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Politik: Welt

Thailändischer Politskandal um Elfenbein

Stolpert Thailands Premier Abhisit über ein Paar Elefanten-Stoßzähne?

Foto: © Ulla Trampert, Pixelio.de
Foto: © Ulla Trampert, Pixelio.de
Kaum hat der WWF berichtet, dass das Abschlachten der Elefanten in freier Wildbahn weitergeht um den Schwarzmarkt (auch in Asien) mit Elfenbein zu versorgen, da hat Thailand auch schon seinen Elfenbein-Politskandal in den höchsten Regierungskreisen.

Wie war das noch gleich? Hatte nicht Premierminister Abhisit noch vor kurzem versprochen Korruption und illegale politische Aktivitäten in Thailand zu bekämpfen und abzuschaffen? Und jetzt muss er sich selbst mit dem Vorwurf der Korruption konfrontiert sehen. Und das kam so:

Anlässlich seines Besuches am 11. Juli 2009 in Buriram bekam der Premierminister vom Transportminister Sohpon Zarum ein ganz außergewöhnliches Geschenk überreicht – ein Paar Elefanten-Stoßzähne. Diese Geste brachte beide Minister in eine äußerst prekäre Situation. Die Frage, die nun auftaucht ist die, ob hier gegen das Artenschutzgesetz verstoßen wurde. Das wäre auch nach thailändischem Recht der Fall, wenn es sich um solche Stoßzähne von Elefanten aus freier Wildbahn handeln würde. Wären sie von Elefanten, die in Gefangenschaft lebten, dann läge hier kein Verstoß gegen das Gesetz vor.

Transportminister Zarum scheint bei dieser Frage nach dem Woher des Elfenbeins jedoch Erklärungs- und Beweisnot zu haben. Bisher ist die Herkunft also noch ungeklärt. Stammen sie aus freier Wildbahn, dann hätten beide Minister gegen das Gesetz verstoßen, da auch der Besitz allein schon dagegen verstößt und somit strafbar ist. Die Höhe der Strafe liegt dabei in Thailand bei bis zu vier Jahren Gefängnis und/oder Geldstrafe.

Ruangkrai Leekijwattana, der Senator, der bereits den früheren Premierminister Samak zu Fall brachte, vermutet noch viel mehr Gesetzwidriges. So müssten Minister beispielsweise solche Besitztümer deklarieren. Vize-Premier Kachornprasat habe dies ordnungsgemäß getan. Er besitzt drei Paar Elefanten-Stoßzähne im Wert von 2,4 Millionen THB (ca. 49.500 Euro). Der Transportminister, in dessen Besitz sich die beanstandeten Stoßzähne zuvor befanden habe dies unterlassen.

Zudem ist es nach dem 1999 in Kraft getretenen Korruptionsgesetz Politikern verboten Geschenke anzunehmen, die einen Wert von mehr als 3.000 THB (ca. 60 Euro) haben. Die Stoßzähne aber sind mehrere Hunderttausend THB wert. Damit hätte der Premier Abhisit dann gleich gegen zwei Gesetze verstoßen…

Fotolegende: Stein des Anstoßes: 1 Paar Elefantenstoßzähne. Foto: © Ulla Trampert, Pixelio.de.

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Schlüsselwörter: Thailand | Abhisit | Premierminister | Premier | Korruption | Korruptionsgesetz | Artenschutzgesetz | Elefanten | Elefanten-Stoßzähne | Elfenbein
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