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Sonstiges: GesundheitAutofahrer aufgepasst: Schule hat begonnen!

Foto: © Paul-Georg Meister, Pixelio.de
In ganz Deutschland verunglückten im Jahr 2006 auf dem Weg zu Tageseinrichtungen und Grundschulen 7.870 Kinder. Doch nicht nur die kleinen Schulbesucher haben schlechte Karten im Straßenverkehr, denn im gleichen Jahr verunglückten auf dem Weg zu berufsbildenden oder weiterführenden Schulen sage und schreibe 46.518 Kinder.
Nordrhein-Westfalen ist das Bundesland mit der größten Bevölkerungsdichte. Entsprechend sind hier auch die Zahlen der Unfallstatistik. Von 36.795 Unfällen mit Kindern im Jahre 2005 kamen auf NRW 8.898 Unfälle, gefolgt von Bayern mit 5.376 Unfällen. Insgesamt wurden dabei 159 Kinder getötet. Davon 30 allein in NRW (es folgten Niedersachsen mit 25 und Baden-Württemberg mit 18 getöteten Kindern). Nur Bayern lag mit 39 getöteten Kindern noch deutlich höher als NRW.
Die Zahlen sind erschreckend. Und gerade in diesen Wochen, wo sich bundesweit wieder Tausende von Schulanfängern auf dem Schulweg im Straßenverkehr behaupten müssen, sind es wieder einmal mehr die Kleinsten von uns, die besonders gefährdet sind. Alle Autofahrer sind da gefordert besonders gut aufzupassen, sich an bestehende Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten und bremsbereit zu sein. Das gilt besonders auch an Schulen und deren Fußgängerüberwege und Bushaltestellen. Erfreulich, dass die Polizei bundesweit angekündigt hat vor allem in den ersten Wochen nach Schulanfang verstärkte Geschwindigkeitskontrollen zu machen.
Hier noch einmal in Erinnerung gerufen, weil von sehr vielen Autofahrern nicht beachtet: Bereits seit 1995(!) gilt nach der Straßenverkehrsordnung, dass Busse (Linienbusse und Schulbusse gleichermaßen) an besonders gefährdeten Haltestellen (gehören auch solche an Kindergärten, Schulen und Altenheimen zu) die Warnblinkanlage einschalten müssen. Dies gilt bereits bei der Anfahrt auf die Haltestelle zu. Während der Bus mit eingeschalteter Warnblinkanlage auf die Haltestelle zufährt darf er nicht überholt werden! Steht der Bus mit eingeschalteter Warnblinkanlage an der Haltestelle darf er nur mit maximal Schrittgeschwindigkeit (= maximal 7 km/h) passiert werden – und zwar egal auf welcher Straßenseite (rechts = eigene – oder – links = Gegenfahrbahn) er steht!
Ich bitte alle Autofahrer – im Interesse der Sicherheit unserer aller Kinder – dies zu beachten und sich auch daran zu halten. – Gebt Rasern keine Chance…
Weiterführender Link: „Acht Tipps für einen sicheren Schulweg“.
Fotolegende: Achtung: Schulanfang. Foto: © Paul-Georg Meister, Pixelio.de.
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Kommentare
- Während der Bus mit eingeschalteter Warnblinkanlage auf die Haltestelle zufährt darf er nicht überholt werden!
- Steht der Bus mit eingeschalteter Warnblinkanlage an der Haltestelle darf er nur mit maximal Schrittgeschwindigkeit (= maximal 7 km/h) passiert werden
Der Schulweg meiner Kinder beinhaltet zwangsläufig das Überqueren eine viel befahrenen Bundesstraße innerhalb der Ortschaft. Es ist schlimm mit anzusehen mit welchen Geschwindigkeiten Fahrzeugführer ihre PKW/LKW oder Motorräder durch die Ortschaft chauffieren. gefühlte 60 km/h ist noch das langsamste was man so alltäglich sieht. Es wird massiv mit Verkehrsschildern und Plakaten auf Schulkinder hingewiesen, doch interessieren tut es eigentlich fast Niemanden. Es ist ein Wunder, dass der letzte schwere Verkehrsunfall mit Schulkindern auf dieser Straße schon 13 Jahre her ist.
