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Politik: Deutschland

Zwanzig Jahre Mauerfall-wie gut kennen wir uns eigentlich?

Der sehr geschätzte Günter Jauch macht mit diesem Titel zu diesem Thema im Oktober eine Sendung. Es steht zu befürchten, daß hier auf Dingen rumgeritten wird, die mit der wirklichen Geschichte eher nichts zu tun haben wird, geschweige denn mit einer Darstellung von wirklichen Gegebenheiten.

Deshalb erlauben wir uns hier, heute mal eine etwas andere Sichtweise zum Besten zu geben, die am Rande des Geschehens zu erkennen sein könnte, wenn man sich darum Mühen würde.

Die Unterschiedlichkeit der Wahrnehmung wie der eigentlichen Bewandtnis haben auch etwas mit dem Charakter der Deutschen zu tun. Denn, Hand aufs Herz, wir waren meist in unsere Geschichte immer besser als Andere in dem, was wir angenommen und getan haben.

Napoleon beschrieb es so, daß die Deutschen gutmütig seien und Jedem „Führer“ hinterherliefen und sogar auf einander schössen, wenn man es ihnen befehle“ Und von der Eigenschaft der Deutschen, alles sehr gründlich zu machen, haben Sie erst einmal eine Stellung bezogen und/oder etwas akzeptiert, also irgendwie zu Eigen gemacht, hat die Welt ja genug erfahren dürfen. D.h., wir waren im Geiste groß und in den Taten. Auch wenn wir eben dazu neigen, eingeschlagene Irrwege konsequent auszuleben, wenn sie beschritten sind.

Nun gibt es den großen Militärreformer Clausewitz, der bis in die jüngsten Tage Grundlehrstoff für jeden Militärstrategen war. Jüngstes Beispiel die Israelarmee, die auch viel von diesen Prinzipien übernommen hat, was sie so erfolgreich machte. Aus diesen Prinzipien, die in der Militärreform unter Leitung von "Tirpitz" dann durchgeführt wurden, zehrte die Wehrmacht auch bei der Einsetzung durch die Nazis. Obwohl die Wehrmacht zu Beginn des Krieges eigentlich schwächer war als die Westarmeen. Selbst als das französische Militär. Dieses hat, wie heute anerkannt, zum Erfolg der Wehrmacht wesentlich durch die Reform von Herrn Tirpitz beigetragen und nicht das Genie von Adolf Hitler.

Und genau mit diesem Hintergrund war wahrscheinlich die Volksarmee (NVA) der Bundeswehr überlegen. Denn diese Armee war die Nachfolgearmee der Wehrmacht mit gleichem Ansatz und Bewahrung „preußisch-militärischer Grundlage“ Wie ohnehin die SBZ/DDR der „Deutschtradition des deutschen Obrigkeitsstaates“ wesentlich mehr entsprach, als die BRD mit Ihrem „Bürger in Uniform“ etc.

Ob nun die „deutsche Einheit – ein historischer Glücksfall oder Glanzleistung kluger Politiker“ war, beschreibt Herr Prof. Dr. Peter Scholl-Latour in der Ausgabe von TV Hören und Sehen in der jüngsten Ausgabe Nr. 40, Seite 11, ausführlich. Danach war es kein Glücksfall, sondern eine Kette von Dummheiten unter der Führung von Michael Gorbatschow, der die UDSSR aus „romantischen Erwägungen von Politikeinstellung“ verspielt hat. Weil er an „das Gute“ glaubte und die Welt verbessern wollte ohne vorher abzuschätzen, was er damit eigentlich auslösen würde. Die Ereignisse sind bekannt.

Sicherlich hat hier Helmut Kohl in der Gunst der Stunde im Zusammenwirken mit Herrn Horst Teltschik, seinem Kanzler-Berater und Unterhändler, der die Grundlagen mit Gorbatschow ausgehandelt hat, genutzt, in dem er, wie von Peter Scholl-Latour beschrieben, in alleiniger Abstimmung mit Bush sen., den berühmten 10 Punkte-Plan zur Wiedervereinigung umsetze und so die Ereignisse dann zu seinen Gunsten zum Ziele führen konnte. Obwohl er selbst erst von den Ereignissen fast überrollt wäre. Und die Rolle von Diedrich Genscher ist hier nicht zu unterschätzen, worin viele Fachleute den eigentlichen Vereiniger sehen. Aber das wird wohl ein strittiger Punkt bleiben, dem auch nicht so sehr viel Gewicht beizumessen ist.

