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Politik: Europa

EMOTIONALE ODYSSEE

Ein totgeschwiegener Ex-Rebell

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Hört man den Häftling Juan Carlos Bresofsky-Chmelir zu, so kommt man schon nach einigen Minuten in Erstaunen und man kann es nicht glauben, das er einstweilen seit den 20.Juni 1978, also seit über 31 Jahre durchgehend in Haft ist. Er ist sehr Selbstbewusst und sprüht Lebensenergie. Er ist offen und zugänglich,freundlich und höflich und sein Geist ist Wachsam und Scharfsinnig. Seine Sprache und Ausdrucksweise ist redegewandt und kultiviert und seine Bildung ist überdurchschnittlich gut. Bei ihm ist keinerlei Hass, Wut oder Verbitterung erkennbar. Und sein Alter von über 60 Jahre sieht man ihn gar nicht an.

Angesichts seiner fatalen Entwicklung in Österreich eigentlich eine psychiatrische und psychologische Sensation, zumal man nicht in leisesten erkennt, das dieser Mann bereits Jahrzehnte hinter Gittern ist, was auf Seite 24 des ansonsten äußerst sehr umstrittenen Gerichtsgutachten vom Sachverständigen Prof. Dr. Reinhard Haller vom 4.12.2007 beim LG Steyr zu GZ 18 BE 70/07 g eindrucksvoll dokumentiert wird.

Ebenso kommt man nicht aus dem Erstaunen, das seine Frau Silvia über die langen Jahre hindurch eisern zu ihm hielt und das sie heute noch unermüdlich um seine Entlassung kämpft. Die starke Liebe der beiden zueinander, die Jahrzehnte Trennung nichts anhaben konnte, ist schon für sich eine sensationelle Story.

Wer ist dieser Mann, der Österreich des Öfteren in Atem hielt und von diversen Medien als Staatsfeind tituliert wurde http://www.online...rticle/681 und der nunmehr von der Justiz und von den österreichischen Medien totgeschwiegen wird http://www.online...rticle/922 http://www.online...rticle/855 und der jetzt gegen Österreich schwerwiegende Anschuldigungen der niedrige Rache erhebt und hierzu Stichhaltigen Fakten und Indizien vorlegen kann!

Auf meine Frage hin, wie er es geschafft hat über Jahrzehnte hindurch physisch, psychisch und mental so gut zu überleben und nach wie vor bei gesunder Energie zu sein, erwiderte er:

„Ja, ich muss Ihnen recht geben. Angesichts meines dramatischen und komplizierten Lebensverlaufes in Österreich mit Jahrzehnte langer Haft mit elementaren Entbehrungen und Haftverschärfungen durch teilweise jahrelange Aufenthalte in Isolationszellen in Hochsicherheitsabteilungen, bin ich selbst erstaunt, welche enorme geistige und psychische Entwicklung und Fortschritte ich nichtsdestotrotz gemacht habe Meine Strategie zu überleben war jedenfalls Geist zu bilden und daraus Kraft zu schöpfen, was mir durch Psychotechniken exzellent gelungen ist. Ich habe sozusagen einen Energie- und Jugendbrunnen entdeckt, der mir Kraft und Jugend spendet, um es spaßig auszudrücken“.

„Welche Psychotechniken meinen Sie und wo nehmen Sie die Energie wirklich her, so ein schweres Leben und noch dazu vorwiegend im Gefängnis unter schwersten Bedienungen derart gut zu überleben?“.

