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Medien: Witziges & SkurrilesMein Freund Karl und ich
Karl ist ein häufig vorkommender Name. Er ist als Vorname im Deutschen mindestens so geläufig wie der Familienname "Marx" (aus Markus/Marcus, mit geschwächtem/ausgefallenen Vokal "u") unter Juden, und es gibt diesen Namen in vielen Sprachen. Wenn wir schon bei Sprachen sind, Karl bedeutet eigentlich "der Mann" (der Kerl), abgeleitet von *karal* "Mann", "Ehemann", "der Freie".

Der junge Karl Marx 1839
- bulgarisch: Karl
- deutsch: Carl, Karl, Kalle, Keerl, Kerll
- englisch: Carl, Charles, Charlie, Charly, Chas, Chaz, Chuck, Chuckles, Chucky
- esperanto: Karolo
- finnisch: Kaarle, Kaarlo
- französisch: Charles
- griechisch: Karolos
- kroatisch: Karlo
- irisch: Séarlas
- italienisch: Carlo
- lateinisch: Carolus
- luxemburgisch: Charel, Karel
- niederländisch: Karel
- norwegisch: Carl, Karl
- polnisch: Karol
- portugiesisch: Carlos
- rumänisch: Carol
- russisch: Karl
- schwedisch: Karl, Kalle
- sorbisch: Korla
- spanisch: Carlos
- tschechisch: Karel
- ungarisch: Károly, Karcsi
- walisisch: Siarl
Bekannt natürlich: Karl der Große (Carolus Magnus), Karl Marx und Charlie Brown.

Drei Karl-Kerle (c) 2009 by Chaim Levinson
Am liebsten aber ist mir Karl Lagerfeld, weil der so herrlich arrogant und immer gut angezogen ist wie Michel Friedman (Krawattenmann des Jahres 2000), und weil er schöne Parfüms macht, mein Favorit unter seinen Düften ist "man", wird leider nicht mehr hergestellt.
Und dann hätten wir da noch "Karl Weihofer". Der ist bekannt, weil er seit ca. 15 Jahren gern im Internet zitiert wird, mit einem mehr oder weniger klugen Spruch. Das Problem ist nun nicht der Spruch an sich...
Die nackte Wahrheit ist - und ich habe sie nur deshalb entdeckt, weil ich Zitate gern mal nachprüfe, bevor ich zu ihnen Stellung nehme - daß der Mann Karl Weinhofer heißt, Wein wie Bier, und nicht "Wei" wie "Weihrauch"; man könnte das jetzt für Erbsenzählerei halten, doch es zeigt sehr anschaulich, wie fahrlässig, wie mutwillig und - vor allem - wie denkbefreit im Internet Müll erzeugt und weiterverbreitet wird.
Kommen wir aber mal zum Sinn des Spruches von Karl Weinhofer. Dieser Satz hat - nicht immer, aber oft - eine intellektuell etwas weniger anspruchsvolle Funktion, nämlich die: derjenige, der diesen Satz zitiert, stellt sich damit über andere, die er für dumm, ungebildet oder brain-washed hält. Also nichts anderes als eine Schmähung Andersdenkender durch Menschen, die sich für klüger oder für wissender halten, es aber objektiv nicht sind. Ganz im Gegenteil, denn der Spruch des bayrischen Karl W. wird besonders gern von Menschen zitiert, die keine Ahnung haben und die Wirklichkeit etwas verzerrt wahrnehmen. Von Menschen, die vermutlich besonderer Hilfe bedürfen, auch wenn sie selbst andere ständig als krank, pervers oder dumm bezeichnen (und deswegen im einen oder anderen Fall ja auch schon vorbestraft sind)...
YouTube Video

