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Wirtschaft & Finanzen: Deutschland

Die Banken sanieren sich auf unsere Kosten

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Es ist ja eigentlich keine neue und überraschende Information, dass das Bank- und Kreditwesen in Deutschland auf Kosten der Bürger und Steuerzahler saniert wird. Wird doch jeder von uns in den letzten Wochen und Monaten mitbekommen haben, dass Steuergelder in vielfacher Milliardenhöhe dazu missbraucht werden, marode Banken vor dem selbst verschuldeten Bankrott zu retten. Das wohl bekannteste Bankhaus, das ohne „staatliche Intervention“, wohl nicht mehr unter uns weilen würde ist die Hypo Real Estate.

Eigentlich ist die Formulierung „Staatliche Intervention“ völlig daneben, den letztendlich ist es ja nicht das Geld des Staates das da verbraten wird, sondern die Steuergelder unserer Kinder, Enkel und Urenkel, denn diese müssen für die fatalen Fehlentscheidungen der omnipotenten Bänker in Zukunft gerade stehen, weil das investierte Geld nur durch eine erneute Verschuldung des Staates bereitgestellt werden konnte und das muss irgendwann zurückgezahlt werden.

Nicht das das schon schlimm genug wäre, sind die Banken auch noch so dreist, sich fleißig am schwer verdientem Geld der Bevölkerung zu vergreifen und das in einer schamlosen Weise, die alles bisher gewesene in den Schatten stellt. Jeder von uns dürfte mitbekommen haben, dass die Europäische Zentralbank schon seit geraumer Zeit den Leitzins erheblich abgesenkt hat um den Banken die Geldbeschaffung so leicht wie möglich zu machen, damit die Banken wieder ihrem eigentlichem Geschäft nachgehen können, nämlich Kredite zu vergeben.

Info

Unter Leitzins versteht man den von der zuständigen Zentralbank festgelegten Satz zur Steuerung des Geld- und Kapitalmarkts. Er legt denjenigen Zinssatz fest, zu dem sich Geschäftsbanken bei einer Zentral- oder Notenbank gegen Verpfändung notenbankfähiger Sicherheiten oder unter Eingehung eines Wertpapierpensionsgeschäftes Zentralbankgeld beschaffen können.

Quelle: Wikipedia.de

Das machen die Banken auch, im Prinzip ist daran nichts auszusetzen, doch wenn man ins Detail geht bekommt man das kotzen. Entschuldigt diese verbale Entgleisung, aber ein besseres Wort ist mir einfach nicht eingefallen, um meinen Missmut zu äußern.

Die Banken können sich nun schon seit geraumer Zeit, das zum Aufrechterhalten des Geschäftsbetriebes (Kreditvergabe etc.) notwendige Geld für schlappe 1 Prozent Zinsen beschaffen. Vor einem Jahr lag dieser Zinssatz noch bei 4,25 Prozent. Also eine deutliche Absenkung von 3,25 Prozent, die den Banken die Geldbeschaffung zu billig wie nie macht.

Man könnte ja jetzt annehmen, dass dieser Vorteil von den Banken an die Kunden weitergegeben wird. Weit gefehlt, die Kosten für diverse Kredite haben sich in den letzten 12 Monaten nicht wirklich verändert.

Für die Inanspruchnahme eines Dispositionskredites zahlt man im Durchschnitt rund 11 Prozent. Spitzenreiter der Banken verlangen bis zu 17 Prozent dafür! Das sind schlappe 16% über dem Leitzinssatz. Zu den teuersten Banken bei der Inanspruchnahme eines Dispositionskredites ist die Citybank mit 16,99 Prozent Zinsen, die Santander Consumer Bank mit bis zu 16,98 Prozent. Die günstigen Banken liegen hier bei einem Zinssatz von unter 9 Prozent. Zu diesen Banken gehören DAB Bank, DKB, Ethikbank, PSD Berlin-Brandenburg, PSD Nürnberg, Skatbank und SKG Bank.

Es liegt bei uns Kunden, ob wir uns das gefallen lassen oder nicht. Ein Wechsel der Bank, kann unter Umständen bares Geld wert sein.

Bildquelle. flickr Fotograf kellerabteil CC Lizenz

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Schlüsselwörter: Banken | Dispositionskredit | Leitzins | Leitzinssatz
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