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Politik: WeltKrieg oder Nichtkrieg? – Was wollen wir eigentlich warum?
Foto: © Linda Dahrmann, Pixelio.de
In Anbetracht unserer Vergangenheit – immerhin haben wir (= Deutschland) im letzten Jahrhundert zwei Weltkriege angezettelt – ist doch verständlich, wenn man den Begriff „Krieg“ auf offizieller Ebene tunlichst vermeiden möchte. Unsere Vergangenheit wird uns ja bis heute fast tagtäglich vorgehalten und immer noch wird fleißig Wiedergutmachung verlangt. Das dürfte auch mit der Grund sein, warum sich die Nazi-Szene in Deutschland so stark und breit machen konnte. Aber das ist ein anderes Thema, das hier nicht zur Debatte stehen soll. Es geht um Afghanistan…
Worum geht es da eigentlich? – Richtig, es geht um die Taliban, die das afghanische Volk unterdrückte und die Menschheit lieber im Mittelalter als in der Zukunft sieht. Sie, die Taliban, vertritt eine klare Minderheit und die große Mehrheit des afghanischen Volkes will sie nicht, wurde und wird, da wo sie vorherrscht, von ihr unterdrückt und in Dogmen gezwungen. Und so bat das afghanische Volk um Hilfe in der Welt.
Zudem wird der Terrorismus weltweit immer schlimmer, nimmt immer größere Ausmaße an. Ihn zu bekämpfen sollte das Ziel und das Bestreben aller – ohne Ausnahme – sein. Terrorismus wird nicht vom Islam als Religion ausgeführt, sondern von einer kleinen Minderheit von Verbrechern, die radikal sind und den Islam für ihre Gräueltaten missbrauchen. Das geschieht unter dem Deckmantel des Dschihad, des „Heiligen Krieges“.
Zur Erläuterung: Dschihad ist arabisch und bedeutet soviel wie „Anerkennung“. Der Begriff stammt vom arabischen Verb „dschahada“, das auch mit „sich anstrengen“ oder „sich bemühen“ interpretiert wird. Nach dem Koran und seiner Auslegung durch islamische Verbände und ihrer Religionsführer hat der Dschihad absolut nichts mit „Krieg“ im Sinne der Wortbedeutung zu tun. Vielmehr steht dieser Begriff für die Gesamtheit des islamischen Missionsbemühens. Der Dschihad darf bei korrekter Auslegung des Korans nicht durch persönliche Interessen geleitet sein und muss dabei auch dem Schutz der Religion und der Allgemeinheit dienen. Keinesfalls darf der Dschihad übertrieben oder unter seinem Deckmantel aus Rache getötet werden. Auch darf ein Krieg nach dem Koran nur als Verteidigungskrieg bei einem Angriff geführt werden und ist sofort zu beenden, wenn sich der angreifende Gegner zurückzieht. - Dies alles aber missachten die radikalen Moslem-Terroristen.
Nun wollen die Deutschen auf keinen Fall irgendwo Abseits in der Ecke stehen und sich von dem Rest der Welt abschotten. Denn wenn sie dies wollten wären wir sicherlich nicht der EU beigetreten – als Nation der ersten Stunde gewissermaßen. Wir sind doch alle Menschen, Menschen eines Planeten – Kinder der einen Erde. Wir sollten doch alle miteinander auskommen, uns gegenseitig helfen. Nur dann haben wir auf Dauer eine Chance auf eine (irgendwann einmal friedliche) Zukunft.
Was aber bitte macht Deutschland bzw. die deutsche Bundeswehr in Afghanistan? Sie hilft dem afghanischen Volk frei leben zu können, leben in der Gegenwart und nicht im Mittelalter nach den Vorstellungen der Taliban. Wir können doch nicht nur nehmen – wir müssen auch geben. Natürlich ist es bedauerlich wenn eine solche Hilfe nicht anders als durch militärische Truppen gemacht werden kann, weil es da eben die Taliban gibt, die mit Waffengewalt einen Krieg anzettelt (den übrigens außer den Taliban selbst niemand haben will) um mit aller Gewalt – ohne Rücksicht auf Menschenleben – die Macht zu erlangen und das Volk zu unterdrücken. Und das ist auch eine Form des Terrorismus – genauso wie bei allen Diktaturen auf der Welt.
