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Lokales: Lokale Nachrichten

Geplante Schulschließung in Prittitz

Anmerkungen eines Außenstehenden

Ich kann das nicht glauben, was sich der Herr Gering und sein Gem.-Rat der Gemeinde Prittitz da ausgedacht haben. Ich wohne in einer kleinen Harzrand – Gemeinde, die eine eigene Grundschule besitzt und die ebenso örtlich vorteilhaft gelegen ist, wie die Schule von Prittitz.

Im Rahmen der in Sachsen-Anhalt stattfindenden Schulreform soll diese Schule wegen fallender Schülerzahlen geschlossen werden. Unser Gemeinderat, dem ich auch angehöre, einschließlich des Bürgermeisters und die Schulorgane unseres Kreises haben in gemeinsamen Absprachen Mittel und Wege gesucht, um dieser Schließung entgegenzuwirken. Da unsere Schule bauseitig bestens erhalten und am Ortsrand ohne wesentliche Verkehrszonen gelegen ist, wäre es gegen jede ökonomische Vernunft, diese zu schließen. Daraus sind die Vorstellungen gewachsen, nicht viele Schüler aus unserem Ort in eine andere Schule kostenintensiv zu „karren“, sondern die fehlenden Schülerzahlen an unserer Schule mit wenigen Schülern aus einem anderen Ort aufzufüllen. Es bestehen gute Aussichten, dass unsere Vorstellungen Realität werden.

Ich schildere dies hier nur, um zu zeigen, dass ein Gemeinderat, einschl. des ausführenden Organs „Bürgermeister“, im Sinne der Kinder unter allen Umständen für den Erhalt der eigenen Schule kämpfen müsste. Das aber, was sich in der Gemeinde-Verwaltung Prittitz abspielt ist haarsträubend. Wieso bestimmt eigentlich der Bürgermeister was getan werden muss oder was richtig für die Gemeinde ist. Ein Bürgermeister ist nach dem in der Bundesrepublik herrschenden Recht nur das ausführende Organ des Gemeinderates. Nur der Gemeinderat als höchstes Organ der Gemeindevertretung kann Beschlüsse fassen und den Bürgermeister anweisen, diese zu realisieren.

Auf der in Prittitz stattgefundenen Versammlung war aber erkennbar, dass der Herr Gering seine „Sicht“ dem Gemeinderat einsuggeriert und damit dessen Beschluss herbeigeführt hat. Er tut, als ob er der Bestimmer ist, denn ER hat „Angst“ und ER weiß, „ wie alles in Zukunft laufen wird“. Die von Ihm formulierte „Angst“ vor einer bald stattfindenden Schulschließung scheint völlig aus der Luft gegriffen zu sein und ist statistisch widerlegt worden. Die angeblich in naher Zukunft stattfindende Schulschließung als Argument zur Verschacherung der Schule an einen privaten Betreiber zu nutzen, lässt heftige Vermutungen zum rechtlich nicht abgesicherten Fluss von Finanzmitteln entstehen. Mit welchen Geldern der Herr Gehring, wie in der Versammlung gesagt, den weiteren Besuch aller bisherigen Schüler an dieser Privatschule finanzieren will ist schlicht und einfach rätselhaft. Es gelten kommunale Gesetze und Vorschriften, die den Umgang mit Finanzen und Leistungen und deren Rechenschaftspflicht vorschreiben. Wenn nicht einmal beim Landesschulamt Maßnahmen zur Schließung der Schule bekannt sind, sehe ich doch den Herrn Gering und seinen Gemeinderat mit dem Rücken zur Wand stehen. Man könnte ernsthaft annehmen, dass er und die Mitglieder des Gemeinderates Singles sind, ohne jeden verwandtschaftlichen Anhang und ohne eigene Kinder oder Enkel – oder ist, wenn doch vorhanden, deren weiterer Besuch an der gewünschten Privatschule schon finanziell abgesprochen?

Kurz und gut – ehe ich meine „Logik-Nerven“ weiter strapaziere, kann ich allen Eltern und Betroffenen und der gegründeten Bürger-Initiative nur wärmstens rechtliche Schritte bei den zuständigen Organen gegen die Gemeinde empfehlen.

Ganz wild auf die Berichterstattung solcher „Husarenstücke“ sind sowohl die Lokal-Redaktionen der regionalen und überregionalen Tageszeitungen als auch der Mitteldeutsche Rundfunk mit der Sendung „Ein Fall für Escher“. Da ich mit der in Prittitz vorliegenden „Schul“-Materie durch wahrhafte Informationen vertraut bin, möchte ich zum Abschluss allen Einwohnern von Prittitz die Empfehlung geben, bei der nächsten anstehenden Kommunalwahl mit ihrem KREUZ dafür zu sorgen, dass ehrliche Kommunalpolitiker, denen das Wohl der Kommune und ihrer Einwohner am Herzen liegt, das Heft wieder in die Hand nehmen.

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Schlüsselwörter: Grundschule | Grundschule Prittitz | Prittitz | Gemeindrat | Bürgermeister | Schulschließung | Schule
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Kommentare

bürger
am 02.10.2007 11:25:44 (91.15.112.xxx) Link Kommentar melden
Dem Artikel kann man nur zustimmen.
Wollen wir mal nicht davon ausgehen, dass bis zu dieser Neuwahl das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist bzw. die Grundschule in die Hände der Montessori-Schule.
Kabutoo
am 02.10.2007 16:26:24 (217.193.148.xxx) Link Kommentar melden
Das kann nicht durchkommen, sagt mein gesunder Menschenvverstand.
Das darf nicht wirklich sein, sagt mein naiver Menschenverstand.
Das wird noch durchkommen, sagt mein (sehr) pessimistischer Menschenverstand.
Das ist ein Witz am Stammtisch, sagt mir mein realitätsin.

Aber nein es ist war. Der Fall ist so klar. Wehrt Euch, Ihr könnt nur gewinnen !
OZ24
am 03.10.2007 12:22:38 (84.183.172.xxx) Link Kommentar melden
Ich möchte mich auch noch einmal für den Artikel bedanken. Es ist schön zu sehen das auch Außenstehende von diesem Thema bewegt werden!
am 15.10.2007 15:35:24 (87.172.201.xxx) Link Kommentar melden
Ihr solltet einmal die Kommunalaufsicht des Burgenlandkreises einladen. Nicht nur bei Euch gibt es Bürgermeister die den Inhalt der Gemeindeordnung noch nicht verinnerlicht haben. Kompetenter Ansprechpartner hierfür wäre ien Herr Waldmann. Er unterrichtet unter anderem Verwaltungsrecht in Halle für die einzelnen Kommunen.

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