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Politik: Politische Meinung

Bundesverdienstkreuz... - na und?

Die Funktion einer "Israel-Kritikerin" für die deutsche Seele

Bundesverdienstkreuz
Bundesverdienstkreuz
Na, das ist ja mal eine wahnsinnig interessante Nachricht. Felicia-Amalia Langer aus dem schwäbischen Tübingen bekommt das Bundesverdienstkreuz, und das auch noch 1. Klasse.

Und schon melden sich die üblichen Gegner von Frau Langer ebenso stereotyp zu Wort wie Felicias verschwisterte Verteidiger, und beide Gruppen sondern dasselbe ab, was sie schon seit Jahren zu Frau Langer sagen. Das liegt daran, daß Frau Langer ja auch immer dasselbe sagt: "Israel ist ein Apartheidsstaat" und dergleichen. Stimmt, Felicia, und das ist auch gut so. Der jüdische Staat war für alle Menschen offen, und die Juden haben bei der Gründung den für sie äußerst nachteiligen und dummen UN-Teilungsplan vom November 1947 akzeptiert. Die Araber dagegen haben geschrien "schlagt die Juden tot, wo Ihr sie trefft", und haben noch am Tag der Staatsgründung Israels ihr NEIN zum UN-Teilungsplan umgesetzt, per Krieg, per Überfall, per Gewalt... - Pallis gab es damals übrigens noch nicht, die hat Arafat ja erst 20 Jahre später "erfunden". Gaza war von Ägypten völkerrechtswidrig okkupiert, und Judäa und Samaria und Ostjerusalem ebenso völkerrechtswidrig von Jordanien besetzt. - Seit dem 14.5.1948 führt die "arabische Nation" Krieg gegen Israel. Einen Vernichtungskrieg übrigens. - Gegen Menschen mit einer seit Jahrzehnten andauernder Mordabsicht hilft eben nur ein Sicherheitszaun. Sorry, aber wenn das "Apartheid" sein soll, dann bin ich Rassist. Meine politischen Gegner nennen mich daher auch liebevoll "Ziofascho"...

Aber zurück nach Tübingen: Wenn es um solche fanatischen "Israelkritiker" wie Felicia Langer, Uri Avneri oder Abi Melzer geht, dann läßt sich der deutsche Staat in seinem Kampf nicht lumpen. Im Kampf für die "Menschenrechte" ist eben fast jedes Mittel recht. Diese Menschenrechte (z.B. das auf körperliche Unversehrtheit) gelten zwar nicht für die Bürger Israels, aber das darf man auch nicht immer so wörtlich nehmen, und außerdem kritisiert ja Frau Langer auch (als Jüdin!) lediglich den jüdischen Staat Israel. Ich nenne solche Leute immer "Alibi-Juden", denn genauso werden sie benutzt, und sie lassen sich gern benutzen.

Solche Alibi-Juden wie Avnery und Langer sind bitter notwendig - denn man erkennt dann leichter, auf wen man sich einstellen muß. Und aus jüdischer Sicht weiß man längst, daß man Antisemiten am leichtesten an dem Satz erkennt, "einige meiner besten Freunde sind Juden..."

Und dann kann man ganz locker in einem ebenso klassisch-jüdischen Stoßgebet Zuflucht suchen: "G'TT, verschone mich vor solchen Freunden, mit meinen Feinden komm' ich selbst zurecht." Den Satz gibt es sinngemäß übrigens auch in der Version: "wer solche Freunde hat, der braucht keine Feinde mehr." So sieht man aus israelischer Sicht oft die Deutschen, die sich ja ihrer "besonderen historischen Verantwortung für Israel" bewußt sein wollen... - Doch denken wir an die deutsche Seele. Endlich hat man jemanden gefunden, der Israel so richtig die Meinung geigt. Und der kann Sachen sagen, die man sich selber nie zu sagen trauen würde. Immerhin ist es ja ein Jude. Und wenn ein Jude Israel kritisiert, dann ist das doch prima. Der ist nämlich Fachmann, der darf das, und der wird dann eben gern zitiert. Da ist doch das Bundesverdienstkreuz nur eine logische Fortsetzung.

Daß ein solches Argument ("Juden dürfen das doch") an sich rassistisch ist, entgeht den deutschen nichtjüdischen Israel-Kritikern. Denn Juden sind weder immer reich, noch immer mächtig, geil oder intelligent. Und da ich zwar Jude, aber kein Rassist bin, weiß ich, daß es - entgegen landläufiger Meinung - ausgesprochen dumme, blöde und unintelligente Juden gibt. Wie gesagt, ich konnte Felicia Langer, Uri Avnery und Abi Melzer noch nie leiden - aus welchem Grund auch immer.

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Schlüsselwörter: Felicia Langer | Bundesverdienstkreuz | 1. Klasse | Israel | Kritik | Israelkritikerin | Apartheidstaat
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Kommentare

Rainer Karow
am 26.07.2009 17:41:20 (91.65.38.xxx) Link Kommentar melden
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Danach kann ich ja übernehmen, was ich will. Also lieber Chaim. Dann wollen wir doch mal. Und gleich zwei Artikel. Wir sollten uns zusammentun. Denn wir sind hier viel zu harmlos. Ich werde wohl den Stil in diese kämpferische Form verändern was nun die deutsche Frage angeht. Und was die Israelische Frage angeht, so kenne ich keine. Ansonsten sehe ich die hier beschreibene Beschreibung der Differenzen der Nachbarn Israels zu Israel leider genauso. Auch wenn wir hier versuchen, moderatere Töne des Brückenschlages über den Alltag hinaus, zu entwickeln. Und das wollte Sharon ja auch, der leider zu früh ausfiel.
Und ich kenne keine Juden die mir Freund sind und für mich Allibi sein dürften da ich es nicht weiß, nicht hinterfrage und mir eigentlich wurscht ist.
Ich suche nur Rahel Meier und Grit Ramma aus Kinderheimtagen als Überlebende, in die ich verliebt war, damals jedoch keine Ahnung von.... hatte. Heute würde ich diese Beiden gerne treffen und Erinnerungen auch an das Heim austauschen. Denn auch ich war Kriegskind in gewisser Weise. (Mein Vater wurde im Ehebett meiner Mutter ((fünf Kinder zu der Zeit) 1946 erschossen. Polen aus den Munitionslagern in Schlutup, die in Lübeck sich austobten. Aber das ist eine andere Geschichte.

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