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Politik: Deutschland

Eine wirkliche Killeranwendung

Screenshot Wahl-O-Mat
Screenshot Wahl-O-Mat
Am 27.09.2009 sind Bundestagswahlen, ein Termin der jedem demokratiebewusstem Bürger Deutschlands bekannt sein dürfte. Viele Parteien stehen zur Wahl, darunter die altbekannte wie CDU/CSU, SPD, Grüne, Linke und auch solche relativ unbekannten Parteien wie die Piraten, Die Violetten oder auch die Rentner-Partei-Deutschlands.

Die recht vielfältige und bunte Auswahl an Parteien ist ein Spiegelbild der Gesellschaft, zeigt sie doch ein breit gefächertes Spektrum an Meinungen und politischen Ausrichtungen. Doch wen wählt man eigentlich bei einer solch riesigen Auswahl an Parteien?

Für unentschlossene Wähler bietet die Bundeszentrale für politische Bildung nun eine Entscheidungshilfe, den Wahl-O-Mat. Sie kennen diese Killeranwendung noch nicht? Dann wird es Zeit diese durchaus sinnvolle Wahlentscheidungshilfe kennen zu lernen.

Die Bezeichnung des Wahl-O-Mat als Killeranwendung ist hier nicht negativ gemeint. Die Bezeichnung leite ich aus den Nutzungszahlen dieser Anwendung her. Als Killeranwendung bezeichnet man nicht, wie man aus dem Namen auch herleiten könnte ein Spiel, dessen Ziel es ist Kontrahenten zu killen, sondern eine Anwendung oder auch Applikation die durch ihr Erscheinen so viel Interesse weckt, das diese andere gleichartige Anwendungen verdrängt. Ok eine Verdrängung einer gleichartigen Anwendung findet nicht statt, weil es meines Erachtens keine ähnliche Anwendung gibt, doch sind die Nutzerzahlen so gigantisch, das ich von einer Killeranwendung spreche. Der Wahl-O-Mat wurde bis zum Jahr 2008 rund 15 Millionen Mal genutzt. Allein

bei der Bundestagswahl 2005 wurde die Software 5,1 Millionen Mal aufgerufen. Zahlen von denen die meisten Softwarehersteller nur träumen dürfen. Heute habe ich auf der Internetseite des Wahl-O-Mat die Anwendung ausgeführt. Das Erscheinungsbild ist wenig spektakulär und eher schlicht gehalten. Im Wesentlichen führt der Wahl-O-Mat ein Frage Antwort Spiel durch. Dem Nutzer werden insgesamt 38 Thesen vorgestellt, die er mit 3 jeweils gleichen Antwortmöglichkeiten (stimme zu, neutral und stimme nicht zu) beantworten kann. Die Thesen wurden in Vorbereitung der Bundestagswahlen von 24 Parteien beantwortet. Diesen Thesenkatalog arbeitet man ab. Es werden viele Themenbereiche angeschnitten und Thesen aufgestellt wie „Die Laufzeit der Atomkraftwerke soll verlängert werden.“, „Die Bundeswehr soll sofort aus Afghanistan abgezogen werden.“, oder auch „Die verdeckte Online-Durchsuchung privater Computer durch Sicherheitsbehörden soll verboten werden.“.

Hat man sich durch die 38 Thesen durchgearbeitet, kann man in einem Gesamtüberblick bestimmte Thesen, die einem persönlich besonders wichtig sind, in der Bewertung besonders wichten. Hat man auch das erledigt, kann man bis zu 8 Parteien direkt miteinander vergleichen und man erkennt auf den ersten Blick, welche Partei meinen persönlichen mit meinen Ansichten am nächsten übereinstimmt.

Bei mir hat der Wahl-O-Mat exakt die Partei, die ich aus dem Bauchgefühl her wählen möchte, als die Partei gekennzeichnet, die meinen Ansichten am nächsten kommt. Das muss nicht immer funktionieren und die Auswertung des Wahl-O-Mat ist auch nicht als Wahlempfehlung anzusehen, wie ich jedoch finde eine sehr gute Entscheidungshilfe für Unentschlossene. Auch für Wähler die sich in ihrer Entscheidung schon sicher sind ist diese Anwendung sehr interessant!

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Schlüsselwörter: Wahl | Bundestagswahl | 2009 | Wahl-O-Mat
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Kommentare

Tepes
am 09.09.2009 09:13:10 (84.183.175.xxx) Link Kommentar melden
Da ich rechts eh nicht wähken würde, habe ich diese Parteien garnicht in den Vergleich mit einfliessen lassen. Verglichen habe ich nur Parteien die in meine engere Auswahl kommen und da hat es gepasst.
OZ24
am 09.09.2009 09:15:09 (84.183.175.xxx) Link Kommentar melden
Bei mir hat es auch gepasst. Habe natürlich auch die Parteien des rechten Spektrums ausgeschlossen (aus dem Vergleich)

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