Sollen wir, also Deutschland und damit das deutsche Volk uns feige zurückhalten und vielleicht hoffen, dass der Terrorismus irgendwann mal von alleine aufhört? Das wird er ganz bestimmt nicht, es sei denn die Terroristen hätten es geschafft die Erde und damit den Rest der Menschheit zu besiegen…
Alan Posener schrieb am 11. Juli in seinem Kommentar „Deutschland lügt sich den Krieg in Afghanistan weg“ auf „Welt online“, dass der Schriftsteller Martin Walser in der „Zeit“ sich dahingehend geäußert hat, dass er einen Abzug der deutschen Truppen aus Afghanistan forderte mit der Begründung, dass wir bzw. Deutschland dann „kein Ziel mehr für den Terrorismus“ wären. Eine solche Ansicht halte ich für gefährlich und naiv.
Jetzt, wo die deutschen Truppen in Afghanistan ihren quasi ersten Kampfeinsatz hatten, jetzt fängt das Jammern an: Wir machen Krieg, wir schießen auf andere. Vorher durften die deutschen Truppen nicht schießen und alle waren am jammern dass sie sich nicht wehren durften und einfach so bei Anschlägen abschlachten lassen mussten. – Ja, bitte schön, was wollt Ihr denn? Erst Hüh und dann Hot?
In den Leserkommentaren zu diesem Kommentar gibt es die absonderlichsten Ansichten. Da schreibt einer: „…ein klares Nein zum Krieg, ein klares Ja zur Selbstbestimmung - wenn schon nicht der Deutschen, dann doch der anderen Völker…“ Klar, sicher doch! Das Problem ist nur dieses andere Volk, nämlich die Afghanen wollen die Taliban nicht und können sich ohne fremde (und damit auch unsere) Hilfe nicht gegen wehren.
Wieder ein anderer maßt sich gleich an für das (ganze) deutsche Volk zu sprechen und sagt, dass wir, also das deutsche Volk, nicht wollen, dass sich die Bundeswehr in Afghanistan einsetzt. Will dies das Deutsche Volk geschlossen wirklich nicht?
Noch wieder andere wollen die Bundeswehr-Truppen in Italien sehen um im dortigen Erdbebengebiet zu helfen: „… wenn unsere Regierung nur ein bisschen Erbarmen hätte wären Deutsche Truppen schon längst in Italien zum helfen…“ Wird wohl gerne vergessen, dass dies leichter gesagt als getan ist. Italien (oder welches Land auch immer) ist ein souveräner Staat – nicht Deutschland. Da hat unsere Regierung gar nichts zu bestimmen. Sie kann nur Hilfe anbieten und abwarten ob sie offiziell angenommen und angefordert wird. Und bei militärischen Einheiten ist das für gewöhnlich viel aussichtsloser als für zivile Organisationen wie beispielsweise DRK oder THW.
So, genug der Rede. Nur noch eines: Bevor jetzt irgendjemand auf den Gedanken kommt, dass ich Krieg befürworte – ich hasse Krieg und jede Form der Gewalt! Aber wo nun mal Gewalt herrscht, die andere unterdrückt, dann geht es leider nur mit Gegengewalt, sprich militärischen Einsätzen. Und das ist nun einmal Krieg, in welcher Form auch immer. Und da kann sich Deutschland nicht auf Dauer ausschließen, denn auch wir Deutsche sind Menschen und damit Teil der gesamten Menschheit. Jeder, der anders denkt, der sollte sich mal in die Lage der anderen versetzen. Dann würde er bestimmt ganz anders denken, reden und schreiben…
Foto: Kriegsspielzeug: Panzer. Fotoquelle: © Linda Dahrmann, Pixelio.de.
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Kommentare
Habe gerade noch mal auf confessio gesucht und folgenden Bericht gefunden:
http://www.confes...hihad.html
Es scheint sich allerdings um eine neue Version zu handeln, da sich hier einige Passagen doch nicht unerheblich geändert zu haben scheinen...
Ich habe gelernt, wer haßt, haßt sich selber (oder einen/ mehrere Teil-e von sich), und folgerichtig heißt es, liebt sich nicht selber, und darüber sollten wir mal nachdenken und in uns gehen.