Betrachten wir hier die Rolle des russischen Militärs, so ist mit der Vergangenheit der Volksarmee preußischer Prägung der „Deutschbewahrer der Wehrmachtstraditionen“ es zu verstehen, daß, obwohl die russische Armee in Ihrem Herrschaftsbereich unter den Deutschen sehr gewütet hat, siehe im ehemals besetztem Gebiet Deutschlands, so hohen Gedenkwert auslöst.

Und das darf man auch ohne Beeinträchtigung der Leistung des russischen Militärs anerkennen, die es vermocht haben, gegen jeglichen eigenen Willen sich der historischen Verwerfung einzuordnen und ohne irgendein gravierendes Vorkommnis, völlig sang und klanglos, das besetze deutsche Gebiet aus der Alliiertenvereinbarung, zu verlassen.

Eine Leistung, die speziell in der BRD West, kaum Beachtung gefunden hat und förmlich als Selbstverständlich hingenommen wurde. Obwohl, wie Peter Scholl-Latour zu recht schreibt, das das eigentliche Wunder der Wiedervereinigung darstellt. "Unglaublich", bezeichnet er anerkennend diesen Vorgang.

An den Akteuren des Ostblockes jedoch, läßt er eigentlich kein gutes Haar, auch wenn der Westen und Deutschland die eigentlichen Nutznießer der Perestroika geworden sind. Und der Schachzug von Helmut Kohl bestand darin, das er dieses Spektakel mit Bush sen., abgesprochen hat gegen die Interessen von Großbritannien, die sehr gegen die Wiedervereinigung waren, haben sie doch zwei große Kriege eines Weltkrieges gegen die Deutschen geführt und wollten die Mittelmacht ein für allemal, außer Verkehr ziehen. Und Frankreich wollte ebenso wenig ein wiedervereinigtes Deutschland aufgrund alter Erinnerungen. Hier hat Helmut Kohl lt. Herr Peter Scholl-Latour Gott sei dank, darüber hinweg gesehen und sich mit Mitterand (franz., Präsident in jenen Tagen) ausgesöhnt.

Nur Polen, das während des Prozesses der Wiedervereinigung nicht mitreden konnte, betreibt heute eine Politik, die nach wie vor Ihren Unmut über die deutsche Wiedervereinigung nur schwer zu verbergen vermag. Siehe der Versuch der Raketenstationierung in deutschen Ostgebieten unter amerikanischer Aufsicht. Diese sind eben genau in den Gebieten geplant, da die Amerikaner sich aufgrund der Haager Landkriegsordnung und Bewahrer des Besatzungsstatuts inkl. der Vereinbarung der Grenzfestlegungen durch die Alliierten mit förmlicher Gesetzeskraft für das Deutsche Reich in den Grenzen vom 31.12.1937, nach wie vor dort Mitsprache beansprucht. Und die polnische Regierung reitet ja nach wie vor auf alten Ansprüchen und Vergangenheiten herum und fordert ständig Russland heraus. Nicht umsonst ist die Ostseepipeline an Polen vorbeigeführt worden. Denn Polen und Russland haben auch noch viele ungeklärte Probleme, die nicht allein um Katün ranken.

Und was hierbei völlig übersehen wird ist die Tatsache, daß die Umstände der Wiedervereinigung und des Zusammenschlusses des „vereinigten Deutschen Wirtschaftsgebietes“ eben eine andere Wahrheit belegt, als der Beitritt einer aufgelösten DDR zur aufgelösten BRD. So die Beschlusslage der Außenminister am 17.08.1990.

