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Politik: WeltObama?

Logo der Präsidentschaftskampagne
Was war eigentlich letztes Jahr mit den USA los? Die Menschen waren wohl einfach der beiden Bush's müde, aber war das wirklich schon ein Argument für Obama? Genauer betrachtet, waren es eben doch viele Irrationalismen und positive Vorurteile, die zur Wahl von Barack Hussein Obama führten. Aber auch positive Vorurteile sind eben Vorurteile. Man kann als Befürworter Hillary Clintons wie auch McCains nun feststellen, daß man damals richtig lag mit der Einschätzung: "no, you can't, Mr. Obama!". Damals recht gehabt zu haben, läßt sich heute ohne Häme und ohne schadenfroh die Hände zu reiben feststellen; nicht nur in Umfragen und in der Presse, sondern auch in den neuesten Nachrichten über außenpolitische Entscheidungen Obamas zeigt sich, daß er die Probleme nur verschlimmert hat. Und inzwischen sehen eben immer mehr Menschen, daß der Kaiser gar keine neuen Kleider anhat.
Doch die Amerikaner wollten 2008 eher ihn als seine jetzige Außenministerin, dabei wäre sie die bessere Wahl gewesen - auch gegen seinen Konkurrenten McCain konnte er sich recht locker durchsetzen, obwohl auch John Sidney McCain III, ehemals über Vietnam abgeschossener Jagdbomber-Pilot, die bessere Wahl gewesen wäre. Warum?
Fragen wir besser anders herum: warum nicht? Wenn man sich die Filme aus dem Wahlkampf ansieht, merkt man recht schnell: hier ist ein Schwätzer auf die Bühne getreten, ein Blender. Smart, aber eben nicht kompetent. Was genau sprach denn für ihn? Seine Jugend? Seine Hautfarbe? Seine lockere Sprache? Sein jungenhaftes Auftreten?
- Er war der erste Farbige, der Präsidentschaftskandidat wurde - das ist ein Fakt; doch wer darüber jubelt, der geht einem versteckten umgekehrten Rassismus auf den Leim. Denn Weiße sind Farbigen nicht "überlegen", wie nur Rassisten und Nazis annehmen, allerdings sind Farbige umgekehrt eben auch nicht "besser" als Weiße. Das Argument ist schlicht und einfach keines, auch nicht im Politischen. - Wir würden ja auch nicht auf die Idee kommen, den Nationalmannschafts-Torhüter nach seiner Hautfarbe, den Koch unseres Lieblingsrestaurants nach seiner Religion oder den Piloten, dem wir unser Leben anvertrauen, nach seiner Nationalität auszuwählen.
- Er hat es geschickt verstanden, seine wahre Herkunft zu verschleiern - dabei ist nicht die Tatsache entscheidend, daß er in Indonesien als Muslim erzogen wurde und aufgewachsen ist, sondern daß er es geleugnet hat. Daniel Pipes hatte das schon im Wahlkampf alles schonungslos recherchiert. Die Lüge Obamas sprach gegen ihn, nicht seine ehemalige Religion.
- Er hat allen das Blaue vom Himmel herunter versprochen: Arbeitsplätze, Gesundheitsreform, Wohlstand, Frieden - aber jeder, der die USA und ihre politische Landschaft kennt, wußte damals bereits, daß Obama seine Rechnung ohne den Wirt gemacht hatte. Weder der Senat noch der Kongreß noch die Verwaltung lassen sich von einem newcomer in die Suppe spucken.
- Seine Rede in Kairo war das falsche Signal an die arabisch-islamische Welt und vor allem an die Palästinenser,
- seine Haltung gegenüber Israel schwächt die einzige Demokratie im Nahen Osten,
- Seine wachsweiche Haltung gegenüber dem Iran wird sich noch zu einem handfesten Problem auswachsen,
- und seine Umgangsweise mit Außenministerin Hillary Clinton, die er durch Sonderbeauftragte ersetzt und damit kaltstellt, ist undemokratisch, auf eine schamlose Art und Weise.
"Yes, we can?" Nein, offenbar nicht. Realpolitik geht anders.
