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Politik: Deutschland

Die Wahrheit über das Zitiergebot Artikel 19 (1) GG

Wieviel Aufklärung ertragen "Reichsbürger", Verschwörungstheoretiker und Paranoiker?

Unsere Verfassung
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Ist die Arbeitslosigkeit schuld? Die Flut der Baumärkte? Oder gar PISA? Die Ursachen liegen erstaunlicherweise noch völlig unerforscht im Dunkeln, aber sicher ist eins... - es hat sich geradezu zu einer Mode entwickelt:

Egal, ob es paßt oder nicht, ob man Schlosser ist oder Arbeitsloser, ob Schreiner oder Lehrer... - jeder, der will oder Langeweile hat, mausert sich plötzlich zum Staats- und Verfassungsrechtler sowie zum Experten fürs Völkerrecht. Die Haager Landkriegsordnung selbstverständlich inclusive. Daß Generationen von Einser-Juristen offenbar blöde sind und das alles nicht gemerkt haben, was nun die schlauen Besserwisser dem Volk eintrichtern müssen, fällt keinem auf. Wenn es einem doch auffällt, dann ist er durch "Gehirnwäsche" angepaßt worden oder er arbeitet für den "Staatsschutz". Ist ja logisch. - Ein guter Freund von mir hat nach der Bundeswehr Elektriker gelernt. Inzwischen, nach Studium und einigen Jahren im Beruf, ist er Führungskraft in einem großen Unternehmen; ein Mann mit solider Ausbildung und großer Erfahrung. Dieser Freund hat es mal auf den Punkt gebracht, indem er sagte: "in jedem Privathaushalt findet man mindestens einen Elektriker, Maler, Klempner, Tischler usw., jeder hält sich für einen Fachmann, der alles kann - nur komisch, daß andere Leute für solche Berufe drei Jahre lernen müssen."

Zum Glück immerhin sind für bestimmte Tätigkeiten von Gesetz wegen Fachleute verpflichtet: Schornsteinfeger, Lehrer, Psychotherapeut, Arzt oder Bestatter.

"Wer alles nur ein bißchen kann, kann nichts richtig"

Geben wir jedoch für die Juristerei die Professionalisierung auf, jeder soll da alles beherrschen und daher auch machen! Auch Sie, verehrter Leser, können das. Wirklich! Das machen Sie doch mit links! Sagen Sie einfach nur das ominöse Wort "Zitiergebot", und schon sind Sie aus dem Schneider. Wie? Das glauben Sie nicht? Na, dann passen Sie mal auf:

  • Sie wollen keine Mehrwertsteuer bezahlen?
  • der Gerichtsvollzieher will bei Ihnen pfänden?
  • die Krankenkasse versucht Beiträge einzutreiben?
  • die Polizei will sie wegen lächerlicher 2,5 Promille am Steuer festnehmen?
  • Sie sehen Ihr Recht, Polen als Gebiet des Deutschen Reiches zu sehen, als unzulässig eingeschränkt an?
  • Sie haben sonst noch irgendwelche Gesetze, die Ihnen nicht passen?
  • Ihr Mann will oder kann nicht?
  • Ihre Frau läßt Sie nicht?

Alles kein Problem. Hier ist der Zaubertrank: sagen Sie einfach "Das Gesetz ist ungültig, es verstößt gegen das Zitiergebot". Nein, nicht einmal. Sagen Sie es immer. Und sagen Sie es immer wieder. Sagen Sie es beim Aufwachen, beim Einschlafen, vor, nach und während ehelicher oder außerehelicher Begegnungen. Sagen Sie es einfach immer, auch auf dem Klo. Es ist Ihr neues Mantra!

