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Sonstiges: Kultur & Religion

Albertus Magnus, der Kölner Dom und die Heiligen Drei Könige (VIII)

Teil 8: Wie Albertus Magnus die Baupläne des Kölner Doms bekam

Foto: © Birgit Winter, Pixelio.de
Foto: © Birgit Winter, Pixelio.de
Dass der gotische Baustil und mit ihm auch die Baupläne des Kölner Domes auf Albertus Magnus zurückzuführen sind, habe ich in Folge 1 bereits ausführlich erläutert. Wenden wir uns nun also der Frage zu, warum der Kölner Dom gebaut werden sollte, wer ihn in Auftrag gab und vor allem, wie Albertus Magnus schließlich die Baupläne liefern konnte.

Dazu kommen wir wieder auf das Gedicht von J. W. zurück (siehe Folge 2), das ja in Versform alle historischen Fakten zu berücksichtigen scheint. Nachdem die ersten beiden Verse über den Transport der Gebeine der Heiligen Drei Könige von Mailand nach Köln, inklusive der dortigen Ankunft, berichten, erzählt der dritte Vers, wie durch dieses Ereignis der Pilgerstrom nach Köln immer größer wurde. Sie kamen in gewaltigen Massen aus halb Europa, um die neue Reliquie zu bestaunen. Dies aber konnte der kleine, ursprüngliche und alte Kölner Dom nicht mehr verkraften. Er war einfach viel zu klein für diese riesigen Menschenmassen. Da schwor eines Tages der nun in Köln amtierende Erzbischof Konrad von Hochstaden ( 1261), ein neues, viel größeres und gewaltiges Gotteshaus zu bauen, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden. Der Beschluss des Domkapitels dazu kam im Jahr 1248.

Ob es eine engere Verbindung zwischen dem Erzbischof Konrad und dem Dominikaner Albertus Magnus gab, konnte nicht einwandfrei ermittelt werden. Jedenfalls schien dem Erzbischof der Dominikaner-Mönch wohl genau der geeignete Architekt für sein Vorhaben zu sein, denn im vierten Vers wird berichtet, wie Albertus von Konrad beauftragt wird die Baupläne für den neuen Dom zu erstellen. Welche Gründe Konrad dafür hatte bleiben unbekannt. Albertus Magnus fühlte sich dadurch zweifellos geehrt. Gleichzeitig plagten ihn aber auch ungeheure Zweifel, ob er so etwas überhaupt zustande bringen würde. Schließlich war dies ja alles Neuland für ihn. Nicht den Mut, dies dem Erzbischof einzugestehen, zog er sich alleine in seine einsame Klosterzelle zurück.

Der fünfte Vers beschreibt den einsamen Kampf, den Albertus Magnus in seiner Klosterzelle mit sich selbst führte. Offenbar flehte er dabei Gott in einem Gebet so inbrünstig um Hilfe an, dass diese verzweifelten Gedanken möglicherweise auf telepatischem Wege bei den allgegenwärtigen außerirdischen Mächten ankamen. Vielleicht aber hatte er ja auch die Möglichkeit einer direkten Kommunikation zu diesen Mächten. Jedenfalls gibt es auch dazu beweiskräftige Hinweise. Wie dem auch immer sei, sein Flehen um Beistand muss erhört worden sein. Alles deutet daraufhin. Anders hätte er die Baupläne nicht liefern können.

In der sechsten Strophe ist es dann endlich soweit: Die Vertreter der außerirdischen Macht sind eingetroffen. Einer von ihnen, offenbar der Anführer, scheint von sehr kleiner Körpergröße gewesen zu sein, denn er wird als „Kindlein“ beschrieben. Währenddessen waren die anderen vier offenbar von normaler, männlicher Statur, denn sie werden dann auch als „Männer“ benannt.

Alleine diese wenigen Aussagen über das Aussehen der Fremden lassen Vergleiche zum UFO-Phänomen der Gegenwart zu. Auch hier werden von so genannten Kontaktlern viele der angeblich beobachteten UFO-Insassen als klein, mit einer Körpergröße von 1,20 m bis 1,40 m beschrieben. Und die farbliche Festlegung der „Männer“ mit „silberweiß“ erinnert an moderne Piloten- oder Astronauten-Kombinationen.

Im siebten und achten Vers des Gedichtes wird ganz deutlich beschrieben, wie diese fremden Besucher, deren Herkunft tatsächlich ungeklärt ist, Albertus Magnus die Lösung des Problems nahe brachten und erläuterten. Sie „zeichneten“ dazu entsprechende Bilder und Skizzen an die Wand der Klosterzelle. Doch als die Besucher verschwanden, waren auch die Bilder und Skizzen wieder verschwunden – „versunken in der Nacht“. Das legt den Schluss nahe, dass die Besucher die Bilder und Skizzen an die Wand projizierten. Erinnern wir uns: In der erwähnten Legende mit der „Gottesmutter“, die nicht in Gedichtform verfasst wurde, ist die Rede von einer „Lichtflut“, unter der die Bilder erschienen. So deutet alles daraufhin, dass die Skizzen und Bilder wie mit einem Diaprojektor, Episkop, Epidiaskop oder einem ähnlich funktionierenden Gerät von den Besuchern an die Wand projiziert wurden. Mit den mitgebrachten und im Gedicht erwähnten Werkzeugen wie „Zirkel, Maß und Waage“ erläuterten sie dann die Skizzen und Pläne im Detail. Als sie damit fertig waren wurde der Projektor abgeschaltet und die Bilder waren wieder verschwunden – „versunken in der Nacht“, versunken im Dunkel der einsamen Klosterzelle.

