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Über 2 Millionen Patenschaften unter dem World-Vision-Dach

Screenshot von www.worldvision.de
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Seit über 50 Jahren gibt es die weltweite Hilfsorganisation World Vision. Heinz-Peter Tjaden hat sich mit World-Vision-Mitarbeiter Kurt Bangert über diese Organisation unterhalten.

Heinz-Peter Tjaden: Zu Ihrer Organisation: Seit wann existiert sie?

Kurt Bangert: World Vision existiert seit den frühen 50er Jahren, als der Gründer Bob Pierce begann, Patenschaften für Kriegswaisen in Korea zu vermitteln. World Vision Deutschland e.V. gibt es seit 1979.

Heinz-Peter Tjaden: Wie viele Patenschaften gibt es unter dem Dach von World Vision?

Kurt Bangert: Unter dem Dach von World Vision gibt es mehr als 2 Millionen Patenschaften. Unter dem Dach von World Vision Deutschland mehr als 150.000.

Heinz-Peter Tjaden: Sie schreiben auf Ihren Seiten, dass eine Patenschaft immer auch Partnerschaft sei. Wie ist das zu verstehen?

Kurt Bangert: Patenschaften ermöglichen die Finanzierung von Projektmaßnahmen, die geeignet sind, die Armut in dem Projektgebiet zu bekämpfen und den betroffenen Kindern und Familien bessere Lebensaussichten zu ermöglichen. Welche Maßnahmen jedoch im einzelnen vereinbart werden - ob eine Schule, eine Krankenstation, ein Brunnenbau, die Verbesserung der Landwirtschaft - das bestimmen weitgehend die Menschen im Projektgebiet selbst bzw. in Abstimmung mit unseren Entwicklungsexperten vor Ort. Diese Mitbestimmung nennen wir Partnerschaft.

Heinz-Peter Tjaden: Gibt es einen Mindestbetrag für Spenden?

Kurt Bangert: Ja. Bei Kinderspenden 30 Euro im Monat.

Heinz-Peter Tjaden: Wie gestaltet sich der Kontakt zwischen Spender und Pate?

Kurt Bangert: Der Briefwechsel mit Ihrem Patenkind erfolgt immer in englischer Sprache. Sie schicken Ihre in Englisch verfassten Briefe direkt an die Kontaktadresse, die Sie mit den Patenschaftsunterlagen erhalten. Dort wird die Post von unseren einheimischen Mitarbeitern in die Sprache oder den Dialekt des Kindes übersetzt und weitergeleitet. Umgekehrt werden dort diean Sie gerichteten Briefe ins Englische übersetzt und Ihnen direkt zugeschickt. Wenn Sie Ihre Post in Deutsch schreiben, übernimmt unser Friedrichsdorfer Büro die Übersetzung. Einmal im Jahr erhalten Sie, unabhängig von Ihrem eigenen Briefkontakt, direkt aus dem Projekt, in dem Ihr Patenkind lebt, den so genannten Kinderentwicklungsbericht. In standardisierter Form berichtet hier ein lokaler World-Vision-Mitarbeiter über den Werdegang Ihres Patenkindes. Sie erfahren, wie sich seine Persönlichkeit, sein Gesundheitszustand und sein Schulbesuch entwickeln, was es gerne spielt und welche Aufgaben es in der Familie übernimmt. Dazu gibt es jährlich ein neues Foto des Kindes.

Heinz-Peter Tjaden: Gibt es auch Patenschaften für Kinder in Kriegsgebieten?

Kurt Bangert: Patenschaften in Kriegsgebieten sind äußert schwierig. Die Kinderpatenschaftsprojekte sind auf die Dauer von 12 bis 15 Jahren angelegt und haben die Hilfe zur Selbsthilfe zum Zweck. In Kriegsgebieten wird auch den Kindern im Rahmen unserer Soforthilfeprogramme schnell und wirkungsvoll geholfen.

Heinz-Peter Tjaden: Viele fürchten, dass ihre Spenden nicht dort ankommen, wo Sie ankommen sollen. Wie zerstreuen Sie solche Bedenken?

Kurt Bangert: Unsere Verwaltungskosten liegen bei 16 Prozent. World Vision wird vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) geprüft und empfohlen. Außerdem ist World Vision Mitglied im Deutschen Spendenrat und unterliegt damit der Selbstverpflichtung dieser Interessenvertretung spendensammelnder, gemeinnütziger Organisationen.

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Schlüsselwörter: World Vision | Patenschaft | Spende | Patenkind
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