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Politik: Welt

Seit der Kuba Krise war die Welt nie wieder so nah am atomaren Holocaust

Nordkorea droht den USA mit atomarem Feuerregen – Russland hält Atomkrieg für möglich

Foto: © Gerd Altmann, Pixelio.de
Foto: © Gerd Altmann, Pixelio.de
Kim Jong-iI, faktischer und als Diktator geltender Machthaber Nordkoreas, hat jetzt den USA und ihren Verbündeten zum 59. Jahrestag des Koreakrieges mit einem atomaren Feuerregen als tausendfache Vergeltung gedroht, falls die USA Nordkorea angreifen sollten. China und Russland zeigten sich besorgt um die jüngste Entwicklung und Russland schließt inzwischen auch einen Atomkrieg nicht mehr aus…

Damit stand die Welt seit der Kuba Krise nicht mehr so nahe an einem möglichen atomaren Holocaust wie heute. Das Leben auf unserem Planeten wird immer gefährlicher. Von Harmonie und Weltfrieden sind wir so weit entfernt wie lange nicht mehr. Zu den unsicheren Ländern mit Atomwaffen zählen zudem neben Nordkorea vor allem auch Indien, Pakistan und der Iran. Kim Jong-iI dürfte derjenige sein, dem ein Einsatz von Atomwaffen am ehesten zuzutrauen ist – ungeachtet der Tatsache, dass mit einem Vergeltungsschlag der USA Nordkorea vermutlich für immer von der Weltkarte getilgt wird. Aus Nordkorea heißt es, das man „niemals“ auf sein Atomprogramm und seine Atomwaffen verzichten werde und bezeichnete sich als „stolze Atommacht“.

US-Präsident Barack Obama wurde als Heuchler bezeichnet, der für eine atomwaffenfreie Welt wirbt, in den USA aber ein ehrgeiziges Atomprogramm verfolge. Obama sagte angesichts solcher Drohungen, dass die verschärften Sanktionen des UN-Sicherheitsrates nach dem nordkoreanischen Atomtest vom 25. Mai des Jahres nunmehr schnellstens umgesetzt werden müssten und verlängerte gleichzeitig das US-Wirtschaftsembargo gegen Nordkorea um ein weiteres Jahr. Den UN-Beschluss hatten die 15 Ratsmitglieder einstimmig gefasst. Zu den Sanktionen soll auch das Einfrieren nordkoreanischer Konten im Ausland gehören. Hierauf hat Nordkorea bereits reagiert und plündert systematisch seine Auslandskonten. Ebenso gehören stärkere Kontrollen von Frachtlieferung nach und aus Nordkorea dazu. Im Rahmen des damit zusammenhängenden Waffenembargos gegen Nordkorea sind die UN-Staaten ermächtigt verdächtige Schiffe zu durchsuchen. Nordkorea erklärte dazu, dass eine Durchsuchung seiner Schiffe als Kriegserklärung betrachtet würde.

Eine mögliche Konfrontation und Eskalation scheint sich derzeit vor der Küste Koreas abzuzeichnen. Dort verfolgt, wie der südkoreanische TV-Sender YTN berichtete, die US-Marine mit einem Zerstörer den nordkoreanischen Frachter Kang Nam, der auf dem Weg nach Myanmar sein soll und verdächtigt wird Raketen und/oder diverse Teile dazu zu befördern.

Für zusätzliche Verwirrung im Machtpoker Nordkoreas sorgen Berichte, wonach das Land einen (oder gar zwei) neuen Raketentest vorbereite. Mit einem Spezialzug war bereits im Mai eine Rakete zum Testgelände Dongchang-Ri befördert worden. In einem Bericht der japanischen Zeitung Yomiuiri Shimbun vom 18. Juni war gemeldet worden, dass Nordkorea möglicherweise eine Langstreckenrakete vom Typ Taepodong-2 mit einer Reichweite von rund 6.500 Kilometern in Richtung auf den US-Bundesstaat Hawaii abschießen wolle. Das würde vermutlich um den 4. Juli herum geschehen. Der 4. Juli ist der Unabhängigkeitstag und einer der höchsten nationalen Feiertage in den Staaten. Daraufhin hatte US-Präsident Barack Obama im CBS erklärt, die USA seien gegen alle Eventualitäten eines nordkoreanischen Angriffes vorbereitet. Robert Gates, der US-Verteidigungsminister erklärte der Presse dazu, er habe bereits die Verlegung von Raketenabwehrsystemen und Radaranlagen nach Hawaii angeordnet.

Foto: Schreckgespenst Atom. Fotoquelle: © Gerd Altmann, pixelio.de.

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Schlüsselwörter: Atom | Atomkrieg | atomarer Holocaust | Nordkorea | Koreakrieg | USA | Raketen | Atomtest | Raketentest
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Kommentare

286
am 26.11.2010 20:06:13 (141.76.45.xxx) Link Kommentar melden
Die acht Bömbchen, die Nordkorea hat, bedeuten ganz sicher keinen "Holocaust". Sie bedeuten höchstens, dass es nach der ersten bereits kein Nordkorea mehr gibt.
266
am 27.11.2010 13:49:13 (91.214.168.xxx) Link Kommentar melden
Nordkorea droht den USA mit atomarem Feuerregen
Wie Kuba ist Nordkorea ein sterbendes Modell. Der Kommunismus und der Sozialismus sind tot.

Glaubt wirklich irgendjemand, der mit Vernunft und Bildung ausgestattet ist, daß sich Nordkorea militärisch mit den USA anlegen würde? Das wäre nach NATO-Vertrag übrigens auch für Deutschland der Verteidigungsfall!

Meine Meinung: diese Steinzeitkommunisten werden völlig überschätzt. Aushungern und China Druck machen, das würde reichen. Und, wie Chaim u.a. richtig anmerken, laut game theory harte Vergeltungsschläge führen; Israel macht es doch richtig vor, wie so etwas geht.

Meine Prognose: In spätestens 10 Jahren gibt es gar kein Nordkorea mehr, dann ist es entweder chinesische Provinz oder unter einer demokratischen Regierung mit dem Süden vereint, siehe Deutschland 1990!
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