„Erwarten Sie nicht von mir, dass ich ihnen meine geistigen- und Überlebenstechniken verrate. Noch bin ich in Haft und muss nun um die letzten Jahre meines Lebens kämpfen. Fragen Sie mir erst, soweit ich entlassen bin. Dann werde ich Ihnen antworten. Jetzt sicher nicht. Jedenfalls hat jeder Mensch das Anrecht auf persönliche Veränderung aus eigener Initiative und Kraft und dieses Anrecht habe ich in Anspruch genommen. Sehr wichtig war natürlich, das kann ich Ihnen durchaus verraten, das ich mich vom Konfliktpotential im Gefängnis der Missbrauch von Alkohol, Drogen und sonstigen Rauschgift ferngehalten habe und das ich mich anstatt dessen mit viel Fach- und Geistesliteratur beschäftigt habe sowie meine sozialen Kontakte zur Außenwelt hin, insbesondere zu meiner Frau aufrechtzuerhalten und zu pflegen. Darüberhinaus, wie Sie aus meiner mehrere öffentlich spektakuläre Protestaktionen mitten aus dem Gefängnis heraus sehen, war ich während der Haft durchaus sehr aktiv mit ansehnlichem justizpolitischem Erfolge. Ich habe erkannt und gelernt, dass ein einziger Mensch Berge versetzen kann, wenn es nur will. Mir ist es durchaus und wiederholt gelungen und das macht mich heute noch sehr stolz und glücklich, zumal ich meinen Leben damit einen positiven gegeben habe. Komprimiert gesagt, klingt das Ganze mitunter einfach, war es aber nicht. Sie können mir ruhig glauben, dass ich eine emotionale Odyssee voller Torturen hinter mir habe. Wenn Sie nämlich meine abrupte Verpflanzung im halbwüchsigen Alter aus Uruguay kommend nach Österreich hinzu berücksichtigen sowie die Tatsache, das ich Wochen darauf unverschuldet von der Familie getrennt wurde und in einen sadistischen Heim für Fremdenkinder gelandet bin, wo ich neben physischer und psychischer Misshandlungen und Folter antisemitisch und rassistisch behandelt und tiefgreifend traumatisiert wurde. Mein Großvater väterlicherseits entstammt nämlich einer adeligen und gutsituierten jüdische Familie, die in der späten 1930er Jahre von den Nazis weitgehendest enteignet wurde und aus Österreich fliehen musste. Daher bin ich in Uruguay geboren, wohin es meinen Vater verschlug. Möglicherweise beruht daher meine große Abneigung gegen Nazis. Mein schweres Leben in Österreich Revue passieren zu lassen und geistig und psychisch aufzuarbeiten, war jedenfalls eine immense Anstrengung. Mir ist es Gott sei Dank gelungen und das hat mich innerlich von traumatischen Altlasten befreit, was wiederum zufolge hatte, das verkapselten Kapazitäten frei wurden. Daher fühle ich mich heute trotz so unendlich langer Haft geistig und seelisch bestens. Körperlich überschätzen Sie mich etwas. 2006 hatte ich wegen akuten Bandscheibenvorfalls eine Notoperation. Ich kann und darf heute auf ärztlicher Anordnung kaum was über zehn Kilo heben und mein Bewegungsradius ist als Folge ziemlich eingeschränkt und nach wie vor schmerzvoll, doch versuche es mir nicht anmerken zu lassen“.

„Sie beschuldigen Österreich ganz schön. Erlebten Sie in Österreich derart schlimmes! Und, verzeihen Sie mir die Frage, die sich mir aufdrängt. Sind Sie tatsächlich ein Staatsfeind, wie manche Medien berichteten?“.

„Ich beschuldige nicht ganz Österreich, sondern bestimmte staatliche Institutionen. Nebenbei bemerkt spreche ich gerade von den 1960er bis Anfang der 1990er Jahre und nicht von der Gegenwart. Außerdem verstehe ich meine Argumentationen nicht als Entschuldigungen und Rechtfertigungen, sondern ausschließlich als Erklärungen. Verzeihen Sie, aber ich muss lachen, wenn man von mir als Staatsfeind spricht. Das ist mir zu absurd. Ich bin mit Sicherheit kein Staatsfeind. Ich habe zwar spektakulär und erfolgreich mit Protestaktionen zugeschlagen, aber sicher nicht als Staatsfeind, sondern ausschließlich um auf schwersten Missständen und Menschenrechtsverletz= ungen aufmerksam zu machen. Was ich in Österreich ab 1962 als halbwüchsiger in Heimen und in Jugendgefängnisse erlebte, wo ich unverschuldet gelandet war und schwersten traumatisiert wurde, war ziemlich grausam und absolut menschenverachtend. Erinnern Sie sich auf die Zustände in irländischen Heimen, darüber unlängst in den Medien berichtet wurde! Nun, ich kann Ihnen versichern, das in die österreichischen staatlichen Heimen noch schlimmer war, aber es wurde nie aufgearbeitet. Die traumatischen Folgen der negativen Erlebnisse versperrten mir zudem den Weg zur Gesellschaft, so dass ich noch im halbwüchsigen Alter und als ausgestoßener am Strassenmilieu ums überleben kämpfen musste“.

