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Unverständliche Schulschließung in Prittitz geplant

Gemeinderat beschließt ohne Grund Schritte zur Schulschließung

Streitobjekt Grundschule Prittitz
Streitobjekt Grundschule Prittitz
Eigentlich wollte ich dieses Portal nie zur Wahrnehmung persönlicher Interessen nutzen, doch nun ist ein Umstand eingetreten der mich von diesem Grundsatz abweichen lässt. Meine Familie wohnt in der beschaulichen Gemeinde Prittitz im Bundesland Sachsen Anhalt. Als meine Frau und ich im Jahre 1998 den Entschluss trafen unser weiteres Leben in Prittitz zu verbringen, war ein nicht unerheblicher Grund dafür, dass unsere bis dato ungeborenen Kinder, in der Gemeinde ein perfektes Umfeld vorfinden würden. Ein gemeindeeigener Kindergarten und eine Grundschule in Trägerschaft der Gemeinde Prittitz waren vorhanden, auch für Freizeitaktivitäten wie Handballverein mit eigener neu gebauter Halle, freiwillige Feuerwehr mit Jugendfeuerwehr usw. war gesorgt, also wie schon gesagt ein für meine Familie perfektes Umfeld.

Am Samstag dem 15.09.2007 erfuhren wir durch Zufall von einem Artikel in der Mitteldeutschen Zeitung in dem der Gemeinderat der Gemeinde Prittitz beschlossen hat, ein Verfahren zu Schließung der Grundschule Prittitz einzuleiten. Diese Nachricht schlug ein wie eine Bombe und das nicht nur in meiner Familie. Ebenfalls wurde in diesem Artikel berichtet, dass geplant sei, in dem Gebäude der Schule eine Privatschule unterzubringen. Und da war die Verwirrung komplett. Warum soll eine kostenlose staatliche Grundschule geschlossen werden und dafür eine Privatschule am selben Standort eingerichtet werden, für deren Besuch die Eltern Beiträge zahlen sollen. So richtig konnte das keiner der Betroffen verstehen. Aber Abhilfe wurde angekündigt, denn am 24.09.2007 sollte im Gebäude der freiwilligen Feuerwehr Prittitz eine Informationsveranstaltung stattfinden, in der der Bürgermeister der Gemeinde Prittitz Herr Oswald Gehring, die Beweggründe für diese Entscheidung darlegen wollte.

Zu dieser Veranstaltung erschienen dann auch sehr viele betroffene Eltern, Lehrer und Hortbetreuer. Insgesamt waren ca. 50-60 Interessenten anwesend, so dass die gewählten Räumlichkeiten nicht ausreichten und einige Besucher nur noch auf dem Flur Platz fanden. Herr Gering begann dann pünktlich um 19.00 Uhr mit seinen Ausführungen. Grundaussage war, dass der Gemeinderat befürchte, dass die Schule in nähere Zukunft von staatlicher Seite geschlossen würde und er dem vorbeugen wolle und mit der Vermietung/ Verpachtung des Schulgebäudes an eine Privatschule doch eine Alternative geschaffen werde, die es jedem Kind aus Prittitz erlaube weiterhin am selben Standort zur Schule zu gehen und zwar unabhängig vom Geldbeutel der Eltern, denn die Kosten der Privatschule würde dann die Gemeinde übernehmen. (zu diesem Thema werde ich später etwas genauer ausführen). Die Möglichkeit der Schließung der Schule von staatlicher Seite begründete er mit Zahlen aus statistischen Erhebungen. Momentan besuchen 62 Kinder die Grundschule (die Mindestanzahl von Kindern die notwendig ist eine Grundschule zu erhalten liegt bei 40!), im Schuljahr 2008/2009 sollten seiner Aussage zu Folge 60 Kinder die Schule besuchen, also immer noch genug. Und in den Jahren danach sollten es noch weniger werden. Auf Grund dieser Tendenz sieht der Gemeinderat, der Aussage des Bürgermeisters nach, den Erhalt Grundschule gefährdet. Durch „Zufall“ sei nun der Träger einer Privatschule vor einem Jahr an Ihn herangetreten und hat sein Interesse an den Gebäuden der Grundschule bekundet. Der Gemeinderat sehe also in der Konstellation der Fortführung der Grundschule in Form einer Privatschule die einzige Möglichkeit den Schulstandort Prittitz zu erhalten, da ja auf Grund der vom Bürgermeister Gehring genannten Zahlen damit zu rechnen sei, dass die Schule sowieso geschlossen werde.

