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Politik: Deutschland

Ein Zeitzeuge über die RAF und ihre Opfer

Veranstaltung "Bürger und Polizei": ein damals aktiver Ermittler berichtet!

Logo der Rote Armee Fraktion (RAF)
Logo der Rote Armee Fraktion (RAF)
Wer den sogenannten "deutschen Herbst" selbst erlebt hat, weiß um die damalige psychische Situation eines Großteils der Bevölkerung: erschüttert über den fortwährenden Krieg, den selbsternannte "Freiheitskämpfer", übrigens nahezu alle aus gutsituiertem bürgerlichem Elternhaus, privilegiert und gebildet, gegen den freiheitlichen und demokratischen Staat Bundesrepublik Deutschland führten. Gegen das - wie diese Bande es hämisch verunglimpfend und Menschen entmenschlichend nannte - "Schweinesystem". Die meisten Bürger wünschten sich damals eine härtere Gangart der Regierung, um den inneren Frieden in Deutschland wieder herzustellen. Allerdings gab es schon damals, im Zuge der naiven Verehrung des Palli-Terrorismus, der mit der RAF verbündet war, schon den muffigen Pilz der Terrorversteher.

Die Baader-Meinhof-Bande, von vielen als Baader-Meinhof-Gruppe verharmlost, verstand sich selbst als kommunistische, antiimperialistische "Stadtguerilla". Vorbilder fand man in den Guerilleros in Südostasien ebenso wie in denjenigen Süd- und Mittelamerikas. In Wahrheit war die RAF jedoch nichts anderes als eine ideologisch verbrämte Mörderbande, die nicht nur die Repräsentanten des Staates als vogelfrei betrachtete, sondern auch mühelos den Tod unbeteiligter Menschen oder einfacher Arbeiter und Angestellter billigend in Kauf nahm. Diese Bande war verantwortlich für 34 Morde, etliche Banküberfälle, zahlreiche Sprengstoffattentate und unzählige andere kriminelle Delikte. Sie fand Kontakt, Unterstützung und Unterschlupf nicht nur bei arabischen Terroristen und bei arabischen Despoten wie Arafat, Assad oder Gaddafi, sondern auch bei Terrorstaaten wie der DDR; sowie natürlich in einer teils anarchistischen , teils gutmenschlichen Unterstützerszene, die heute entweder wohlalimentiert bei den GRÜNEN agiert (Christian Ströbele, Dr. h.c. Joschka Fischer) oder bei der Nazi-NPD (Horst Mahler) ihr Unwesen treibt.

Alles vergessen? Verdrängt? Oder durch Ereignisse wie Madrid oder den 9. September überlagert? Das wäre bedenklich, handelt es sich doch beim Terrorismus - den man als eine Spielart des Faschismus interpretieren kann - um ein Kontinuum: nach dem braunen Faschismus der Nazis und dem roten Faschismus des Kommunismus leben wir jetzt unter der Bedrohung des grünen Faschismus, so eine Formulierung des niederländischen Schriftstellers Leon de Winter. Womit unter "grün" hier nicht die politische Richtung in Deutschland gemeint sein soll, sondern de Winters Anspielung auf die durch den islamistischen Terror mißbrauchte Farbe des "Propheten".

"Bürger und Polizei"
  • Vortrag: Ein Zeitzeuge über die RAF und ihre Opfer
  • Veranstalter: Verein "Bürger und Polizei"
  • Thema "Rote Armee-Fraktion, Straftaten und Opfer - aus der Sicht eines Zeitzeugen".
  • Referent: Peter Raisch, Präsident des Hessischen Landeskriminalamtes in Wiesbaden.
  • Termin ist der 24. September (Donnerstag) ab 18 Uhr
  • Veranstaltungsort: Veranstaltungssaal, Firma WiCom, Liebigstraße 24, 64646 Heppenheim (Nähe Bahnhof)

"Peter Raisch ist einer der wenigen noch im Dienst befindlichen Polizeibeamten aus der damaligen Zeit. Er berichtet nicht nur aus Sicht eines Zeitzeugen über das Thema, sondern auch als damals aktiv ermittelnder und leitender Kriminalbeamter."

Quelle: Mannheimer Morgen/Bergsträßer Anzeiger 09. September 2009

Wie bei anderen Themen ist es von unschätzbarem Wert, Zeitzeugen zu hören und befragen zu können. Angesichts der bedenklichen Entwicklung, die eigene unangenehme Erfahrung - hier die mit selbst erlebtem Terror - zu verdrängen und auszublenden, und angesichts der aktuellen Bedrohung durch den islamistischen und panarabischen Terror wird die Veranstaltung sicher von zahlreichen Multiplikatoren besucht und hoffentlich auch an anderen Orten wiederholt werden.

  • Bildnachweis:
Logo der RAF via Wikipedia, public domain

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Schlüsselwörter: RAF | Terrorismus | Islamismus | Zeitzeugen | BKA | LKA | Peter Raisch
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