"Das Gesetz ist ungültig, es verstößt gegen das Zitiergebot"

"Das Gesetz ist ungültig, es verstößt gegen das Zitiergebot"

"Das Gesetz ist ungültig, es verstößt gegen das Zitiergebot"

"Das Gesetz ist ungültig, es verstößt gegen das Zitiergebot"

"Das Gesetz ist ungültig, es verstößt gegen das Zitiergebot"

Justitia (Römerberg, FfM)
Justitia (Römerberg, FfM)
Ein Mantra wirkt allein dadurch, daß man selber dran glaubt. Und Sie glauben ja dran, also ist es Wirklichkeit. Ihre Wirklichkeit. Daß 99% der Menschen nicht dran glauben und daß auch 100% der Gerichtsvollzieher, Steuereintreiber, Polizisten, Staatsanwälte und Richter nicht dran glauben, liegt nur daran, daß die entweder
  • bösartig
  • blöd oder
  • gehirngewaschen
sind. Die werden noch ein ganz schlimmes Erwachen haben! Aber dann ist es für die zu spät...

Also, nehmen Sie Demokratie ernst. Vertrauen Sie auf Anarchisten, unruhige Unternehmer, Hobbyphilosophen, Möchtegernjuristen oder sonstige Pappheinis. Und vertrauen Sie vor allem auf sich selbst. Schaffen Sie sich Ihr eigenes Recht, dazu haben Sie das Recht, und gestalten Sie Ihre eigene Welt!

Zeigen Sie allen, die Ihre Wirklichkeit kritisieren, den "Effenberg" und bedrucken Sie sich T-Shirts, Baseball-Kappen oder die Heckscheibe ihre Autos mit Sprüchen wie

"Ich Chef - Du nix"

"Alle blöd außer ich"

"Binn intellent - ers Abur machd unndan Unität"

usw. usf.

Sollen die anderen doch sehen, wohin sie mit ihrer OMF-BRD noch kommen. Schon in der Bibel heißt es doch, macht Euch die Erde untertan! Also, machen Sie das, und fangen Sie mit Ihrer eigenen Verfassung an!

Falls Ihnen das alles aber jetzt zu kompliziert war, dann nehmen Sie einfach eine Suchmaschine. Dort geben Sie als Suchbegriffe ein

  • juristisches
  • Repetitorium
  • Zitiergebot
und lesen Sie sich ein bißchen schlau. Selbst ich als Nichtjurist habe lediglich ca. 15 Minuten benötigt, um die Materie zu durchdringen. Bis zu meiner ersten Lektüre eines unsäglichen Aufsatzes eines "Künstlers", der weder von Tuten noch von Blasen Ahnung hat, war mir der Begriff "Zitiergebot" noch nie begegnet.

In diesem Sinn: Bildung kann Spaß machen!

Peter Fox meint zu diesem Thema: "schauen Sie ruhig auch Part 1 und Part 2 an!"

YouTube Video

  • Das Zitat nach dem dritten Absatz "Wer alles nur ein bißchen kann, kann nichts richtig" ist eine anonyme Volksweisheit oder stammt von mir, was letztlich ja auf dasselbe hinausläuft...
  • Bildnachweis:
  1. Bild: "Taschenbuch Grundgesetz", eigener Scan, public domain wegen geringer Schöpfungshöhe
  2. Bild: "Justitia" Wikipedia / GNU-Lizenz für freie Dokumentation

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Schlüsselwörter: Zitiergebot | Grundgesetz | Grundrechte | Einschränkung | Gesetz | BVerfG | Bundesverfassungsgericht | KRR | KRR-Deppen | KRR-FAQ | Verfassung | juristisches Repetitorium | Experten | PISA | OMF-BRD | PRHL
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Kommentare

K. Ämpfer
am 31.08.2009 19:27:48 (79.222.56.xxx) Link Kommentar melden
Warum seit 2002, das ist alles schon lang und breit erklärt worden Chaim, wohl 'ne rhetorische Frage.

