Wissenschaft: Forschung

Teilchenbeschleuniger LHC: Pannenserie lässt Kosten explodieren

10.08.2009 12:26:57 eingesandt von Rene Thurow für OnlineZeitung 24.de

CERN Logo
CERN Logo
Der mehrfach verschobene Neustart des größten Teilchenbeschleunigers der Welt ist nach einer Mitteilung des CERN nun für November geplant. Eine Panne im Kühlsystem hatte am 19. September 2008 wenige Tage nach der Inbetriebnahme zwei Magneten des unterirdischen Beschleunigers völlig lahm gelegt. In der Folge strömte eine große Menge zur Kühlung benötigtes Helium in den Tunnel. Durch weitere Pannen musste der Neustart immer wieder verschoben werden.

Wie die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti unter Berufung auf den CERN-Sprecher James Gillis jetzt mitteilte, werden die Gesamtkosten für die Reparatur des Large Hadron Colliders (LHC) mit zusätzlichen 26 Mio. Euro zu Buche schlagen. Der Large Hadron Collider war auch mit Beteiligung russischer Physiker, darunter Alexander Skrinsky vom Budker-Institut für Kernphysik in Nowosibirsk, geschaffen worden. Bisher wurden für den Bau des LHC rund 3.2 Milliarden Euro benötigt.

Literaturhinweis: Der gerade erschienene Science-Thriller "Sekunde Null. Das Urknall-Experiment" beschreibt ein bis zum Jahr 2015 reichendes Szenario, das von weiteren Störfällen gekennzeichnet ist. Als der Verlust der finanziellen Unterstützung droht, will ein Forscher am CERN endlich Ergebnisse vorweisen und manipuliert gemeinsam mit einem Helfer in einer einsamen Entscheidung die Versuchsbedingungen. Doch anstelle des erhofften „Gottesteilchens“ sehen sich die Beteiligten mit einem die Existenz der Erde bedrohenden Schwarzen Loch konfrontiert.

Link zum Buch: http://www.amazon...mp;sr=1-37

Bildquelle flickr Fotograf psd CC Lizenz

Lesen Sie dazu auch: