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Wie bekomme ich eine zu Unrecht gezahlte Courtage zurück?

Geld bleibt Geld!
Geld bleibt Geld!
Die Situation: Sie sind per Makler an eine neue Wohnung gekommen, haben den Mietvertrag unterschrieben und dem Makler seine Provision gezahlt. Nun wohnen Sie in Ihrem neuen Heim und erfahren, dass ihr Makler die Courtage gar nicht hätte verlangen dürfen– zum Beispiel, weil er selbst in die Verwaltung der Wohnung eingebunden ist (siehe: Nicht immer darf der Makler Courtage verlangen) oder weil sich eindeutig herausstellt, dass er wirtschaftlich erheblich mit dem Vermieter oder der Hausverwaltung verflochten ist.

Wie bekommen Sie nun Ihr Geld zurück?

Vorweg: Der Anspruch auf Rückzahlung von unrechtmäßig berechneten Maklerprovisionen verjährt nach vier Jahren. Wenn Sie also schon vor 3 Jahren und 11 Monaten ihre Courtage bezahlt haben und jetzt erst bemerken, dass man sie Ihnen zu Unrecht abgeknöpft hat, dann beeilen Sie sich!

Zunächst müssen Sie sich natürlich sicher sein, dass die Sache wirklich so liegt wie beschrieben. Das muss man mit ein wenig Fingerspitzengefühl recherchieren; denn wenn man Sie ausgetrickst hat, wird man natürlich nicht allzu offen auf Ihre Fragen reagieren. Es nützt aber nicht, «nur so einen Verdacht» zu haben. Sie brauchen den Beweis, dass die Firma des Maklers und die Hausverwaltung bzw. der Vermieter wirtschaftlich eng miteinander verflochten oder sogar miteinander identisch sind.

Wenn Sie diesen Nachweis haben, verlieren Sie keine Zeit: Setzen Sie gleich im ersten Anlauf schriftlich eine Frist auf Rückzahlung der zu Unrecht kassierten Provision! Wenn Sie freundlich sein wollen, sprechen Sie die Sache parallel dazu mündlich an, vielleicht lässt sich ja so schon alles klären.

Die schriftliche Frist ist dennoch wichtig; sonst ist die Sache nicht dokumentierbar, und es bleibt möglicherweise bei ewigen Vertröstungen. Verstreicht die Frist ereignislos, dann müssen Sie ihrer Forderung mehr Nachdruck verleihen. Gehen Sie also zum Anwalt. Leider gibt es auch unter den Maklern einige schwarze Schafe, die ihr Geschäft mit einem Pokertisch in irgendeinem Hinterzimmer verwechseln. Solche Individuen werden es mit jedem Bluff versuchen. Also sorgen Sie dafür, dass Sie absolut verlässliche Beweise haben– sonst wird man sofort versuchen, Sie über die wirklichen Geschäftszusammenhänge zu verunsichern, um Ihnen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Der wohl häufigste Bluff ist, dass man verspricht zu zahlen, ohne es jemals zu tun.

So traurig es ist: Das richtige Pokerface wird grundsätzlich erst dann zahlen, wenn es absolut keine Ausflucht mehr gibt. Und das ist nach dem Gerichtsurteil. Denken Sie daran: wenn die Abzocke System hatte, dann wird auch jetzt noch gepokert werden!

Auch wenn Anwaltsbesuche und das Erheben von Klagen mit Sicherheit nicht zu den angenehmsten Freizeitbeschäftigungen zählen– es sind gerade diese Hemmschwellen, die Abzocker sich gern zunutze machen. Ein abgebrühter Abzocker wird immer erst warten, ob Sie wirklich Ernst machen. Also tun Sie genau das: machen Sie ernst.

Foto pixelio Fotograf knipseline

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Schlüsselwörter: Geld | Recht | Wohnung | Makler | Courtage | Hausverwaltung | Provision
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