Von Recht versteht ich wenigstens soviel, dass ich gerichtliche Streitigkeiten ohne Anwalt zu gewinnen pflege, was uns vermutlich unterscheidet. Interessant wäre ja gewesen, wenn du inhaltlich etwas zu sagen gehabt hättest, aber das kenne ich schon. Wenn bezahlte Schreiber, bei denen es in der Regel an Sachkenntnis mangelt, sich auf Diskussionen mit gut informierten Kontrahenten einlassen, bleibt nur die Flucht ins Zauberland der Rhetorik. Aber auch auf diesem Terrain scheue ich den Disput nicht,

Gruß

K. Ämpfer
Mendelsohn
am 31.08.2009 23:35:01 (88.73.112.xxx) Link Kommentar melden
Guten Abend - Alles regt sich über Chaim auf und der feixt daher. Man muß sich einmal überlegen, was dazu gehört, in dieser Art und Weise subversiv zu arbeiten. Den ganzen Tag ein Kampf - wogegen - richtig - gegen das Recht. Lese ich die Zeitung, dann gibt es eine begrenzte Zahl von Journalisten, die klar und deutlich das ausdrücken, was der Gesetzgeber dem Volk gesagt hat. Der Gesetzgeber spricht nämlich mit dem Volk. Es ist schon eine besondere Logik. Der Gestzgeber spricht eigentlich mit sich selber. Geht nämlich alle Macht vom Volk aus, dann gibt sich das Volk auch die Gesetze. Gesetze, die es nicht versteht? - Oh nein, ein Gesetz hat sich das Volk gegeben, das vestehen alle. Die Spielregeln, nach denen das Volk in der Zukunft miteinander umzugehen gedenkt. Und in den Spielregel, dem Grundgesetz, ist vereinbart worden, Du hast folgende Rechte - Art. 1 bis 19 GG. Es ist doch ein tolles Spiel. Wie weit Deine Rechte gehen mußt du erkennen. Wo greifst Du in den Bereich des anderen ein. Und da steht auch die Formvorschrift, die es erhellt - G ü l t i g k e i t s v o r a u s s e t z u n g -!!!! Nämlich dann, wenn in diese Rechte des Bürgers eingegriffen werden soll.

Das haben wir durch. Das ist bestens dargelegt - bloß Chaim will es nicht begreifen. Der ist keinesfalls blöd - aber er handelt im Auftrag. Was hat er eigentlich davon einen Auftrag auszuführen, der ihm selbst die Freiheit kostet? Oder gehört er zu denjenigen, die seit 60 Jahren versuchen, dem Volk die Unfreiheit zu bringen, es langsam, Schrittchen für Schrittchen einzumauern?

Chaim schreit, laßt mal, es ist ja nicht so. Jeder Stein der gesetzt wird. ist ja kein "Einmauern" ihr seht das falsch es ist ein Glücksstein, denn ihr braucht Euch dann keine Sorgen mehr zu machen. Ihr werdet dann gelenkt, gebraucht, benutzt - Hauptsache ihr bringt Ertrag.

Daraus "wird ein Schuh". Chaim untersützt die Sklaverei. Das kann er nur, wenn er für diese Schandtat, nämlich seinen unrermüdlicnhen Kampf gegen das Grundgesetz und damit gegen die Freiheit belohnt wird. Und er wird belohnt, denn sonst hätte er nicht die Muße, sich so zu exponieren.

Chaim ist also einer höheren Macht hörig - vergleichbar einem Judas Ischariot, der Jesus noch küßte, indem er ihn verriet. Chaim ist intelligent - aber er hat kein Sinn für Gerechtigkeit/Wahrheit. Platon erkennt, daß jeder Mensch in seinem tiefsten Inneren genau fühlt, was richtig oder falsch ist. Diesen Mechanismus hat chaim nicht - oder er hat ihn unterdrückt. Unterdrückt zum Kampf gegen die Wahrheit.

Sehen wir das aus der asiatischen Gesundheitslehre, dann stellt dieses Unterdrücken ein Verkrampfen des Geistes - Chi - dar. Dieses Verkrampfen führt zu Krankheit. Chaim muß immer für das Unrecht eintreten. Wie fühlt sich so ein Mensch? Ist er glücklich, hat er ein Wohlbefinden, eine Ausgeglichenheit? Ich würde darauf wetten, nichts von dem. Den plagt die Gicht, vielleicht hat er auch eine andere schwere Krankheit, denn seine Tätigkeit steht gegen seinen Geist. Armer Caim!