KL (c) 2005 by Christoph Schaefer
- Realitätsverlust und Leugnung der Wirklichkeit
- Bildung, Aus- und Weiterbildung
- den Weisen,
- den Bösen,
- den Einfachen und
- denjenigen, der nicht zu fragen versteht.
- Erklären wir also mal das Widerstandsrecht nach Artikel 20 (4) Grundgesetz
- In der Sache sollte man natürlich schon wissen...
Mittlerweile muß man ja bereits Beiträge lesen, die hart an der Grenze zwischen "noch Meinungsfreiheit" und "schon Anstiftung zum Mord" liegen, so wurde beispeilsweise auf dieser Plattform der Name Stauffenberg in Bezug auf unsere Kanzlerin Angela Merkel genannt, worin ein Staatsanwalt ein Delikt sehen könnte... - irgendetwas im Bereich Volksverhetzung oder Anstiftung zu einer Straftat. Wäre ich Staatsanwalt, dann hätte ich hier jedenfalls bereits ein Verfahren gegen Rainer K. eingeleitet! - Das "Widerstandsrecht" nach Art. 20 (4) GG, auf das sich ausgerechnet Menschen berufen, die diesen Staat und seine Verfassung ablehnen, greift natürlich nur als "ultima ratio", d.h., wenn alle anderen legalen Mittel ausgeschöpft sind. Sonst könnte ich ja jeden Polizisten, der mir einen Strafzettel verpaßt, gleich ungestraft umbringen...
Wer so etwas propagiert, sollte eigentlich gleich in Sicherheitsverwahrung genommen werden. Denn für denkende Menschen ist die Sache nicht wirklich kompliziert:
Das Widerstandsrecht ist mit der Einführung der Notstandsgesetzgebung in das Grundgesetz 1968 eingefügt worden. Der Widerstand gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu zerstören, ist somit rechtlich abgesichert.
Strittig ist, wann dieses Recht greift. Nach einer Meinung greift es bereits, noch bevor die Ordnung gefährdet worden ist; schon die Vorbereitungen zu einem solchen Umsturz dürfen bekämpft werden. Nach anderer Meinung greift dieses Recht aber nur, wenn die Verfassungsordnung bereits ausgehebelt wurde - somit bleibt selbst bei offensichtlichen Verstößen der Staatsorgane gegen die Verfassung nur der Weg über Wahlen, Abstimmungen und den Rechtsweg, solange dieser Weg noch besteht (so etwa BeckOK/Huster/Rux, Art. 20 Rn. 192).
Deutsche (nach Art. 116 GG), also Ausländer eindeutig ausgenommen, dürfen dieses Recht aber nur als Ultima ratio nutzen; vorher müssen alle anderen Mittel ausgeschöpft sein. Nach Meinung einiger Staatsrechtler haben die Widerständler auch das Recht, Anschläge und Morde (z. B. Tyrannenmord) zu begehen, um die grundgesetzliche Ordnung wiederherzustellen.
Im Hinblick auf das Ziel, die verfassungsmäßige Ordnung zu schützen, müssen die Aktionen aber verhältnismäßig, also neben dem Verfolgen eines legitimen Zwecks geeignet, erforderlich und angemessen sein.
So, ich denke, das reicht für intelligente Menschen und wache Bürger dieses Staates aus. Bei den andern ist eh Hopfen und Malz verloren, und für die schreibe ich ja auch nicht. - Da habe ich besseres zu tun. Mein Freund Karl hat gerade angerufen und gefagt, ob wir heute abend zusammen in die nah' gelegene Weinschänke gehen. Ich denke, das hat was.
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Kommentare
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Bis dahin verbleibt Ihr Leser
Versteht doch kaum einer.
Kann da keine unerlaubte Fremdwerbung erkennen, eventuell übersehe ich diese ja auch, es wäre nett, wenn Sie diesen Vorwurf konkretisieren würden.
Wir überwachen die Kommentare aller Leser und versuchen darauf zu achten, dass alles einigermaßen in geregelten Bahnen von statten geht. Den einzigsten "Vorwurf" den man Chaim machen kann, ist der Umstand, dass er sich im Gegensatz zu den meisten Lesern/Autoren mit sehr vielen Artikeln befasst und dazu seine Meinung äußert. Diese Meinungsäußerungen sind sicher nicht immer konform mit der Meinung der Autoren bzw. Kommentierenden, doch das ist das Recht eines jeden Lesers und dieses öffentlich zu machen auch. Einem Autor oder Leser steht es frei sich dazu in den Kommentaren zu äußern. Diese Diskussion ist gewollt, im Gegensatz zu den klassischen Zeitungen und davon lebt das Projekt!
Ich versichere Ihnen das eine offensichtliche Beleidigung nicht toleriert werden würde. Wenn Ihnen eine solche bekannt ist, teilen Sie diese mit und wir werden uns entsprechend kümmern.
»KOSCHERES« ESSEN
Um die Heiligkeit von Körper und Seele zu wahren und das Volk Israel von anderen Völkern zu unterscheiden, wurden die Juden angewiesen, bestimmte Tiere nicht zu essen und die erlaubten Tiere nach besonderen Regeln vorzubereiten.
Will sich das jüdische Volk nun nur von anderen unterscheiden, wie ein Punker in der Fußgängerzone, oder will das jüdische Volk etwas besseres sein?
Das habe ich nämlich erst neulich beim Bonner Kommentar festgstellt, lose Blattsammlung. Die Seiten werden dann ständig aktualisiert. Folge ist, dass Kommentare schon nach vierzig Jahren nicht mehr drinn sind.
Wie soll das dann über so viele Jahre authentisch bleiben? Mir persönlich ist das ja wurscht welches Volk
einen auf Saubermann macht. Aber Papier ist ja bekanntlich geduldig
Der Tanach entstand als Sammlung verschiedenster, religiöser und profaner jüdischer Schriften in einem komplexen Prozess von ca. 1200 Jahren in und mit der wechselvollen Geschichte Israels. Seine ältesten Bestandteile sind mündlich überlieferte Sagenkränze und Ätiologien einzelner Sippen und Stämme, die allmählich zusammenwuchsen, später aufgezeichnet und in eine theologisch konzipierte Heilsgeschichte integriert wurden und so gesamtisraelitische Bedeutung erhielten.
Und wer hat enschieden was da rein kommt und was nicht. In 1200 Jahren dürften da so einige am Werk gewesen sein.
Seit etwa 400 v. Chr. wird die Tora in fünf Bücher des Moses eingeteilt. Dies hing mit theologischen Gründen und dem Umfang von zusammengerollten Pergamentschriften zusammen. Darum wird die Tora auf Hebräisch Chumasch [חומש] („die Fünf“), Griechisch auch Pentateuch („Fünf-Schriftrollen-Behälter“) genannt.
Sag ich doch "lose Blattsammlung". Also kann man daran Glauben oder nicht. Aber wenn man dann so tut als sei man etwas Besseres, kann man schnell als Spinner darstehen.
Man müßte eben wissen, was "ultima ratio" heißt.
Muss man denn gleich ein Klischee erfüllen, oder darf man auch als nicht Christ oder nicht Nazi auf gültige und ungültige Dinge achten?




Dafür hätten aber weniger Worte ausgereicht.