Nach dem der Bürgermeister seine einführenden Worte beendet hatte, wurde den anwesenden Bürgern die Möglichkeit gegeben zum Thema Fragen zu stellen. So stellte sich mir die Frage ob denn vom Landessschulamt schon konkrete Pläne vorliegen würden die Grundschule zu schließen. Dieses musste vom Bürgermeister verneint werden. Auf die Frage warum denn dann vom Gemeinderat der Beschluss gefasst wurde ein Verfahren zur Schließung der Schule einzuleiten, begründete er das mit seiner 15jährigen Erfahrung als Kommunalpolitiker und er wüsste wie das alles in Zukunft laufen würde. Er würde wissen, dass die Schule früher oder später schließen müsse. Quintessenz seiner Aussage war, der Beschluss beruht nur auf reinen Vermutungen. Und genau so ist es. Nachfragen beim Landesschulamt Sachsen Anhalt ergaben, dass die Grundschule Prittitz als langfristig bestandsfähig angesehen werde und keine objektiven Gründe vorliegen diese Schule zu schließen. Des Weiteren gab das Landesverwaltungsamt Sachsen Anhalt an, dass auf Grund der örtlichen Besonderheit –Einzelstandort- die Grundschule in Prittitz die Möglichkeit hat, durch Stellung eines Ausnahmeantrages den Weiterbetrieb der Schule zu beantragen auch wenn die Schülerzahlen weiter sinken sollten. Diese Information lag mir leider zu der Veranstaltung nicht vor, sonst hätte ich den Bürgermeister direkt darauf ansprechen können.

Dürfen hier in Zukunft nur noch Zahlende spielen?
Dürfen hier in Zukunft nur noch Zahlende spielen?
Die Mehrzahl der Anwesenden drückte im Verlauf der Veranstaltung Ihren Unmut über die geplante Schließung aus, aber irgendwie kam das Ganze beim Bürgermeister nicht an. Er akzeptierte keinerlei gegenteilige Meinungen und brachte das auch sehr deutlich zum Ausdruck in dem er mit verschränkten Armen dem Auditorium gegenüberstand. Jeder der sich ein wenig mit Körpersprache auskennt wird mir bestätigen dass dieses eindeutig eine Abwehrhaltung ist. Nach einer Weile meldete sich dann eine Betroffene mit Hintergrundwissen zu Wort. Die junge Frau berichtet den anwesenden Bürgern, dass die vom Bürgermeister vorgelegten Zahlen nicht den wirklichen statistischen Erhebungen entsprechen. Laut Einwohnermeldeamt sehen die zukünftigen Schülerzahlen völlig anders aus. Im Jahr 2007/2008 besuchen 62 Kinder die Grundschule Prittitz, im Jahr 2008/2009 werden es 65 Kinder sein. Für die Jahre 2009/2010 – 2012/2013 könne man noch nicht genau sagen wie viele Kinder die Grundschule in Prittitz besuchen werden, da es viele Faktoren gibt die das beeinflussen können, es sind aber wohl die Anzahl der geborenen Kinder bekannt die in diesen Jahren schulfähig werden. Und wenn man davon ausgeht das bisher ca. 86% der schulfähigen Kinder im Einzugsgebiet auch wirklich die Grundschule besucht haben, dann würden sich aus den Daten des Einwohnermeldeamtes folgende Zahlen ergeben. 2009/2010 wären 80 Kinder schulfähig und es ergäbe sich eine Schülerzahl von ca. 69, 2010/2011 aus 82 Kindern eine Zahl von ca. 70, 2011/2012 aus 85 Kindern eine Zahl von 73 Schülern und im Schuljahr 2012/2013 aus 81 Kindern eine Schülerzahl von 70. Weitere Zahlen sind aus verständlichen Gründen noch nicht möglich, da die Kinder die dann zur Schule gehen werden noch nicht geboren wurden.