Nun ein anderes Thema - Umsatzsteuer und Eingriff in das Eigentum. Herr Berger erwähnte es. Er hat Recht. Die Umsatzsteuer greift in das Grundrecht der Unverletzlichkeit des Eigentums ein. Nämlich dann, wenn der "Unternehmer" Umsatzsteuer zahlen muß, die er nicht von seinen Abnehmern erhalten hat. Das ist nicht unbedingt ein Forderungsausfall. Es kann z. B. eine falsche steuerliche Würdigung sein. Z. B. dann, wenn ein Kleinunternehmer, § 19 Abs. 1 UStG, die Umsatzgrenze von 17.500,00 € überschreitet, dies nicht bemerkt und im übernächsten Jahr der USt unterworfen wird. Dann zahlt dieses Unternehmen Umsatzsteuer - ohne daß die USt von den Kunden verlangt worden ist. Dann greift die USt in das Eigentum ein.

Es ist kein kontinuierlicher Eingriff. Es ist auch kein offentsichtlicher Eingriff, aber es ist ein Eingriff, der, wenn der durchgeführt wird, sehr drastisch sein kann.

Und daraus ergibt sich. Die Umsatzsteuer ist seit 1968 nach diesem System organisiert. Der Eingriff in das Eigentum kann also seit 1968 erfolgen und das Ergebnis:

Das UmsatzsteuerG ist seit 1968 nichtig, das Gesetz ist ungültig, denn es enthält nicht den Hinweis, daß mit dem Gesetz das Grundrecht auf Eigentum eingeschränkt wird. Art. 19.1 i. V. mit Art. 14 GG.

Hans Berger Glückwunsch - Sie haben heute Abend vielen Unternehmern geholfen. - Eine neue Sichtweise der Dinge.

Interessanter Weise fing es an mit § 27 b UStG - ging dann auf § 26 c UStG über und nun haben wir das Zitiergebot für das UStG für Zeiten v o r dem 01.01.2002. Bingo! Ein weiterer Schritt zurück in die Zulkunft.

Es wäre ja auch ein sonderlich Ding, wenn der Gesetzgeber sich tatsächlich mal an das GG gehalten hätte.

Und hätte Chaim nicht gelästert, mir wäre das so schnell nicht eingefallen.

So hat ein belasteter Mensch auch mal etwas gutes vollbracht. Chaim sollte zu den Pfadfindern gehen.
am 01.09.2009 11:13:56 (89.247.42.xxx) Link Kommentar melden
@ Chaim

Lassen wir doch mal alles Persönliche beiseite. Dazu eine klare Frage:

Bedeutet die Forderung, dass ein ein Grundrecht einschränkenden Gesetz das eingeschränkte Grundrecht zitieren "muss", dass das ein Befehl ist oder wie ist es zulässig, dieses "muss" ohne die Bedeutung des Wortes aufzuheben in ein entgegengesetztes "kann" umzuwandeln?
am 01.09.2009 12:00:48 (89.247.42.xxx) Link Kommentar melden
Seit wann steht Wikipedia in der Normenhierarchie höher als das Grundgesetz?

Als Beleg für die Behauptung, dass das Aufdecken von Grundgesetzverstößen nur im Wahn einiger, von Dir mit Nazis in einen Topf geworfenen Idioten stattfindet, ist als einzige Quelle die Wikipedia ein wenig dünn.

Sei einfach so nett und beantworte meine Frage:

Bedeutet die Forderung, dass ein ein Grundrecht einschränkenden Gesetz das eingeschränkte Grundrecht zitieren "muss", dass das ein Befehl ist oder wie ist es zulässig, dieses "muss" ohne die Bedeutung des Wortes aufzuheben in ein entgegengesetztes "kann" umzuwandeln?

Was sagst Du als Staatsbürger dazu? Ist "muss" ein Befehl oder Gebot oder ein kann oder darf - je nach Gutdünken?
Leser
am 01.09.2009 12:39:29 (91.16.154.xxx) Link Kommentar melden
"chaim" spiel hier immer dann wenn er konkret werden "muss" den Ahnungslosen und stürzt sich auf die Quelle "Wikipedia", scheinbar in der Hoffnung, dass es ihm alle diejenigen die zweifeln, gleich tun mit dem Ziel, das dort gegen den Wortlaut des Artikels 19 Abs. 1 GG zusammengetragene "Zeugs" die Gemüter schnell wieder beruhigen wird.

