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Politik: Politische Meinung

Frieden mit Barack Obama?

Warum dieser Friedensnobelpreis so schal schmeckt

...ein Friedensförderer...?
...ein Friedensförderer...?
Bereits Anfang Oktober 2009, also vor einem halben Jahr, schrieb Daniel Pipes, der konservative US-amerikanische Journalist und wirklich ein Nahost-Experte, dieser Friedensnobelpreis erzeuge einen doppelten Schaden: er mache Bush schlecht und binde Obama die Hände.

Nun ist der Friedensnobelpreis spätestens seit 1994 ohnehin dadurch entwertet, daß man den ägyptischen Massenmörder und Terroristen Muhammad 'Abd ar-Rahman 'Abd ar-Ra'uf 'Arafat al-Qudwa al-Husaini alias Jassir Arafat, von seinen Terrorbrüdern auch gern zärtlich als Abu 'Ammar gehätschelt, zu bestechen versuchte: wenn wir Dir den Friedensnobelpreis geben, bist Du dann ein bißchen friedlicher?

Es hat bekanntlich nicht funktioniert, der Palli-Terror bekam dadurch erst wieder so richtig Schwung. Obwohl von dem Preisgeld nicht einmal Waffen gekauft wurden, es verschwand - wie der Großteil der UNO- und EU-Sozialhilfe - in der Privatschatulle des Möchtegern-Politikers Arafat. Doch diese unselige Verleihung im Jahr 1994 ist ein Paradebeispiel dafür, wie schief es in aller Regel geht, wenn man jemanden glorifiziert für eine Leistung, die er (noch) gar nicht vollbracht hat. Man soll eben das Fell des Bären nicht verkaufen, bevor dieser erlegt wurde...

Doch über die generelle Kritik an einem dermaßen entwerteten Preis hinaus, unabhängig auch von der Peinlichkeit, daß ein solcher Preis für eine „Anstrengung“ vergeben wird statt für einen Erfolg, hat Daniel Pipes sicher recht: die Preisvergabe ist in einer peinlichen Weise politisch einseitig, und sie ist eine „linke“ Positionierung des Norwegischen Nobel-Komitees. Sie ist überdies ein recht fadenscheiniger Wunsch, die US-Politik aus Skandinavien mitbestimmen zu wollen. Ein kluger Barack Obama allerdings wird weder in Afghanistan noch im Irak generell auf militärische Optionen verzichten. Selbstverständlich auch bei weiteren Verschärfungen in der Irankrise nicht.

That Nobel Peace Prize: Bashes Bush, Handcuffs Obama

„Was hat er gewonnen?“, ist durchgängig die erste Reaktion. Und die zweite, zumindest bei den Rechten: „Warum haben sie das getan?“

Selbst die Begründung des Nobel-Komitees gibt nicht vor, daß Barack Obama tatsächlich irgendetwas erreicht hat. Stattdessen wurde er ihm „für seine außergewöhnlichen Anstrengungen zur Stärkung der internationalen Diplomatie und der Zusammenarbeit zwischen Völkern“ gegeben. Für Anstrengungen, nicht für Erfolge.

Das sorgfältige Durchlesen der gesamten Begründung legt nahe, daß Obama aus zwei Gründen gefeiert wird. Das Geschwätz von „einem neuen Klima“, den Vereinten Nationen, der „Vision einer atomwaffenfreien Welt“ und „großer Klima-Herausforderungen“ deuten darauf hin, daß er der Anti-George W. Bush ist.

Zweitens hofft das Preiskomitee Obamas Hände gegenüber dem Iran zu binden. Es lobt ihn dafür keine Gewalt zu benutzen: „Dialog und Verhandlungen sind die bevorzugten Instrumente zur Lösung selbst der schwierigsten internationalen Konflikte.“ Das ist offensichtlich Geschwafel: Während Bush gegen Nordkorea keine Gewalt nutzte, verlässt sich Obama in Afghanistan nicht auf Dialog. Aber die Erklärung setzt Obama unter Druck, dort keine Gewalt zu benutzen, wo das am meisten zählt, nämlich der iranischen Atomaufrüstung. (...) Meine Vorhersage: Die Absurdität der Preisverleihung wird Obama in den USA politisch schaden, weil seine Rolle als internationaler Prominenter einer Bilanz gegenüber steht, die frei von Erfolgen ist. (...)

