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Geisterfahrer – Der Albtraum aller Autofahrer

Wenn potentielle Selbstmörder Unbeteiligte mit in den Tod reißen

Foto: © bestrossi, Pixelio.de
Foto: © bestrossi, Pixelio.de
27. September 2009: Schon wieder riss ein Geisterfahrer auf der Autobahn A94 vier junge Menschen mit sich in den Tod. So geschehen am heutigen Sonntag in den frühen Morgenstunden in Südbayern. Zwei Kilometer, nachdem der 28jährige Geisterfahrer bei Altötting auf die falsche Fahrbahn fuhr kam es zum Frontalzusammenstoß. Fünf junge Menschen im Alter zwischen 18 und 28 Jahren wurden jäh aus dem Leben gerissen. Ein weiterer, 27jähriger Beifahrer wurde zudem schwer verletzt.

Immer wieder kommt es zu dramatischen Situationen mit Geisterfahrern (nicht nur) auf deutschen Autobahnen. Nicht selten endet die Geisterfahrt für die Beteiligten in der nächsten Leichenhalle. Und fast immer sind es überwiegend auch die Unschuldigen, die dabei sterben oder zumindest schwerste Verletzungen erleiden.

Die Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) kommt in ihrem Positionspapier Geisterfahrer zu dem Schluss, dass es überwiegend junge Fahrer unter Alkohol-/Drogeneinfluss oder ältere Fahrer sind, die Geisterfahrten veranstalten. Nur die Hälfte aller Geisterfahrten begänne in der Schweiz beim Auffahren auf die Autobahn. Die andere Hälfte würde durch Wenden auf der Autobahn oder durch falsches Auffahren an Raststätten verursacht. Auch kommt man hier zu dem Schluss, dass Geisterfahrten, die durch Verkehrsmeldungen bekannt gemacht werden nur selten zu Unfällen führten. – Eine Schlussfolgerung, die fatal sein könnte und auf die man sich keinesfalls verlassen sollte…

Das Auto Online Magazin meldete am 08.11.2007, dass jährlich allein in Deutschland rund 1.800 Geisterfahrer über die Radiosender gemeldet würden. Eine erschreckend hohe Zahl.

Dass zum Beispiel ältere Menschen für eine Geisterfahrt besonders anfällig sind, kann der ADAC nicht bestätigen. Im Gegenteil, nach den dortigen Experten geht es quer durch alle Altersgruppen. Eine Studie der Bundesanstalt für Straßenwesen aus der 1990er Jahren kam zu dem Schluss, dass mehr als 50 % aller Geisterfahrer unter 45 Jahre sind. Nur 18 % seien älter als 65 Jahre. Außerdem wären fast alle Geisterfahrer männlichen Geschlechts. Zu einem fast identischen Ergebnis kam 2001 auch eine Untersuchung des österreichischen Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV).

Bereits im Jahr 2004 berichtete der ADAC dass rund die Hälfte aller Geisterfahrer bewusst in der falschen Richtung unterwegs sind und das Risiko ebenso bewusst in Kauf nehmen. Die Ausreden, die manch ein Geisterfahrer nach der Geisterfahrt von sich gibt sind ebenso unglaublich wie die selbstmörderische Fahrt selbst: „Zu wenig Sprit.“ „Einen Scheibenwischer verloren.“ „Den Regenschirm am Rastplatz vergessen.“ (Zitate aus dem Hamburger Abendblatt)…

Fotolegende: Unfall auf der Autobahn. Foto: © bestrossi, Pixelio.de.

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Schlüsselwörter: Geisterfahrer | Autobahn | Unfall | Warnung | falsche Fahrbahn
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