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Shakiras Putsch - Die Metamorphose einer Sängerin

Erstveröffentlichung: www.readers-editon.de Autor: la iguana

Im Jahr 1990 hatte ein Manager von Sony in Barranquilla bei seiner Suche nach Talenten die damals 13-jährige Shakira Isabel Mebarak Ripol beim Vorsingen gehört. Ein Jahr darauf kam das erstes Album (Magia) des heutigen Superstars auf den Markt – mit kaum 1.000 verkauften Kopien wurde es ein Flop. Fünf Jahre später gelang der Sängerin mit “Piés Descalzos” (”Barfuβ”) der Durchbruch. Zehn Jahre danach veröffentlichte jetzt das hispanoamerikanische Portal “Terra” eine Fotoserie: Shakiras äußerliche Verwandlungen im Licht ihrer Musik.

Die suchende Frage nach dem Herzen (”Donde estás corazón“) stellte die Sängerin Shakira 1995 schwarzhaarig und in Jeans. Drei Jahre darauf zeigt sie sich auf ihrem Album “Donde están los ladrones” (”Wo sind die Räuber”) die Haare rötlich gefärbt und auf dessen CD-Cover, das sie mit beschmutzten Händen zeigt, betonte sie eine mehr zur Rebellion neigende Sensibilität.

Ab dem Jahr 2001 wandelt sich diese Sensibilität und wird zu fast stürmischer Sinnlichkeit. In dem Videoclip ihres Liedes Whenever, Whenever (Album: Laundry Service), der bei YouTube als für manche anstössig kenntlich gemacht ist, tanzt die jetzt blonde Künstlerin nur spärlich in Leder bekleidet durch unwegsame Gegenden der Welt. Nach einer etwas ruhigeren Schaffenszeit kehrt Shakira mit „Fijación Oral“ und der darauffolgenden englischen Version “Oral Fixation” in die oberen Ränge der Charts zurück. “Hip’s don’t lie” wird zu ihrem bislang erfolgreichstem Song. In der Fotoserie wird die Sängerin jetzt blond gelockt und natürlich gezeigt. Auf dem Cover des Albums hat sich das Mädchen Shakira aber in eine kindliche Eva verwandelt, die die verbotenen Frucht in der Hand hält.

Politische Metamorphose

Die stetige Wandlung, die mit der Bildserie gezeigt wird, scheint nicht nur äußerlicher Art zu sein. Die Pop-Diva befindet sich, wie es aussieht, auch in einem Prozess politischer Metamorphose. Shakira ist Gründerin einer Stiftung für hilfsbedürftige Kinder in ihrer Heimat, und seit dem Jahr 2003 ist sie Botschafterin für das Kinderhilfswerk UNICEF. Die Gewinnerin von fünf der sechs Grammys Latinos, für die sie dieses Jahr nomminiert worden war, hatte ihr politisches Engagement auch bei der Preisübergabe gezeigt, als sie auf die Problematik der illegalen Auswanderer aus Lateinamerika in den USA aufmerksam machte.

Shakiras Putsch

Am vergangenen Samstag war sie in Venezuela, um dort ein einziges Konzert zu geben. Bei ihrer Ankunft wurde die Kolumbianerin am Flughafen vom Staatsoberhaupt des Landes, Hugo Chávez, persönlich empfangen. Shakira und ihre Organisatoren, die sich mit “Fijación oral” zur Zeit auf Welt-Tournee befinden, hatten Schwierigkeiten gehabt, für dieses Konzert in Venezuela einen Ort zu finden. Es bedurfte der speziellen Erlaubnis des Staatspräsidenten, damit die Sängerin das venezolanischen Publikum hatte begeistern können. Obwohl der bekanntermaßen nicht besonders gut auf multinationale, kapitalistische Firmen zu sprechen ist, stellte er Shakira, die von Giganten der Musikindustrie wie Sony BMG Music oder Epic Records gesponsert wird, für die Veranstaltung jene Militärkaserne zur Verfügung, die 1992 Schauplatz seines Putschversuchs gegen den damaligen Präsidenten Venezuelas Carlos Andrés Pérez gewesen ist. Zehn Jahre später war Chávez in “La Carlota”, so der Name des Stützpunkts in Caracas, während des Putschversuchs gegen ihn selbst inhaftiert gewesen. BBC titulierte die Meldung entsprechend: Shakiras Putsch.

Erstveröffentlichung bei "Readers Edition" Autor la iguana Grundlage für Zweitveröffentlichung Creative Commons-Lizenz

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Schlüsselwörter: Shakira | Sängerin | CD | Musik | Shakira Isabel Mebarak Ripo
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