Der letzte Vers berichtet dann lediglich nur noch davon, wie Albertus Magnus nach diesem Besuch die Pläne tatsächlich zeichnen konnte, und das quasi über Nacht, und dass nach diesen dann der Kölner Dom tatsächlich gebaut wurde. Das Albertus Magnus die Pläne lieferte, wurde ja eingangs ausführlich dargelegt und nachgewiesen. Dies alles bedeutet aber auch, dass eines der genialsten und größten Bauwerke deutscher Geschichte nach Bauplänen gebaut wurde, die ihren Ursprung nicht auf dieser Welt haben. Das Rätsel der Plötzlichkeit, mit der der gotische Baustil wie aus dem Nichts auftauchte, ist gelöst.

Aber der Kölner Dom bietet noch eine Fülle von ungelösten Rätseln. Immerhin ist er ein gigantisches Bauwerk mit einer Länge von 144 Metern und der beachtlichen Höhe von 156 Metern. Nur wenige wissen, dass sich unter dem Kölner Dom Katakomben mit einer Gesamtlänge von vielen Kilometern befinden, die sich kreuz und quer unter der Stadt herziehen. Sie sind nach wie vor kaum erforscht und heute zu einem Großteil verschüttet und unzugänglich. Über ihre Herkunft berichten die Geschichtsbücher nichts. Sie verschweigen sogar ihre Existenz. Das Einzige, das man mit Sicherheit darüber weiß, ist die Tatsache, dass diese Katakomben bereits existierten, bevor die Römer hierher kamen, denn sie wurden von diesen bereits genutzt.

Ähnliche Katakomben, nur viel größer und in einem bedeutend gigantischeren Ausmaß befinden sich unter den Städten Rom und Wien. Auch sie sind größtenteils unerforscht und führen teils in unbekannte Gefilde. Die Katakomben von Rom sind zum Teil für die Öffentlichkeit zugänglich. Es ist allerdings nicht ratsam, diese auf eigene Faust und ohne Führer zu betreten, da hier schon mancher unvorsichtige Besucher oder sogar Forscher für immer verschwunden ist. Immerhin sollen sie eine Gesamtlänge von mehr als 800 Kilometern(!) haben.

Ähnliche unterirdische Gang-, Höhlen- oder Katakombensysteme gibt es in allen Teilen der Welt. Manche haben Einstiege in bzw. unter bedeutenden Bauwerken, was die Frage aufwirft, ob es einen solchen Einstieg in die Unterwelt auch im Kölner Dom gibt. Beim Dom von Paderborn soll es einen Höhleneingang geben, der in ein System führt, das von hier aus bis nahe an die Externsteine bei Horn-Bad Meinberg im Teutoburger Wald reicht.

Von einer Schlossburg bei Neuss wird gesagt, dass sich hier ein Eingang in ein unterirdisches Gangsystem befindet, das in unbekannte Gefilde geht. Hier hinein soll in den 50er Jahren eine ganze Schulklasse mit ihrem Lehrer gestiegen sein. Man hat niemals wieder etwas von ihnen gehört und alle Suchaktionen verliefen in dem kilometerlangen Ganglabyrinth ergebnislos. Später wurde der Eingang zugemauert. Diese Geschichte erzählt man sich im Raum Düsseldorf/Neuss. Eine schriftliche Quelle hierzu konnte ich leider nicht ermitteln, so dass ich in diesem Fall für den Wahrheitsgehalt nicht garantieren kann. Ähnliche Beispiele aus aller Welt deuten jedoch darauf hin, dass es wirklich passiert sein könnte.

Oberhalb der alten Inka-Hauptstadt Cuzco in den Anden Perus befindet sich die bekannte Inka-Festung Sacsayhuaman und dicht darüber das noch viel ältere, gewaltige Ruinenfeld von Kenko Grande. Wer dort einst gelebt hat, weiß niemand und selbst die Inkas sagen davon, dass sie diese Gegend schon so verwüstet vorfanden, als sie hier ankamen. Im Kenko Grande aber gibt es ein noch gewaltigeres System unterirdischer Gänge als irgendwo in Europa. Von hier geht beispielsweise ein unterirdischer Gang bis ins rund 120 Kilometer entfernte Machu Pichu. Aber auch dort sind die Eingänge heute alle verschlossen, da immer wieder Touristen in diesen Gängen spurlos verschwanden. Und so könnte man diese Liste beliebig fortsetzen. Doch das ist hier nicht unser Thema...