Ich möchte auf diesem Weg, ebenso wie der Autor des Beitrages, dem ich hiermit vielmals für diesen Artikel danken möchte, an alle Fahrzeugführer appellieren, mehr Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer zu nehmen!
Ich bin kein Techniker, aber eine "Radarpistole" braucht sicher keine Gerade von 100 m Länge, vermute ich. Na ja, wenn ich hier 30 fahre, kleben mir alle an der hinteren Stoßstange, hupen, drängeln, schimpfen. Mir wurden auch schon der "Effenberg" oder ein Vogel gezeigt. Als ich letztens hinter einem Schulbus mit Warnblinker hielt, wurde ich überholt und der Bus gleich mit. Das alles ist normal, ganz offensichtlich. Der Schulbus wurde übrigens auch schon "geblitzt"...
Dabei ist doch die Geburtenrate in Deutschland schon recht niedrig. Man sollte also die wenigen deutschen Kinder unbeschadet aufwachsen lassen, nicht?
Auf der dänischen Insel Bornholm habe ich vor Jahrzehnten mal ein Straßenschild gesehen, auf dem es (sinngemäß) hieß: "Wir haben so wenige Einwohner und brauchen jeden, fahr bitte vorsichtig!"
Allerdings habe ich mehrmals die Feststellung gemacht, dass es gerade auch die Anwohner sind (diejenigen, die am lautesten geschrien hatten damit ihre Straße verkehrsberuhigt wird) und die sich jetzt selber nicht daran halten. So wurde ich schon mehrfach in solchen Wohnbereichen überholt und nach dem Überhalmanöver noch zum Bremsen gezwungen, da die Überholer unmittelbar vor mir und direkt im Anschluss an das Überholmanöver in ihre Grundstückseinfahrt abbogen...
Einmal passierte es mir früh morgens auf dem Weg zum Arzt. Ich wurde in dem Wohngebiet (Tempo 30) von einem Wagen überholt, der mindestens 50 fuhr. In der Arztpraxis traf ich ihn dann wieder und stellte ihn zur Rede. Die dumme Ausrede, er wäre vom medizinischen Labor und hätte hier eilige Blutproben zur Untersuchung abzuholen(!)...
Der Oberhammer liegt allerdings schon einige Jahre zurück. Pünktlich jeden Donnerstagnachmittag kam bei uns ein Fahrzeug eines Blutdienstes durch den Ort gefahren. Immer mit Blaulicht und Sirene(!!!). Man konnte praktisch die Uhr danach stellen. Das ging einige Wochen so, bis sich mal welche beschwerten. Am nächsten Donnerstag wartete die Polizei und hielt ihn an. Es stellte sich heraus, der Fahrer hatte Feierabend und war auf dem Weg nach Hause(!!!)...
Solange solche Chaoten auf unseren Straßen fahren, solange ist da kein Fußgänger sicher - am wenigsten unsere Kinder...
Hier zeigt sich übrigens, wie einfach Zivilcourage ist, um solchen Zeitgenossen zum Erkenntnisgewinn zu verhelfen. Nach meiner Erfahrung wirkt da die richtige Mischung aus buddhistischer Gelassenheit, jüdisch-verschmitzter Chuzpah mit einem Schuß cholerischem Wilhelm Tell wahre Wunder...
Immer beleidigungsfrei selbstverständlich, aber im direkten Dialog mit den Dienstvorgesetzten.
Es kommt ja nicht von ungefähr, daß seit einigen Jahren immer mehr Speditionen, Fahrdienste und Rettungsdienste am Auto einen Aufkleber haben "Fahrstil in Ordnung? Bitte rufen Sie kostenfrei an: 0800-12x12x12x..."
Die Petition kann noch bis zum 22.09.2009 durch Mitzeichnung unterstützt werden:
https://epetition...ition=6099