„Nun, Sie haben ihr Leben überdacht und hinterfragt, quasi positiv aufgearbeitet. Ihre Frau wartet auf Sie, die eine Wohnung hat. Auch die finanzielle Seite zur Lebensunterhalt scheint gesichert zu sein. Warum werden Sie trotz so langer Haft nicht entlassen. Und wie verkraftet ihre Frau so eine unendlich lange Wartezeit?“.

„Meine Frau ist eine wunderbare und sehr starke Frau. Sie kennt die Sensibilität und Schwierigkeit um meine Person und ich habe sie auch auf das schlimmste vorbereitet. Als Eingeweihter des Vollzugsystems in Österreich ist es für mich ihre Frage zu beantworten eigentlich leicht. Als Außenstehender werden Sie es mitunter nicht leicht glauben oder verstehen, denn da müssten Sie das System unbedingt näher unter die Lupe nehmen, aber es ist in der Tat pure Rache und zum Teil auch Zorn und Hass gegen meine Person. Mit meinen frühere aufsehenerregenden Protestaktionen habe ich das Gefängnispersonal und die Abteilung für Vollzug im Bundesministerium für Justiz nicht nur schwer in Misskredit gebracht, sondern sie verloren dadurch auch sehr viele Privilegien und auch an Glaubwürdigkeit. Meine Aktivitäten waren damals Wochenlang Tagesthemen in den Medien und führten auch zu Debatten und Novellierungen der Gesetze im österreichischen Nationalparlament. Die Gefängnisaufseher und die Vollzugsbehörden vergessen und verkraften es bis heute nicht, zumal randniederen Beamten aus seinerzeit heute bis ins Justizministerium in Wien in Führungspositionen sind. Bedenken Sie auch, dass die es auch nicht derpacken, dass ich die lange Haft so gut überstanden habe. Das macht sie Zornig, Hass und in gewisser Weise auch Eifersüchtig auf meine Stärke. Da treten bei Aufseher und Direktionsbeamten niedrige Instinkte auf, wie sich ein normal fühlender und denkender Mensch unmöglich vorstellen kann. Die sind es gewohnt und darauf spezialisiert, das Häftlinge schon nach einigen Jahre Haft zusammenbrechen und psychisch und geistig zum Wrack verfallen. Ich bilde da sozusagen eine Ausnahme und die derpacken es nicht. Die Entführung einer Ehegattin eines hohen Politbeamten August 1989, die ich dann zwei Tage später mit einer schriftlichen Selbstanzeige und politische Manifestation gegen die Vollzugsbehörden zur Polizei schickte sowie das darauf folgende Feme-Politprozess, spielt natürlich bei dem Rachegedanken ebenso eine große Rolle. Dabei nützt es wenig, dass sie, die Ehegattin des hohen Politbeamten, unlängst an das Gericht ein Schreiben verfasste und sie sich für meine Entlassung einsetzt“.

„Die Frau, die Sie entführt haben, setzt sich nun für Sie ein?“.

„Ja, tatsächlich. Ich lasse Ihnen eine Kopie des Schreibens zukommen“ (Anmerkung: Tatsächlich bekam ich eine Kopie des Schreibens, indem Schreiben sich die geschädigte Person für die Entlassung des Häftlings einsetzt).

„Und wie lange werden Sie noch hinter Gittern verbleiben müssen und wie werden Sie damit fertig, dass man Sie hinter Gittern mitunter sogar sterben lassen will?“.

