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Die Subjektivität eines Hans Leyendecker

Über das einseitige Verständnis von investigativen Journalismus

Hans Leyendecker (mitte) am 16.06.2007 beim NDR Fo
Hans Leyendecker (mitte) am 16.06.2007 beim NDR Fo
Er gilt als einer der profiliertesten investigativen Journalisten und deckte seit 1982 viele Affären in Deutschland auf, so z.B. die Affären "Flick", "Lambsdorff", "Späth" und "Kohl" Mit diesen vier Affären wird auch sein neues Buch: "Die grosse Gier" angepriesen, mit dem Leyendecker gegenwärtig auf Werbetour in Deutschland ist. Im Jahre 2000 erhielt er die Auszeichnung "Aufrechter Gang" des Landesverbandes der GRÜNEN in Nordrhein-Westfalen. 2003 wurde er mit einem Sonderpreis der "Stiftung Freiheit der Presse" für "ausserordentliche Leistungen bei der Aufdeckung des CDU-Spendenskandals" ausgezeichnet. 2004 bekam er den von der SPD ausgelobten Gustav-Heinemann-Bürgerpreis. Aber scheinbar fällt nur Bürgern mit längerfristigen Hintergrundwissen auf, dass alle seine Recherchen einer politischen Farbgebung dienen: ROTGRÜN.

Die oben genannten vier Affären, die Leyendecker aufgedeckt hat, betreffen alle das politische Umfeld von CDU, CSU und der FDP.

Im September 2002 wurde seine TV-Dokumentation "Maulkorb für den Staatsanwalt" in der ARD gesendet, die die politische Lenkung von Staatsanwaltschaften aufdeckte und die Willkürlichkeit der staatsanwaltschaftlichen Arbeit offenlegte. In dieser ARD-Dokumentation, die Leyendecker zusammen mit dem Journalisten Christoph Maria Fröhder herstellte, wurde unter anderem die von angeblich politisch-motivierten Staatsanwälten eingeleitete Rufmordkampagne gegen das GRÜNEN-Aushängeschild Joschka Fischer kritisiert, der in früheren Jahren als autonomer Demonstrant mit Steinen auf Polizisten geworfen haben soll. Parallel wurde in der "Maulkorb"-Sendung das CDUgeführte hessische Justizministerium rund um Volker Bouffier und Roland Koch heftig kritisiert und angeprangert. Nicht nur, weil ich die bis heute andauernden rechtsstaatlich höchstbedenklichen Machenschaften des Justizministeriums und der Staatsanwaltschaften in Hessen ebenfalls durch Beweise bestätigen kann, soll das nicht der Kritikpunkt an der Leyendeckers journalistischer Arbeit sein.

Die Kritik richtet sich vielmehr gegen die offensichtlich politisch einseitig-gefärbte Recherchearbeit bei Leyendeckers investigativen Journalismus. Meine Recherchen belegen, daß Leyendecker grundsätzlich zu Gunsten von ROTGRÜN ermittelt und parallel gegen die Parteien von CDU/CSU und FDP.

Es ist in meinen langjährigen Recherchen nicht ein einziger Fall bekannt geworden, wo Hans Leyendecker "Unregelmässigkeiten" aufdeckt hat, die das ROT-GRÜNE-Bündnis in enormen Misskredit gebracht hätte. Seit 1982 - Helmut Kohl hatte bekanntlich als Bundeskanzler im März 1983 die Macht in Deutschland übernommen - recherchiert Leyendecker im politischen Umfeld, aber scheinbar immer nur zum Schutz der rotgrünen politischen Gruppierung. Und kurz nachdem sich im Jahre 1998 die politische Stimmung in Deutschland wieder zu ROTGRÜN gewandelt hatte, deckte Leyendecker im Herbst 1998 die "CDU-Spendenaffäre" auf.

