP.
Im September 2002 wurde seine TV-Dokumentation "Maulkorb für den Staatsanwalt" in der ARD gesendet, die die politische Lenkung von Staatsanwaltschaften aufdeckte und die Willkürlichkeit der staatsanwaltschaftlichen Arbeit offenlegte. In dieser ARD-Dokumentation, die Leyendecker zusammen mit dem Journalisten Christoph Maria Fröhder herstellte, wurde unter anderem die von angeblich politisch-motivierten Staatsanwälten eingeleitete Rufmordkampagne gegen das GRÜNEN-Aushängeschild Joschka Fischer kritisiert, der in früheren Jahren als autonomer Demonstrant mit Steinen auf Polizisten geworfen haben soll. Parallel wurde in der "Maulkorb"-Sendung das CDUgeführte hessische Justizministerium rund um Volker Bouffier und Roland Koch heftig kritisiert und angeprangert. Nicht nur, weil ich die bis heute andauernden rechtsstaatlich höchstbedenklichen Machenschaften des Justizministeriums und der Staatsanwaltschaften in Hessen ebenfalls durch Beweise bestätigen kann, soll das nicht der Kritikpunkt an der Leyendeckers journalistischer Arbeit sein.
Die Kritik richtet sich vielmehr gegen die offensichtlich politisch einseitig-gefärbte Recherchearbeit bei Leyendeckers investigativen Journalismus. Meine Recherchen belegen, daß Leyendecker grundsätzlich zu Gunsten von ROTGRÜN ermittelt und parallel gegen die Parteien von CDU/CSU und FDP.
Es ist in meinen langjährigen Recherchen nicht ein einziger Fall bekannt geworden, wo Hans Leyendecker "Unregelmässigkeiten" aufdeckt hat, die das ROT-GRÜNE-Bündnis in enormen Misskredit gebracht hätte. Seit 1982 - Helmut Kohl hatte bekanntlich als Bundeskanzler im März 1983 die Macht in Deutschland übernommen - recherchiert Leyendecker im politischen Umfeld, aber scheinbar immer nur zum Schutz der rotgrünen politischen Gruppierung. Und kurz nachdem sich im Jahre 1998 die politische Stimmung in Deutschland wieder zu ROTGRÜN gewandelt hatte, deckte Leyendecker im Herbst 1998 die "CDU-Spendenaffäre" auf.
Diese politisch-gefärbten Recherchen ziehen sich wie ein, im wahrsten Sinne des Wortes, "roter Faden" durch die journalistische Arbeit von Hans Leyendecker. Nach meinem Journalismusverständnis hat das nicht viel mit objektiven investigativen Journalismus zu tun und stellt die journalistische Glaubwürdigkeit von Hans Leyendecker mehr als in Frage. Dieser Eindruck wird noch dadurch verstärkt, dass Leyendecker als einer der "Macher" der Journalistenvereinigung "Netzwerk-Recherche" von Institutionen wie GREENPEACE, dem BUND und der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung finanziell unterstützt wird. Übrigens: Sein Kollege Christoph Maria Fröhder, mit dem er die "Maulkorb"-Sendung gedreht hatte, gehört auch der Journalismusvereinigung "Netzwerk-Recherche" an.
Im Rahmen der BND-Affäre rund um den Deutschtürken Murat Kurnaz sorgte Leyendecker auch zusammen mit anderen Journalisten dafür, dass entlastendes Material über den SPD-Bundesaussenminister Steinmeier u.a. in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG veröffentlicht worden ist. Mitglieder des BND-Untersuchungsausschusses im Bundestag kamen dann am 02.08.2007 in der ARD-Tagesschau zu der, so wörtlichen, Erkenntnis:
"Im BND-Untersuchungsausschuss sind ganz gezielt vor allem von der SPD-Fraktion Interna an die Öffentlichkeit gegeben worden mit dem Ziel, das Verhalten des damaligen Kanzleramtsminister Steinmeier in einem besseren Licht erscheinen zu lassen."
Und Hans Leyendecker war mittendrin, statt nur dabei...
Wer also der Meinung ist, sich das Buch von Hans Leyendecker "Die grosse Gier" kaufen zu müssen, sollte nun wissen, mit welcher politischen Weltanschauung Hans Leyendecker das Buch geschrieben hat.
Leyendecker ist m.E kein Synoym für "investigativen Journalismus", sondern der Inbegriff von Journalismus, der einer ganz bestimmten politischen Lobby zu arbeitet. Dieses einseitig-politischgefärbte Verständnis von journalistischer Tätigkeit ist grundsätzlich, unabhängig von der politischen Farbgebung, an der Person Leyendecker als Journalist zu kritisieren. Die Glaubwürdigkeit von Hans Leyendecker als Journalist dürfte aufgrund der nachweisbaren Einseitigkeit seiner politischen Recherchen in Frage zu stellen sein.
Am 1. März 2007 habe ich Hans Leyendecker bei einer Verstaltung der "Sebastian Cobler Stiftung für Bürgerrechte" in Frankfurt vor ca. 200 Zuhörern öffentlich gefragt, warum er den von ROTGRÜN eingefädelten politischen Schwindel mit thermischen Solaranlagen nicht öffentlich macht und er offenlegt, daß seit 1998, als ROT-GRÜN die Bundestagswahl gewonnen hatte, ein solarkritisches Gutachten von der Justiz in NRW unterschlagen wird, damit der "solare Effizienz Schwindel" in Deutschland mit der Bevölkerung weiterhin abgezogen werden kann. Die Beweise für meine Behauptungen könne ich ihm allesamt vorlegen. Er und Chefredakteur Klaus Ott seien seit mehreren Monaten über die Fakten informiert worden. Er argumentierte damals mit Arbeitsüberlastung und gegenwärtig anderen Themenschwerpunkten und Leyendecker verschwand nach der Veranstaltung kommentarlos durch einen Seitenausgang ohne bis heute meine Behauptungen öffentlich zu machen, geschweige denn meine Behauptungen auf Wahrheitsgehalt zu überprüfen.
So funktioniert in Deutschland die Verfolgung von politischen Zielen mit Hilfe eines scheinbar politisch einseitig ausgelegten investigativen Journalismus und Leyendecker ist der Inbegriff rotgrüner politischer Lobbyarbeit.
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