„Ich habe keine Ahnung, wie lange es noch dauert. Jedenfalls werde ich den Eindruck und das Gefühl nicht los, dass die Justizwache für mich bereits ein Sarg aufbewahrt und das es nur darauf wartet, dass ich endlich krepiere. Wenn ich die Späßchen einzelner Aufseher ernst nehme – zum Beispiel „Du wirst erst als Greis oder mit den Rollstuhl entlassen“, dann sieht es wirklich nicht gut aus. Denn aus Erfahrung weis ich, das solche Späßchen der Aufseher viel Wunschdenken verraten. Auch die zynischen Liebsgrüße aus Montevideo vom Gefängnisleiter der Justizanstalt Garsten gehört zur Terror http://www.online...rticle/971 http://www.online...ticle/1186 , das ich zusätzlich geistig und psychisch verkraften muss. Der Gedanke allein, mitunter im Gefängnis bis zum Tode dahinzuvegetieren zu müssen, ist schrecklich genug. Die zusätzlichen zynischen Stichelein macht meine Situation natürlich nicht leichter. Ich bin allerdings geistig und psychisch stark genug mein Schicksal ins Auge zu schauen und damit fertig zu werden. Wenn die österreichische Gesellschaft es zulässt, dass die Justiz aus Voreingenommenheit und Befangenheit wegen meiner früheren Aktivitäten niedrige Rache an mir ausübt, so ist es ihre Entscheidung und Verantwortung. Ich würde natürlich lieber die letzten Jahre meines Lebens friedlich und häuslich mit meiner geliebten Frau verbringen - Keine Frage. Natürlich kann man keinen direkten Vergleich machen, da ich zwar justizpolitische Protestaktionen setzte, jedoch keine politischen Morde begangen habe. In Deutschland aber hat man zum Beispiel bei Brigitte Monhaupt und Christian Klar rechtsstaatlichen Prinzipien und humane Aspekte angewandt und diese bedingt entlassen. Österreich wendet speziell in meinen Fall Rache an, auch wenn es zu kaschieren versucht“. Die Fortsetzung meiner Haft hat für mich persönlich mit Verhältnismäßigkeit jedenfalls nichts mehr zu tun, wohl aber mit Terror und Rachejustiz.

„Ich wünsche Ihnen alles gute und werde ihren Fall weiterhin im Auge behalten, weil, wie Sie selbst äußerten, mehr als Unverhältnismäßigkeit vorliegt und Sie hierzu konkrete Indizien und Fakten vorlegen können“.

Siehe auch http://www.xinxii..._id=315425

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Schlüsselwörter: Bresofsky | Chmelir | Gesellschaft
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Kommentare

am 22.07.2009 01:21:57 (80.141.41.xxx) Link Kommentar melden
Mich hat Ihr/Dein Artikel berührt, und es macht Mut mit positiver Energie sich für eine Sache einzusetzen...! Eine andere Art und Weise, sich
a) für Andere zu "opfern" (wenn auch in der Weise unfreiwillig) und
Cool daran selber zu wachsen, und (fast) wunschlos glücklich sein zu können
- ich wünschte mir mehr solcher Artikel solcher grandioser Frauen und Männer, die uns als tolles Vorbild fungieren - auch alltägliche vorbildhafte Frauen und Männer sollten beachtet werden...!
Danke für das Erinnern, Neukennenlernen!
MRX
am 19.09.2009 09:55:07 (87.189.238.xxx) Link Kommentar melden
Juan Carlos Bresofsky-Chmelir -
warum sollte man sich dafür einzusetzen,der mann ist für seine taten wie überfälle einschließlich mord(dreckigste verbrechen)zu lebenslanger haft verurteilt.
ausbruchversuche kidnapping,überfälle,mord=unschuldslamm?
fragen wir die angehörigen dessen mordopfer dazu?
ich finde es gut wenn andere sich für anderen einsetzt,aber für morder 100% festgestellt,sorry.
leseprobe kostenlos-noch geld machen?
unter-http://www.xinxii.com/product_info.php?products_id=315425
gestückele proben,verbrechen stehn nicht drinn warum?
geständnis hin oder her,die taten wurden vollbracht das reicht.was heist das?zitat-
wesentlichen unschuldig verurteilt worden-ende
aus was besteht das wesentliche?
dann wird von geheimakten gesprochen warum man den herrn weiter festhält,so geheim das der autor bei xinxii zugang hat.haha
1977 kauf handfeuerwaffen=absicht menschen damit umzubringen bzw in kauf zunehmen,hier-
http://pressemitteilung.ws/node/166966 ,und wieder die kindheit.lol,beschreibung nährboden für gesellschaft,frage es gibt x heimkinder,sind diese alle im knast?nein,somit verfehlt.
prozess ohne verteidigungsrechte?ohne anwalt?gibt es bei taten nicht die im knast führen.
zuden wer macht schon freiwillig ein gutachten mit wenn dieser an sich nicht selbst zweifelt sollte?=somit rechtens.
der herr hat ein gutachten gemacht um niedrigere strafe zuerhalten,mit kindheit epp,nur der schuss ging nach hinten los.
geständnis abgegeben dann wiederrufen weil dies zuseinem ungunsten ergehn würde,achtet man auf aussage:ich habe nie ein geständnis abgegeben-anfanghttp://www.xinxii.com/product_info.php?products_id=318681-pdf leseprobe wiederspricht er sich.
die unsachlichkeiten darinn die sehr rühren,blätter,bauer,etc,fakt ist,er hat die frau entführt.
dann kommt unendwegt die schlechte kindheit um entschuldigungen zufrabrizieren,geschmacklos.
die als kinder 2 weltkrieg mitgemacht haben und opfer wurden sind nicht zum mörder geworden.
meiner meinung entbeert jeder diskussion über den fall nicht wert ist.
31jahre haft ist nicht viel,der tote ist für immer tod.was mich über den artikel wundert,keine reue oder andenken über das opfer nur seiner eigenen mitleidsorgie.