Diese politisch-gefärbten Recherchen ziehen sich wie ein, im wahrsten Sinne des Wortes, "roter Faden" durch die journalistische Arbeit von Hans Leyendecker. Nach meinem Journalismusverständnis hat das nicht viel mit objektiven investigativen Journalismus zu tun und stellt die journalistische Glaubwürdigkeit von Hans Leyendecker mehr als in Frage. Dieser Eindruck wird noch dadurch verstärkt, dass Leyendecker als einer der "Macher" der Journalistenvereinigung "Netzwerk-Recherche" von Institutionen wie GREENPEACE, dem BUND und der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung finanziell unterstützt wird. Übrigens: Sein Kollege Christoph Maria Fröhder, mit dem er die "Maulkorb"-Sendung gedreht hatte, gehört auch der Journalismusvereinigung "Netzwerk-Recherche" an.

Im Rahmen der BND-Affäre rund um den Deutschtürken Murat Kurnaz sorgte Leyendecker auch zusammen mit anderen Journalisten dafür, dass entlastendes Material über den SPD-Bundesaussenminister Steinmeier u.a. in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG veröffentlicht worden ist. Mitglieder des BND-Untersuchungsausschusses im Bundestag kamen dann am 02.08.2007 in der ARD-Tagesschau zu der, so wörtlichen, Erkenntnis:

"Im BND-Untersuchungsausschuss sind ganz gezielt vor allem von der SPD-Fraktion Interna an die Öffentlichkeit gegeben worden mit dem Ziel, das Verhalten des damaligen Kanzleramtsminister Steinmeier in einem besseren Licht erscheinen zu lassen."

Und Hans Leyendecker war mittendrin, statt nur dabei...

Wer also der Meinung ist, sich das Buch von Hans Leyendecker "Die grosse Gier" kaufen zu müssen, sollte nun wissen, mit welcher politischen Weltanschauung Hans Leyendecker das Buch geschrieben hat.

Leyendecker ist m.E kein Synoym für "investigativen Journalismus", sondern der Inbegriff von Journalismus, der einer ganz bestimmten politischen Lobby zu arbeitet. Dieses einseitig-politischgefärbte Verständnis von journalistischer Tätigkeit ist grundsätzlich, unabhängig von der politischen Farbgebung, an der Person Leyendecker als Journalist zu kritisieren. Die Glaubwürdigkeit von Hans Leyendecker als Journalist dürfte aufgrund der nachweisbaren Einseitigkeit seiner politischen Recherchen in Frage zu stellen sein.

Am 1. März 2007 habe ich Hans Leyendecker bei einer Verstaltung der "Sebastian Cobler Stiftung für Bürgerrechte" in Frankfurt vor ca. 200 Zuhörern öffentlich gefragt, warum er den von ROTGRÜN eingefädelten politischen Schwindel mit thermischen Solaranlagen nicht öffentlich macht und er offenlegt, daß seit 1998, als ROT-GRÜN die Bundestagswahl gewonnen hatte, ein solarkritisches Gutachten von der Justiz in NRW unterschlagen wird, damit der "solare Effizienz Schwindel" in Deutschland mit der Bevölkerung weiterhin abgezogen werden kann. Die Beweise für meine Behauptungen könne ich ihm allesamt vorlegen. Er und Chefredakteur Klaus Ott seien seit mehreren Monaten über die Fakten informiert worden. Er argumentierte damals mit Arbeitsüberlastung und gegenwärtig anderen Themenschwerpunkten und Leyendecker verschwand nach der Veranstaltung kommentarlos durch einen Seitenausgang ohne bis heute meine Behauptungen öffentlich zu machen, geschweige denn meine Behauptungen auf Wahrheitsgehalt zu überprüfen.

So funktioniert in Deutschland die Verfolgung von politischen Zielen mit Hilfe eines scheinbar politisch einseitig ausgelegten investigativen Journalismus und Leyendecker ist der Inbegriff rotgrüner politischer Lobbyarbeit.