„Liebe ist die stärkste Macht der Welt, und doch ist sie die demütigste, die man sich vorstellen kann.“ Mahatma Gandhi
Wie bitte wollen die Taliban und radikal-extremistischen moslemischen Terroristen Frieden - sind sie es doch, die das Gegenteil praktizieren und andere unterdrücken und in ihrer Freiheit extrem und drastisch einschränken und ihnen ihren Willen augzwingen wollen. Da gibt es doch nur zwei Alternativen:
1. Gegenwehr (und das ist nun mal (wie es hier allgemein heißt) "Krieg"
2. Die gegenwehrlose absolute Unterordnung und das mittelalterliche Leben nach den Vorstellungen der Taliban.
Es geht in Afghanistan nicht ums Öl - das mag vielleicht in anderen Konflikten MIT einer der Gründe sein (Kuwait, Irak...) - in Afghanistan geht es um die Zukunft des afghanischen Volkes.
Man kann den Eindruck gewinnen, dass Du gerne unter einer Talibanherrschaft leben würdest - um es mal krass zu sagen.
Und: Ich befürworte KEINEN Krieg. In Afghanistan ist es ein Verteidigungskrieg, der weder vom afghanischen Volk selbst geführt werden kann noch Aussicht auf Erfolg haben könnte. Und da darf man Hilfe nicht verweigern. Das ist im Prinziep das Gleiche als wenn hier jemand von ein paar Nazis oder Rassisten auf offener Straße zusammengeschlagen würde und alle ständen dumm drum rum und schauten nur zu - nach dem Motto "Was geht's mich an"...
Mahatma Ghandi muß offenbar sehr naiv, und ein wunschträumender und nicht nachdenkender und in sich gehender und kenntnisreicher Mann gewesen sein...
oder irre ich mich da?
ja, ich weiß, praktizierter gewaltfreier Widerstand ist gute 50 Jahre her... und offenbar im Bewußtsein nicht (mehr) präsent...
richtig, ich glaube NICHT den Mainstream-Medien, die nur wenige Leute unter Kontrolle haben, dafür bin ich viel zu kritisch und wachsam..., und darüber bin ich sehr glücklich...
„Liebe ist die stärkste Macht der Welt, und doch ist sie die demütigste, die man sich vorstellen kann.“ Mahatma Gandhi
Nur lieber Freund, warum einen T34? Ist der vom Denkmal in Berlin kopiert? Wäre da nicht ein Tiger angebrachter?
Also, wie heißt es doch? "her mit den kleinen Engländerinnen?" Nein, nein, "..... guten Beiträgen"
Beweis: Das sogenannte „Urteil“ des „Bundesverfassungsgerichtes“ (BverfGE
2,266(277);3,288(319ff);5,85(126);6,309(336,363); (BverfGE 1, 351(362ff, 367)) -
ich mag den "Begriff "Deutsches Reich" überhaupt nicht, aber es ist juristisch gesehen nun mal so...
mir wäre ein anderer Staatsname lieber, denn weder mit dem "Deutschen Reich", noch mit der "Bundesrepublik Deutschland" möchte ich mich identifizieren müssen...
in diesem Sinne liebe Grüße
Wie denn der neue Deutsche Staat auch heißen mag, es muß der Souverän über eine Direktabstimmung innerhalb einer Kernsanierung und einer Verfassungsfrage bestimmen. Und eine Verfassungsfrage ist auch immer eine Staatsfrage. Was den ganzen Umstand der geplanten Rechtsverhinderung der BRD bestätigt.
Ob das dann BRD bleibt, oder Deutsche Republik heißt, ist eigentlich ziemlich wurscht. Entscheidend ist, die Rechtsgrundlagen aus dem internationalen Recht zu regeln. Und dazu gehören denn auch die Territorialfragen aus dem DR. Und das kann ja in Europa gemeinsam für die Sicherung der Zukunft auch geklärt werden. Aber ohne die Deutschen, über deren Köpfe hinweg und in Fremdbestimmung wird es nicht gehen und immer wieder in der Zukunft zu Streit führen. Das gilt es jetzt endlich zu regeln. Innerhalb der Staatsrechtsfrage in Deutschland durch die Deutschen. Und nicht durch eine aufgesetzte BRD ohne staatliche Legitimation. Ich habe jedenfalls über keine Verfassung abstimmen können. Vielleicht gibt es ja Leute, die es bereits getan haben. Und ich bin lt. Ausweis des Auststellers BRD deren Personal, bekomme jedoch keine Bezahlung. Und als Staats ist "deutsch" ausgewiesen. So ein Blödsinn. Allein darin dokumentiert sich der Betrug, den Jeder bei sich trägt.