ich sehe gerade beitrag-22.07.09(berührt)mann sollte beiden fakten bleiben als das mitleidsgejammer dem werdegang.
meine zeiten waren auch nicht immer goldig,und bin nicht zum verbrecher muntiert wie mill andere auch.
der mann ist ja nicht wegen seiner kindheit verurteilt worden,sondern wegen seiner verbrechen oder?
dann spricht der mann von unrechtsystem?somit sieht er sein verbrechen nicht ein und muss weiter unter verschluss.
blos nicht rauslassen,voraussichtlich ein opfer weniger.
wenn 100% unwiederlegbar festgestellt ist, sollten mörder hingerichtet werden,basta.
denn ich als opfer wäre nicht mit einverstanden das solche leute wieder der allgemeinheit gestellt werden.
er hat voher gewusst was er macht und muss dafür die konsequenzen ziehn,das müssen wir die leser/in auch.
PS: in den verlinkungen habe ich die fakten beachtet und habe die "entschuldigungen " nicht beachtet die angeblich dazu geführt haben.
ich kann auch nicht hergehn banken etc zuüberfallen nur weil ich wenig geld habe.
fing klein an,er hat chanchen erhalten,mit mord hört es aber auf,dafür gibt es keine entschuldigung,was konnte die person dafür nur weil der herr sein leben nicht im griff hatte?
wäre genauso wenn ein typ sex verweigert wird,und sich dann an werlosen frauen oder kinder vergreift.
das gericht hat lebenslang ausgesprochen und halten es auch.
die leseproben sind unbedeutend,fakten steht fest auch das geständnis der taten sind vertreten.
unwichtig ob die mehr dabei gemacht haben sollen,mit der frau...
versuche ausbruch erhöht sich die strafe auch,das weiß jedes kind.
justiz sei voreingenommen?richtig,forderung soforiger freilassung und 6 mill euro diplomatenpass für weitere verbrechen,und vom staat entschuldigungsschreiben+
zivilcourageorden für den mord.
wenn der gutachter seiner leseproben sieht kann davon auszugehen sein,das er sein bewusstsein seiner taten bis heute nicht erkennt.
er ist unschuldig:-)
so und da der herr über 30jahre drinn ist und "kämpft" das sei dann die entschuldigung für nexte dinge?
er hat fortschritte gemacht?nein!
würde er urlaub erhalten würde,stellen sie fest das es so ist.
amnesty international sagt nichts,besteht kein grund soein frei zulassen,besteht kein unrecht zum haftgrund.logisch.
schon vergleich amnesty mit raf zuvergleichen ist unsachlich ,könne sich jeder täter mit freikaufen oder?