Mit der Grundsteinlegung des Kölner Domes, der vielleicht noch irgendwo einen Einstieg in die Katakomben, in die Unterwelt, verbirgt, wurde im April des Jahres 1248 durch Meister Gerhard mit etwa 70 bis 100 Arbeitern begonnen. Das war kurz nachdem Albertus Magnus aus Paris zurückgekehrt war, was beweist, dass er für die Baupläne nur eine äußerst kurze Zeit zur Verfügung hatte. Damit kann aber auch die Zeit, in der die außerirdischen Besucher dort weilten, relativ genau bestimmt werden: Frühjahr 1248.

Gebaut wurde am Dom bis zum Jahre 1560. Dann stellte man alle Bautätigkeit ein und der begonnene Dom war fast 300 Jahre lang eine Bauruine. Erst am 8. September 1842 legte der preußische König Friedrich Wilhelm IV. zusammen mit Koadjutor Johannes von Geissel, dem ersten Kölner Kardinal, den Grundstein zum Weiterbau des Kölner Domes. Schuld an dem Baustopp des Domes war kein Geringerer als der große Reformator Martin Luther. Das wird in einem Gedicht wie folgt karikiert:

  • Doch siehe dort im Mondenschein
  • Den kolossalen Gesellen!
  • Er ragt verteufelt schwarz empor,
  • Das ist der Dom von Köllen.

  • Er sollte des Geistes Bastille sein,
  • Und die listigen Römlinge dachten:
  • „In diesem Riesenkerker wird
  • Die deutsche Vernunft verschmachten!“

  • Da kam Luther, und er hat
  • Sein großes „Halt!“ gesprochen –
  • Seit jenem Tage blieb der Bau
  • Des Domes unterbrochen.

Die Schlusssteinsetzung des Domes artete schließlich mit dem letzten Stein der Kreuzblume des Südturmes in ein regelrechtes Volksfest aus und fand am 15. Oktober 1880, im 600sten Todesjahr von Albertus Magnus, in Anwesenheit von Kaiser Wilhelm I. statt, der umgeben von seinem Hofstaat, die Vollendungsurkunde verlas.

Doch der Dom war nicht wirklich fertig, denn bereits zu dieser Zeit waren umfangreiche Reparaturen notwendig. Auch heute noch, rund 140 Jahre später, wird an ihm ununterbrochen repariert. Die Schäden des Krieges und die der Umweltverschmutzung „fressen“ das Bauwerk kaputt. Allein in den 60er Jahren unseres Jahrhunderts gingen zahllose Scheiben durch die Überschallknalle der Düsenjäger zu Bruch. All diese Renovierungsarbeiten werden von einem Spezialistenteam der Dombauhütte unter der Regie des jeweiligen Dombaumeisters oder der jeweiligen Dombaumeisterin durchgeführt.

Doch eines kalkulierten Tages, auch wenn dies im Moment noch in weiter Ferne liegt, dürften alle Arbeiten vollendet sein. Die Kölner sagen: „Wenn der Dom fertig ist, geht die Welt unter.“ Woher dieser Spruch ursprünglich stammt und was er bedeutet, weiß heute niemand mehr so genau. Er erinnert aber stark an einen ähnlichen Spruch, den man über die großen Pyramiden von Giseh in Ägypten sagt: „Solange die Pyramiden stehen, steht Rom; solange Rom steht, steht die Welt.“

Ende

Foto: Denkmal von Martin Luther vor der Frauenkirche in Dresden. Luther war für den Jahrhunderte langen Baustop des Kölner Doms verantwortlich. Fotoquelle: © Birgit Winter, Pixelio.de. Text: © Axel Ertelt. Auszug aus dem Buch „Das Mittelalter war ganz anders“. Dieser Text darf ohne die ausdrückliche, schriftliche Zustimmung des Autors nicht anderweitig veröffentlicht werden.

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Schlüsselwörter: Albertus Magnus | Kölner Dom | Heilige Drei Könige | Gotik | gotischer Baustil | Mittelalter | Rainald von Dassel | Martin Luther | Baustop
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Kommentare

am 03.08.2009 21:15:11 (217.236.252.xxx) Link Kommentar melden
Hallo Alex

leider hab ich den Link nicht mehr finden können, von dem Verein der die MHB zusammenbaut.

Die kamen mit Laternen aus der Kirche raus und liessen später MHB steigen.

Apropos
Wer hätte das gedacht, das MHB mehr schwebende als fliegende Objekte sind, und Häuser eigentlich dann brennen, wenn die MHB mit zu engen Abständen sich verheddern, Feuer fangen, und wie ein Feuerball auf ein Dach runterrasen, da fragt man sich was eher wie ein UFO aussieht.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, aber da tut sich ja was mit den MHB-Verboten.

Ich muss den Link suchen, melde mich wieder, wenn ich was brauchbares habe.

Bis dann

Entdecker

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