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Kommentare
Und weil die Leute nun so "stolz" sind, sind ja auch Obamas Beliebtheitswerte so in den Himmel geschossen, was?
Zum Rest später vielleicht mal. Seit Obamas Wahl war ich dreimal in den USA, einmal privat (Hochzeit in der Verwandschaft), zweimal beruflich. Die Daten such ich gleich noch heraus. Darf ich jetzt wieder mitreden? Vielen Dank.
Willst du mir unterstellen das ich lüge? Ich habe zuverlässige Quellen die genau mitbekommen wie es in den USA ist.
Und weil die Leute nun so "stolz" sind, sind ja auch Obamas Beliebtheitswerte so in den Himmel geschossen, was
Obamas Werte sinken da viele Leute erst jetzt merken das man nicht alle Länder der Welt zu freunden machen kann und gleichzeitig alle Probleme des Landes beseitigen kann, das ist ein Fakt und dagegen sage ich auch gar nichts mein Problem ist nur das du Obama in deinem Artikel nur Fehler anhaftest und nicht mit einem einzigen Wort erwähnst das er auch die ein oder andere Sache besser als seine Vorgänger gemacht hat.
Geschichtlich betrachtet, ist er der zweite schwarze Präsident, der erste schwarze Präsident ist auf dem Dollarschein zu sehen: (Administrator: ich habe den Link mal entfernt, da er irgenwie nicht funktionierte. Wenn Sie einen funktionierenen haben bitte per PN senden, ich füge diesen dann ein) - bei dem Wort "farbig" denke ich sofort an das Apartheitsregime in Süd-Afrika - ! Afrikaner-innen, gerade auch in den U.S.A., definieren sich als Schwarze! Ich bin nicht vermessen sagen zu können, ob er kompetent ist, solange ich ihn persönlich nicht kennen gelernt habe. Ich weiß nicht, wer seine Reden in und nach der Präsidentschaftswahl geschrieben hatte und jetzt schreibt! Da er ja die FED im Nacken sitzen hat, ob gewollt oder nicht, sei mal dahingestellt. Ob Israel wirklich die einzige Demokratie im alten Kemet ist, wage ich, was ihre Kriegspolitik betrifft gegen Menschen in Palästina, zu bezweifeln!
Dann kann ich ja auch gleich "Neger" sagen.
Geht's noch?
Seit wann sind denn die Neger/Schwarzen/Farbigen in den USA "Afrikaner"? Sie sind US-Bürger, oder etwa nicht?
Ach so. Welche Demokratien gibt es denn da sonst?
In Israel sind sogar Araber im Palament vertreten, hört sich nicht nach Apartheid an.
Israel ist nicht "Kemet". Ein Teil Israels war mal Kanaan, aber das gehört alles gar nicht hierher.



Ich kenne und chatte regelmäßig mit Amerikanern aus den Südstaaten, die ja nicht durch die gute Behandlung der schwarzen bekannt geworden sind und all diese Menschen haben mir auf die Frage "Was hat sich seit Obamas Wahl in eurem Umfeld verändert?" die inhaltlich selbe Antwort gegeben. Die Schwarzen sind zum Teil stolzer auf sich und ihre Herkunft geworden. Sie haben gemerkt das man auch als schwarzer alles erreichen kann was man will, wenn man es wirklich will. Und so etwas von Bürgern in einem Land zu hören, in dem die Frage der Gleichberechtigung noch lange nicht vom Tisch ist bedeutet sehr viel.
Folgender Satz:
"und seine Umgangsweise mit Außenministerin Hillary Clinton, die er durch Sonderbeauftragte ersetzt und damit kaltstellt, ist undemokratisch, auf eine schamlose Art und Weise."
Wenn du damit meinst das Bill anstatt Hillary Clinton sich in einem Gespräch um die Freilassung zwei US-Amerikanischer Journalistinnen gekümmert hat, kann man es wohl eher durch die Tatsache, das Bill mehr Erfahrung in komplizierten Gesprächen mit Diktatoren hat, begründen.