zitat-sehr lesenswert:
ein ZORRO der modernen Welt, wie man Bresofsky-Chmelir durchaus bezeichnen kann.ende.
zorro hat für andere geraubt ohne zumorden.
ein friedensheld bezeichnet wird ,meiner meinung unfassbar.
und da der herr für seine taten drinn ist,kommt diese entschuldigung noch hinzu:zitat-
Dieser Fall zeigt in besonderer weise, wie dünn der Faden sein kann, der zur Rebellion und Terrorismus führen kann, wenn der Staat selbst die Finger mittendrinnen stecken hat.

nur weil der herr taten getätigt hat die strafbar sind,hat der staat die finger mit drinn.
logisch das stgb ist gemacht um täter nicht als zorro und helden zutitulieren.
weil täter nicht rauskommen oder schlechte kindheit sei der terror entstanden,soein unfug.
unmenschlich 31 haft? war es menschlich leute mit waffen zubedrohn oder der polizeibeamten-mord?
davon lesen sie in keinem seiner öffentlichmachung oder berichte.
die unsachlichkeit mit behinderte etc um seine sache als unmenschlich als beweis zuführen.
andere männer können vor neid erblassen das frau noch zuihm hält? ich bin es nicht,möchte auch nicht neidisch sein weder solche verbrechen tätigen nur damit eine frau schreibt oder besuche abhält,sie etwa?
nachzulesen http://pressemitteilung.ws/node/166966,zutränenden brei der unsachlichkeiten.

was glauben sie wenn alle täter frei wären?

was wäre wenn jeder mörder sein buch macht,auch kinderschänder,wäre auch das ein brisanter fall?
das sich abteilungen im internet damit befassen erachte ich
ohnehin für sehr schwierig.
sowohl der beitrag "Energiegeladene"den man nicht geistig für voll nehmen kann,indem man die beführwortung anstimmt solche täter als ehrenhaft und kämpferisch dazustellen.
ich schreibe nicht mit meinem richtigen namen,ich mag sein angefangenes buch nicht:-)
250
am 19.09.2009 15:38:40 (93.215.131.xxx) Link Kommentar melden
Vielleicht nimmt MRX Michel Foucault ernst, was ich dieser Tage fand?
Ich finde diese Ausführungen höchst interessant! Hoffentlich versteht MRX diese Analyse vom sprachlichen Verständnis her!