Nachdem diese Zahlen vorgelegt wurden stellt sich die Frage auf welcher Grundlage der Gemeinderat seine Entscheidung getroffen hat? Lagen den Vertretern der Gemeinde die richtigen Zahlen vor, oder wurden Ihnen falsche Zahlen vorgelegt um Ihre Entscheidung zu beeinflussen? Eines ist jedenfalls ersichtlich, der angegeben Grund von schwindenden Schülerzahlen als Grundlage für den Beschluss zur Schließung der Schule ist nicht stichhaltig und/ oder begründet er ist schlichtweg falsch! Und eines wird noch klarer, es muss andere der Öffentlichkeit nicht bekannte Gründe geben, die dazu führten das dieser Beschluss gefasst wurde. Welche das sind wurde bei der gestrigen Veranstaltung, trotz mehrfacher Nachfrage durch verschieden Betroffene nicht bekannt.

Abschließend bleibt mir nur zu sagen, dass es objektiv keine Gründe gibt die dafür sprechen die Schule zu schließen. Es ist auch meines Wissens das erste mal das eine Gemeinde von sich aus eine Schule schließen will. Im Normalfall ist es eigentlich genau anders das Landessschulamt will eine Schule schließen und die betroffen Gemeinde wehrt sich dagegen. Ich möchte einen Appell an alle betroffenen Eltern, Schüler, Lehrer, Hortbetreuer und andere engagierte Mitbürger richten, sich gegen diese Willkür des Gemeinderates zur Wehr zu setzen. Ich werde es mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln tun.

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Schlüsselwörter: Grundschule | Grundschule Prittitz | Prittitz | Gemeindrat | Bürgermeister | Schulschließung | Schule
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Kommentare

Kabutoo
am 25.09.2007 15:11:27 (217.193.148.xxx) Link Kommentar melden
Das klingt ja fast nach Bestechung oder Vetterwirtschaft... Ich meine, man muss sich ja nach den Beweggründen von diesem Bürgermeister fragen. Vielleicht sollte man auch mal diesem Herr Oswald Gehring erklären, das wir im Jahrhunder von der aufklärung leben und selbst auf dem Land die Leute nicht alles mitmachen. ^^
... ach ja, ich bin kein Bewohner dieser Geimeinde, nichtmal des Landes Wink
OZ24
am 25.09.2007 19:06:13 (84.183.182.xxx) Link Kommentar melden
Erst einmal danke Kabutoo das ein Schweizer hier auf mein Anliegen reagiert! Die Worte die du genannt hast habe ich bewusst in den Artikel nicht erwähnt, um eventuellen zivilrechtlichen Ansprüchen des Herrn O. Gehring vorzubeugen.

Heute Nachmittag war in der Zeit von 16.00-18.00 Uhr Sprechtag beim Bürgermeister. Pünktlich 16.00 Uhr fand ich mich vor dem Bürgermeisterbüro ein, denn ich wurde darüber informiert, dass einige Bürger Einsicht in den betroffenen Gemeinderatsbeschluss nehmen wollten. Zu meinem Erstaunen war dort schon eine kleine Menschenmenge vorhanden, die das selbe Anliegen hatte. Ich hatte die "Ehre" als Erster vor den Bürgermeister zu treten, denn er wollte uns alle nur einzeln sprechen Smile. Herr Gehring zeigte mir den Beschluss und ich konnte Ihn mir durchlesen. Als ich Ihn fragte ob er mir eine Kopie des Beschlusses geben könne verneinte er das, dieses sei nicht möglich. Als ich ihn nach der entsprechenden Rechtsgrundlage für seine Verweigerung fragte, konnte er mir keine nennen. Daraufhin bat ich Ihn um nochmalige Einsicht des Beschlusses, damit ich mir den Wortlaut einprägen könne. Auch dieses wurde mir verweigert. Auch auf mehrmaliges Nachfragen war er Anfangs nicht bereit mir den Beschluss nochmals vorzulegen. Ich rief dann meinen Anwalt an der leider nicht im Büro war und forderte gleichzeitig eine der vor der Tür wartenden Frauen auf in das Büro zu kommen damit er seine Verweigerung vor zeugen nochmals aussprechen solle. Als dann die Zeugin anwesend war gewährte er mir plötzlich wieder Einsicht.

