Rund um OZ24

Suchen

Unterstütze OZ24

Politik: Politische Meinung

Tote haben keine Lobby

Oder: Wer vertritt eigentlich die Interessen der Opfer?

Grafik: © Axel Ertelt
Grafik: © Axel Ertelt
Die Frage nach der Interessenvertretung der Opfer ist (nur) scheinbar leicht beantwortet. Das macht die Justiz, vertreten durch Staatsanwaltschaft und Gerichte. – Doch stimmt das wirklich? Für Mord gibt es bei uns „lebenslänglich“, in anderen Staaten auch schon mal die Todesstrafe. Doch gibt es das Urteil „lebenslänglich“ wirklich? In der Regel heißt in Deutschland „lebenslänglich“ maximal 15 – 16 Jahre (oft gibt es sogar weniger!). Und lautet ein Urteil einmal auf „lebenslänglich“, dann kann der verurteilte Mörder damit rechnen, dass ihm bei guter Führung bis zu einem Drittel der Strafe auf Bewährung erlassen wird. Und wenn es ganz gut läuft, darf er nach sieben bis acht Jahren seinen ersten Freigang machen – ohne Aufsicht, versteht sich… Das ist die Regel (Ausnahmen bestätigen die Regel). Ist das gerecht? Sieht so Gerechtigkeit aus? Den Toten gegenüber, den Angehörigen der Opfer gegenüber? NEIN! ...

Kann man überhaupt verantworten einem Mörder Freigang zu gewähren? Die Antwort lautet eindeutig NEIN! Zu oft hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass ein wieder auf freien Fuß gesetzter Mörder – oder ein solcher auf Freigang – wieder mordet. Das gleiche trifft natürlich auch bei Vergewaltigern, Kinderschändern, Kidnappern, Geiselnehmern oder anderen Kapitalverbrechern zu. Da gibt es keine Sicherheit dass dies nicht wieder geschieht – bei niemandem. Niemand kann eben ins Innerste eines Menschen schauen und weissagen, wie sich dieser in Zukunft verhalten wird. Darum ist eine „lebenslängliche“ Strafe, die auch „lebenslänglich“ sein sollte sinnvoll und erforderlich – zumindest bei Mord, Kidnapping, Geiselnahme und Kinderschändung.

Ich bin ein Gegner der Todesstrafe und dafür, dass diese weltweit abgeschafft wird. Aber „lebenslänglich“ sollte auch „lebenslänglich“ sein – und das in jedem Fall! Es spielt auch keine Rolle, was ein Mörder, Vergewaltiger, Kidnapper, Geiselnehmer oder Kinderschänder für eine Kindheit gehabt hat. Mord bleibt Mord, Vergewaltigung bleibt Vergewaltigung, Kidnapping bleibt Kidnapping, Geiselnahme bleibt Geiselnahme, Kinderschändung bleibt Kinderschändung - und - tot bleibt tot!

Grafik: © Axel Ertelt
Grafik: © Axel Ertelt
Und immerhin haben die verurteilten Verbrecher während ihrer gesamten Haftzeit Vollpension, oft in einer Luxuszelle mit TV und allem was dazugehört – auf unserer aller Kosten – versteht sich. Bei einem Lügner gibt es das schöne Sprichwort: „Wer einmal lügt, dem glaubt man nie.“ Wenn man schon einem „harmlosen“ Lügner nicht glaubt, wie kann man dann einem Mörder glauben oder gar vertrauen? Die können doch erzählen was sie wollen, das hat nur das eine Ziel: wieder raus zu kommen aus dem Knast. Therapie? Einem Therapeuten kann man etwas vormachen, das sind auch nur Menschen. Und mancher hat da in der Vergangenheit ein fatales Fehlurteil gefällt und sich mitschuldig gemacht an neuen Morden.