Quelle: That Nobel Peace Prize: Bashes Bush, Handcuffs Obama, Übersetzung: H. Eiteneier

Alles in allem also war das wirklich keine gute Idee, die das Nobelpreis-Komitee da hatte.

Nur zur Erinnerung: der Friedensnobelpreis ist eine Kategorie des von dem schwedischen Erfinder und Industriellen Alfred Nobel gestifteten Nobelpreises. Weiterhin zur Erinnerung: nach der Vorgabe des Stifters soll der Preis an denjenigen vergeben werden, „der am meisten oder am besten auf die Verbrüderung der Völker und die Abschaffung oder Verminderung stehender Heere sowie das Abhalten oder die Förderung von Friedenskongressen hingewirkt“ und damit „im vergangenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen erbracht“ hat.

Obama in der Air Force One
Obama in der Air Force One
Ob dieser Maßstab wirklich die Verleihung des Friedensnobelpreises an Barack Obama rechtfertigt? Meiner persönlichen Ansicht nach tut er das nicht. Ebensowenig wie bei Arafat übrigens. Diese Preisverleihung ist aber nicht nur nicht gerechtfertigt, sondern sie wird auch keinen Nutzen bringen. Dafür aber recht viel Schaden.

Bedauerlich, daß für falsche - weil unsinnige - Friedens-Hoffnungen derartig viel Energie verschwendet wird. Bedauerlich auch, daß die Sozialisten im Komitee die Chance vertan haben, ihre Ideen wieder dem eigentlichen Gedanken und der Zielsetzung Alfred Nobels anzunähern.

  • Bildnachweis:
  • Barack Obama. Source: http://chesh.org/barack/DSC_0022.JPG. Author: Elizabeth Cromwell. Via Wikipedia, Creative Commons Attribution ShareAlike 3.0 License
  • Description English: President Obama during his first flight as president on Air Force One with his AFO jacket. The picture have been shooted in the back on the plane (not "The White House" area) / Français : Le président Obama durant son premier vol, en tant que président, sur Air Force One. Il porte sa veste AFO. La photo a été prise à l'arrière de l'avion (pas dans la "zone Maison Blanche" réservée au président à l'avant). Date: 5 February 2009. Source: White House. Author: White House (Pete Souza) / Maison Blanche ((Pete Souza). Via Wikipedia, public domain

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Schlüsselwörter: Barack Obama | Frieden | Nobelpreis | Iran | Irak | Terror
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Kommentare

334
am 17.05.2010 11:14:46 (80.187.106.xxx) Link Kommentar melden
Es mutet schon recht seltsam an, Obama den Friedensnobelpreis auf Verdacht zu verleihen.
....dieser Friedensnobelpreis erzeuge einen doppelten Schaden: er mache Bush schlecht und binde Obama die Hände.
Kann man Bush überhaupt noch schlecht machen?
266
am 17.05.2010 14:39:25 (95.222.194.xxx) Link Kommentar melden
Ja, kann man. Im übrigen ist es etwas kurzsichtig, einen US-Präsidenten monokausal für Krieg oder Frieden verantwortlich zu machen.
334
am 17.05.2010 16:00:27 (80.187.106.xxx) Link Kommentar melden
Der Irakkrieg war ja wohl ein "Privatvergnügen" Bushs.
OZ24
am 17.05.2010 17:38:22 (84.183.178.xxx) Link Kommentar melden
Chaim
am 17.05.2010 16:26:17

PS: Jimmy Carter war noch schlechter Frown

Der schauspielende Cowboy war noch viel schlechter Wink
  • Geändert von OZ24 am 17.05.2010 17:38:42.
334
am 17.05.2010 18:36:38 (80.187.102.xxx) Link Kommentar melden
Den Irakkrieg hat Bush nachweisbar nur mit Lügen begonnen. Oder hat man die Massenvernichtungswaffen doch irgendwo gefunden? Bush war stinkig, dass Hussein den Fußboden eines Hotel-Foyers mit dem Abbild seines Vaters Fliesen ließ.
334
am 17.05.2010 22:20:55 (80.187.107.xxx) Link Kommentar melden
Naja, derzeit geschieht mehr Unrecht und werden mehr Menschen getötet, als zu Zeiten Husseins.
266
am 18.05.2010 21:35:40 (95.222.194.xxx) Link Kommentar melden
Zu diesem Präsidenten hatte ich mich bereits geäußert.



Aber auch der geht vorbei.

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