Die belastbaren Fundstellen mag "chaim" nicht zur Kenntnis nehmen, die stören sein Werk hier und ggfl. auch anderswo.

Die belastbaren Fundstellen sind einzig die Protokolle des parlamentarischen Rates sowie der seit 60 Jahren im GG nicht veränderte Wortlaut des Artikels 19 Abs. 1 GG, hier noch einmal beides zum Mitlesen:

In der 3. Lesung des Hauptausschusses am 08.02.1949 beantragte der Abg. Dr. v. Mangoldt die Streichung des Art. 20c Abs. 1 Satz 2.

Zitat aus dem Protokoll der Parlamentarische Rat 48/49 S. 620, Sitzung vom 08.02.1949:

Dr. v. Mangoldt.
„Außerdem beantragen wir hier die Streichung des zweiten Satzes aus den Gründen, die im Hauptausschuss schon bei der zweiten Lesung angeführt worden sind. Durch die Vorschrift des zweiten Satzes: „Es darf nur als förmliches Gesetz erlassen werden und muss das Grundrecht namentlich unter Angabe der es regelnden Gesetzesstelle bezeichnen“ werden dem Gesetzgeber Fesseln angelegt. Es ist damit zu rechnen, dass die gesetzgebenden Körperschaften sehr häufig vor der Notwendigkeit stehen werden, ein Gesetz wegen irgendeines formellen Fehlers erneut zu erlassen, etwa wenn man nicht daran gedacht hat, welches Grundrecht dadurch etwa verletzt werden könnte. Das ist eine sehr schwierige Frage. Wir wissen, dass man darüber in der Rechtsprechung sehr lange und sehr häufig darüber gestritten hat, welches Grundrecht überhaupt und wie weit es verletzt ist. Diese Prüfung, die der Rechtsprechung obliegt und die doch einige Schwierigkeiten gemacht hat, will man jetzt dem Gesetzgeber überlassen. Das sind Fesseln für den Gesetzgeber, die Ihm seine Arbeit unnötig erschweren.“

Dr. Dehler ( FDP ) antwortete damals:

„Wir wollen diese Fesseln des Gesetzgebers und bitten daher, den Satz 2 aufrechtzuerhalten.“

Nach sprachlicher Überarbeitung durch den Allgemeinen Redaktionsausschuss wurden die Bestimmungen, nicht zuletzt wohl auch weil sich Dr. Bergsträsser zum Thema Notstand in Verbindung mit dem heutigen Art. 19 Abs.1 GG wie folgt geäußert hat, übernommen: Zitat:

„....,im Notstand wird noch schludriger gearbeitet als sonst. Deswegen sind solche genauen Vorschriften in diesen Bestimmungen ganz gut, denn ich habe immer die Beobachtung gemacht, dass bei solchen gesetzlichen Bestimmungen die Neigung besteht sie lax anzuwenden.“


Artikel 19 GG
Soweit nach diesem Grundgesetz ein Grundrecht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes eingeschränkt werden kann, muß das Gesetz allgemein und nicht nur für den Einzelfall gelten. Außerdem muß das Gesetz das Grundrecht unter Angabe des Artikels nennen.


Wie mit den Vorschriften des GG umzugehen ist unter dem Eindruck der Befehlsnorm des Artikels 1 Abs. 3 GG an die drei Gewalten, fördert diese aus dem Jahr 1954 stammende Entscheidungdes BverwG zutage:

Eine Beschränkung der durch das Grundgesetz gewährleisteten Freiheitsrechte kann deshalb nur insoweit für zulässig gehalten werden, als es der Grundgesetzgeber ausdrücklich bestimmt hat. Weitergehend als die Weimarer Verfassung bindet das Grundgesetz in Art. 1 Abs. 3 Gesetzgebung und Verwaltung an die institutionelle Garantie der Grundrechte. Nach Art. 19 Abs. 1 GG kann ein Grundrecht durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes nur eingeschränkt werden, soweit dieses im Grundgesetz selbst vorgesehen ist. Es würde dem Sinn der Art. 1 Abs. 3 und 19 Abs. 1 GG widersprechen, eine solche Einschränkung im Wege der Auslegung nachzuholen.