In dem Beschluss steht " Der Gemeinderat der Gemeinde Prittitz beschliest die Schließung der Grundschule Prittitz zum Ende des Schuljahres 2007/2008. Alle dafür notwendigen Schritte werden eingeleitet. ......." Als Begründung werden die sinkenden Schülerzahlen im Einzugsgebiet der Schule aufgeführt.

Die Wiedergabe des Beschlusses erfolgt aus dem Gedächtnis und kann in einzelnen Worten nicht dem tatsächlichen Wortlaut entsprechen, jedoch inhaltlich habe ich den Beschluss korrekt wiedergegeben.

Jetzt stellt sich mir die Frage warum hat der Bürgermeister uns am 24.09.2007 wissentlich belogen? Sagte er doch bei dem Beschluss handele es sich lediglich um eine Willensbekundung das Verfahren zur Schließung einzuleiten und erst wenn alle notwendigen verwaltungstechnischen Schritte vorliegen und alles überprüft und das für und wieder abgewägt wurden einen entsprechenden Beschluss für oder gegen den Erhalt der Schule zu treffen. Der Beschluss sagt das ganze Gegenteil " Der Gemeinderat der Gemeinde Prittitz beschliest die Schließung der Grundschule Prittitz zum Ende des Schuljahres 2007/2008. Alle dafür notwendigen Schritte werden eingeleitet. ......."
am 25.09.2007 22:55:30 (195.93.60.xxx) Link Kommentar melden
Wenn man die Reden der Politiker zum Bildungssystem dagegen hält, kann einem schlecht werden. Das fängt doch schon mit der Informationspolitik an und endet doch noch lange nicht mit der Geheimniskrämerei. Stimmt das mit der Privatschule - und wer steckt dahinter?
OZ24
am 26.09.2007 08:34:12 (84.183.178.xxx) Link Kommentar melden
Das mit der Privatschule stimmt. Zukünftiger Pächter soll eine Montessori Schule werden.
opfer
am 26.09.2007 21:30:05 (91.15.100.xxx) Link Kommentar melden
So traurig wie das ist, kann ich die beiden Artikel von OZ24 leider nur bestätigen.
Auch ich war am 24.09. 2007, als betroffenes Elternteil, zu dieser Informationsveranstaltung sowie am 25.09. 2007 im Bürgermeisterbüro ,um Einsicht in den Gemeinderatsbeschluss zu nehmen und ich muss sagen : Würde das alles nicht auf den Schultern unserer Kinder lasten, wäre das ganze lächerlich und man käme sich vor als wäre man im Kindergarten - man kann es nicht in Worte fassen, man kann sich nur schämen !!!
Noch mal auf diese Veranstaltung vom 24.09.2007 zurück zukommen, Herr O. Gering windete sich wie ein Aal und versuchte uns mit reinen Spekulationen davon zu überzeugen, dass die Idee der Schulschließung das Beste für alle wäre, wir diskutierten zwar geschlagene 3 Stunden ,doch am Ende war auf die Frage WARUM ??? keine Antwort gegeben wurden - ich fragte den "Vertreter des Volkes" Herrn Gering immer und immer wieder: Warum diese Schule geschlossen werden soll, obwohl die Zahlen der schulfähigen Kinder der nächsten 5 Jahre gesichert ist (und das ist keine Spekulation - das ist Tatsache), er antwortete darauf, das er keinen Zahlen mehr traut und er "Angst" hat ,die Schule würde eh in den nächsten 2 oder 3 oder vieleicht auch 5 Jahren geschlossen und darum greift er vor und macht sie lieber jetzt schon dicht !
Da stellt sich mir doch die Frage, Leute lasst uns alle bei unseren Arbeitgebern kündigen, es könnte passieren , dass wir vieleicht in 5 Jahren die Kündigung bekommen, also machen wir es wie Herr Gering - wir spekulieren und kündigen jetzt schon. Also absoluter Schwachsinn !!!
FAZIT : Unsere Schule soll einfach so geschlossen werden, obwohl es keinen Grund gibt ? Was ist das für eine Logik ? Andere Gemeinden kämpfen um den Erhalt ihrer Schulen und was machen wir, wir schließen einfach................
Ich muss mich verbessern - sie wird gar nicht geschlossen, ein privater Träger ist zufällig gefunden wurden und steht schon in den Startlöchern, aber eins steht, zumindest für mich und meine Familie fest , sollte es so weit kommen wird unserem Kind leider ein Schulwechsel zugemutet werden müssen aber bis dahin werden wir kämpfen !!!!
Bürger der Gemeinden Prittitz, Gröbitz, Possenhain und Schönburg wir dürfen uns das nicht gefallen lassen, es geht um unsere Kinder !!!!!
Neuling
am 27.09.2007 08:20:11 (84.183.206.xxx) Link Kommentar melden
Ich habe mir soeben den Ausdruck des sehr ausführlichen Artikels aus dem Kindergarten Schönburg mitgenommen! Für die Informationen recht herzlichen Dank! Ich bin geschockt über diese willkürliche Schließung einer Schule. Meine Familie und ich sind dieses Jahr erst neu in die Gemeinde gezogen. Hauptbegründung dafür war die Schule, welche unsere Tochter ab dem Schuljahr 2008/2009 besuchen soll. Wir kommen aus dem nächst größeren Ort, wo wir uns mit dem Schulsystem schon umfassend beschäftigt haben. Die Klassenstärken betragen dort zwischen 25 - 30 Kindern, wo sich mir die Frage aufdrängt ob da der Einzelne nicht untergeht. Die Schulhöfe sind unansehnlich und die Klassenzimmer schreien in vielen Schulen nach Renovierung. All das waren für uns Gründe "aufs Land" zu ziehen und für unser Kind die Vorzüge einer sehr schön angelegten "kleinen" Schule zu nutzen.
Das diese nun geschlossen werden soll, stellt uns wieder vor das gleiche Problem und stimmt uns schlichtweg wütend.
Wir werden das Aufbegehren gegen die Schließung der Schule auf jeden Fall unterstützen!
OZ24
am 27.09.2007 08:29:49 (84.183.177.xxx) Link Kommentar melden
Für alle die uns unterstützen wollen hier nochmal ein Termin für ein erstes Treffen um die weiteren Schritte zu besprechen.