Es heißt im Staatsangehörigekeitengesetz Personenausweis. Und das ist auch erklärlich.
Denn die BRD hat fast alle Gesetze außer Kraft gesetzt, nur um ihren Anspruch des "kalten Staatsstreiches" Zitat "junge Freiheit" zu vertuschen in rechtswidriger Umwandlung von GG zur Verfassung ohne Mandat. Siehe Zitiergebot und die Heraunahmen der Einführungsgesetze von Gesetzesteilen und deren Präameln. Beispiel der Ungültigkeit lt. GG und BGH: OWiG. STVO, ZPO, AO, USt-G. usw. usf. Sie alle sind notleidend und nach dem Buchstaben des Gesetzes ungültig geworden.
Und so geht das endlos weiter. Und die Zusammenlegungen der ehmals besetzen Teilselbstverwaltungsgebilde staatlicher Grundordnung, sind ebenfalls rechtsbeugend durchgeführt worden. Artikel 23, 25, 146 und vor allen Dingen 29 etc., etc. etc. Na, und die Verneinung der Verpflichtung der Siegermächte aus der Haager Landkriegsordnung und der Feindstaatenklausel für Deutschland und die Verhinderung dieser Regelungen und der Rechte daraus für Deutschland in einem "vereinten Europa" wo die BRD ohne Auftrag noch heute den Knebelbedingungen des Versailler Diktats nachkommt, der zum zweiten Waffengang unter den Nazis geführt hat, die diese eben mitermöglicht haben, zuletzt 95 Millioen vor ein paar Monaten, sind ein Skandal erster Ordnung. Und da sollen noch drei Raten ausstehen. Wir haben, wenn das so weiter geht, bald wieder eine Verarmung wie in den 20er Jahren und dann geht es wieder los? Wie blöd muß eigentlich eine Regierung sein, die derartigen Schwachsinn betreibt? Und politisch völlig neben jeglicher Sache und Notwendigkeit liegt.?
Nur weil ich es und Andere sagen, die sich um Deutschland sorgen und Ihr Wissen der Geschichte zur Gewinnung von Demokratie, Rechtsstaat und Staatsrecht mühen, sind wir demnächst noch Rechtsradikale. Die ersten Andeutungen finden sich ja sogar hier. Man o man. Wie pervers ist das eigentlich? Ich überlege, ob ich es bei www.komplizissimus.de belassen und nur noch Verarschung der BRD und seiner Michelbürger betreibe. Das bringt vielleicht mehr Freude.




Der Absatz über den Dschihad/Djihad ist aus einem Bericht (von mir) über die Situation in Thailands Süden (ca. 1,5 bis 2 Jahre alt) übernommen. Die Informationen darin bezüglich der Interpretation stammten hauptsächlich aus folgender Quelle: Lamprecht, Harald: „Was bedeutet ‚Heiliger Krieg’ im Islam?“; confessio.de, Arbeitsstelle Weltanschauungs- und Sektenfragen der ev. luth. Landeskirche Sachsens, Dresden, o. J.
Eine Bestätigung dieser Interpretationen fand ich seinerzeit auch auf den Websites verschiedener islamischer Vereinigungen (kann aber leider nicht mehr nachvollziehen welcher).
Leider ist der erwähnte Bericht nicht mehr im Internet vorhanden, wie gerade meine google-Suche ergab und auch www.confessio.de, wo er damals zu finden war, hat ihn nicht mehr und die Seiten komplett neu aufgebaut und gestaltet.
Falls das inzwischen anders ausgelegt wird, lasse ich mich gerne eines besseren belehren - heißt, erwarte Deine angekündigten Erläuterungen dazu mit Interesse...