Artikel 93 Abs. 1 Ziff. 1 GG gestattet dem BverfG nur ein einziges Mal, das Grundgesetz auszulegen und nur im Fall des Artikel 93 Abs. 1 Ziff. 1 GG, ansonsten hat das BverfG nur zu entscheiden. Entschieden wird jedoch gemäß des klaren Wortlautes der jeweiligen Vorschrift. Erst wenn der Wortlaut einer Vorschrift unklar ist, ist nach dem Sinn des Wortlautes zu forschen aber erst dann und dieses hat im Fall des GG unter Zuhilfenahme der Protokolle des parl. Rates zu geschehen und nicht anhand von Möchtegernkommentatoren des GG aus den Etagen der Lobby der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt undder Judikative.

Artikel 93 GG

(1) Das Bundesverfassungsgericht entscheidet:

1. über die Auslegung dieses Grundgesetzes aus Anlaß von Streitigkeiten über den Umfang der Rechte und Pflichten eines obersten Bundesorgans oder anderer Beteiligter, die durch dieses Grundgesetz oder in der Geschäftsordnung eines obersten Bundesorgans mit eigenen Rechten ausgestattet sind;


Um gleich einmal wieder ausweichenden Stimmen vorzubeugen, es soll Entscheidungen des BverfG geben, die ausdrücklich nicht verfassungskonform sind, man kann diese auch als verfassungswidrig titulieren. Das BverfG hat keine Status über dem GG, das BverfG ist genauso gemäß Artikel 1.3 GG gebunden, auch selbst gebunden an seine eigenen Entscheidungen gemäß §§ 31 Abs. 1 BverfGG i.V.m. der Berlin-Vorbehalt II - Entscheidung.

Die Luft um gegen das zwingende Zitiergebot gemäß Artikel 19 Abs. 1 GG zu argumentieren wird, wenn man sich der belastbaren Daten und Fakten bedient, aussichtslos dünn, um glaubwürdig etwas anderes belegt zu sehen.

Gesetze, die das Zitiergebot nicht in sich tragen, sind ungültige Gesetze und sind mit dem ersten Tag ihres Inkrafttretens ungültig und nichtig. Alle auf solchen Gesetzen basierenden Verwaltungsakte und gerichtliche Entscheidungen sind ebenfalls nichtig, denn sowohl die vollziehende Gewalt als auch die Gerichte sind nicht an gültige Gesetze, sondern an gültige Gesetze gebunden.
am 01.09.2009 13:38:22 (89.247.42.xxx) Link Kommentar melden
Och, dass ist aber ein mickriger Rückzug. Erst großes Kino und wenn dann fachgerecht nachgefragt wird, was uns denn der Ausleger damit sagen wollte, wird gejammert: "Wenn Hänschen Klein es genau wissen will (also genauer als ich hier behaupte) dann soll er doch das Bundesverfassungsgericht fragen.

Armselig. Na gut, das selig nehme ich zurück.

Disqualifiziert. Setzen. Sechs!
am 01.09.2009 13:39:13 (89.247.42.xxx) Link Kommentar melden
Da sieht man auch, was man an Autoren der Wikipedia so hat.
am 01.09.2009 14:07:32 (89.247.42.xxx) Link Kommentar melden
Ah, wir werden gern persönlich und fangen an zu pöbeln. Aber schön wie Du Dich hervorragend selbst disqualifizierst. So ist das nun mal wenn Pseudointellektuellen die intellektuelle Zwischenmahlzeit im Hals stecken bleibt.

Aber auf jeden Fall Danke für den hervorragenden Gesprächsfaden, ich werde darauf verweisen.

In diesem Sinne Chaim, allet Jute und noch ville Spass mit der Wikipedia als Realitätsersatz.
am 01.09.2009 14:20:18 (89.247.42.xxx) Link Kommentar melden
*grins* na, ein bisschen sauer, weil die Argumente fehlen?