Gefängnisse

Das Gefängnissystem, also das repressive, auf Sühne ausgerichtete Gefängnis, entstand recht spät, nämlich praktisch erst Ende des 18. Jahrhunderts. Davor diente das Gefängnis nicht dem Vollzug gesetzlich festgelegter Strafen. Man sperrte Menschen lediglich ein, um sie bis zu ihrem Prozess festzuhalten. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, ging es nicht um Strafe. Als Repressionssystem schuf man das Gefängnis, weil man glaubte, Kriminelle dort umerziehen zu können. Nach einem Aufenthalt im Gefängnis werde der Häftling durch eine Domestizierung nach Art des Militärs oder der Schule zu einem Menschen, der die Gesetze achtet. Es ging im Gefängnis also um die Produktion gehorsamer Individuen.
Schon in der allerersten Zeit erkannte man, dass dieses Gefängnissystem nicht zu den erwünschten Ergebnissen führte, sondern genau die entgegengesetzten Folgen zeitigte. Je länger ein Mensch im Gefängnis blieb, desto geringer der Umerziehungserfolg und desto stärker seine Kriminalisierung. Die Produktivität war nicht nur gleich null, sie war negativ. Deshalb hätte das Gefängnissystem eigentlich verschwinden müssen. Aber es blieb und ist bis heute geblieben. Und wenn wir fragen, was wir an die Stelle des Gefängnisses setzen sollen, gibt niemand eine Antwort.
Warum sind die Gefängnisse trotz ihrer negativen Produktivität geblieben? Ich glaube, gerade weil sie Kriminelle produzieren und weil Kriminalität in den uns bekannten Gesellschaften einen gewissen ökonomischen und politischen Nutzen hat. Diesen ökonomischen und politischen Nutzen der Kriminalität können wir leicht erkennen. Je mehr Kriminelle, desto mehr mehr Verbrechen. Je mehr Verbrechen, desto größer die Angst in der Bevölkerung. Und je größer die Angst in der Bevölkerung, desto akzeptabler und wünschenswerter das System der polizeilichen Kontrolle. Die Existenz dieser permanenten kleinen inneren Gefahr gehört zu den Voraussetzungen für die Akzeptanz des Kontrollsystems. Deshalb räumt man der Kriminalität in Presse, Radio und Fernsehen aller Länder der Erde so viel Platz ein, als wäre sie jeden neuen Tag eine Neuigkeit. Seit 1830 finden sich in allen Ländern der Erde immer wieder Kampagnen zum Thema der wachsenden Kriminaltät, obwohl diese Behauptung niemals bewiesen wurde. Die unterstellte Präsenz, die Bedrohung, die Zunahme der Kriminalität ist ein Faktor in der Akzeptanz der Kontrollen.
Aber das ist noch nicht alles. Kriminalität hat wirtschaftlichen Nutzen. Denken sie nur an die äußerst lukrativen unsauberen Geschäftszweige, die in den Bereich des kapitalistischen Profits gehören und ihren Weg über die Kriminalität nehmen. Zum Beispiel die Prostituiton. In allen Ländern Europa (ich weiß nicht, ob das in Brasilien auch so ist) liegt sie bekanntlich in den Händen so genannter Zuhälter, die alle schon einmal im Gefängnis waren und nun die Aufgabe haben, die im Bereich des sexuellen Vergnüens erzielten Profite in Richtung ökonomischer Kreisläufe wie des Hotelwesens und auf Bankkonten zu lenken. Durch die Prostitution ist das sexuelle Vergnügen in der Bevölkerung kostspielig geworden, und das System der Zuhälter gestattet es, den aus dem sexuellen Vergnügen gezogenen Profit in gewisse Kreisläufe einzuspeisen. Waffenhandel, Drogenhandel und eine ganze Reihe unsauberer Geschäfte, die in der Gesellschaft aus diversen Gründen nicht direkt betrieben werden können, nehmen ihren Weg über die Kriminalität und werden durch sie gesichert.
Außerdem hatte die Kriminalität im 19 Jahrhundert und auch noch im 20.Jahrhundert ganz massive Bedeutung für eine Reihe politischer Operationen wie das Brechen von Streiks, die Infiltration der Gewerkschaften oder den Personenschutz für mehr oder weniger ehrenwerte Führer politischer Parteien. Wir haben hier also eine ganze Reihe ökonomischer und politischer Institutionen, die auf der Basis der Kriminalität funktionieren, und insofern hat das Gefängnis, das Berufsverbrecher fabriziert, durchaus einen Nutzen und eine Produktivität.
Das Ziel des Gefängnisses sei es nicht aus-, sondern einzuschließen; seine politische Bedeutung liege nicht so sehr in der Freiheitsberaubung und Einsperrung als vielmehr darin, nützliche und gehorsame Individuen zu produzieren. Im Gefängnis materialisiere sich eine Machttechnologie, die ebenso in einer Vielzahl anderer gesellschaftlicher Bereiche wirksam sei. Das Gefängnis ist Teil einer Maschinerie, welche die gesamte Gesellschaft durchzieht und diese tendenziell selbst in einen Kerker-Archipel - verwandelt. "Das das Zellengefängnis (...) zur modernen Strafanlage geworden ist - was ist daran verwunderlich? Was ist daran verwunderlich, wenn das Gefängnis den Fabriken, den Schulen, den Kasernen, den Spitälern gleicht, die allesamt den Gefängnissen gleichen? Michel Foucault
266
am 20.09.2009 09:14:21 (88.68.106.xxx) Link Kommentar melden
Man kann zu jedem beliebigen Thema irgendeinen beliebigen Philosophe zitieren, und das sogar, ohne ihn verstanden zu haben. Die Geistes- und Kulturgeschichte ist für manchen eben nur ein Steinbruch (aber auf den Artikel über "Kemet" wartet man dann wohl vergebens). Mörder gehören in den Knast, das galt schon vor Ansbach, München oder Winnenden.
Kay Lorey
am 11.05.2013 23:35:23 (79.240.206.xxx) Link Kommentar melden
Mörder gehören in den Knast, das galt schon vor Ansbach, München oder Winnenden.

Besser kann man es nicht sagen.

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