Freitag den 28.09.2007 16.00 Uhr vor der Grundschule Prittitz

Alle sind recht herzlich eingeladen!
Krieger
am 27.09.2007 10:35:00 (91.15.55.xxx) Link Kommentar melden
Ich fühle mich vom sogenannten "Bürger"-Meister komplett verarscht.
Entschuldigung für den Ausdruck.Aber das musste mal raus.Ich weiß, dass einige Eltern ihre Kinder gern in einer anderen Schule eingeschult hätten.Das wurde aber schon im Vorfeld als schwerer Gang bezeichnet, da eine Zustimmung dazu so gut wie nicht erteilt wird.Der Grund liegt auf der Hand, denn jede noch so kleine Schule will ihre Schüler behalten , um ihren Bestand zu sichern.Was jetzt hier in Prittitz abläuft, ist ja wohl ein Witz. Wer bevorzugt eine Montessorischule? Wer hat dafür Geld? Welchen Abschluß erhalten unsere Kinder und was können Sie damit anfangen? Wäre das Interesse an einer Montesorischule so groß gewesen, hätten die betroffenen Eltern ihre Kinder in Weißenfels einschulen können, zumal diese jetzt auch Bustransfer anbietet (siehe Internetseite der Montessorischule WSF). Wäre ich vor Schulbeginn über die Schulschließung informiert gewesen, hätte ich mein Kind, wie ich es einmal vor hatte, gleich in einer anderen Schule angemeldet. Wie oft muß sich ein Kind während seiner Ausbildung wieder und wieder an ein neues kleines Kollektiv gewöhnen? Wo ist denn ein bischen Beständigkeit? Wie schön war doch die gute alte Polytechnische Oberschule von der 1. bis zur 10.Klasse. Naja, wenigstens können sich die neuen Montessorischüler auf pädagogisches Reiten freuen, denn wie es der Zufall will, hat ein "Mitarbeiter" der Montessorischule Weißenfels hier im Dörfchen ein parr Pferdchen stehen. "???"
am 27.09.2007 12:30:28 (195.93.60.xxx) Link Kommentar melden
zum weltkindertag habe ich einen offenen brief an alle kinder geschrieben, den man über http://niedersach...ogspot.com findet.
am 30.09.2007 13:53:04 (85.176.89.xxx) Link Kommentar melden
Also erst einmal ein großes Lob von mir zu dem sehr gut ausgeführten Artikel. Bravo!