Ich empfehle da "etwas Sinnvolles zu tun" anstatt den "Pöbel" mit unausgegorenen Halbwahrheiten zu suggerieren, Du würdest etwas zur Volksbildung beitragen. Wahrscheinlich wirst Du dafür auch noch bezahlt. Ja, ja - die Spindoctoren sind überall unterwegs.

Auf jeden Fall bist Du keine Gute Referenz für Wikipedia, weshalb Du ja auch nicht Deinen Namen dort preisgibst, dann könnte man Dir nämlich schnell auf die Schliche kommen.

Bitte schießen Sie zurück - jetzt!
K. Ämpfer
am 01.09.2009 15:47:06 (79.222.61.xxx) Link Kommentar melden
Nein, Chaim, die inhaltliche Auseinandersetzung ist von dir nicht gewollt. Das ist auch nicht dein Auftrag hier, weil chancenlos.

Warum beziehst du nicht Stellung zu "müssen" und "können", sondern weichst auf's Formale, und wie herrlich, gar auf’s Fäkale! Wirklich? Nein, „After“ ist medizinische Umgangssprache. Aber der ‚große‘ Verwirrer Chaim wirft Medizinisches und Fäkales in einen Topf, en passant, und extrapoliert in die Pädagogik, so macht man Comedy…

Das „müssen“ weder auslegbar noch mit „können“ zu verwechseln ist, kein Wort dazu vom ‚großen‘ Meister. Ja, und "Goethe ist meiner" zu rufen - nicht sehr überzeugend, du warst schon besser.

Was bleibt als Motiv, wenn Chaim inhaltlich keine Chance hat und es auch nicht will? <a href='http://de.wikipedia.org/wiki/Zersetzung_%28Ministerium_f%C3%BCr_Staatssicherheit%29’ target='_blank' title='http://de.wikipedia.org/wiki/Zersetzung_%28Ministerium_f%C3%BCr_Staatssicherheit%29’>Zersetzung</a> ist der kleinste gemeinsame Nenner, um seinen Auftritt zu beschreiben. Locker daher geplaudert, den Anschein von Kompetenz, Neutralität und Glaubwürdigkeit erweckend, und dann scheinbar Plausibel, aber tatsächlich unter der Gürtellinie zuschlagen:

Vertrauen Sie auf Anarchisten, unruhige Unternehmer, Hobbyphilosophen, Möchtegernjuristen oder sonstige Pappheinis.


Hatten wir das vor 70 Jahren mit Juden, Kommunisten, Zigeunern etc. nicht alles schon einmal? Wie einfach dumpf, schmeiß jemanden mit bereits Stigmatisierten in einen Topf, und viele werden es nicht merken und mitgrölen. Es ist nicht der erste Seitenhieb von Chaim nach diesem Muster, schaut mal seine Artikel durch, dann kriegt man das… …nein, lieber nicht.

Es ist ein Merkmal totalitärer Systeme, bestimmte Gruppen zu <a href='http://de.wikipedia.org/wiki/Stigmatisierung' target='_blank' title= http://de.wikipedia.org/wiki/Stigmatisierung'>stigmatisieren</a>.

Das Goethe-Zitat als kleiner Hinweis auf die Zeitlosigkeit der Unterdrückung durch Fälschung, willkürliche Auslegung etc., und wie ein weiser Mann seine Gegenwart beschreibt - als wäre sie heute. Ja hier wird das Geheimnis um die Gegenwart gelüftet und Chaim versucht den klaren Blick zu trüben, zu verstellen, abzulenken, zu stigmatisieren, mit Schmutz zu werfen und was das Arsenal sonst noch bietet, aber zum Glück recht plump und leicht durchschaubar.

Aber dennoch nicht ungefährlich, viele charakteristische Merkmale totalitärer Systeme finden sich hier, und nicht jeder wird’s merken. Aber schließlich tun wir alle nur unsere Pflicht in Deutschland, wie immer, ob an der Rampe oder anderswo. Und Rampen gibt’s doch gar nicht mehr – oder? Siehste!

Gruß

K. Ämpfer
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