Das Urteil „lebenslänglich“ ist eine Farce! In Deutschland, in Österreich und anderswo, wo „lebenslänglich“ nicht „lebenslänglich“ bedeutet. Es ist eine Verhöhnung der Opfer und deren Angehörigen – genau wie eine geforderte Freilassung eines Mörders. Der einzige, der „lebenslänglich“ bekommen hat ist das Mordopfer selbst. Es ist tot, ermordet von einem Schwerverbrecher (denn anders kann man einen rechtskräftig verurteilten Mörder nicht bezeichnen – egal, ob er seine Tat angeblich bereut oder nicht). Und der Zustand des Todes dauert lebenslänglich – unwiderruflich! Da kann man nicht sagen: „Du bist jetzt lange genug tot, nun leb mal wieder und verbring deinen Lebensabend mit der Familie.“

Aus diesem Grund habe ich auch kein Verständnis dafür, wenn jemand Freiheit für einen Mörder verlangt, weil er diesem blindlings alles glaubt und vertraut und dann meint die „böse“ Justiz besteht nur aus Verschwörern. Da werden dann die Mörder interviewt und alles ungeprüft publiziert, was diese so von sich geben. Aber niemand von denen die da schreien „lasst den Mörder endlich frei“ macht sich mal die Mühe und befragt die Opfer bzw. deren Angehörige. Dazu fehlt ganz offenbar der Mut! Der Mut, zu den Opfern und ihren Angehörigen zu gehen und zu sagen: „Ich kämpfe für die Freilassung des Mörders und möchte nun mal wissen, wie stehen Sie als Opfer bzw. als Angehöriger eines Opfers dazu. Und dann erzählen Sie mir doch mal die ganze Sache aus Ihrer Sicht!“Aber das interessiert wohl keinen von denen, die da schreien. Die Sicht der Opfer und deren Angehörigen ist uninteressant und unrelevant – oder was?

uploaded

Der Inhalt des vorstehenden Artikels gibt nicht die Meinung der Redaktion von Onlinezeitung24 wieder. Für den Inhalt ist allein der Autor des Beitrages verantwortlich!
Lesen Sie dazu auch:
Drucken Empfehlen
Schlüsselwörter: lebenslänglich | Justiz | Deutschland | Österreich | Mörder | Opfer | Angehörige | Juan Carlos Bresofsky-Chmelir | Juan Carlos | Bresofsky-Chmelir
Sie wollen selber einen Artikel schreiben. Kein Problem, einfach registrieren!

Kommentare

Sandra Lantesar
am 30.08.2009 23:31:05 (84.20.174.xxx) Link Kommentar melden
Alex Mais!

Erspare uns Bittschön deinen primitiven und von Menschenverachtung geprägten Hasstiraden.

Du bist eindeutig als Gefängnisaufsehr der Justizanstalt Stein in Österreich entlarvt worden. Du hast dich selbst geoutet als kommentator in den Bericht über den österreichischen Strafvollzug vom 17.3.2009.

Zudem verräst Du deinen persönlichen Hass gegen den Häftling Juan Carlos Bresfsky-Chmelir im Zusammenhang der Artikeln über seine Person.

Du musst psychisch krank sein - eine andere Erklärung ist schwer möglich.
OZ24
am 31.08.2009 08:17:35 (84.183.179.xxx) Link Kommentar melden
@Sandra Lantesar

Sehr gut aufgedeckt! Ein wahres Meisterstück, vor allem wenn man betrachtet, das der Autor Alex Mais hier schon registriert und aktiv wahr bevor auch nur der erste Artikel über den Häftling Juan Carlos Bresfsky-Chmelir hier erschienen ist.

Ein wahrliches Meisterstück vom österreichischem Staatsschutz seine Agenten auf allen Webseiten zu etablieren, bevor dort ein Anhänger des J.C.B.-C. aktiv wird. Ich glaube Staatsschützer der ganzen Welt können von den Staatsschützern Österreichs lernen.

Ist es Ihnen eigentlich mal in den Sinn gekommen, dass es auch normale Menschen gibt, die anderer Meinung sind?

Offenbar nicht!

Einen Kommentar schreiben







Kommentare von Nichtmitgliedern der Seite Onlinezeitung24.de müssen durch einen Bestätigungslink per E-Mail freigeschaltet werden, für Mitglieder entfällt diese Bestätigung. Diese Maßnahme dient der Diskussionskultur und soll die Kommentarfunktion vor Spam schützen. Wir bitten um Ihr Verständis für diese Maßnahme.

Seitenaufbau: 0.05 Sekunden
37,675,488 eindeutige Besuche