Und genau dieses Unwissen vereinigt die beiden deutschen Teile. Ansonsten sind natürlich nach wie vor Unterschiede festzustellen, die sich sicherlich erst in ein paar Generationen auswachsen. Die sind auch kurz benannt und nur zu verständlich. Die Bevölkerung der SBZ/DDR hat es vermocht, sich ein eigenes Bewußtsein zu schaffen, das geprägt war durch 70 Jahre Diktatur einer vergleichbaren Hydra und überlebt und etwas geleistet. Immerhin war sie im Ostblock ein führender Stützpfeiler im Politischen, im Militärischem und im Wirtschaftlichen. Den Preis dafür gilt es gar nicht zu bewerten, da die Menschen es geschafft haben, sich dort einzurichten und eine Art eigene Kultur zu entwickeln. Und sie waren die eigentlichen Bewahrer eines „deutschen Gefühls für die Nation“, was auch den großen Zulauf zu rechtsradikalen Strömungen heute erklären hilft.

Und die reibungslose Eingliederung der NVA, man betrachte besonders den Ausdruck „Nationale VA“, ist fast so bemerkenswert wie der reibungslose Abzug der „Roten Armee“ aus eigentlich ganz Europa. Alles in Allem muß wohl anerkannt werden, die Mitteldeutschen brauchen sich vor nichts verstecken und die Westdeutschen haben überhaupt keinen Grund, sich überlegen zu fühlen. Denn nur die Gunst der Ortsansässigkeit hat Ihr Verhalten bestimmt und geprägt.

Als Nation jedoch haben wir noch viel aufzuarbeiten. Und dieses Aufarbeiten ergibt sich nicht alleine aus dem Zusammenwachsen zweier unterschiedlicher Erfahrungen eines Volkes, das eben unterschiedlich den Müll der Nazis aufzuräumen hatte, sondern ganz besonders aus den Umständen, die zur Wiedervereinigung führten, ohne das wirklich mit der Wiedervereinigung die Geschichte durch das Volk bereinigt werden konnte z.B. in der Anerkennung der Wiederherstellung des Deutschen Reiches aufgrund internationaler Bedingungen und aufgrund der Tatsache, daß eine neue Verfassung und Demokratisierung und Freiheitslösung und Freiheitsabarbeitung des Deutschen Reiches, durch das BRD-Politetablissement, bis heute verweigert wird.

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Schlüsselwörter: SBZ | DDR | BRD | Wiedervereinigung
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Kommentare

Steinbrücks Furunkel
am 02.10.2009 08:44:14 (62.203.137.xxx) Link Kommentar melden
@ Zeterer

Hetzen Kriegshetzer eigentlich für oder gegen einen Krieg?

Sollten Sie für einen Krieg meinen, dann sind Sie hier der Kriegshetzer, siehe IHre vielen Hasstiraden für Krieg von Israel gegen Gaza, Westbank, Libanon.

http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=7942
Wo? Hier in dieser Plattform OZ24.
Steinbrücks Furunkel
am 02.10.2009 08:59:37 (62.203.137.xxx) Link Kommentar melden
Napoleon beschrieb es so, daß die Deutschen gutmütig seien und Jedem „Führer“ hinterherliefen und sogar auf einander schössen, wenn man es ihnen befehle“


Genau das wollten sich die ehemaligen und jetzigen Machthaber doch immer zu Nutze machen.
Klappte bloss nicht immer und wird hoffentlich nicht immer klappen

Beispiel?
Kapp-Putsch , wer sagte da noch gleich "Reichswehr schiesst nicht auf Reichswehr"?

Und auch bei der NVA lief nicht alles nach Wunsch. Ich musste meinen Militärdienst an einer Ausbildungsakademie der Militärs ableisten, war nicht mein Wunsch, aber besser verantwortlich für Gas, Licht und Scheis..., als aktiv Kreig spielen.
Trotzdem mussten wir als "Manövriermasse" für die zujkünftigen Feldherren herhalten.
Bei einer dieser "Übungen" übernahm zum Schluss der Kommandierende das Zepter und liess den ganzen Kriegshaufen sich in die von ihm vermeintlich vorgegeben Richtung fahren. War nur 180° verkehrt, statt nach Westen ging's nach Osten (Beispiel). Nach 1 Stunde merkte der Volltrottel das dann, nachdem er die permanenten "Meinungsäusserungen" des Motorradregulierers, den er auch noch beinahe über den Haufen fahren liess, nicht mehr ignorieren konnte.

