Sonstiges: Poesie

Der Heilige Albertus Magnus

Ein modernes Gedicht über den großen Heiligen
22.09.2009 22:49:12 eingesandt von Alex Mais für OnlineZeitung 24.de

Einst lebte zu Köln ein weiser Mann,
von dem man sagt‘, dass er alles kann.
Albertus Magnus nannte man ihn;
dem ein Engel im Traume erschien.

Woher und wer dieser Engel war,
alles wird uns heut‘ erst richtig klar.
Und dabei nutzt uns auch kein Flucher –
es war ein kosmischer Besucher.

Mit dem Besucher bestand Kontakt –
und das klappte immer ganz exakt.
Über Bild- und Sprechfunk ging alles –
das war dann für den Fall des Falles.

In der Zelle hinter der Matte
Albertus ‘nen Roboter hatte.
Von den weiten Sternen dieser kam
und den Schüler Thomas ihm dann nahm.

Mit so etwas kam Thomas nicht zurecht,
das alles verkraftete er schlecht.
Er schlug alle Technik kurz und klein –
seiner Meinung nach musste es sein.

Der Schüler war ein schlimmer Bengel,
denn ohne Kontakt zu dem Engel
war es mit Alberts Technik nun aus.
Was blieb war nur der Garten am Haus.

Im Kräutergarten wuchs allerlei,
viel Geheimnisvolles war dabei.
Seine Rezepte er draus machte,
womit er Seltsames vollbrachte.

Einst lud in sein kleines Kloster er,
Kaiser Wilhelm und sein ganzes Heer,
zu einem großen Festgelage ein,
mit viel Speisen und gutem Wein.

Der Kaiser war ein frommer Christ,
was aus dem Gelag‘ geworden ist,
war reichlich Kult und noch mehr Magie –
das vergaß der Kaiser Wilhelm nie!

Einen Zauberbecher Albert trug,
die Wirkung spürt‘ man bei jedem Zug.
Albertus suchte damit sein Glück,
doch Vergangenes kam nie zurück.

Albertus war auch viel auf Reisen
und suchte nach dem „Stein der Weisen“.
Aber ob er ihn dabei auch fand,
das ist uns heut‘ leider unbekannt.

Und in der Blüte seines Lebens,
da suchte Albertus vergebens.
Seine Zeit, die war nun fast vorbei
und die Gedanken wurden wieder frei.

Bald darauf Albertus Magnus starb,
nahm sein Geheimnis mit in das Grab;
was er erlebt mit himmlischem Heer,
solches erlebt heute niemand mehr!

Modernes Gedicht über den Heiligen Albertus Magnus, dessen Todestag sich 2010 zum 730sten Male jährt. © Axel Ertelt (im Dezember 1997). Erstveröffentlichung dieser Version in meinem Buch „Das Mittelalter war ganz anders“ (CTT Verlag, Suhl 1999).