Nunmal meine Meinung und mein Kenntnisstand zu der Sache.
Das eine Gemeinde eine staatliche Schule von sich aus schließen will ist ein Unding allererster Güte. Man erinnere an dir Grundschule Possenhain, die zu Gunsten der Schule in Prittitz geschlossen wurde. Ja lieber Gemeinderat von Prittitz. zu Gunsten der Schule die ihr jetzt schließen wollt. Wie verscheissert muss sich jetzt der Schönburger Gemeinderat vorkommen der mehrere Jahre krampfhaft FÜR die Erhaltung der Grundschule in Possenhain gekämpft hat?
Ich sage hier nochmal deutlich an den Gemeinderat samt seines Bürgermeisters O. Gehring. Ein Gemeinderat ist Vertreter der Einwohner der Gemeinde und hat nach besten "WISSEN UND GEWISSEN" zum Wohle der Gemeinde zu entscheiden. Also entweder fehlt hier das "Wissen" oder das "Gewissen". Meines Erachtens fehlt hier sogar Beides. Herr Gehring macht hier Entscheidungen die einizg und allein auf Vermutungen und defintiven Falschaussagen beruhen. Das geht so nicht. Sicher ist er schon mehrere Jahre Bürgermeister, doch Alter schützt vor torheit nicht und man kann auch 15 Jahre lang alles falsch machen und das dann seine "Erfahrung" nennen. Die Schülerzahlen der zukünftigen Jahrgänge waren defintiv falsch. Der Geburtenknick in Sachsen-Anhalt ist nachweislich vorbei.
Dann in dem Gebäude eine Privatschule unterbringen zu wollen ist ja noch der Gipfel der Frechheit. Erinnert an den Roman "Lockruf des Goldes". Aber man möge sich nicht verrechnen. Der Gemeidnerat von Prittitz wird es nicht durchbekommen, das Schulgeld für die Kinder zu bezahlen. Vor welcher Kommunalaufsicht soll dieser hanebücherne Beschluss Stand halten? Warum wird einem Kind in Prittitz das Schulgeld von der Gemeinde bezahlt und einem Kind aus Possenhain nicht, welche ja momentan ebenso an dieser Schule lernen? Schon mal was vom Grundsatz der Gleichbehandlung gehört? Ich denke das jeder Kommunalpolitiker (auch ein Herr Gehring) sich zumindest ansatzweise in unserer Verfassung auskennen sollte. Falls nicht... hier nochmal zum Nachlesen Artikel 3 des GG:
"Artikel 3
[Gleichheit vor dem Gesetz; Gleichberechtigung von Männern und Frauen; Diskriminierungsverbote]
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden."

Na fällt was auf? Richtig es würde eine Ungleichbehandlung geben und die Prittitzer Kinder müssten dann halt doch ihre Gebühren schön selber zahlen, aber genau da beisst sich die Katze in den Schwanz, denn wie Herr Thurow richtig bemerkte, ist eine kinderfreundliche Infrastruktur notwenidig um JUNGE Menschen in den Gemeinden anzusiedeln. Die würde mit der Schließung der staatlichen Schule nicht mehr gegeben sein. Abwnderung oder zumindest eine einwohnerstagnierung wären die Folge und genau das, lieber Gemeinderat, genau das könnt ihr euch nicht leisten. Denkt mal drüber nach. Das genau das nicht geschehen ist, sah man ja wohl deutlich an der Haltung des Herrn Gehring während besagter Versammlung. Sich einfach nur hinzustellen und auf sein langjähriges Bürgermeisteramt hinzuweisen (und smoit alle Besucher der Unwissenheit zu bezichtigen) reicht nicht um Entscheidungen zu rechtfertigen. Da hilft auch kein beleidigtes Arme verschränken.

Also Eltern und Bürger der Gemeidne Prittitz, geht auf die Barrikaden und tut alles erdenklich Mögliche um diese offensichtliche Fehlentscheidung abzuwenden. Die Kinder sind eure Zukunft und auch die Zukunft der Gemeinde und nicht das Geld der Leute die ihre paar Hanseln auf die Montessori-Schule schicken würden.
Achja und immer dran denken... die nächste Wahl kommt bestimmt Shock).
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