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Lokales: Lokale Nachrichten

Kündigung nach Diebstahl von Kartons

Die Auswüchse einer ungerechten Gesellschaft

Und schon wieder ist ein Fall von Kündigung nach einem vermeintlich Bagatelldelikt bekannt geworden.

Denn ein Unternehmen, hat in Villingen-Schwenningen, einen Mitarbeiter entlassen, nachdem er mehrere gebrauchte Kartons seiner Firma mitgenommen hatte. Auch in diesem Fall befand nun ein Arbeitsgericht, dass die Kündigung, des Mitarbeiters, rechtens sei.

Deshalb bleibt die Kündigung bestehen. Die Parteien einigten sich aber nach Informationen des Südwest Rundfunks auf einen Vergleich, der für den Mann eine Abfindung von seiner Firma in Höhe von 6.000 Euro vorsieht.

Der 50-jährige Mitarbeiter hatte die Warenkartons für den Umzug seiner Tochter mitgenommen. Dabei war er von einer Überwachungskamera gefilmt worden. Für den Chef, der betroffenen Unternehmens, war dieser Fall ein klarer Fall von Diebstahl und nach 27 Jahren im Betrieb folgte dann die Kündigung.

Der Mitarbeiter ließ sich dieses nicht gefallen und zog, wegen der Kündigung, vor das Arbeitsgericht. Denn er war im Glauben, dass diese Kartons nicht gebraucht werden. .

Nach der gängigen Rechtsprechung spielt der Wert eines gestohlenen Gegenstands aber keine Rolle für eine Kündigung, wie der zuständige Richter betonte. Entscheidend sei vielmehr der Vertrauensbruch des Beschäftigten. Sei das Vertrauensverhältnis zum Arbeitgeber nachweislich zerstört, könne eine fristlose Kündigung angemessen sein.

In diesem Sinne hatte vor kurzem bereits Richter in Radolfzell argumentiert, als sie entschieden,die Entlassung einer Mitarbeiterin aus einem Seniorenheim sei rechtens, weil sie übrig gebliebene Maultaschen mit nach Hause genommen hatte.

Aber diese Urteile zeigen auch den Zustand an, in der sich unsere Gesellschaft, in Deutschland, befindet. Sie wird immer ungerechter und härter.

Da werden, auf der einen Seite, Mitarbeiter wegen der Mitnahme einer Frikadelle oder Maultaschen und auch Kartons einfach so fristlos entlassen.

Schaut man sich dann aber den aktuellen Fall HSH Nordbank an, dann muß man feststellen, dass dessen Manager Dirk Jens Nonnenmacher wegen einiger Verfehlungen nicht entlassen. Ja, der ganze Vorstand dieser Bank stellt sich sogar noch hinter ihm.

Wieso kann Herr Nonnenmacher einfach so Steuergelder in Milliarden Höhe son einfach in den Sand setzen? Und dieses Geld gehört doch der ganzen Gesellschaft unseres Staates. Also danach müsste dieser Manager doch schon längst entlassen werden.

Wie gesagt, stattdessen passiert in diesem Fall gar nichts. Das ist Rechtsbeugung und dürfte in einer Demokratie, wie die Unsere, einfach nicht passieren.

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Schlüsselwörter: Kündigung | Diebstahl | Bagatelldelikt
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Kommentare

Rainer Karow
am 24.10.2009 09:04:59 (188.193.171.xxx) Link
Dieser Kommentar wurde auf Grund eines Verstoßes gegen die Kommentarregeln von einem Moderator gelöscht.
  • Doppelposting Gelöscht von OZ24 am 25.10.2009 17:19:41.
173
am 24.10.2009 09:05:31 (188.193.171.xxx) Link Kommentar melden
Dartige Sittenwidrigkeiten gehen ja nun zu Hauf durch die Presse. Da genügt langsam schon der Verdacht und das Arbeitverhältnis ist unwiderbringlich Vertrauensgestört und die Kündigung berechtigt.
Das ist hier kein Recht mehr, sonder Politik. Und schnürt nun langsam auch hier die Freiheit zu. Wir befinden uns gradlinig in eine offene Diktatur und die BRD wird zunehmen auch hier Rechtsnachfolger des Nazireiches in Form faschistoider Gestaltung. Denn die "vielgescholtenen Braunen der vermeintlichen Bewahrer des Rechts als APO in diesem Lande" stecken in der faktischen Macht einer illegalen BRD ohne "staatliche Legitimation" So die Fachleute!
Wir haben lange ein Recht zum Widerstand und lt. Rita Süßmuth, gestützt auf ein Urteil des BVG aus den 70er Jahren, sogar eine Widerstandspflicht, will Jemand die Demokratie abschaffen! Welche denn eigentlich? Und merkt es immer noch Niemand, was hier eigentlich läuft?
Das sind doch alles Mosaiksteinchen der "geistigen Perversion" des Politetablissements und der Parteibuchdemokratie der Durchdringung aller Machtebenen. Schon Carl Japsers sprach für die BRD als "Parteienoligarchie" Und wir merken das immer noch nicht? Wie blöd sind die Deutschen eigentlich?
Johannes Reiser
am 24.10.2009 20:06:44 (94.218.246.xxx) Link Kommentar melden
Warum gibt es solche Urteile nicht, wenn zB von Ministern oÄ der Dienstwagen samt Fahrer missbräuchlich verwendet wird?

Wer ist in unserem Lande der Täter? Der Verurteilte, der Politiker oder die Justiz?

Fest steht nur: Der Verarschte ist der ehrliche Bürger!
287
am 26.10.2009 20:15:03 (88.69.228.xxx) Link
Dieser Kommentar wurde auf Grund eines Verstoßes gegen die Kommentarregeln von einem Moderator gelöscht.
  • Verletzung der Richtlinien beim Kommentieren siehe Forum Gelöscht von Argusauge am 26.10.2009 21:39:21.
287
am 26.10.2009 21:34:02 (88.69.228.xxx) Link Kommentar melden
Im Forum nachlesen warum Kommentare dieser Art gelöscht werden.
  • Verletzung der Richtlinien beim Kommentieren siehe Forum Geändert von Argusauge am 26.10.2009 21:41:20.
  • Geändert von Argusauge am 26.10.2009 21:41:40.
Holzi
am 27.10.2009 16:09:36 (217.80.220.xxx) Link Kommentar melden
Meiner Meinung nach steckt da eine Methode dahinter:

Mit diesen unmenschlichen Maßnahmen sollen die Mitarbeiter
entlassen werden, die für den Betrieb zu teuer geworden
sind.

Sprich: Sie schon lange im Betrieb und beziehen einen zu
hohen Lohn.

Nur aktuell: Im Lübecker Raum ist eine KFZ Mechaniker einfach so nach 50jähriger Betriebszugehörigkeit ent-
lassen worden und darf sich jetzt bei der zuständigen Arbeitsagentur melden.
boemmelburg
am 31.12.2009 15:08:46 (77.177.162.xxx) Link Kommentar melden
Und selbst Einmalkleiderbügel, die ein Bekleidungshersteller in seinem Outlet für die Kunden kostenlos im Ausgangsbereich anbietet, müssen bei ihm, wenn diese durch den Personalausgang abends mitbenommen werden möchten, "abgesegnet" werden. Es ist zwar nur eine Frage, die schnell mal gestellt werden muss an einen Vorgesetzen. Immer kommt jedoch ein "absegnen" zustande, dass dem Mitarbeiter klar macht: Hier gibt es gar nichts kostenlos.

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