Zum Schluss, als alles vorbei war, haben wir Ihm beim Waffenappell ganz offen gesagt, dass er der 1.Tote des 3. WK sei, und zwar schon in der Kaserne. Und mit ihm ging es vielen so.
Soweit zu Deutsche schiessen aufeinander.
Steinbrücks Furunkel
am 02.10.2009 09:24:01 (62.203.137.xxx) Link Kommentar melden
Geschichte ist Geschichte, sie läßt sich nicht "bereinigen", gell?!


Geschichte wird von den aktuellen Siegern, die nicht zwangsläufig auch die zukünftigen Sieger sein müssen immer so "geschrieben", wie es ihren Intensionen entspricht.

Wahrheit sieht anders aus.
250
am 02.10.2009 17:11:17 (79.227.81.xxx) Link Kommentar melden
Die Löschung findet unter Deiner Zustimmung statt, hast Du heute im Forum betont bekundet, daß dies eine tolle Idee sei!

Ja, eine gute Frage, wie gut wir uns eigentlich kennen - die Menschen in Westdeutschland und in Mitteldeutschland!

Geschichte wird von den ... Siegern ... immer so "geschrieben", wie es ihren Intentionen entspricht. So ähnlich äußerte sich schon Napoleon!

Es gilt wirklich, unabhängige Geschichtsforschung zu betreiben, damit wir auf den selben Wissensstand kommen! Dies würde uns Allen weiter helfen!

Hier sei noch einmal an Constanze Paffrath erinnert, die ihren Beitrag leistete!
250
am 02.10.2009 17:55:09 (79.227.81.xxx) Link Kommentar melden
Soll ich Dir einen Kotzeimer darreichen, damit Du doch noch morgen Sukkhot feiern kannst?

Welche unabhängigen Quellen würdest Du denn empfehlen, um Geschichtsforschung zu betreiben? Alles Wichtige, in der "Hitlerära" ist in den U.S.A.!

Na, dann sage mal, welche Quellen unabhängig sind!
250
am 02.10.2009 17:55:42 (79.227.81.xxx) Link
Dieser Kommentar wurde auf Grund eines Verstoßes gegen die Kommentarregeln von einem Moderator gelöscht.
  • Doppelposting Gelöscht von OZ24 am 03.10.2009 08:45:57.
250
am 02.10.2009 18:31:45 (79.227.81.xxx) Link
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  • Doppelposting Gelöscht von OZ24 am 03.10.2009 08:46:41.
287
am 03.10.2009 21:43:08 (88.69.201.xxx) Link
Dieser Kommentar wurde auf Grund eines Verstoßes gegen die Kommentarregeln von einem Moderator gelöscht.
  • Doppelposting Gelöscht von OZ24 am 04.10.2009 11:24:13.
287
am 03.10.2009 21:50:13 (88.69.201.xxx) Link
Dieser Kommentar wurde auf Grund eines Verstoßes gegen die Kommentarregeln von einem Moderator gelöscht.
  • Beitrag eines gelöschtten Users Gelöscht von Argusauge am 12.11.2009 09:43:22.
266
am 04.10.2009 13:43:59 (84.59.248.xxx) Link Kommentar melden
@Bartsch Christian - Meines Erachtens fallen Sie ihren eigenen inneren Widersprüchen zum Opfer. Ihre Begrifflichkeiten erinnern mich außerdem an etwas, was ich leider ganz gut kenne aus Deutschland: die Rede vom "Volksverräter", der für Sie ein "Element" ist und ein "Spitzel".

Sie argumentieren also völkisch-nationalistisch, nicht demokratisch, auch nicht pluralistisch, wie es unserer Gesellschaft entsprechen würde. Was soll das denn sein, wenn Sie sagen
Solche Leute sind m.E. nicht der Gesellschaft konform, in der wir als Volk leben wollen.
Konform? Volk? Wie gesagt, solche Sprach erinnert mich an die Sprache, die man zwischen 1933 und 1945 für normal hielt.
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