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Schlüsselwörter: Leyendecker | Investigativer Journalismus | Die grosse Gier | Netzwerk Recherche | Greenpeace | Maulkorb für den Staatsanwalt | BND-Untersuchungsausschuss
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Kommentare

solarkritik
am 08.10.2007 07:04:31 (84.61.153.xxx) Link Kommentar melden
Eine politische Affäre habe ich der Leyendecker-Auflistung noch vergessen:

Die Affäre rund um Uwe Barschel (CDU) im Jahre 1987. Leyendecker war damals beim SPIEGEL uind er kommt auch zu der "Barschel"-Affäre in der aktuellen TV-Dokumentation zu Wort, man schaue hier:
http://www.phoeni...0054.1.htm
Gerhard
am 08.10.2007 10:38:04 (84.183.228.xxx) Link Kommentar melden
So einen Blödsinn, den Sie hier verbreiten, Herr Hoffmann, habe ich lange nicht gelesen.

Wenn ich mir Ihre Webseite so anschaue, dann ist diese genauso einseitig.
günter gärtner
am 08.10.2007 11:54:53 (212.51.7.xxx) Link Kommentar melden
@gerhard
ich beobachte seit einigen jahren diesen politischen Schwindel oder besser gesagt ihre lügengeschichten um die wahrheit zu unterdrücken.
hier in sachen hoffmann liegen sie derart daneben, dass ich annehmen muss sie sind opfer der pisa studie oder einer der nicht legitimierten BRD Politiker.
lesen sie weiter die bild zeitung und geben bitte keine unqualifizierten beiträge ab von sachverhalten von denen sie anscheinen keinerlei ahnung haben bzw sie nicht einmal richtig recherchiert haben.
guten tag und gruß aus dresden
günter
OZ24
am 08.10.2007 12:11:33 (84.183.180.xxx) Link Kommentar melden
So mal auch von mir eine Anmerkung zum Thema. Es ist ja wohl unumstritten, das Lobbyismus ein fester Bestandteil der Politik und der Medienlandschaft geworden ist. Laut Wikipedia wird Lobbyismus wie folgt definiert. Lobbyismus ist eine Form der Interessenvertretung in der Politik, in der Interessengruppen, die Lobbys, die Exekutive und Legislative oder die öffentliche Meinung über die Medien beeinflussen.

Es ist leider fester Bestandteil unseres politischen Lebens geworden. Die wenigsten Journalisten sind frei davon. Irgend eine Interessengruppe vertreten Sie immer. Leyendecker die von Rot Grün Andere die von den anderen politischen Strömungen. Nicht zu vergessen sind solche Journalisten die Interessengruppen der Industrie vertreten. Ob nun mit oder ohne "Gegenleistung" es ist und bleibt Lobbyismus!
solarkritik
am 08.10.2007 13:55:12 (62.159.151.xxx) Link Kommentar melden
Bekannt ist das alles...wohl wahr...
Umso verwerflicher ist es dann, dass diejenigen Journalisten, die den Lobbyismus anprangern, wie z.B. Thomas Leif und auch Leyendecker niemals den Lobbyismus im Rahmen des eigenen Journalismus thematisieren oder auch anprangern.

Warum solten sie sich auch den Ast absägen, auf dem sie sitzen...sprich den Geldern von GREENPEACE und BUND und sonstigen Lobbyverbänden...

Aber wenn irgendwann keiner mehr die lobbygesteuerten Texte dieser Journalisten kauft...dann brauchen diese Journalisten auch keinen Ar...mehr zum sitzen...

Und dann erst merken diese Journalisten:
"Glaubwürdigkeit ist mit keinem Geld der Welt zu erkaufen..."

Auch nicht mit Greenpeace Geld...
Gerhard
am 08.10.2007 15:31:44 (84.183.228.xxx) Link Kommentar melden
@Günter Gärtner

Was sind Sie denn für ne Pappnase, Herr Gärtner? Ich verbreite weder hier noch sonstwo Lügengeschichten um die Wahrheit zu unterdrücken. Auch bin ich kein Opfer der Pisastudie, Politiker ebenfalls nicht. Die BILD-Zeitung gehört nicht zu meinen bevorzugten Tageszeitungen.

Welche Beiträge ich abgebe, dass müssen Sie schon mir überlassen. Was haben Sie denn für Ahnung von dieser Materie, dass Sie anderen das Wissen darum absprechen?

