Rund um OZ24

Suchen

Unterstütze OZ24

Sonstiges: Tipps & Tricks

Viel Neues bringt der Juli 2009

Der Monat Juli bringt in diesem Jahr sehr viele Änderungen, die viele Bereiche des alltäglichen Lebens betreffen. In diesem Artikel möchte ich auf die wichtigsten Änderungen eingehen.

KFZ Steuer nun CO2 abhängig

Für neu zugelassene KFZ gilt ab dem 1.7.2009 eine neue Berechnungsgrundlage für die KFZ-Steuer. Die neue Formel zur Berechnung der KFZ-Steuer besteht nun aus 2 Teilen. Es gibt wie bisher die Berechnung nach Hubraum. Zusätzlich wird jetzt aber auch der CO2 Ausstoß in die Veranlagung mit eingeschlossen. Für den Hubraum gilt ab sofort bei Benzinmotoren 2 Euro pro angefangene 100ccm und Dieselmotoren mit Rußpartikelfilter 9,50 Euro pro angefangene 100ccm. Dieselfahrzeuge ohne Rußpartikelfilter werden mit 10,70 Euro pro 100ccm veranlagt. Zusätzlich zu diesem hubraumabhängigen Sockelbetrag fließt der CO2-Ausstoß in die Berechnung der Steuer mit ein. Ein Co2 Ausstoß von 120g pro gefahrenen Kilometer wird steuerfrei gestellt. Jedes weitere Gramm über 120g pro gefahrenen Kilometer wird mit 2 Euro besteuert.

Gute Nachrichten für Neuwagenkäufer, deren Autos einen geringen CO2-Ausstoß aufweisen, denn so wird die Steuerlast geringer. Dreckschleudern werden mit dieser Änderung abgestraft. Wie schon erwähnt gilt diese Änderung nur für Fahrzeuge die ab dem 1.7.2009 zugelassen werden. Optional kann diese Änderung auch für Fahrzeuge beansprucht werden, die zwischen dem 5.11.2008 und 30.6.2009 zugelassen wurden. Alle anderen PKW die vor dem 5.11.2009 zugelassen wurden, werden weiterhin nach der alten Berechnungsformel besteuert.

Gesetzliche Krankenkassen senken die Beiträge

Der Beitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen wird um 0,6 Prozent auf nun 14,9 Prozent des Bruttolohnes gesenkt. Von diesen 14,9 Prozent teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer 14,0 Prozent jeweils zur Hälfte (jeder 7 Prozent). Die restlichen 0,9 Prozent muss der Versicherte allein tragen.

Hausarztmodell wird Pflicht für Krankenkassen

Ab 1. Juli 2009 müssen die gesetzlichen Krankenkassen das Hausarztmodell anbieten. Dieses Modell sieht vor, das sich die Versicherten für 1 Jahr an einen Allgemeinmediziner binden und bei Beschwerden erst diesen Hausarzt aufsuchen. Fachärztliche Behandlungen erfolgen erst nach Überweisung durch den Hausarzt. Vorteil dieses Modells, der Versicherte erhält im Gegenzug für die Hausarztbindung Vorteile, z.B. den Erlass der Praxisgebühr. Eine Teilnahme an diesem Verfahren ist für alle Beteiligte freiwillig.

Die Renten werden angehoben

Eine kräftige Erhöhung der Renten erfolgt ebenfalls. Die Renten für Rentner in Westdeutschland bekommen eine Erhöhung von 2,41 Prozent. Rentner in Ostdeutschland

ALG II wird angehoben

Der Regelsatz für das Arbeitslosengeld II wird von 351 Euro auf 359 Euro angehoben. Neu eingeführt wird eine Regelleistung für bedürftige Kinder im Alter von 6-13 Jahren in Höhe von 251 Euro und für Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr in Höhe von 215 Euro. Diese ersetzt die bisher geltende Regelung für Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr in Höhe von 60% des Regelsatzes. Für Kinder im Alter zwischen dem 14. und dem vollendeten 25. Lebensjahr gilt weiterhin 80 Prozent des Regelsatzes, das entspricht 287 Euro.

Schutz der Spareinlagen verbessert

Zukünftig sind Sparer bei der Pleite einer Bank besser geschützt als bisher. Sparguthaben u. ä. sind nun bis 50.000 Euro abgesichert (Aktien oder Fondanteile fallen nicht unter diese Regelung!). Ab 2011 wird diese Haftungsgrenze sogar auf 100.000 Euro angehoben. Bisher wurden maximal 20.000 Euro erstattet. Auch die Selbstbeteiligung von 10 Prozent wird abgeschafft. Schneller soll auch eine etwaige Entschädigung von statten gehen. Mussten bisher bis zu 3 Monate auf die Entschädigungszahlungen gewartet werden, sollen diese zukünftig innerhalb von 30 Tagen erfolgen. Unabhängig von diesen gesetzlichen Entschädigungsregelungen bestehen freiwillige Sicherungsfonds der Banken und Sparkassen, die im Entschädigungsfall Zahlungen über den gesetzlichen Vorschriften tätigen können.

Preise für mobiles Telefonieren im Ausland gedeckelt

Die EU-Kommission verpflichtet die Mobilfunkanbieter der EU-Mitgliedsstaaten ab 1. Juli bestimmte Preisobergrenzen einzuhalten. Eine innerhalb der EU abgeschickte SMS darf zukünftig nicht mehr als 13,1 Eurocent kosten. Bisher waren dafür bis zu 59 Eurocent zu berappen. Anrufe aus dem EU-Ausland in das EU-Heimatland dürfen zukünftig nicht mehr als 51,2 Eurocent kosten. Anrufe die man im EU-Ausland erhält (Roaming) dürfen mit nicht mehr als 22,6 Eurocent berechnet werden. Ebenso eingeführt wird eine sekundengenaue Abrechnung ab der 31. Sekunde Pflicht.

Gurken dürfen wieder Krumm sein

Die wohl wichtigste Änderung überhaupt, erfolgt auf dem europäischen Gemüsemarkt. Gurken müssen zukünftig nicht mehr deutsches, Entschuldigung europäisches Gardemaß und Form haben und können wie sie von Mutter Natur geschaffen wurden auf dem Gemüsemarkt verkauft werden. Eine schwachsinnige Verordnung über die Form von bestimmten Obst- und Gemüsesorten wird ungültig. Es ist einfach unglaublich mit was sich Politiker beschäftigen. Als hätten wir nicht genug andere Probleme, die eher einer Regelung bedürfen.

uploaded

Der Inhalt des vorstehenden Artikels gibt nicht die Meinung der Redaktion von Onlinezeitung24 wieder. Für den Inhalt ist allein der Autor des Beitrages verantwortlich!
Drucken Empfehlen
Schlüsselwörter: KFZ | Steuer | Hausarzt | ALG II | Krankenkassenbeitrag
Sie wollen selber einen Artikel schreiben. Kein Problem, einfach registrieren!

Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben

Einen Kommentar schreiben







Kommentare von Nichtmitgliedern der Seite Onlinezeitung24.de müssen durch einen Bestätigungslink per E-Mail freigeschaltet werden, für Mitglieder entfällt diese Bestätigung. Diese Maßnahme dient der Diskussionskultur und soll die Kommentarfunktion vor Spam schützen. Wir bitten um Ihr Verständis für diese Maßnahme.

Seitenaufbau: 0.05 Sekunden
39,914,146 eindeutige Besuche