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Medien: Buch

Neue Entwicklung beim Google-Settlement

Die VG WORT begrüßt die aktuelle Entwicklung zum Urheberrechtsstreit

Foto: © Axel Ertelt
Foto: © Axel Ertelt
In einer Presseerklärung der VG WORT vom 23. September 2009 teilte die Verwertungsgesellschaft jetzt mit, dass die Parteien des Google-Vergleichs diesen in seiner bisherigen Form nicht mehr aufrechterhalten wollen. So jedenfalls die aktuellen Medieninformationen aus den USA. Dies wurde von der deutschen VG WORT begrüßt.

Vorausgegangen war die von Google illegal durchgeführte Digitalisierung von mehreren Millionen Büchern und die damit verbundene Bereitstellung über Google im Internet. Die OZ24 hat bereits mehrfach dazu berichtet (s. untenstehende Links).

Die VG WORT, die treuhänderisch für mehr als 360.000 Autoren und über 8.000 Verlage in Deutschland die Urheberrechte verwaltet nimmt die gesetzlich festgelegten Tantiemen aus den Zweitnutzungsrechten ein. Diese Einnahmen werden nach Abzug der Verwaltungskosten, die derzeit ca. 9 % betragen, an die Wahrnehmungsberechtigten weitergeleitet. Zu diesen Zweitnutzungsrechten gehört beispielsweise auch das Kopieren. So müssen die Kopiergerätehersteller für jedes Gerät einen anteiligen Betrag an die VG WORT abführen.

Mit der neuen Entwicklung in den USA soll nun auf die zahlreichen Bedenken dem Google-Settlement gegenüber reagiert werden. Solche Bedenken kamen auch vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels, dem Bundesministerium der Justiz und selbst vom amerikanischen Justizministerium. Das für den 7. Oktober 2009 anberaumte Fairness Hearing soll deshalb verschoben werden. Das beantragten zwischenzeitlich die Verleger- und Autorenverbände der USA. Gleichzeitig wurde für den 6. November 2009 ein Termin beim zuständigen New Yorker Gericht beantragt, bei dem der Verfahrensstand erörtert werden soll.

Mit dieser Entwicklung wird, so die VG WORT, den berechtigten Einwänden der deutschen Autoren und Verlage gegenüber dem ursprünglich geplanten Vergleich Rechnung getragen, denn von der illegalen Digitalisierung waren bzw. sind auch Tausende von deutschen Büchern und ihre Autoren betroffen.

„Die weitere Entwicklung ist damit allerdings wieder offen. Insbesondere wird zu prüfen sein, inwieweit Änderungen des Vergleichs Einfluss auf die Wahrnehmung der Settlement-Rechte durch die VG WORT haben. Die VG WORT wird sich in jedem Fall weiterhin dafür einsetzen, dass die Rechte deutscher Autoren und Verlage auch unter einem veränderten Vergleich bestmöglich gewahrt bleiben“, erklärte VG WORT-Vorstand Dr. Robert Staats abschließend in der Pressemitteilung.

Fotolegende: Bücher: Millionen wurden von Google illegal digitalisiert. Foto: © Axel Ertelt.

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Schlüsselwörter: VG Wort | Google | Bücher | digitalisiert | Rechte | Autoren | Verlage
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