Wenn ich mir Ihre Schreibweise so anschaue (meist klein, teilweise groß) dann kann es mit Ihrer Bildung ja wohl nicht so weit her sein, oder?

@alle
Was will uns Herr Hoffmann denn nun mit diesem Beitrag sagen? Dass es Journalisten gibt, die der einen oder anderen politschen Strömung nahe stehen und deshalb so berichten? Das ist ja nun nichts Neues. Vielleicht sollte Herr Hoffmann mal die Journalisten aufzeigen, die für die "Gegenseite" berichten und dort Skandale o.ä. publizieren.
Gerhard
am 08.10.2007 15:34:30 (84.183.228.xxx) Link Kommentar melden
@Hoffmann

Woher wollen Sie wissen, dass Herr Leyendecker auf der Geldempfangsliste von Greenpeace und BUND stehen? Fakten Herr Hoffmann, Fakten! Bisher sind das alles nur Mutmaßungen Ihrerseits.
günter gärtner
am 08.10.2007 16:01:14 (195.4.83.xxx) Link Kommentar melden
@gerhard

ihre anrede mit der pappnase finde ich treffend, es zeigt mir, dass
sie wohl doch pisa geschädigt sein müssen.
ich habe nicht sie bedacht mit meiner aussage der lügengeschichten, sondern die politikgauner der brd, handlanger sowie deren helfershelfer.
aber sie interpretieren es auf ihre person, also doch leseschwäche ????
auch das wissen habe ich ihnen nicht abgesprochen, in sachsen hoffmann haben sie eben keinerlei durchblick, das habe ich ihnen vorgehalten, und ein kleiner blick auf die webpräsenz genügt auch nicht das zu beurteilen.
schreiben sie bitte die diskussionsteilnehmer nicht mit ihrem vornamen an, das hat was mit anstand zu tun.
liebe grüße aus dresden
günter
Gerhard
am 08.10.2007 16:20:02 (84.183.228.xxx) Link Kommentar melden
@Günter
Ich weiß nicht, in welcher Art man von Pisa geschädigt sein soll. Das wird wohl Ihr Geheimnis bleiben:-)) Sei es drum.

Wenn ich mir Ihre Ausdrucksweise so anschaue, dann sind Sie ziemlich politikgeschädigt. Sie sollten darüber nachdenken, auszuwandern.

Bzgl. des Wissens um den Fall Hoffmann. Ich habe mir seine Seite sehr genau angeschaut und das auch schon länger verfolgt. Wenn man mal die Foren durchstöbert, bekommt man sehr eindrucksvoll ein Bild von Herrn Hoffmann. Bisher habe ich mich im Hintergrund gehalten.

"schreiben sie bitte die diskussionsteilnehmer nicht mit ihrem vornamen an, das hat was mit anstand zu tun."

Ich schreibe die Teilnehmer nicht mit ihrem Vornamen an. Wenn Sie mich meinen, dann genügt mein Vorname vollkommen. Anscheinend kennen Sie sich in Foren nicht so aus, aber da ist es üblich, dass die Teilnehmer alle nicht ihren eigenen Namen benutzen. Ich könnte mich ja auch Schnuzelbuzel nennen. Das hat nichts mit magelndem Anstand zu tun, Herr Gärtner, das ist im WWW halt so.
solarkritik
am 08.10.2007 16:20:26 (62.159.151.xxx) Link Kommentar melden
Auf der Webseite von www.netzwerkrecherche.de kann man lesen:

Greenpeace, der WWF und der BUND haben sich verpflichtet, für das Umwelt-Recherche Stipendium in den nächsten Jahren Gelder bereitzustellen. Das Wirtschafts-Recherche Stipendium wird von der Allianz-Group gefördert, die Themen aus Ostdeutschland unterstützt die Otto Brenner Stiftung.

Glaubt jemand Greenpeace würde für ein Umwelt-Recherche-Stipendium Geld geben, wódurch aufgedeckt wird, dass seit 1998 ein solarkritisches Gutachten von der NRW-Justiz unterschlagen wird ?
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